Hallo zusammen, ich nutze eine Seek Thermal Reveal Pro FF, etwa 8 Jahre alt. Mein erstes Gerät habe ich gegen ein baugleiches Modell getauscht, da es mehrere Defekte hatte (Akku schwach, deutliche Messabweichungen). Das aktuelle Gerät wurde gebraucht vom Händler als voll funktionsfähig verkauft. Die Messwerte wirken insgesamt deutlich plausibler als beim ersten Gerät. Dennoch habe ich den Eindruck, dass es generell ein paar Grad zu niedrige Temperaturen anzeigt – eventuell liegt es aber auch an einem Bedienfehler meinerseits. Rahmenbedingungen: • Raumtemperatur innen: 22 °C • Emissionsgrad immer auf „matt“ (ε = 0,97) • Gerät vor Nutzung akklimatisiert Messbeispiele: Hand: 28–30 °C Gesicht: ca. 31 °C Fußbodenheizung Vor/Rücklauf: 24 °C Parkettoberfläche: ca. 20 °C Ackerfläche beim Spaziergang draußen teils im Minusbereich, obwohl es subjektiv wärmer wirkte Innen erscheinen mir die Werte plausibel, eventuell leicht um 2-3 grad nach unten verschoben. Unsicher bin ich besonders bei den Außenmessungen (Ackerfläche). Daher meine Fragen: • Liegen diese Werte im normalen Toleranzbereich des Geräts? • Ist bei einem ~8 Jahre alten Modell eine Kalibrierdrift von einigen Grad realistisch? • Oder übersehe ich typische Bedien- oder Einstellfehler? Vielen Dank für eure Einschätzung. Lg mario
Mario E. schrieb: > Emissionsgrad immer auf „matt“ (ε = 0,97) Wenn deine Oberflächen nicht gerade auch diesen Emissionsgrad haben (mattschwarz lackiert z.B.), kann das schon zu Abweichungen führen. Mario E. schrieb: > Ackerfläche beim Spaziergang draußen teils im Minusbereich, obwohl es > subjektiv wärmer wirkte Das ist nun wirklich keine aussagekräftige Feststellung. Kannst dir ja eine große thermische Masse (Stein, Metallklotz,...) suchen, mattschwarz lackieren, ein normales (genaues) Thermometer draufpappen und dann in den Kühlschrank oder den Backofen legen und dann Thermometer und Wärmebild vergleichen. Das ist genauer als "Gefühlt war es wärmer"
Aus diesem Grunde kalibriert ein Bekannter haeufiger sein Geraet mit solchen Quellen: https://www.polytec.com/de/photonik/produkte/elektro-optische-messtechnik/ir-vis-referenzstrahler
Ok danke schonmal für die Rückmeldung und den Tipp mit mattschwarzem Lack. Werde ich testen. Das Ackerthema: war gestern bei ca 8 Grad plus draußen. Bodenflächen meist knapp über 0 bzw leicht -1. Ist wohl auch im Bereich des üblich möglichem. Danke!
Sebastian R. schrieb: > mattschwarz lackieren, Der Lack muss aber auch im fernen IR mattschwarz sein...
Ich werde die Worte des Messtechnik-Dozenten nie vergessen: "Wer glaubt eine Temperatur auf 1/10 Grad genau messen zu können ist ein Idiot."
Nick schrieb: > "Wer glaubt eine Temperatur auf 1/10 Grad genau messen zu können ist ein > Idiot." Och, 1/100 Grad ist mit ein bisschen Aufwand eigentlich problemlos in Industrieumgebungen machbar. Und Tripelpunktzellen haben immerhin eine Genauigkeit von ±0,0001 °C.
Sebastian R. schrieb: > Och, 1/100 Grad ist mit ein bisschen Aufwand eigentlich problemlos in > Industrieumgebungen machbar. Auflösung oder Genauigkeit? Welcher Sensor? Wo genau gemessen? Oberfläche, 1 mm im Bauteil? Wärmeableitung der Leitungen berücksichtigt? Wärmeübergang Messobjekt / Sensor berücksichtigt?
Hier sind ein paar Tips zur Messung: https://www.flir.com/de-de/discover/rd-science/use-low-cost-materials-to-increase-target-emissivity/
> Hier sind ein paar Tips zur Messung: ..das ist ja eine schauderhafte Übersetzung.. hier der Link zum englischen Artikel: https://www.flir.com/discover/rd-science/use-low-cost-materials-to-increase-target-emissivity/ HTH und nix für Ungut
G. 4. schrieb: > as ist ja eine schauderhafte Übersetzung Deutschland ist mittlerweile so bedeutungslos, dass es nicht mal mehr der Mühe wert ist eine ordentliche Übersetzung machen zu lassen.
Dieter D. schrieb: > Deutschland ist mittlerweile so bedeutungslos Der übliche Schwurbeldieterschwachsinn. Dieses "mit Deutschland gehts bergab"-Gegreine wird in erster Linie von Putinpudeln in die Welt gerotzt, denn deren Job ist klar: Zersetzen, spalten und miesmachen. Macht unser Schwurbeldieter auch. Ein ganz feiner Mensch ist das, ganz ein feiner.
Nick schrieb: > Auflösung oder Genauigkeit? Auflösen kann man (fast) beliebig weit, das würde aber niemandem helfen. > Welcher Sensor? Such dir einen aus. > Wo genau gemessen? Dort, wo die Temperatur gemessen werden muss. > Oberfläche, 1 mm im Bauteil? Was für Bauteile? > Wärmeableitung der Leitungen berücksichtigt? Bei richtiger Anwendung irrelevant > Wärmeübergang Messobjekt / Sensor berücksichtigt? Bei richtiger Anwendung irrelevant Was genau wolltest du jetzt erreichen? Klar muss man auf gewisse Dinge achten, aber unmöglich oder unendlich aufwendig ist es nicht.
Harald K. schrieb: > Zersetzen, spalten und miesmachen Vorwiegend beschreibst Du Dich damit selbst. Tatsache ist, es wird immer weniger ordentliche ins Deutsche übersetzt. Und wenn doch, wird das mit KI-Übersetzern gemacht wird. Statt einseiter politischer Totschlagargumentationen mit Unterstellungen, wie wäre es mal mit etwas vernüftigen, wie zum Beispiel: https://kpmg.com/de/de/themen/geopolitics/economic-key-facts-germany.html
Sebastian R. schrieb: >> Welcher Sensor? > Such dir einen aus. Den da? Wird als "high precision" vermarktet. https://www.st.com/en/mems-and-sensors/stlm75.html +/- 3 °C bzw. +/- 2 °V Genauigkeit, Auflösung bis zu (dieser Wert wird garaniert nie überschritten) 0.5 °C. Typische Leistungsaufnahme 0.19 mW. Thermischer Widerstand Gehäuse 128.4 °C/W. Macht schon 0.02 °C Verfälschung ohne überhaupt was zu messen. Noch ein ganzes Stück hin bis zu den 0.01 °C. Oder muss man nach "stellar precision" suchen? Dann braucht man über den Rest nicht mehr weiterreden ...
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