Forum: PC Hard- und Software Rechentechnik. im DEFA Film "Radiokiller" von 1980


von Jörg R. (jrg_r49)



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Guten Abend,
Diesen DEFA Film habe ich mir am Wochenende angeschaut und da ist in 
einer längeren Szene Rechentechnik zu sehen.
Meine Frage dazu ist das Robotron oder ausländische Technik, da ich mich 
damit garnicht auskenne?
Schöne Grüße, Jörg
: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Ich tippe mal auf ESER-Technik:
* 
https://de.wikipedia.org/wiki/Einheitliches_System_Elektronischer_Rechentechnik

Das robotrontechnik-Forum sollte sich damit tiefer auskennen:
* https://www.robotrontechnik.de/html/standards/eser.htm
: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Jörg R. schrieb:
> ist das Robotron

zumindest zeigen die Fotos einige Ähnlichkeiten mit den Geräten, wie sie 
in den vorgegebenen Fotos zu erkennen sind:

https://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/zubehoer/mbe.htm

Designtechnische Meisterwerke.

mfg
von Lu (oszi45)


Angehängte Dateien:

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Das Magnetbandgerät scheint nicht aus der üblichen ESER-Serie zu 
stammen. Diese Sorte Umlenkrollen sind mir nicht bekannt. Evtl. bringt 
die Bildersuche noch Licht ins Dunkel? Eine ziemlich umständliche 
Bandführung, wo das Einlegen echt mühsam ist. Evtl. 70er Jahre?
Die Wechselplattenspeicher auf dem rechten Foto könnten ESER-Teile sein.
von Andreas M. (andreas_m62)


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Ich mache mir mehr Gedanken, wie sich die hochfrequenten Funkwellen
von der unter Wasser versteckten Sonde durch das Wasser nach oben 
ausbreiten.

U-Boote tauchen dazu flach unter der Wasseroberfläche und schieben eine 
Antenne hoch oder ziehen sehr lange Schleppantennen, damit sie im 
ELF-Bereich
ein paar Zeichen senden können.

Der Film ist trotzdem eine gute Anspielung auf die in der Nähe von
militärischen Objekten eingegrabenen Sonden des politischen Gegners.
: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Könntest Du bitte Deine U-Boote mal von der Rechentechnik trennen! Sonst 
bekommen wir hier heraus woher diese Requisiten der Rechentechnik 
stammen.
von Harald K. (kirnbichler)


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Lu schrieb:
> Das Magnetbandgerät scheint nicht aus der üblichen ESER-Serie zu
> stammen.

Das ist der Klassenfeind:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d8/IBM_2401_tape_drives_at_the_Computer_History_Museum.jpg
von Torsten S. (torstensc)


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Die müssen wir aber nachgebaut haben. Oder umgelabeld. Damit habe ich 
89/90 noch gearbeitet. War definitiv ein DDR Produkt. Wie oft musste ich 
da Leseköpfe putzen....
von Lu (oszi45)


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Torsten S. schrieb:
> nachgebaut haben. Oder umgelabeld.

An IBM360 ab 1964 als 1/2" Magnetbandgerät. Manches hat auch Schalk 
besorgt. Quelle https://en.wikipedia.org/wiki/9-track_tape
: Bearbeitet durch User
von Hannes J. (pnuebergang)


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Ach, das gleicht sich im Film alles aus. Schließlich setzt der pöse pöse 
Klassenfeind im Radiokiller ein IC aus der D1-Familie ein. Ich meine ein 
D100D von HFO gesehen zu haben.
Beitrag #8056705 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jörg R. (jrg_r49)


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Helmut schrieb im Beitrag #8056705:
> Jörg R. schrieb:
>> Meine Frage dazu ist das Robotron oder ausländische Technik, da ich mich
>> damit garnicht auskenne?
>
> Meine Vermutung:
> Der Film wurde im Keller von Wolfgang Robel gedreht
... Wolfgang Robel wird damals wohl gerade so haben schwimmen können...
von Lotta  . (mercedes)


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Beachtet auch bitte, das die Stasi in der Wuhlheide
damals ne sehr gute Zusammenarbeit mit dem Klassenfeind,
in diesem Falle Siemens praktiziert hat.
Siemens hat dabei Hardware geliefert und diese mit der
dazugehörigen Betriebssoft aufgebaut, eingerichtet und
teilweise auch gewartet.
Tja, es war wohl immer so, das die Superreichen in Ost
und West heimlich neue Dual-Use Anlagen und Waffen im Kriege
( diesmal im Kalten Krieg) ausprobiert haben und die Völker
dieser Welt dafür ihre Köpfe hingehalten haben und das auch noch
bezahlen durften.

mfg
von Icke ®. (49636b65)


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Harald K. schrieb:
> Lu schrieb:
>> Das Magnetbandgerät scheint nicht aus der üblichen ESER-Serie zu
>> stammen.
>
> Das ist der Klassenfeind:
>
> 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d8/IBM_2401_tape_drives_at_the_Computer_History_Museum.jpg

Bei genauem Hinsehen sind die Geräte nicht identisch, die Position der 
Rollen weicht ab. Ist aber ein offenes Geheimnis, daß in der DDR 
Westtechnik oft nachgebaut wurde.
von Jörg R. (jrg_r49)


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Jörg R. schrieb:
> Helmut schrieb im Beitrag #8056705:
>> Jörg R. schrieb:
>>> Meine Frage dazu ist das Robotron oder ausländische Technik, da ich mich
>>> damit garnicht auskenne?
>>
>> Meine Vermutung:
>> Der Film wurde im Keller von Wolfgang Robel gedreht
> ... Wolfgang Robel wird damals wohl gerade so haben schwimmen können...

