Langzeit Pulsoximeter im Eigebau?

Gast #445117
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Ich weiss jetzt, was ein Pulsoximeter ist ;-))

Hat schonmal jemand darüber nachgedacht, soetwas selbst zu bauen?
So mit Datenaufzeichnung usw?
Wo finde ich Projekte im Netz?
Bei meinen Googleleien bin ich bei Seite5 ausgestiegen, keine 
Selbstbauprojekte zu finden, schade.

Wer jetzt keine Lust hat, nachzupedieren was ein Pulsoximeter ist:

Da wird die Sauerstoffsättigung im Blut optisch im Durchlichtverfahren 
gemessen.

Bei zwei Wellenlängen
1. 660nm (rot) und
2. 940nm (infrarot)

andere Seite vom Finger ist ein Sensor, der die beiden Anteile misst und 
daraus lässt sich dann den Saurstoffgehalt im Blut ableiten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pulsoxymetrie

gab noch 10.000 andere Links, wo die Wirkungsweise erklärt war.
Aber nichts OpenSource, wie bei den EEG-Geschichten - schade eigentlich.

Da ich "Weltmeister" im nächtlichen Luftanhalten bin, habe ich von 
meinem Artzt so was über Nacht zum Loggen mitbekommen. Musste ich mich 
doch gleich erstmal schlau machen... Schlafapnoe gähn


Viele Grüße
AxelR.
#445252
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Vielleicht kann man ausgehend von den Informationen auf
http://www.oximetry.org/pulseox/principles.htm
sowas zumindest grundlegend kalibrieren.

Dann einfach mal beim nächsten Arzt/Rettungswache nachfragen ob man mal 
mit dem Profigerät gegenmessen kann.

Dann einfach mal n bischen luftanhalten dann sollte sich der wert in ner 
halben Minute schon n bischen nach unten bewegen. Oder mal nen Älteren 
passanten um Vergleichsmessung bitten. Die liegen meist von haus aus so 
bei 90-95%SpO2 und können ihre Sättigung auf kommando steigern ("Mal 
tief luftholen")

Damit kann man zumindest den normalen OPerationsbereich SpO2>90% 
abdecken.

Oder nacher die Langzeitmesung mit den eigenen aufzeichnungen 
vergleichen.
Gast #445904
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Ich hätte da eine Idee bezüglich der Kalibrierung:

Wenn man den Finger, an dem gemessen wird, einfach abbindet, dann sollte 
der Sauerstoffgehalt im gestauten Blut mit der Zeit absinken. Allerdings 
müste man den "DC"-Anteil von Haut und venösem Blut vorher recht genau 
bestimmen, da der abgebundene Finger ja dann auch keinen Puls mehr hat.
#445940
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Er wird allerdings auch im venösen Blut noch etwas absinken, denn auch 
in diesem Befindet sich noch restsauerstoff.

Ich hab ein Vorlesungsskript zum Thema gefunden, das die Grundlagen 
detailliert abhandelt.
http://www.robots.ox.ac.uk/~neil/teaching/lectures/med_elec/notes6.pdf
Da sind auch die Formeln zum berechnen des SpO2 näher drin erläutert.
Ich muss mir das in ner ruhigen Minute nochmal zu gemüte führen.

Ansonsten könnte ich mich anbieten mit einem dann existenten Gerät 
Vergleichsmessungen zu machen.
Gast #446524
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Nabend,
wie willst du denn die eigentliche Messung machen? Die Wellenlängen 
sollten ja schon recht genau bekannt sein. Würde mich auch interessieren 
wie das in den professionellen Geräten gemacht wird. Das einzige was mir 
dazu einfallen würde wär ne Rote und ne IR-LED mit entsprechenden 
Empfängern auf der anderen Seite.

Jens
Gast #446527
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So ähnlich wird es auch gemacht
Eine rote und eine IR LED sowei ein gemeinsamer Empfänger.
Wenn man die LED abwechselnd pulst, erhält man die
Absorbtionskurve der jeweiligen Wellenlänge.

Du mußt zum einen den Offset durch Gewebe abziehen.
Übrig bleibt die Pulskurve, deren Höhe je nach
Wellenlänge abhänig von der Sauerstoffsättigung variiert.

Photo-Dioden sind schneller und empfindlicher als Photo-Transistoren.
Es kann sein, dass du mit einem Transistor die Pulskurve aber
nicht mehr den O2 gehalt messen kannst.

Wenn du mehr als 2 Welllenlängen verwendest, kann auch
der Kohlemonoxyd Gehalt bestimmt werden. Damit kannst
du rauchen nachweisen.

Ich baue gerade eine Einfachversion und versuche nur
Pulswellen zu detektieren.
Gast #476738
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Ja, wäre einmal interessant.

Übrigens scheinen mir in den Meisten Fällen nicht die absoluten 
Sättigungen sondern eher die relativen von Bedeutung zu sein.

Vielleicht ist der Schnarcher auch schon zum Schlaganfallpatienten 
geworden ?

Nehmt Apnoen nicht auf die leichte Schulter !!
Gast #477013
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Ich war mal deshalb in einem Schlaflabor (Essen); schnarche seit einigen 
Jahren erbärmlich heftig.
Zum Glück keine Apnoe; also auch keine Druckbetankung über eine Maske...

Frage einen HNO Deines Vertrauens, er wird Dir helfen.


Apnoe's sind offensichtlich wesentlich für Herz-und Schlaganfälle 
verantwortlich.

DiDi

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