Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Trafo reparieren.


von Peter N. (alv)


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Hi

Bei einem Ferrittrafo sind mir 2 Anschlußpins aus dem Spulenkörper 
rausgebrochen.
(Wie) könnte ich die wieder lötfest befestigen?
von Jörg R. (solar77)


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Peter N. schrieb:
> Bei einem Ferrittrafo sind mir 2 Anschlußpins aus dem Spulenkörper
> rausgebrochen. (Wie) könnte ich die wieder lötfest befestigen?

Zeig bloß kein Foto..man könnte ja was erkennen.
von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Peter N. schrieb:
> (Wie) könnte ich die wieder lötfest befestigen?

Es kommt darauf an...
von Peter N. (alv)


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Jörg R. schrieb:
> Zeig bloß kein Foto..man könnte ja was erkennen.

Mit euren Kristallkugeln ist auch nichts mehr los...

Bitteschön. Es ist nichts zu erkennen, was man sich nicht auch 
vorstellen könnte...
von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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2k Epoxydharzkleber und nicht zu lange daran rumlöten!
: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


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Peter N. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Zeig bloß kein Foto..man könnte ja was erkennen.
>
> Mit euren Kristallkugeln ist auch nichts mehr los...
>
> Bitteschön. Es ist nichts zu erkennen, was man sich nicht auch
> vorstellen könnte...

Doch, da ist einiges zu erkennen..worauf du auch selber hättest kommen 
können.

Löte die beiden Stifte ab. Feile an dem Trafo den Teil gerade wo die 
Anschlüsse ausgebrochen sind. Befestige eine Stiftleiste an den plan 
gefeilten Teil des Trafos, ggf. mit 2-Komponentenkleber. Evtl. kannst 
die den Teil wo die neuen Stifte an den Kunstoff kommen kleine 
Einkerbungen für die Stifte machen.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Wolfgang R. schrieb:
> 2k Epoxydharzkleber

Der Spulenkörper wird aus PET sein, daran hält ohne Primer kein 
Epoxidharz.
von Peter N. (alv)


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Wolfgang R. schrieb:
> 2k Epoxydharzkleber und nicht zu lange daran rumlöten!

Habe ich bereits mit UHU Endfest probiert.
Hat ein erneutes Auslöten des Trafos (Kippelmethode) nicht überstanden.

Möglicherweise muß ich den Trafo noch mehrfach aus- und einlöten.
Die Befestigung muß also halbwegs fest sein.
von R. L. (Gast)


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Peter N. schrieb:
> Möglicherweise muß ich den Trafo noch mehrfach aus- und einlöten.

das ist wohl eher der Punkt, an dem du ansetzen solltest.
von Marek N. (db1bmn)


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Peter N. schrieb:
> Möglicherweise muß ich den Trafo noch mehrfach aus- und einlöten.

Falscher Ansatz!
Der Trafo bekommt Stiftleisten angelötet und auf die Platine 
Buchsenleisten - oder umgekehrt und dann kann man das bliebig umstecken.
von Michael B. (laberkopp)


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Peter N. schrieb:
> Es ist nichts zu erkennen, was man sich nicht auch vorstellen könnte.

Man kann sich gar nichts vorstellen.

Den Trafo kannst du so wieder einlöten. Die Stifte steckst du dann 
einzeln in ihre Lötpadlöcher.

ABER: an einem Stift ist schon ein Draht abgebrochen. Den musst du mit 
wiederanlöten.

Peter N. schrieb:
> Möglicherweise muß ich den Trafo noch mehrfach aus- und einlöten.

Vergiss es. Falscher Ansatz.
von Thomas B. (thombde)


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Michael B. schrieb:
> Peter N. schrieb:
>> Möglicherweise muß ich den Trafo noch mehrfach aus- und einlöten.
>
> Vergiss es. Falscher Ansatz.

Man könnte ihn auf Lochraster setzen und dann mit Stiftleisen höher 
legen.
Also etwas versetzt.
Da muss aber Platz vorhanden sein.
Wobei man an den Stiftleisen auch nicht lange rumlöten darf.
Wie sieht den die Platine aus?
von Peter N. (alv)


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Thomas B. schrieb:
> Wie sieht den die Platine aus?

Michael B. schrieb:
> ABER: an einem Stift ist schon ein Draht abgebrochen. Den musst du mit
> wiederanlöten.

Bei dem Trafo waren die Original-Primärwicklungen durchgeschmort, bis 
zum Windungsschluß.
Dies war der erste Versuch, die Wicklungen zu ersetzen - qualmt immer 
noch.
Jetzt muß ich einen neuen Wicklungsversuch mit dickerem Draht 
unternehmen.
von Henrik V. (henrik_v)


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Warum die Wicklung zu viel Strom bekommt, hast Du schon herausgefunden? 
(Schaltstransistor durchlegiert, Ansteuerung defekt? )
von Michael B. (laberkopp)


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Peter N. schrieb:
> Bei dem Trafo waren die Original-Primärwicklungen durchgeschmort, bis
> zum Windungsschluß.
> Dies war der erste Versuch, die Wicklungen zu ersetzen - qualmt immer
> noch.
> Jetzt muß ich einen neuen Wicklungsversuch mit dickerem Draht
> unternehmen.