In diesem Jahr wurde die DEFA 80 Jahre und die Kostenlosangebote einiger 
Kinos dazu konnte ich nicht nutzen.
Es gibt ja auch immer wieder neueste Einstellungen dazu auf YouTube.

Die Vorstandsvorsitzende der DEFA-Stiftung mit Sitz in Berlin ist 
Stefanie Eckert und wurde in der DDR geboren, letzteres ist erstaunlich 
finde ich.
von Icke ®. (49636b65)


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Andreas M. schrieb:
> Ich mache mir mehr Gedanken, wie sich die hochfrequenten
> Funkwellen
> von der unter Wasser versteckten Sonde durch das Wasser nach oben
> ausbreiten.
...
> Der Film ist trotzdem eine gute Anspielung auf die in der Nähe von
> militärischen Objekten eingegrabenen Sonden des politischen Gegners.

Wenn du auf "Operation Hamster" anspielst..

https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Hamster

..dann müssen die Filmemacher Vorahnung oder hellseherische Fähigkeiten 
gehabt haben. "Radiokiller" stammt aus 1980, "Hamster" fand aber erst 
1989 statt. Die Antennen von Hamster waren zwar nicht unter Wasser (dies 
rechne ich der künstlerischen Freiheit zu), aber immerhin im Erdboden 
vergraben und sendeten auf 306MHz. Hat offensichtlich funktioniert.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Tja, es war wohl immer so, das die Superreichen in Ost

Meines Wissens wurden im Osten die "Reichen" entweder erschossen oder 
auf eine Insel in dem Fluß Ob depotiert wo sie vor Hunger krepierten.

Wurden auch gerne als Spekulanten und Schmarotzer bezeichnet. Oder man 
vermutete entlohnte Spionagetätigkeit als Grund für die Anhäufung von 
Privateigentum, das war dann das Feigenblatt für eine Verfolgung durch 
die Staatsorgane.

* https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Kath
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Jörg R. schrieb:
> Die Vorstandsvorsitzende der DEFA-Stiftung mit Sitz in Berlin ist
> Stefanie Eckert und wurde in der DDR geboren, letzteres ist erstaunlich
> finde ich.

In der DDR geboren worden zu sein ist erstaunlich?
: Bearbeitet durch User
von Lotta  . (mercedes)


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Bradward meinte:

> Meines Wissens wurden im Osten die "Reichen" entweder erschossen oder
> auf eine Insel in dem Fluß Ob depotiert wo sie vor Hunger krepierten.

Nur diejenigen, die nicht staatskonform mit der Stasi kooperiert
haben.
Die es gemacht haben, konnten größeres Privateigentum haben,
wie etwa die Puhdys oder Herricht und Preil, da sie ja
dem Staat Devisen gebracht haben (deshalb superreich).

Auch in der DDR waren eben offenbar nicht alle gleich.

mfg
von Jörg R. (jrg_r49)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>
> In der DDR geboren worden zu sein ist erstaunlich?

...nun ja bezüglich " hoher" leitender Posten schon erstaunlich und 
zunehmend jetzt wieder gerade üblich.
von Jörg R. (jrg_r49)



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Hier noch ein Blick auf diese Leiterplatte
: Bearbeitet durch User
von Soul E. (soul_eye)


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Jörg R. schrieb:
> Hier noch ein Blick auf diese Leiterplatte

Das sieht aber eher japanisch aus. Toshiba?
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Der braune Scheibenkondensator ist recht eindeutig DDR. Den IC im 
Hintergrund kann man nicht erkennen, der 6-Pinner rechts sieht aber auch 
recht typisch DDR-mäßig aus. B761D?
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ach, und auch die Schalenkern-Spule mit ihrer Polyethylenkappe sieht 
sehr vertraut aus.
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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und das rechte Bild passt zwingend zum Gerät links?
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> und das rechte Bild passt zwingend zum Gerät links?

Das ist sicherlich das Foto vom geheimen Spionagegerät (oder was auch 
immer Thema des Streifens war).
von Rbx (rcx)


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Filme (vor allem im Low-Budget) sind letztlich Fake-Worlds - und man hat 
mehr davon, wenn man nach Making-Ofs fragt.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Wenn du auf "Operation Hamster" anspielst..
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Hamster
>
> ..dann müssen die Filmemacher Vorahnung oder hellseherische Fähigkeiten
> gehabt haben. "Radiokiller" stammt aus 1980, "Hamster" fand aber erst
> 1989 statt. Die Antennen von Hamster waren zwar nicht unter Wasser (dies
> rechne ich der künstlerischen Freiheit zu), aber immerhin im Erdboden
> vergraben und sendeten auf 306MHz. Hat offensichtlich funktioniert.

