Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Was fuer ein Program?


von Rolf G. (rogasi)


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Hallo liebe Gemeinde,

ich komme mit einer wahrscheinlich ungewöhnlicher Frage.
Ich bin kurz vor Rente und möchte diese, solange es noch Geld gibt, 
ausnützen, daher habe ich mich entschieden, dass ich gerne in die Welt 
der Elektronik begeben möchte, da dies mich schon immer interessiert 
hat.

Mein erstes Projekt, da dies auf meiner Arbeit auch benötigt würde, wäre 
Folgendes.
Projekt:
-Signal Geber: 0 - 25 Millivolt -> Anzeige 0-100 (sprich x4)
-Handgerät mit Batterie betrieben Mignon oder 9 Volt Block
-kompakt
- wird in eine Plastikbox gebaut mit Batteriefach
- ca. 20-30 werden gebaut

Ich habe mich schon mit Arduino beschäftigt und auch ein Programm 
gemacht, aber ich bin da auf einige Fragen gestoßen.

A: Eine 9-Volt-Batterie hält gerade mal 2 Tage (langsam getaktet)
B: Ist Arduino überhaupt ein zuverlässiges Programm? Abstürze, verliert 
Programm oder sonstiges?
C: Was würdet ihr vorschlagen mit welchem Programm dies am besten zu 
machen ist oder wie geht man das Professionell an?


Ich weiß Anfänger Fragen, aber wäre gut, wenn ich eine Richtung bekomme 
mit welchem Programm man anfängt. Dann kann ich mich reinarbeiten.

Vielen Dank für euere Antworten positive oder negative.

Wunderbaren Tag und liebe Grüße,
Rogasi
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Prozessor halt immer wieder schlafen lassen, dann haelt eine Batterie 
lange.
von Uwe (uhi)


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Willkommen im Forum.

Zu A: Du musst dir Gedanken (und Messungen) machen zum Thema 
Energieverbrauch. Also Fragen wie: Muss die Anzeige immer laufen, oder 
nur auf Knopfdruck? Ist der Displaytyp geeignet für Dauerbatteriebetrieb 
(LEDs brauchen Strom, LCD weniger). Ein Arduino pro mini läuft 
monatelang aus einem 18650 LiIon-Akku, wenn er meistens schläft, man 
kann ihn zB alle 8s wecken lassen.

Zu B: Die AVR-Arduinos (zB pro mini) laufen zuverlässig. Mit ESP32 hab 
ich durchwachsene Erfahrungen.
von Thomas W. (datenreisender)


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Rolf G. schrieb:
> Projekt:
> -Signal Geber: 0 - 25 Millivolt -> Anzeige 0-100 (sprich x4)

Du solltest Dir Gedanken machen, wie Du das Eingangssignal (0 - 25mV) 
verstaerkst (z.B. 0 - 2500mV, also 2.5V), Faktor 100x. Stabilitaet, 
Aufloesung, Langzeit-Stabiliaet.

> -Handgerät mit Batterie betrieben Mignon oder 9 Volt Block

Der 9V-Block ist (in meinen Augen) die schlechteste Loesung: Die 
Kapazitaet der Dinge ist gering, die Kosten pro Zelle sind sehr hoch. Da 
Du die longevity im Auge halten willst, eventuell ESP32 (ohne WLAN, 
natuerlich) oder den RP2040 (oder Nachfolger). Gibts auch im 
Arduino-Framework.

> B: Ist Arduino überhaupt ein zuverlässiges Programm? Abstürze, verliert
> Programm oder sonstiges?

Das liegt an Deinen Faehigkeiten. Es gibt den dummen Spruch "Du kannst 
Fortran in allen Sprachen schreiben" und genau so liegt es an Dir, ein 
zuverlaessiges Programm zu schreiben. Hinweis: Das Elend liegt leider 
meisten im Detail.

