Spaßige Ki-Schaltung

#7864852
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Mein Chat mit chatgpt:

Ich: Ich benötige eine einfache Schaltung für einen AGC-Verstärker für Audio.


KI:

Ziel der Schaltung: Du willst eine AGC-Schaltung (Automatic Gain Control) für ein Audiosignal, die automatisch die Lautstärke anpasst – also laute Signale leiser macht und leise Signale lauter.

💡 Grundprinzip (vereinfacht erklärt): Das Audiosignal geht zuerst in einen Operationsverstärker (OpAmp), der das Signal verstärken kann.

Im Rückkopplungszweig (Feedback) des OpAmps sitzt ein FET (Transistor), der den Widerstand ändern kann.

Je nachdem, wie laut das Eingangssignal ist, wird der FET mehr oder weniger durchgesteuert – dadurch ändert sich die Verstärkung.

Damit der FET richtig gesteuert wird, wird das Audiosignal über eine Diode gleichgerichtet und mit einem Kondensator geglättet – dadurch entsteht eine Steuerspannung.


Das generierte Schaltbild ist KI-AGC-Verstärker-1.png

Nach ein paar Interventionen meinerseits, muss ich feststellen, dass ich zu doof für KI-Schaltungen bin, aber vielleicht versteht ihr die Schaltung:

1
[Audio-In] ---||---+---|>o---+--> [Audio-Out]
2
                C1 |        |
3
                   R1       |
4
                   |       [OpAmp mit FET in Feedback]
5
                  GND       |
6
                          Drain
7
                           |
8
                          FET (J201)
9
                           |
10
                          Source
11
                           |
12
                          R2
13
                           |
14
                          GND
15

16
Parallel dazu:
17
- Signal wird über Diode und RC-Glied gleichgerichtet.
18
- Diese Spannung steuert das Gate des FETs.
Angehängte Dateien:
Moderator #7864906
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Ich mag es überhaupt nicht, wenn hier im Forum – wie in letzter Zeit des Öfteren beobachtet – kilometerlanges ChatGPT-Gesülze gepostet wird, insbesondere dann, wenn es nicht wenigstens rudimentär auf Richtigkeit geprüft und der lange Text nicht auf die Wesentliche Aussage eingedampft worden ist.

Jetzt mache ich selber mal eine Ausnahme und poste eine ChatGPT-Antwort in voller Länge (wird auch so schnell nicht wieder geschehen, versprochen!). Immerhin habe ich die Antwort vor dem Posten aufmerksam durchgelesen und empfinde sie danach durchaus auch für andere als lesenswert.

Meine Frage war:

Warum liefert ChatGPT so oft falsche Antworten?

Die Antwort von ChatGPT:

1
Gute Frage – und eine, die viele Leute bewegt. Es gibt ein paar Gründe,
2
warum ChatGPT (oder KI-Modelle allgemein) manchmal falsche Antworten
3
gibt. Ich erklär’s dir gerne verständlich:
4

5
🧠 1. Kein echtes Wissen, sondern Wahrscheinlichkeiten
6
ChatGPT funktioniert nicht wie ein Lexikon, sondern wie ein riesiger
7
Autovervollständiger. Es hat gelernt, welche Wörter typischerweise
8
aufeinander folgen – basierend auf riesigen Mengen an Texten. Das heißt:
9
- Es „errät“ die wahrscheinlichste Antwort.
10
- Aber was wahrscheinlich klingt, ist nicht immer korrekt.
11

12
🔍 2. Veraltetes Wissen
13
Wenn du kein Echtzeit-Plugin verwendest (wie z. B. Webzugriff), basiert
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ChatGPTs Wissen auf einem bestimmten Stand – z. B. bei GPT-4 auf Daten
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bis 2023 oder 2024 (je nach Version).
16
- Neue Infos (z. B. aktuelle Nachrichten, Gesetzesänderungen,
17
  Software-Updates) fehlen eventuell.
18
- Das kann zu falschen oder veralteten Aussagen führen.
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20
🧩 3. Fehlende Kontexttiefe
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Manchmal versteht das Modell nicht genau, was du meinst, oder es
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interpretiert den Kontext falsch. Besonders bei mehrdeutigen Fragen oder
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wenn Infos fehlen.
24