Zur Operation Hamster gibt es auch eine Dok in der ARD-Mediathek : 
https://www.ardmediathek.de/video/echt/operation-hamster-ein-meisterstueck-der-spionageabwehr/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MC81NTIyNTAtMzU0MDgy

Hellseherei ist dazu aber eher nicht nötig, solche Bewegungsdetektoren 
wurden schon im Vietnamkrieg eingesetzt (endete 1975)

* https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Igloo_White

Auch davor: https://apps.dtic.mil/sti/tr/pdf/ADA359912.pdf

Man liest auch im Zusammenhang mit peace keeping missions darüber wie 
dergleichen eingesetzt wird, um die Bewegung schweren militärischen 
Gerätes
in de-militarisierten Gebieten zu erkenne. Da beispielsweise eine 
Anwendung vom Bochumer Verifikationsprojekt 1989:
* https://www2.informatik.hu-berlin.de/~hochmuth/werkzeuge.pdf S. 237

Wobei dort die Signalaufbereitung nach dem Erschütterungsensors 
beschrieben wird, der Datenlink ist noch 'ne andere Geschichte.

Die Operation Hamster wurde 1989 für DDR-Verhältnisse  stark publiziert, 
IMHO anscheinend um in der Bevölkerungsmasse den Eindruck einzuimpfen, 
die Staatssicherheit einen "guten Job" in der Spionageabwehr machen 
würde, weswegen man sie erhalten sollte ...
: Bearbeitet durch User
von Nevs (noname_user)


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Das ist wieder mal µC-net-typisch, Nostalgie-Threads im aktuellen 
Forenbereich, mit Beitragen die zur derzeitgen Technik und Lage 
überhaupt nicht mehr passen, nur der Unterhaltung willen.
Aber Themen, wo niemand mehr angeblich nachdenken muß, weil es ja sowas 
von klar als Betrug ist, wie der Thread mit dem mobilen Internet über 
angebliche SAT-Technik und auf Dauer kostenfrei, der wird natürlich nach 
dev-Null verschoben und dann gesperrt.
Aber hier wird wieder ohne Plan und Ziel aus alten Zeiten was 
zusammenfantasiert, weil es ja zur guten Sitte auf dem Borad gehört in 
Nostalgie ohne wirklichen Sinn zu versinken.

Die Magnetband-Technik im Ostblock kam für Audio-Anwendungen aus der 
CSSR Tesla und Polen Unitra, die Russen hatten da auch noch was in 
Petto, nur wollte das im Ostblock wohl keiner so haben, da gab es sogar 
Dolby-RM-Technik-IC's. Deren FarbRöhrenHeizgeräte in den ganzen Schulen 
und öffentlichen Einrichtungen waren schon genug des Guten, Ladas wollte 
man uns ja auch nicht so recht liefern, bei den exorbitanten 
Wartezeiten.

Einer da oben meinte was von Nachbauen, aber womit denn bitte, die Teile 
gab es ja nicht wie heute im Baumarkt oder E-GH.
Die Mods hier im Forum zeigen damit wo es lang geht ....
Na wie immer damit gute Nacht .. die Steckenpferde für ....
: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Die Magnetband-Technik im Ostblock kam für Audio-Anwendungen aus der
> CSSR Tesla und Polen Unitra, die Russen hatten da auch noch was in
> Petto, nur wollte das im Ostblock wohl keiner so haben, da gab es sogar
> Dolby-RM-Technik-IC's.

Audio-Magnetband-Aufzeichnung ist nicht unbedingt dasselbe wie das für 
Video (MAZ - Magnetaufzeichnung) und für Daten verwendete man eben das 
was grad verfügbar war.

* http://www.fernsehmuseum.info/rft-mazen.html

Ob das was sich da auf zwei Tellern drehte tatsächlich Computerdaten 
oder Video waren erkannte doch von den Zuschauern keiner.

Im Militärbereich gab es auch (Silber-)Drahtgeräte aus der Sowjetunion, 
aber darum geht es hier eher nicht.

Wer was baute war im Ostblock/RGW genau geplant/geregelt, da hatten 
manche Länder quasi das "Monopol" auf bestimmte Elektronikbaugruppen 
bspw. kam wohl Studiotechnik gern aus Ungarn (BEAG - Budapest 
Elektroakustikgerätefabrik).

> Einer da oben meinte was von Nachbauen, aber womit denn bitte, die Teile
> gab es ja nicht wie heute im Baumarkt oder E-GH.