Bonne Chance
von Wastl (hartundweichware)


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Rolf G. schrieb:
> -Signal Geber: 0 - 25 Millivolt -> Anzeige 0-100 (sprich x4)

Welche Frequenz, welcher Frequenzbereich, welche Signalform,
welche Ausgangsimpedanz, welche Anzeige, welche Eingabe-
möglichkeiten.

Fragen über Fragen.

Bei Stromsparen lieber einen Arduino ohne Spannungsregler
verwenden (--> z.B. Arduino Micro).
von Thilo L. (bc107)


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Hi Rolf,

vorab: deine Ruhestandspläne find' ich gut, allemal besser als im 
Ohrensessel die Dias der letzten 60 Jahre durchzuschauen... ;-)

Zunächst mal ist - und für diese Aussage werde ich schon bald heftigen 
Widerspruch ernten - ist Arduino eigentlich genau das Richtige für Dich: 
es liefert eine HW- und SW-Infrastruktur, die zwar vieles an Details vor 
dem Anwender verbirgt, aber gerade dadurch schnelle Erfolge verspricht. 
Wir lernen: Arduino ist kein Programm - es ist eine komplette 
Anwendungsplattform, bestehend aus einer definierten Hardware, und der 
passenden Entwicklungsumgebung (das "Programm", was Du nutzt, um Deinen 
Code für die HW zu schreiben und zu downloaden).
Solltest Du ernsthaft in die Arbeit mit Micros eintauchen wollen, wirst 
Du unweigerlich irgendwann an den Punkt kommen, wo Du über die vielen 
Dinge stolperst, die Dir Arduino zunächst verbirgt, aber bis dahin werde 
einfach glücklich damit!

Zu Deinem Projekt: wie soll denn die Anzeige "0-100" genau 
funktionieren? Ein LC-Display, ein analoges Zeigerinstrument, 100 
Zaunpfähle, die sich nacheinander aufstellen? ;-)

Die 25 mV wirst Du auch nicht ohne Vorverarbeitung (=heftige 
Verstärkung) in den Micro kriegen. Das ist nun ein zweifaches Problem: 
zum Einen willst den Einstieg schaffen, zum Anderen hast Du Dir aber 
gleich ein nichttriviales Projekt rausgesucht.

Trotzdem, bleib' dran, Deine momentane Entwicklungsumgebung passt schon. 
Für die Entwicklung eines kleinen Vorverstärkers brauchst Du evtl. noch 
etwas an Meßgeräten, frag halt, wenn Du in das nächste Problem fällst.

Und noch was: das hier ist kein Platz für Feiglinge. Wenn Du enormes 
Glück hast, kriegst Du einen netten, symphatischen Typen wie mich, der 
Dir antwortet, aber es kann sehr schnell in wüste Beschimpfungen, 
Beleidgungen, Belehrungen ausarten!! Sei gewarnt...

Gruß,
-- Thilo
von Obelix X. (obelix)


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Rolf G. schrieb:
> B: Ist Arduino überhaupt ein zuverlässiges Programm? Abstürze, verliert
> Programm oder sonstiges?

Frage dich als erstes "Was ist Arduino?"

> C: Was würdet ihr vorschlagen mit welchem Programm dies am besten zu
> machen ist oder wie geht man das Professionell an?

Was meinst du mit Programm? Die IDE, das Framework oder dein 
selbstgeschriebenes Programm? Im letzten Fall startest du mit "Hello 
World".
von Torsten B. (butterbrotstern)


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Viele Wege führen nach Rom...
Ich würde für diese einfache Aufgabe gar keinen µC, sondern ein 
LCD-Panelmeter (Klassiker mit ICL7109) verwenden. Diese gibt es fertig 
mit 9V-Anschluss.
Du brauchst nur die Referenzspannung auf 250 (Auflösung 1mV) oder 25mV 
(Auflösung 0,1mV) einstellen, fertig ist die Kiste.
Natürlich ist die Frage: wie hoch soll die Auflösung sein und die 
Messrate?
Sollen später mehr Funktionen hinzukommen, z.B. Schwellwert-Schalter?
Dann ist ein µC schon besser. Wenn eine geringe Auflösung ausreicht, 
genügt eine Referenzspannung von ca. 1 Volt, dann hast Du ohne 
Verstärker bei 10 Bit-ADCs eine Auflösung von etwa 1mV, d.h. bei 25 mV 
ergeben sich dann 4-er Schritte. Evtl. reicht das ja. Es gibt aber auch 
µC mit internem 12-24 Bit ADC, z.B. von Texas Instruments. Oder Du 
schließe einen externen ADC an.
: Bearbeitet durch User
von Rudi (rudils)