Gegentakt Flusswandler wohl aus 12V, und sekundär sieht nicht nach 230V 
aus, eher auch Kleinspannung.

Hast du den Wicklungssinn der beiden Primärwicklungen beachtet ?

Dünner Draht sollte ohne Last kein Problem sein, relevant hoher Strom 
darf erst bei hoher Last fliessen.

Aber es fehlt der Ausgangskondensator, was soll der Regler also regeln 
wenn sich keine Spannung einstellen kann ?
von Peter N. (alv)


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Henrik V. schrieb:
> Warum die Wicklung zu viel Strom bekommt, hast Du schon herausgefunden?
> (Schaltstransistor durchlegiert, Ansteuerung defekt? )

Nein, Primärsteuerung scheint ok zu sein (wird direkt vom µC getaktet),
Sekundärseite scheint auch ok zu sein.

Michael B. schrieb:
> Gegentakt Flusswandler wohl aus 12V, und sekundär sieht nicht nach 230V
> aus, eher auch Kleinspannung.

Der Wandler transformiert hoch, speist einen Reihenschwingkreis, 
parallel zu dessen Kondensator sitzt ein Piezostößel.
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Peter N. schrieb:
> Bei einem Ferrittrafo sind mir 2 Anschlußpins aus dem Spulenkörper
> rausgebrochen.
> (Wie) könnte ich die wieder lötfest befestigen?

Mit einem Zauberstab. Der Zauberspruch ist "Reparo!"
von Peter N. (alv)


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Axel S. schrieb:
> Mit einem Zauberstab. Der Zauberspruch ist "Reparo!"

Mein Zauberstab ist leider auch zerbrochen.
Einen zweiten zum Reparieren des ersten habe ich leider nicht...

Aber ernsthaft:
Dieses schwarze Zeug, mit dem direkt auf die Platine gebondete Chips 
überzogen werden, wäre ideal dafür.
Gibts das irgendwo in Kleinstmengen?
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Ich nehm für sowas Sekundenkleber mit Backpulver.
Sekundenkleber satt auftragen Pins positionieren und Backpulver mit 
einem Pinsel drüberstäuben (nicht streichen!) oder vom spitzen Messer 
aufträufeln.
Das Ganze mehrfach wiederholen, bis die Schicht dick genug ist.

Das hat bisher bei vielen Kunststoffen gut geholfen.

Old-Papa
von Julian L. (rommudoh)


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Peter N. schrieb:
> Dieses schwarze Zeug, mit dem direkt auf die Platine gebondete Chips
> überzogen werden, wäre ideal dafür.
> Gibts das irgendwo in Kleinstmengen?

Du meinst Epoxidharz oder Resin? Das findest du in jedem Bastelbedarf 
oder auf Amazon.
: Bearbeitet durch User
von Peter N. (alv)


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Julian L. schrieb:
> Du meinst Epoxidharz oder Resin?

Ich weiß nicht, was es ist, jedenfalls sehr fest und hitzebeständig.

Resin (zum 3D-Drucken) hat sich nicht so als Kleber geeignet 
herausgestellt.
von Gerald B. (gerald_b)


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Peter N. schrieb:
> Bei dem Trafo waren die Original-Primärwicklungen durchgeschmort, bis
> zum Windungsschluß.

Wenn es die Ansteuerung und die MOSFETs nicht sind...
- die Kondensatoren im Snubber, parallel zu den MOSFET haben keinen 
Schluss? Dann würde der Trafo ebenfalls Dauerspannung sehen
- Der C des sekundären Reihenschwingkreises und der Piezo ohne Schluss?

Wenn du den Trafo eh schon draußen hast, dann löte in die +-Leitung 
einen Widerstand zur Strombegrenzung ein. Richtwert so 10 Ohm, 10 Watt 
rum. Das sollte den Strom auf gut 1 A begrenzen und Kollateralschäden 
verhindern.
von Julian L. (rommudoh)


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Peter N. schrieb:
> Ich weiß nicht, was es ist

Die schwarze Vergussmasse bei COBs ist schwarzes Epoxidharz. Zum Kleben 
findet man es als "Zwei Komponenten Kleber".
von Peter N. (alv)


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Ich werde die Primärwicklungen mittels Stiftleiste kontaktieren.
Leider paßt das Rastermaß nicht.

Michael B. schrieb:
> Hast du den Wicklungssinn der beiden Primärwicklungen beachtet ?
Ja.
Wobei es ja egal sein sollte, solange der Anfang der einen und das Ende 
der anderen Primärwicklung an + geht und beide parallel gewickelt sind.
Oder benötigt die Stromüberwachung (J6/U16) die korrekte Phase?