Das kam auf den berüchtigten "Schleichwegen" und die "Mauer" zu Berlin 
(West) war für manche erstaunlich durchgängig.
Nicht wenige Aussteller auf der Messe Leipzig transportierten nach dem 
Halbjährlichen Ereigniss ihre Muster nicht ab sondern überliessen sie 
den "Einheimischen".
Und da ESER sehr kompatibel zur IBM-Technik konstruiert war, konnte man 
schon ausgemusterte Geräte aus dem Westen übernehmen, Embargo griff bei 
diesen Rechentechnik-Dinosauriern nicht.
* https://www.eser-ddr.de/EDVAundMikroelektronikEDVA_Auszuege2.html

Irgendwas Funktionierendes aus Schrott zusammen zu hämmern hatte seit 
der Nachkriegszeit Tradition.
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8058285 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Andreas M. (andreas_m62)


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Icke ®. schrieb:
> Die Antennen von Hamster waren zwar nicht unter Wasser (dies
> rechne ich der künstlerischen Freiheit zu), aber immerhin im Erdboden
> vergraben und sendeten auf 306MHz. Hat offensichtlich funktioniert.

Nein.
Die Antennen ähnelten kleinen Palmenwedeln und waren oberhalb der 
Erdoberfläche.
Die sind aber im Bodenbewuchs nicht aufgefallen.

https://www.deutsches-spionagemuseum.de/event/operation-hamster

Erdantennen funktionieren auch.
Allerdings waren die mehr für den Kurzwellenbereich.

https://www.hamspirit.de/8113/ausprobiert-funkbetrieb-mit-einer-erdantenne/
von Lu (oszi45)


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Bradward B. schrieb:
> diesen Rechentechnik-Dinosauriern nicht.
> * https://www.eser-ddr.de/EDVAundMikroelektronikEDVA_Auszuege2.html

Danke, der Link zu den historischen Zusammenhängen war interessant.
Zu ergänzen wäre, dass viele CPU-Leiterplatten Sockel für den U880 
hatten, da diese CPUs Mangelware waren und Gerüchten zufolge Z80 mit der 
Aktentasche aus Westberlin beschafft wurden. :-)
von Hans F. (spartrafo)


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Jörg W. schrieb:
> Den IC im
> Hintergrund kann man nicht erkennen

Im Film meine ich das TI-Logo (verkehrt herum) darauf erkennen zu 
können.

Btw. Das Quarz-ähnliche Gehäuse links wird eine SZY20...23 sein. Darauf 
deutet der gelbe Farbpunkt an der Seite.

Der IC links unten könnte sowjetischer Herkunft entstammen. ICs mit 
solchen Bauformen findet man z.B. im Ч3-54. 
https://jais.ru/info/servisnyj-centr/ch3-54-osobennosti-konstrukcii/
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hans F. schrieb:

> Btw. Das Quarz-ähnliche Gehäuse links wird eine SZY20...23 sein. Darauf
> deutet der gelbe Farbpunkt an der Seite.

Gute Beobachtung!

> Der IC links unten könnte sowjetischer Herkunft entstammen. ICs mit
> solchen Bauformen findet man z.B. im Ч3-54.
> https://jais.ru/info/servisnyj-centr/ch3-54-osobennosti-konstrukcii/

Ja, diese sowjetischen Flat-Packs gab es schon sehr früh.

Sieht also danach aus, als hätte da jemand eher wahllos elektronische 
Bauteile auf eine Platine gelötet. :-)
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Lu schrieb:
> Gerüchten zufolge Z80 mit der Aktentasche aus Westberlin beschafft
> wurden

Die musste man nicht in der Aktentasche beschaffen.

Alles, was die DDR selbst produzieren konnte, verschwand von der 
Embargo-Liste. Deshalb haben sie auch viel Energie reingesteckt bspw. in 
den 1-Mbit-Speicher, selbst wenn die Ausbeute schlecht war.

Aber in der Tat, ich habe in der Uni an der Materialausgabe Z80 in die 
Hand gedrückt bekommen.  Und nein, die U880 in den typischen 
K1520-Platinen (in denen sich der größte Teil dieser CPUs befunden haben 
dürfte) waren natürlich eingelötet, nicht gesockelt.  Keine Ahnung, wie 
sie das mit Z80 gemacht haben mit ihrem anderen Pinraster.

Aber das spielt für die hier gezeigte Platine keine Geige.
von Lotta  . (mercedes)


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Jörg W. schrieb:

> Ja, diese sowjetischen Flat-Packs gab es schon sehr früh.
>
> Sieht also danach aus, als hätte da jemand eher wahllos elektronische
> Bauteile auf eine Platine gelötet. :-)

Das kann auch irgendeine gerad vorhandene Platine gewesen sein.
Der Film muß für meine Altvorderen wie ein "James Bond" Erlebnis
gewesen sein, absolut exotisch.