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Rolf G. schrieb:

> -Signal Geber: 0 - 25 Millivolt -> Anzeige 0-100 (sprich x4)

Hallo, Rolf
Wenn ich das so lese, dann brauchtst du doch nur einen Verstärker und 
ein Zeiginstrument. Wozu einen Microcontroller?
Bitte beschreibe das Projekt besser.

Thilo L. schrieb:
> Wenn Du enormes
> Glück hast, kriegst Du einen netten, symphatischen Typen wie mich, der

Ich denke, der Glücksfaktor ist hoch, denn es gibt hier viele nette 
Kerle.
Gruß Rudi
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> B: Ist Arduino überhaupt ein zuverlässiges Programm? Abstürze, verliert
> Programm oder sonstiges?

Arduino ist kein Programm sondern eine Entwicklungsumgebung. Wenn du so 
willst ein Editor in dem man Programme schreibt welche dann fuer dich im 
Hintergrund versteckt einen C++ Compiler aufruft und die auch in der 
Lage ist die uebersetzten Programme in einen Controller zu schreiben 
wenn sich auf diesem bereits ein spezielles Arduino-Boot-Programm 
befindet. Letzteres macht man gerne weil dann Benni-bastler nicht noch 
einen Debugger kaufen muss.

Darin programmierte Programme sind also erstmal genauso gut und 
zuverlaessig wie jedes andere in C++ geschriebene Programm. Soll heissen 
es haengt von den Faehigkeiten des Programmiers ab. Jetzt ist es aber so 
das die meisten Leute die Arduino benutzen dies machen weil die Umgebung 
eine Menge fertige Libaries mitbringt die es Anfaengern erlaubt faul zu 
sein. Du hast dann also schnell 5-10Libaries in deinem Programm von 
unterschiedlichen Leuten geschrieben mit unterschiedlich grossen 
Faehigkeiten, zusammengestoepselt von jemanden der oft auch nicht genau 
weiss, gerne auch niemals selber in eine Libarie reinschaut. Dazu kommt 
noch das die Libaries wenig voneinander wissen und dies auch schonmal zu 
Problemen fuehren kann.

Also ja, Arduinoprogramme sind oft sehr schlecht. Aber es liegt an dir 
es besser zu machen. :)

> A: Eine 9-Volt-Batterie hält gerade mal 2 Tage (langsam getaktet)

Das ist keine Frage sondern eine Feststellung. Natuerlich lassen sich 
auch in der Arduinoumgebung Programme schreiben die so lange 
funktionieren bis deine 9V Batterie von selber auslaeuft. :-) Gute 
LowPower-Entwicklung braucht aber Erfahrung auf Hardware und auf 
Softwareseite. Das ist nix was ein Anfaenger in den ersten Jahren 
schaffen wird.

Vanye
von Torsten B. (butterbrotstern)


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Korrektur : Klassiker mit ICL7109  --> ICL7106
Hier ein 10 Jahre alter Thread mit ähnlicher Fragestellung:
Beitrag "A/D-Wandler mit 3 3/4 bzw. 4 3/4 Stellen"
von Rahul D. (rahul)


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Rolf G. schrieb:
> Ich bin kurz vor Rente und möchte diese, solange es noch Geld gibt,
> ausnützen, daher habe ich mich entschieden, dass ich gerne in die Welt
> der Elektronik begeben möchte, da dies mich schon immer interessiert
> hat.
Irrelevante Informationen.