Michael B. schrieb:
> Dünner Draht sollte ohne Last kein Problem sein, relevant hoher Strom
> darf erst bei hoher Last fliessen.
Ohne Piezo erwärmt sich nichts.

Gerald B. schrieb:
> Wenn es die Ansteuerung und die MOSFETs nicht sind...
> - die Kondensatoren im Snubber, parallel zu den MOSFET haben keinen
> Schluss? Dann würde der Trafo ebenfalls Dauerspannung sehen
> - Der C des sekundären Reihenschwingkreises und der Piezo ohne Schluss?
Snubber ok (18 Ohm/10n), Ausgangskondensator ok (22n/1000V), 
Piezo-Stößel kein Durchgang (3,4n).


Ein größeres Stück Salami:
Das Gerät ist ein "Sonic-Cutter".

Defekt: Nach Start des Cutters brach die 12V Versorgungsspannung 
zusammen und die Elektronik startete neu.

Trafo ausgebaut. Jetzt lief die ganze Elektronik wie sie sollte.
Am Trafo kommen 12Vs Rechteck mit 36kHz an.

Beim Trafo alle 4 Primäranschlüsse Verbindung, also Windungsschluß.
Primärwicklungen vorsichtig abgewickelt (Windungen ziemlich verbacken).
2* 14 Windungen 17x0,1mm HF-Litze.

Primärseite gegen Sekundärseite war mit diesem gelben Klebeband 
isoliert, auch ziemlich verschmolzen. Das durch Kapton-Tape ersetzt.

Die Primärwicklungen habe ich mit mehreren parallelen Wicklungen 
HF-Litze ersetzt. Leider habe ich mich dabei verrechnet, war immer noch 
zu wenig Querschnitt.

Jedenfalls qualmte der Trafo bei Last und die Primärwicklungen sind 
wieder verbacken.

Nächster Versuch dann mit 0,3 CuL (muß es denn bei 36kHz HF-Litze 
sein?).
von H. H. (hhinz)


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Peter N. schrieb:
> muß es denn bei 36kHz HF-Litze sein?

Nein, aber allzu dick sollte der Draht auch nicht sein. Bei mehr als 
0,8mm schlägt der Stromverdrängungseffekt bei 36kHz relevant zu.
von Gerald B. (gerald_b)


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Bei 2x 17 Windungen ist die Drahtlänge noch überschaubar. Da kannst du 
dir deine HF-Litze auch selbst verdrillen und hast es damit in der Hand, 
was du Einzellitzenquerschnitt nimmst. Hab 100µH 8A Ringkerne, die sind 
ebenfalls mit Litze gefertigt. Außendurchmesser im Augenmaß vielleich 
1,5 qmm.
von Michael B. (laberkopp)


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Peter N. schrieb:
> Bei dem Trafo waren die Original-Primärwicklungen durchgeschmort

Und sekundär nicht angekokelt und kurzschlusswindung ?
von Peter N. (alv)


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Michael B. schrieb:
> Und sekundär nicht angekokelt und kurzschlusswindung ?

Sekundär sieht noch gut aus, wie auf dem Bild zu erkennen.
Die gemessenen Werte hatte ich ja geschrieben.
von Peter N. (alv)


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Primärwicklungen mit 0,3 CuL neu gewickelt.

Mit Piezostößel heizen die schnell auf, die Transistoren ziehen langsam 
nach.

Ob der Piezo etwas tut, kann ich nicht feststellen.

Beim Stößel sind 4 Piezoscheiben parallel geschaltet, haben zusammen 3,4 
nF, keinen Durchgang und wenn ich dem Stößel einen Schlag verpasse, 
antwortet der mit einem Spannungspuls.
von Gerald B. (gerald_b)


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Peter N. schrieb:
> Mit Piezostößel heizen die schnell auf, die Transistoren ziehen langsam
> nach.

Soweit ich mich erinnere, soll man US-Bäder nie leer bereiben, ähnlich 
wie Mikrowellen. Das Wasser dämpft die Schwingung. Ohne, kreist die in 
deinem Schwingkreis
von Peter N. (alv)


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Gerald B. schrieb:
> Soweit ich mich erinnere, soll man US-Bäder nie leer bereiben

Das ist aber kein Bad.
An dem Stößel befindet sich dann eine Klinge o.ä. die per Ultraschall 
schwingt.
von Stefan M. (derwisch)


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Julian L. schrieb:
> Die schwarze Vergussmasse bei COBs ist schwarzes Epoxidharz. Zum Kleben
> findet man es als "Zwei Komponenten Kleber".

Dann aber nichts vom Markt für "Normalverbraucher".
Das "BlopTop" Zeugs ist viel härter als 2K Epoxy.
Ausserdem wird einfaches 2K Epoxy bei Wärme sehr weich, ähnlich wie 
Flummis.
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