Tauchsport war zum Beispiel nur im Rahmen der GST möglich,
wie auch Flugsport.

mfg
von Götz R. (darfnurdiefolgendenz)


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"Wahllos ... gelötet" trifft's.
Blaue Widerstände haben wir nicht gehabt, stimmt’s? Nahebei der SMY 51 
mit seiner tiefergelegten Kennzeichnungsecke links unten (hier gedreht), 
wo sie hingehört, der SF 136 fühlt sich recht wohl neben einem BC 547 
(„Wandel durch Annäherung“) und der grüne Länger-Widerstand gleich neben 
ihm ist sogar von spätestens 1973, würde ich denken.
Die am häufigsten zu hörende Anweisung für Ausstattung/Requisite lautet: 
„Dann lass dir doch was einfallen!“ Hat funktioniert, es sieht sehr 
elektronisch aus.
von Hans F. (spartrafo)


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Lotta  . schrieb:
> Das kann auch irgendeine gerad vorhandene Platine gewesen sein.

Mit Sicherheit nicht. Die Bauteilkombination und Anordnung ergibt 
überhaupt keinen sinnvollen Anwendungsfall. Die Platine ist Requisite. 
Man hat das zusammengelötet, was gerade rumlag.

Edit:

Götz R. schrieb:
> "Wahllos ... gelötet" trifft's.

Du warst schneller.
: Bearbeitet durch User
von Hannes J. (pnuebergang)


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Auch auffällig:

Die Platine hat keine externen Anschlüssen. Nichts was z.B. zur 
Stromversorgung oder Antenne geht. Die könnten natürlich auf der 
Unterseite sein, aber das ist schon auffällig.

Ebenso, die Platine passt genau ins vorgeblich wasserdichte Gehäuse.
: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (jrg_r49)


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Lotta  . schrieb im Beitrag #8058
> Tauchsport war zum Beispiel nur im Rahmen der GST möglich,
> wie auch Flugsport.
>
> mfg

Nein nicht nur GST,
es gab auch später den TSV der DDR
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Alles, was die DDR selbst produzieren konnte, verschwand von der
> Embargo-Liste. Deshalb haben sie auch viel Energie reingesteckt bspw. in
> den 1-Mbit-Speicher, selbst wenn die Ausbeute schlecht war.

An manchen Orten kann man es nicht lassen unterschwellig Bullshit im 
Zusammenhang mit der COCOM-Liste unter die Leute zu bringen.

Mbit-Speicher, 8bit, 16 bit Prozessoren standen nicht auf der 
Embargo-liste, die hätte man gegen konvertierbare Währung importieren 
können. Wollte man aber nicht. Auf der Liste standen die 
Fertigungtechnologien, nicht die Chips selbst. Und bei Entwicklung der 
IC-Fertigung zeigte sich eben nicht nur an dem katastrophelen yield der 
real exestierende technische Rückstand in diesem Bereich der 
DDR-Wirtschaft. Wurde hier schon 2018 diskutiert und mit Verlinkung der 
damaligen COCOM-Listen belegt.

COOCOM zielte wie das heute Wassenaar-Abkommen gegen die militärische 
Verwendung von Hi-Tech Dual-Use Gütern. So konnte ein im Flugzeug 
adaptierte Computer von COCOM betroffen sein, während das selbe Gerät am 
Boden kein handelspolitisches Problem darstellte. Das musste bspw. die 
DDR-Luflinie Interflug beim Kauf ihrer drei Airbus A310 feststellen.

* Beitrag "War es eigentlich damals möglich einen Heimcomputer in die DDR für die Verwandten zu schmuggeln?"

> Tauchsport war zum Beispiel nur im Rahmen der GST möglich,
> wie auch Flugsport.

Ja und ?!. Auch heute schliessen sich bei "materialintensiven" 
Sportarten mehrere Personen zu einem Verein zusammen um den Mitgliedern 
die Ausübung zu ermöglichen.
Abgesehen davon das auch der GST zeitweilig der Flugsport (in Grenznähe) 
verboten wurde. 
https://www.mdr.de/geschichte/ddr/politik-gesellschaft/sport/sportfliegen-flugverbote-gst-stasi-republikflucht-100.html
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8058401 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bradward B. schrieb:
> Mbit-Speicher, 8bit, 16 bit Prozessoren standen nicht auf der
> Embargo-liste, die hätte man gegen konvertierbare Währung importieren
> können

Wenn du die Liste von 1989 als Referenz nimmst, ist das kein Wunder. 
Such dir eine frühere für den Mbit-Speicher.
: Bearbeitet durch Moderator
von Lu (oszi45)


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Jörg W. schrieb:
> Aber in der Tat, ich habe in der Uni an der Materialausgabe Z80 in die
> Hand gedrückt bekommen.  Und nein, die U880 in den typischen
> K1520-Platinen (in denen sich der größte Teil dieser CPUs befunden haben
> dürfte) waren natürlich eingelötet, nicht gesockelt.  Keine Ahnung, wie
> sie das mit Z80 gemacht haben mit ihrem anderen Pinraster.

In den frühen 80ern waren Sockel auf der 1520-Technik bis die DDR selbst 
genügend herstellen konnte. Übrigens passten sowohl die 40-beinigen 
Chips im Zoll-Format wie die mm-Chips gerade noch auf den vorgesehenen 
Platz auf den Leiterplatten. Später wurden viele dieser CPUs wegen 
Kontaktunsicherheit der Sockel eingelötet. Bis 40 Beine ging das noch.