> Mein erstes Projekt, da dies auf meiner Arbeit auch benötigt würde, wäre
> Folgendes.
> Projekt:
> -Signal Geber: 0 - 25 Millivolt -> Anzeige 0-100 (sprich x4)
> -Handgerät mit Batterie betrieben Mignon oder 9 Volt Block
Irrelevante Informationen.
> -kompakt
> - wird in eine Plastikbox gebaut mit Batteriefach
Irrelevante Informationen.

> - ca. 20-30 werden gebaut
Irrelevante Informationen (oder suchst du eine Firma, die dir das Ding 
baut?)

Was soll das werden?
Techniker verwenden Zeichnungen / (Block-)Schaltbilder etc. statt Prosa.
von Wastl (hartundweichware)


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Rolf G. schrieb:
> Hallo liebe Gemeinde,

Wenn keine Antworten von dir kommen (präzisiere deine Anforderungen!),
wirst du als Troll markiert werden. Gehe auf die Fragen bzw.
Bemerkungen der Beitragenden ein, oder du gehst unter.
von Loco M. (loco)


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Wastl schrieb:
> Wenn keine Antworten von dir kommen (präzisiere deine Anforderungen!),
> wirst du als Troll markiert werden. Gehe auf die Fragen bzw.
> Bemerkungen der Beitragenden ein, oder du gehst unter.

Der TO hat geschrieben "bin kurz vor der Rente", und nicht "beziehe 
schon Rente". Also wird er heute Morgen noch arbeiten, und nicht jeder 
darf/kann während der Arbeitszeit private Dinge erledigen.
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Rolf G. schrieb:
> wie geht man das Professionell an?
Man teilt das Problem in kleine Teilprobleme auf. In deinem Fall wirst 
du mit Analogtechnik und mit Digitaltechnik zu tun haben.

Du solltest erst mal mit einer blinkenden LED auf einem Arduino 
anfangen. Mein Tipp: mach das selber, denn nur so verstehst du, was du 
da gemacht hast. Wenn du nur KI-Vorschläge verwendest, dann hast du 
keinen Plan, was schiefgeht, wenn es schiefgeht.


Rolf G. schrieb:
> dass ich gerne in die Welt der Elektronik begeben möchte, da dies mich
> schon immer interessiert hat.
Du fängst also überall von vorne an?
Dann wirst du wirst jämmerlich scheitern, wenn du dein Projekt einfach 
"direkt so" durchziehen willst. Denn dir fehlen grundlegende Grundlagen.

Rolf G. schrieb:
> Projekt:
> -Signal Geber: 0 - 25 Millivolt -> Anzeige 0-100 (sprich x4)
Da ist nichts mit x4, denn der ADC des µC kann mit 100mV gar nichts 
anfangen. Du musst das Signal auf 0..5V verstärken, dann kommt aus dem 
ADC ein Wert von 0..255 (oder 0..511 bzw. 0..1023) Inkrementen, die du 
dann wieder in den Anzeigewert 0..100 umrechnen kannst.
Mit geschickter Wahl der Verstärkung vor dem ADC kann man den 
Messbereich auch auf 0..1000 oder besser 0..800 Inkremente abbilden, 
dann ist für den µC die Rechnung einfacher.

> -Handgerät mit Batterie betrieben Mignon oder 9 Volt Block
9V Batteriene haben eine schrecklich geringe Energiedichte. Oder 
andersrum:  die Kilowattstunde ist da extrem teuer.

> -kompakt, wird in eine Plastikbox gebaut mit Batteriefach
Wird schon noch werden.

> ca. 20-30 werden gebaut
Bau erst mal gar nichts, sondern löse die Aufgabe mit der 
Signalkonditionierung: bastle einen Verstärker, der die 0..25mV in 0..5V 
wandelt, damit du mit dem ADC des µC überhaupt was anfangen kannst. Du 
wirst sehen: bereist diese Aufgabe wird dich einiges lehren. Denn 1 mV 
ist nicht viel, wenn dicht nebendran z.B. ein Schaltnetzteil läuft...