25
🗣️ 4. Überzeugendes Blöffen
26
Einer der größten Kritikpunkte:
27
- ChatGPT „antwortet“ auch dann, wenn es etwas nicht sicher weiß.
28
- Es klingt dabei aber sehr überzeugend, was viele in die Irre führt.
29

30
🧪 5. Halluzinationen
31
Ein typisches KI-Problem: Das Modell „halluziniert“ – d. h. es erfindet
32
Dinge. Zum Beispiel:
33
- Zitate, die es nie gab
34
- Quellen, die nicht existieren
35
- Studien, die frei erfunden sind
36

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💡 Was tun?
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- Fragen kritisch prüfen
39
- Zusätzliche Quellen checken
40
- Nachfragen oder den Kontext genauer beschreiben
41

42
Wenn du magst, kann ich dir auch zeigen, wie man „bessere“ Fragen
43
stellt, um die Fehlerquote zu senken – oder magst du ein Beispiel für
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eine falsche Antwort und warum sie passiert ist?

ChatGPT tritt hier bei Weitem nicht so selbstbewusst auf, wie es sonst meist der Fall ist (s. Punkt 4).

Selbsterkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Vielleicht gelingt es ChatGPT ja irgendwann mal, unsichere Antworten mit einem "Vermutlich", "Vielleicht", "Möglicherweise" oder "Es ist nicht auszuschließen, dass" beginnen zu lassen und auf bewusstseinserweiternde digitale Substanzen zu verzichten ;-)

Gast #7865025
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Die gezeigte Schaltung könnte Bestandteil eines Einstellungs-Tests sein. "Erklären sie die Schaltung". Wenn er die Verarschung nicht sofort erkennt, hat er in der Firma nichts zu suchen.

Der Beitrag zeigt mal wieder eindrucksvoll warum KI noch keine Entwickler ersetzten kann.

#7865042
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Hallo

Ich verwende ChatGPT sehr selten, weil ich keine Hinweise auf Quellen bekomme. Perplexity verwende ich dagegen meistens anstelle einer Suchmaschine. Die Aussagen kann ich anhand der zitierten Quellen verifizieren. Dabei muss ich auch schon mal feststellen, dass falsch interpretiert wurde. Im Großen und Ganzen bin ich mit Perplexity schneller als mit einer Suchmaschine oder im Buch nachschlagen.

Ich bin im Studium darauf trainiert worden, Aussagen auch wissenschaftliche Aussagen kritisch zu hinterfragen. Außerdem bin ich von Joseph Weizenbaum geprägt worden, der von der künstlichen Intelligensia sprach. Geprägt hat mich aber das Projekt "Maschinisierung von Kopfarbeit", das das behandelte, was heute Digitalisierung heißt. Wenn ich mir die heutige künstliche Intelligensia ansehe, kann ich deren Naivität nicht nachvollziehen. Beispiel: Weizenbaums Eliza wird immer wieder als das erste KI-Programm zitiert. Weizenbaum hat Eliza geschrieben, um nachzuweisen, wie dumm KI ist. Aber er hat nicht mit der Dummheit, der Anwender gerechnet, die Eliza für gut und nützlich hielten.

Die modernen Sprachmodelle sind natürlich komplexer als Eliza, aber sie sind ein Werkzeug, dass wir nutzen können und natürlich hinterfragen müssen und hinterfragen können müssen.

Ich verwende Perplexity fast ausschließlich im technischen Kontext (Software und Elektronik). Und manchmal aus Faulheit. Also meine Frage:

Ich benötige eine einfache Schaltung für einen AGC-Verstärker für Audio.