Hans F. schrieb:
> Lotta  . schrieb:
>> Das kann auch irgendeine gerad vorhandene Platine gewesen sein.
>
> Mit Sicherheit nicht. Die Bauteilkombination und Anordnung ergibt
> überhaupt keinen sinnvollen Anwendungsfall. Die Platine ist Requisite.
> Man hat das zusammengelötet, was gerade rumlag.

Fürs Fernsehen machen die allen Mist. Interessant wäre hier ein gutes 
Bild vom Originalteil.
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Nevs schrieb:
> nur der Unterhaltung willen.

Auch DAZU ist ein Forum da.
Wir sind hier nicht in einem tibetanischen Schweige-Kloster
Beitrag #8058873 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lotta  . (mercedes)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Nevs schrieb:
>> nur der Unterhaltung willen.
>
> Auch DAZU ist ein Forum da.
> Wir sind hier nicht in einem tibetanischen Schweige-Kloster

> Fürs Fernsehen machen die allen Mist. Interessant wäre hier ein gutes
> Bild vom Originalteil.
> Hm.
Warum ist der Radiokiller aus Pullach aus DDR - Bauelementen
hergestellt? Haben die keine eignen? ;-))
Interessant.

mfg
von Jörg R. (jrg_r49)


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Lotta  . schrieb:
> .● Des|ntegrator ●. schrieb:
>> Nevs schrieb:
>>> nur der Unterhaltung willen.
>>
>> Auch DAZU ist ein Forum da.
>> Wir sind hier nicht in einem tibetanischen Schweige-Kloster
>
>> Fürs Fernsehen machen die allen Mist. Interessant wäre hier ein gutes
>> Bild vom Originalteil.
>> Hm.
> Warum ist der Radiokiller aus Pullach aus DDR - Bauelementen
> hergestellt? Haben die keine eignen? ;-))
> Interessant.
>
> mfg
🤣🤣🤣

Na das  ist doch logisch,
Natürlich aus dem einfachen Grund um die Herkunft zu verschleiern.
von Lotta  . (mercedes)


Angehängte Dateien:

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Der Radiokiller.

Leider wirds mächtig unscharf, wenn ich ihn vergrößern will.


mfg
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Der Radiokiller.
>
> Leider wirds mächtig unscharf, wenn ich ihn vergrößern will.

Schaltungsaufbau wie kurz nach dem Krieg ...
von Lotta  . (mercedes)


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Nö.

Kurz nach dem Krieg wärs mit Röhren, etwa der RV2,4P2000
oder der Stahlröhrenserie aufgebaut.

So sieht es wie ein UKW-Tuner aus der Germaniumtransistor Ära aus.

mfg
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Lotta  . schrieb:
> Warum ist der Radiokiller aus Pullach aus DDR - Bauelementen
> hergestellt? Haben die keine eignen? ;-))
> Interessant.

Die Mauer tat uns im Westen doch gut.
Die billigen im Osten hergestellten Produkte
kamen durch, nur die Menschen nicht.
Wie formulierte es Pispers?

>> Eine semipermeable Membran.

naja, so'n praktizierender Spion
muss halt auch sehen, wie man spart
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> So sieht es wie ein UKW-Tuner aus der Germaniumtransistor Ära aus.

Halt Fünfziger, auch Nach-Krieg, jedenfalls keine Hitech aus den 
Achtzigern.

Fliegende Verdrahtung- kein PCB, fast könnte man meinen, das wird wie 
bei den Loewe Mehrfachröhren samt den Röhrenelektroden in einen 
evakuierten Glaszylinder geschoben.

Auf klein optimierte "Rechentechnik" sah schon in Siebzigern so aus: 
https://hackaday.com/wp-content/uploads/2020/07/pulsar902eurocalculator5.jpg?w=640
: Bearbeitet durch User
von Lotta  . (mercedes)


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Genau!

Auch der millitärisch komplexe Komplex hatte
schon mehr zu bieten als der Deutsche Fernsehfunk. :-P

Natürlich hatte die Stasi schon ganz andere Technik auf Lager.
Die kann frau aber hier nicht vorstellen, ohne sofortige Löschung
zu riskieren. ;-P

mfg
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Auch der millitärisch komplexe Komplex hatte
> schon mehr zu bieten als der Deutsche Fernsehfunk. :-P

Naja, das Militär in der DDR hatte Russentechnik und Russentechnik ist 
bekanntlich nicht klein zu kriegen ...
von Hannes J. (pnuebergang)


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Lotta  . schrieb:
> Warum ist der Radiokiller aus Pullach aus DDR - Bauelementen
> hergestellt?

Warum übt der BND in einem DDR-Schwimmbad?

Warum passen die Münchner Nummernschilder am Auto des BND-Agenten nicht 
richtig?

Warum verschwindet am Bahnhof der <D> Aufkleber vom Heck des Wagens des 
Kuriers? Bei Ankunft war er noch dran. Ja, ja, die DDR-Jugend hat <D> 
Aufkleber gesammelt :)

Warum stellen sich Ost- wie Westagenten gleichermaßen doof an?