BTW: wie schnell ändert sich der Rohwert zwischen 0..25mV?

Und noch ein Tipp: du könntest beschreiben, was du machen willst, nicht 
nur, wie du es machen willst. Denn es ist für die Lösung durchaus 
interessant, woher das 0..25mV Signal kommt.

Rolf G. schrieb:
> Projekt:
> -Signal Geber: 0 - 25 Millivolt -> Anzeige 0-100 (sprich x4)
> -Handgerät mit Batterie betrieben Mignon oder 9 Volt Block
> -kompakt
Ich würde für diese Aufgabe gar keinen µC nehmen, sondern ein fertiges 
LCD-Multimeter-Modul. Dann reicht ein simpler Verstärker mit kleiner 
Verstärkung davor:
- https://www.amazon.de/s?k=lcd+voltmeter+modul
- https://www.amazon.de/dp/B00I1GTYNY
: Bearbeitet durch Moderator
von Rainer W. (rawi)


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Wastl schrieb:
> Bei Stromsparen lieber einen Arduino ohne Spannungsregler
> verwenden (--> z.B. Arduino Micro).

Die auf vielen Arduinos vorhandene LED trägt auch nicht zum Stromsparen 
bei.
Statt 9V-Batterie würde man heutzutage vielleicht lieber eine 
LiIon-Zelle nehmen, über die der µC direkt betrieben wird - ganz ohne 
Spannungsregler.
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Es wurde jetzt schon so viel gesagt, wartet doch mal mit neuen Beiträgen 
bis der TO das gelesen, verdaut und darauf geantwortet hat.
Wie oben schon erwähnt, vielleicht kann er erst heute abend antworten.
von Michael B. (laberkopp)


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Rolf G. schrieb:
> Mein erstes Projekt

Ein Arduino ist ungeeignet als Batteriegerät. Er wurde dafür nicht 
gebaut und sollte nicht dahin vergewaltigt werden. Er hat einen 
stromhungrigen Spannungsregler und USB Host.

Die Frage ist natürlich auch wie viel Strom aus den 25mV gezogen werden. 
Nehmen wir mal an fast nichts, also nur ein paar Mikroampere. Dann ist 
die Frage, wie genau die Spannung sein muss, sagen wir mal besser als 
1%.

Ein STM32 enthält einen 12 bit DAC und eine Referenz die zwar nicht 1% 
genau, aber 1% stabil ist, so dass es nicht auf die Genauigkeit der 
Versorgungsspannung ankommt, es könnte ein LFP Akku direkt sein.

Man bräuchte kein weiteres Bauteil ausser der Akku-Ladeschaltung.

Wie zeigt man die 100 an, auf 2 1/2 stelliger LED Anzeige ? Die frisst 
zu viel Strom, auch dein Batteriewecker nutzt keine LED, nimm ein LCD 
Glas.

https://de.aliexpress.com/item/32546519261.html

Dafür braucht der STM32 nur genug Ausgangspins, für 2 1/2 genutzte 
Stellen 16 pins (+Stromversorgung, Tasten zum Einstellen und DAC 
Ausgang)

Der Stromverbrauch so einer Schaltung liegt im 100uA Bereich, per 
standby bei 5uA, da hält sogar ein 9V Block (am MC78FC03) 1 Jahr durch, 
oder ohne Spannungsregler eine Lithium-Knopfzelle.

Wenn natürlich dein Ausgang mit 1A belastbar sein muss...
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Der Stromverbrauch so einer Schaltung liegt im 100uA Bereich, per
> standby bei 5uA, da hält sogar ein 9V Block (am MC78FC03) 1 Jahr durch,

Wie der zufall so will hab ich am Wochenende erst einen STM32L451 
vermessen. Controller war in DeepSleep, wacht nur alle 10s einmal auf um 
was zu machen.

Stromaufnahme erst 0.7uA. Nachdem ich die Platine noch ordentlich in 
Kontakt LR und Isoprop gebadet habe, waren es 0.6uA. Gemessen mit 
Agilent U1253, also vielleicht ein paar Messungenauigkeiten dabei. .-)

Moeglich ist heute also schon ertaunlich viel.