Perplexity liefert ein paar Hinweise, wie es geht und Referenzen auf Schaltungen im Internet. Ich hatte gehört, dass ChatGPT auch Schaltungen generieren kann und hatte damit meinen Spaß.

In diesem Sinne: Frohe Ostern

Heiner

(Firma: Starfleet) #7865305
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Man Könnte es auch aus der Perspektive des "Prompt-Engineering betrachten und untersuchen, was in der Fragestellung so scheiße formuliert ist, das eine KI quasi "aufs Glatteis geschickt" wurde. Der KI-Prompt war:

"Ich benötige eine einfache Schaltung für einen AGC-Verstärker für Audio."

IMHO ist ein Larifari-Begriff wie "einfach" fehl am Platze, weil es eben tausende Auslegungen von "einfach" gibt, bspw. wenig Bauteile oder Nachbausicher oder wenig Kalibrierung oder klar sichtbares Arbeitsprinzip oder leicht verfügbare Bauteile oder kein Spezialwerkzeug oder ... .

Und bewährterweise nähert sich ein Ingenieur der Lösung in (kleinen) Schritten. Also könnte man erst mal eine Ausgangschaltung bspw. " rückgekoppleter OPV in Frequenzbereich bis 50 kHz" vorgeben, dann das Grundprinzipien der Regelung evaluieren (bspw.: Rückkopplungsgrad (Widerstand) abhängig vom Energiegehalt Ausgangssignal ) und schließlich Schaltungsvarianten für die Regelstreckevorgeben und bewerten lassen. Also nicht den ersten Lösungsvorschlag der Lächerlichkeit preisgeben sondern über mehrere "Iterationen" brauchbare Vorschlage behalten und "Unsinn" verkleinerm/wegwerfen.

Bzgl. AGC siehe auch:

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7865436
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Otto K. schrieb:

meine AGC-Schaltung, die eigentlich auch funktionieren sollte.

Hast du den Plan auch von der KI erzeugen lassen?

Denn so wie da hingemalt funktioniert die bestenfalls völlig zufällig und abhängig von der Audioquelle, weil der bipolare Transistor am Eingang keinen DC-Arbeitspunkt hat und mit negativen Eingangsspanungen (wird ja wohl hoffentlich ein Wechselspannungs-Audiosignal sein...) so sicher nicht zurecht kommt.

Fazit: auch das ist so eine Schaltung zum Test eines Bewerbers für die ausgeschriebene Elektronikentwicklerstelle...

(Firma: Starfleet) #7865447
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sidechain-ducking heißt es wohl, oder sidechain-compression.

Hm. das ist wohl eine Anwendung einer AGC-Schaltung in der Mehrkanal-Audio-Technik - ehemals die großen Mischpulte in der Studio- oder Konzert-Technik. Wird Kanal A "laut", wird Kanal B (ggf. auch weitere) automatisch abgedämpft. So, wenn sich beim Konzert die einzelnen Band-Mitglieder über ein Solo-Einwurf vorgestellen: "Ladies and Gentleman, on the Trombone - Commander William-Teeee-Riiiiker ... "

ich glaube gelesen zu haben das geht mit transistor in basis-schaltung, möglicherweise dabei auch noch invers.

Viele Wege führen nach Rom.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7865459
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Frei nach Karl Lagerfeld: "Wer ChatGPT glaubt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren."

Mir fällt da gleich der Thread ein, wo jubelnde User die von ihnen gewünschte Lösung bekamen, die aber ebenfalls jeweils grundlegend falsch war. Und der Grund ist der dort beschriebene:

Das Ergebnis ergibt sich als Mehrheitsentscheid aller im Netz gefundenen Lösungen für diese Aufgabe. Weil aber heute jeder Anfänger seine allererste Murksschaltung oder Murkssoftware im Netz veröffentlicht, ist es eben sehr wahrscheinlich, eine vermurkste Lösung zu bekommen.

Deshalb bin ich mir ziemlich sicher, was herauskommen wird, wenn man den Antwortautomaten nach so was simplen wie eine H-Brücke für eine Motoransteuerung fragt...