Warum verlässt das Interflug-Passagierflugzeug bei Gefahr seine 
zugewiesene Reisehöhe? Um die Gefahr zu maximieren auf einer anderen 
Flüghöhe mit anderen Flugzeugen zu kollidieren?

Lotta  . schrieb:
> Leider wirds mächtig unscharf, wenn ich ihn vergrößern will.

Das ist der den die Stasi zur Explosion bringt. An der Stelle im Film 
hat er sich wunderbarerweise komplett veränder im Vergleich zu dem an 
dem der Westagent zuvor gearbeitet hat. 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/698353/Screenshot_20260530-192604.png

Also, warum mutiert Elektronik in der Hand der Stasi?

Antwort bisher: Weil Film.

Ach, und warum baumelt ein Baby in der Kabine des Flugzeuges? Weil 
Propaganda. Der böse Westen gefährdet unsere Babys.
Beitrag #8059373 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lotta  . (mercedes)


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Sehr gut beobachtet, @Hannes.

Deshalb kommt auch der Film an "das unsichtbare Visier"
bei Weitem nicht heran.
Schon allein die Musik ist beim "Visier" geil.


mfg
von Apollo M. (Firma: @home) (majortom)


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Lotta  . schrieb:
> Film an "das unsichtbare Visier"

Die Serie kannst du bei ARDplus absaugen ... und so stimuliert sorgt das 
Kopfkino dann für Jugenderinnerungen.
Beitrag #8059499 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Gerald B. (gerald_b)


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Bradward B. schrieb:
> Naja, das Militär in der DDR hatte Russentechnik und Russentechnik ist
> bekanntlich nicht klein zu kriegen ...

Lag aber daran, das "der große Bruder" vorgegeben hat, was und wie zu 
bauen war. Wir hätten da schon Ideen gehabt ;-)
von Jörg R. (jrg_r49)


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Gerald B. schrieb:
> Bradward B. schrieb:
>> Naja, das Militär in der DDR hatte Russentechnik und Russentechnik ist
>> bekanntlich nicht klein zu kriegen ...
>
> Lag aber daran, das "der große Bruder" vorgegeben hat, was und wie zu
> bauen war. Wir hätten da schon Ideen gehabt ;-)

Bezüglich Funktechnologie hatte die DDR für Wirtschaft und auch NVA auch 
eigene Ideen und diese auch umgesetzt .
Besonders dabei die Überwachungsempfänger für DP und Polizei/Stasi, 
Bosfunk, SEG-Reihe für NVA usw,
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Naja, das Militär in der DDR hatte Russentechnik und Russentechnik ist
>> bekanntlich nicht klein zu kriegen ...
>
> Lag aber daran, das "der große Bruder" vorgegeben hat, was und wie zu
> bauen war. Wir hätten da schon Ideen gehabt ;-)

Etwa Projekt 152 aka Objekt 016 (optoelektronischer Zielsuchkopf für 
Seeraketen) das ca 02/87 eingestellt wurde um den Fachkräftemangel bei 
dem Megabit-Getöse in den Griff zu bekommen ?!

* 
https://www.bundesarchiv.de/assets/bundesarchiv/de/Publikationen/AuD_153_Buthmann_Kadersicherung_barrierefrei.pdf 
bspw. S.18, S. 122.

Da wird auch festgestellt das eine Zusammenarbeit mit der Sowjetunion 
auf dem Gebiet der Mikroelektronik aussichtslos ist.
von Icke ®. (49636b65)


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Jörg R. schrieb:
> Bezüglich Funktechnologie hatte die DDR für Wirtschaft und auch NVA auch
> eigene Ideen und diese auch umgesetzt

Die Kurzwellenempfänger aus der EKD Serie sind heute noch sehr gefragt 
und werden teuer gehandelt.
von Nevs (noname_user)


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Bradward B. schrieb:
> Naja, das Militär in der DDR hatte Russentechnik und Russentechnik ist
> bekanntlich nicht klein zu kriegen ...

Dann hast du aber nicht gedient in der NVA, allein an ZB- und OB-Technik 
im Bereich drahtgebundene Nachrichtentechnik gab es genug 
DDR-Eigentechnik wie den FF63 die OB62 MSN70 und und und 
https://www.nva-harnekop.de/telefon.html

Zu dem ganzen Geschriebenen hier, nicht ein Verweis auf den Inhalt vom 
Film, denn da https://de.wikipedia.org/wiki/Radiokiller ist nichts von 
solcher Rechentechnik zu lesen. Ein Link auf den Film wäre vllt. auch 
mal was, denn die Bilder hier sind ja etwas mau?
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Naja, das Militär in der DDR hatte Russentechnik und Russentechnik ist
>> bekanntlich nicht klein zu kriegen ...
>
> Dann hast du aber nicht gedient in der NVA, allein an ZB- und OB-Technik
> im Bereich drahtgebundene Nachrichtentechnik gab es genug
> DDR-Eigentechnik wie den FF63 die OB62 MSN70 und und und
> https://www.nva-harnekop.de/telefon.html