Oh..und noch ein Geheimtip. Richtek RT6160. Buck/Boost, Iq=3uA(!), kommt 
aber Freude auf beim anloeten. Aber danach geniales Teil! Man kann dann 
sogar die Vcc seiner Spannung je nach Bedarf umschalten und da weitere 
uWs rausquetschen. Das ist mein neuer Lieblingswandler...

Vanye
von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


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Michael B. schrieb:
> Ein Arduino ist ungeeignet als Batteriegerät.

Naja....
Generell richtig, aber mit Ausnahmen.
Pro Mini lassen sich recht leicht für Low Power trimmen.

Ein nackter ATMega328P mit Uhrenquarz hält viele Monate an einer CR2032.
Selbst wenn er jede Sekunde von Timer2 geweckt wird.
von F. (radarange)


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Lothar M. schrieb:
> Rolf G. schrieb:
>> wie geht man das Professionell an?
> Man teilt das Problem in kleine Teilprobleme auf. In deinem Fall wirst
> du mit Analogtechnik und mit Digitaltechnik zu tun haben.

Ja, aber so wild ist das auch nicht.

> Rolf G. schrieb:
>> Projekt:
>> -Signal Geber: 0 - 25 Millivolt -> Anzeige 0-100 (sprich x4)
> Da ist nichts mit x4, denn der ADC des µC kann mit 100mV gar nichts
> anfangen. Du musst das Signal auf 0..5V verstärken, dann kommt aus dem
> ADC ein Wert von 0..255 (oder 0..511 bzw. 0..1023) Inkrementen, die du
> dann wieder in den Anzeigewert 0..100 umrechnen kannst.
> Mit geschickter Wahl der Verstärkung vor dem ADC kann man den
> Messbereich auch auf 0..1000 oder besser 0..800 Inkremente abbilden,
> dann ist für den µC die Rechnung einfacher.

Für eine grobe Abschätzung reicht die interne Spannungsreferenz (1.1V), 
dann hat man aber nur 25 Schritte und die rauschen.
Auf 5V verstärken würde ich das Signal aber trotzdem nicht, da braucht 
man (je nach Signal) wieder teure Opamps. Die 40-Fache Verstärkung, um 
auf 1V zu kommen, sollte ausreichen, dafür dürfte man auch sowas wie den 
MCP6001 nutzen können. Aber natürlich hat man dann einen Opamp mit all 
seinen Problemen an der Backe. Für Anzeigezwecke sollte das aber 
trotzdem ausreichen.

> Und noch ein Tipp: du könntest beschreiben, was du machen willst, nicht
> nur, wie du es machen willst. Denn es ist für die Lösung durchaus
> interessant, woher das 0..25mV Signal kommt.

Natürlich muss man sich fragen, warum man nicht einfach kleine Module 
zum Messen von Spannungen nimmt, die man entsprechend verschaltet. Aber 
ich sehe das als Projekt zum Lernen, nicht unbedingt als was, das 
unbedingt benötigt wird. Wenn man 30 Stück braucht, lohnt es sich 
natürlich, das erstmal prototypisch zu entwickeln und dann eine eigene 
Platine zu entwerfen, die das alles integriert, aber ich glaube, davon 
sind wir noch ein ganzes Stück entfernt.
Der Stromverbrauch ist ganz wesentlich davon abhängig, wie lange das 
Gerät betrieben wird und was für ein Display genutzt wird. Kleiner Tipp: 
Heutzutage würde ich, gerade für einen MCU, der mit 5V betrieben werden 
kann, einfach einen Lithium-Polymer-Akku mit entsprechender 
Ladeschaltung vorsehen.
: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


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Was willst du denn bauen?

a) Ein Gerät, bei dem man "0-100" einstellen kann und da kommen an 2 
Klemmen 0-25mV raus.

oder

b) Ein Gerät, das man an 2 Klemmen an eine Strippe ansteckt und das die 
dort anliegenden 0-25mV als "0-100" anzeigt.