Bradward B. schrieb:

sondern über mehrere "Iterationen" brauchbare Vorschlage behalten und "Unsinn" verkleinerm/wegwerfen.

Also genau wie dort im Beitrag "Re: ChatGPT und Spannungsteiler." schon angemerkt: "Man muss die Lösung schon im Voraus kennen, um entsprechend nachbohren zu können"

(Firma: Starfleet) #7865511
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sondern über mehrere "Iterationen" brauchbare Vorschlage behalten und "Unsinn" verkleinerm/wegwerfen.

"Man muss die Lösung schon im Voraus kennen, um entsprechend nachbohren zu können"

Njein, man muß die erwartbaren Probleme kennen/abschätzen können, um um entsprechend nachbohren zu können.

#7870527
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Hallo zusammen, meine Intention war, mit der spaßigen Schaltung auf Kinderkrankheiten von KI hinzuweisen. Ich habe ganz bewusst nach einer einfachen Schaltung gefragt. Bei Perplexity bekam ich einige Links, wie ich sie gesucht habe. Mir war klar, wie ein AGC-Verstärker aufgebaut ist: Verstärker, Gleichrichter, Siebung und FET als Stellglied, das die Verstärkung einstellt. Ich war zu faul, eine Schaltung von Grund auf selbst zu entwickel. Im Internet gibt es bestimmt schlaue Schaltungen. Ich brauche einen AGC-Verstärker zur Signalverfolgung, der mit 3V Batteriespannung auskommt. Ich habe nur geringe Anforderungen an Frequenzgang und Klanqualität.

Ich habe meine erste Frage dann noch bei ChatGPT gestellt. Was dabei herauskam, habe ich hier gepostet.

Inzwischen ist mit klar geworden, was bei ChatGPT passierte.

ChatGPT ist eine Sprach-KI, die Texte verarbeitet. Im Prinzip ist sie mit elektronischen Schaltungen überfordert. Aber bei uns war und ist es üblich, Schaltungen in ASCCI darzustellen. Das ist Text. Ich habe die ASCII-Schaltungen nie verstanden. Wie soll dann die KI damit klarkommen :-) Wenn ChatGPT dann anbietet ein Schaltbild zu generieren, kann dabei nur Murks herauskommen.

Eine ASCII-Schaltung zu tippen dauert mit viel zu lange. Otto K. hat gezeigt, wie es einfacher geht: Ein Gemälde per Bleistift und Papier, ein Foto und fertig.

Auf die AGC-Schaltung gehe ich getrennt ein.

Heiner

#7870533
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Und nun zum AGC-Verstäker.

Zunächst habe einfaches LTspice-Modell erstellt, das auf https://www.elektormagazine.de/news/kleine-schaltungen-neu-aufgelegt-agc-folge-3 aufbaut. Läuft nicht bei 3V Betriebsspannung, weil der J-FET J113 höhere Gatespannung braucht. ChatGPT hatte den richtigen Hinweis auf den J201. Die Verstärkung wird über die Gegenkopplung eines nicht invertierenden Verstärkers geregelt.

Die Schaltung von Otto K. verwendet einen Bipolar-Transistor. Die Verstärkung wird durch einen Spannungsteiler am Eingang geregelt. Mir gefiel die Idee, weil damit ein robuster Verstärker aufgebaut werden kann.

Aber ein Bipolar-Transistor als Steller für Wechselspannung?

  1. Sind die Spannungen sehr gering, ein paar Millivolt.

  2. Hat ein Transistor bis 0,1V einen ziemlich ohmschen Bereich.

  3. Den Transistor kann man mit einer kleinen Gleichspannung vorspannen.

Die Ergebnisse in LTspice und die Modelle hänge ich an.

Mein Fazit: Mit KI läßt sich viel Arbeit sparen. Man muss damit kritisch umgehen und kann dabei seinen Spaß haben.

Angehängte Dateien:

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