Die Bunkeranlage in Wollenberg als Teil des BARS-Troposphärenfunksystem 
(wie Harnekorp)  habe ich persönlich ca. 2006 besucht und dort wurde mir 
berichtet, das die Russen etliche Sende-Magnetrons(?) "verbrannt" 
hatten, weil sie die Kühlung nicht im Griff hatten. Die Bunkeranlage war 
gut gefüllt mit U880-BMSR-Technik und einer Telefon-Vermittlungsstelle 
bei der man süffisant darauf hinwies, das etliche Relais mit 
Siemens-Halske-Logo verbaut wurden. Der Troposphärenscatter war auf 
russischen Gerätschaften auf russische LKW aufgebaut.
Das Ganze war letzlich eine Station zur Austausch von Luftlagemeldungen 
mit Moskau, die Strecke nach Moskau per Troposcatter (sehr grob: eine 
Richtfunkstrecke mit Reflexion an der hohen Atmosphäre), die Verteilung 
an die Stäbe (bspw. Strausberg) in der Ostzone eher per drahtgebundene 
Telefonie. Im Westen hätte man wohl C-4 
(Command,control,communication,computer) dazu gesagt, obwohl das C für 
Computer da eher fehlte.

* https://de.wikipedia.org/wiki/Troposph%C3%A4ren-Nachrichtensystem_Bars

Und NVA im aktiven Betrieb kenn ich schon aus jahrelanger eigener 
Erfahrung, speziell Flugplatztechnik, da war das wenigste DDR-Technik. 
Hatte wohl auch damit zu tun, das es an jedem Flugplatz in der 
kommunistischen Welt gleich auszusehen hatte damit man ggf. 
Bediener/support austauschen konnte.

Im Zusammenhang mit "nicht klein zu kriegen" ist vielleicht das 
Codeleuchtfeuer zu erwähnen, die moderne Variante waren zwei Kästen 
Größe Röhrenradio mit Kippschalter und gefüllt in DTL-Technik, der 
Vorgänger dagegen klein und robust als E-motor mit Codierscheiben.
: Bearbeitet durch User
von Lotta  . (mercedes)


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Nevs schrieb:
> Bradward B. schrieb:
>> Naja, das Militär in der DDR hatte Russentechnik und Russentechnik ist
>> bekanntlich nicht klein zu kriegen ...
>
> Dann hast du aber nicht gedient in der NVA, allein an ZB- und OB-Technik
> im Bereich drahtgebundene Nachrichtentechnik gab es genug
> DDR-Eigentechnik wie den FF63 die OB62 MSN70 und und und
> https://www.nva-harnekop.de/telefon.html
>
> Zu dem ganzen Geschriebenen hier, nicht ein Verweis auf den Inhalt vom
> Film, denn da https://de.wikipedia.org/wiki/Radiokiller ist nichts von
> solcher Rechentechnik zu lesen. Ein Link auf den Film wäre vllt. auch
> mal was, denn die Bilder hier sind ja etwas mau?

Na, in ZB und OB war die DDR spitze,
So gibts etliche geile Entwicklungen, etwa  ne 4 Geräte
4 Kanalfernsteuerung über Feldkabel die parallel zum FF66
geklemmt wurde und dessen Protokoll nicht mit U880 oder
Einchiprechner erzeugt wurde sondern fest mit V-Schaltkreisen.

Achja:
Leider geistern im Netz nur mit Videorekorder aufgenommene
Filme herum, deshalb die maue Qualität.

mfg
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8061007 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8061024 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Mario M. (thelonging)


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Nevs schrieb:
> Ein Link auf den Film wäre vllt. auch mal was

https://www.youtube.com/watch?v=cjWBPIwvH8E
Beitrag #8061031 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lotta  . (mercedes)


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Huch, dann hab ich wohl ganz was exotisches! :-O

Die Geräte sind etwa doppelt so groß wie ne Zigarettenschachtel,
grün, gepaart, haben Seriennummern im 3 stelligen Bereich, wovon die
höchste Stelle ne Null ist.
Der Sender hat ne Folien-Hexadezimaltastatur, ne Diodenbuchse zur
Spannungversorgung 12 Volt und 2 Apparateklemmen zum Anschluss des 
Feldkabels.
Sender und Empfänger sind mit V-Schaltkreisen bestückt, der Empfänger
hat dazu Kundenwunsch Hybridschaltungen vom WBN Teltow drinne,
wahrscheinlich geschaltete Filter.
Der Empfänger hat 4 Steckleisten, wo die zu schaltenden Funktionen
ankommen. Jedes Gerät, das an die 4 Stecker angeschlossen werden kann,
hat 3 Ein / Aus Funltionen, und einen "Feuerkanal", der monostabil
arbeitet, also nen kurzen Impuls abgibt.


mfg
Beitrag #8061036 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8061041 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8061049 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8061059 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8061062 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8061085 wurde von einem Moderator gelöscht.
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