Wenn a): da reicht ein wenig Analogelektronik mit einem Poti mit einer 
Skala.
Wenn man da Batterien sparen will, reicht evtl. auch was ohne 
Mikrocontroller, das als "Treppenlichtzeitschalter" die Kiste nach 
Tastendruck 5 Minuten laufen lässt.

Wenn b): da reicht evtl. ein passendes Zeigermessgerät, das kommt völlig 
ohne Batterien aus.
Auch hier muss es nicht unbedingt ein Controller sein, auch einfache 
3,5-Stellige LCD-Multimetermodule tun's gut und saufen keine 9V-Blocks.

EA gibt für sein 4035 einen Strom von 350µA an, plus bis zu 80mA für das 
Licht, aber bei 5V Versorgung.
Irgendwo findet man bestimmt noch ICL7106-Module, die gehen auf 9V und 
laufen auch lange...
von Michael B. (laberkopp)


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F. schrieb:
> Heutzutage würde ich, gerade für einen MCU, der mit 5V betrieben werden
> kann, einfach einen Lithium-Polymer-Akku mit entsprechender
> Ladeschaltung vorsehen.

Ohne step up wird das nichts und wenn der dauerhaft 5V erzeugt ist dein 
Akku schnell leer.

Nimm einen uC der mit 3V läuft und eine Knopfzelle ohne Regler.
von F. (radarange)


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Michael B. schrieb:
> F. schrieb:
>> Heutzutage würde ich, gerade für einen MCU, der mit 5V betrieben werden
>> kann, einfach einen Lithium-Polymer-Akku mit entsprechender
>> Ladeschaltung vorsehen.
>
> Ohne step up wird das nichts und wenn der dauerhaft 5V erzeugt ist dein
> Akku schnell leer.
>
> Nimm einen uC der mit 3V läuft und eine Knopfzelle ohne Regler.

Das musst du mir jetzt aber erklären.
Der Atmega328PB läuft mit 1.8 bis 5.5V. Auf 8 MHz läuft er ab 2.7V. Das 
ist bequem im Bereich einer Lithium-Polymer-Zelle: Als 
Entladeschlussspannung nehmen wir mal 3.2V an, aber da der Atmega bis 
5.5V funktioniert, ist auch das kein Problem, selbst wenn die 
Ladeschaltung dann am Ende 4.2V reindrückt.
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> Nimm einen uC der mit 3V läuft und eine Knopfzelle ohne Regler.
Die Worte "Anfänger", "Knopfzelle" und "µC" bringe ich nur so in einen 
sinnvollen Satz:

"Ein Projekt, bei dem ein µC mit einer Knopfzelle betrieben werden soll, 
ist nichts für Anfänger."

Da fällt mir noch was ein, zu dem was

Rolf G. schrieb:
> A: Eine 9-Volt-Batterie hält gerade mal 2 Tage (langsam getaktet)
Wie lange sollte die Batterie denn halten?
Wie oft und wie lange wird das Gerät währenddessen benutzt?
: Bearbeitet durch Moderator
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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WAS WILLST DU ÜBERHAUPT MACHEN?

Wenn da Laien immer ankommen mit ihren Vorhaben ohne konkret zu werden 
ist jegliche "Rat" völlig sinnfrei.
von Hans W. (hanswieland)


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Der ATtiny841 ist für deinen Fall geeignet. Kaufe dir dazu einen ISP 
Programmieradapter und einen USB-UART Adapter.

Zur Versorgung eignen sich drei AA oder AAA Zellen (2,7 - 4,8 Volt) oder 
eine Lithium Zelle.

Der ADC des ATtiny841 hat einen eingebauten Verstärker mit Faktor 20. In 
Kombination mit der internen 1,1V Referenz kommst du auf eine Messung 
mit etwa 500 Stufen.

Arduino funktioniert einwandfrei zuverlässig.

Siehe http://stefanfrings.de/avr/ide.html#arduino
: Bearbeitet durch User
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