A/D-Wandler mit 3 3/4 bzw. 4 3/4 Stellen

OP #4719979
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Hallo,

ich suche einen Analog/Digital-Wandler, welcher zur direkten Ansteuerung 
eines LCD oder LED Displays geeignet ist. Die Auflösung sollte 
mindestens 3 3/4, besser noch 4 3/4 Stellen betragen (im Klartext 
Anzeigeumfang +/- 3999 bzw. +/- 39999).

Der Grund für die "3/4"-Auflösung ist, dass ich sehr viel im Bereich der 
Prozessindustrie arbeite. Hier hat man überwiegend mit 
4-20mA-Messkreisen zu tun (genauer ca. 3,6mA bis ca. 24mA) und da ist 
der Anzeigeumfang +/- 1999 nicht ausreichend bzw. die Umschaltung in den 
nächst höheren Messbereich störend.

Leider sind die guten und interessanten Bausteine, wie der TC820 (Firma 
Microchip) oder der ICL7149 (Firma Intersil) im 3 3/4 stelligen Bereich 
oder die Bausteine TC8129 (Firma Microchip) bzw. das "Schlachtschiff" 
NJU9214 (Firma JRC) im 4 3/4 stelligen Bereich am Markt nicht mehr 
erhältlich (obsolete products without Replacement).

Welche A/D-Wandler mit den oben beschriebenen Eigenschaften sind am 
Markt noch erhältlich? Hat sich evtl. der erweiterte Anzeigeumfang auf 
3999 bzw. 39999 Stellen nicht durchgesetzt?

Danke schon im Voraus für Eure Hinweise.
#4719994
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Hallo,

ich gehe mal davon aus das der Chip in eine uC-Schaltung integriert 
werden soll. Ansonsten die Frage warum Du kein "normales" Multimeter 
einsetzt?

Du hast zwar eine 1-Chip Lösung beschrieben aber ich habe noch eine 
weitere Frage: Warum darf es kein uC mit entsprechendem vorgeschaltetem 
A/D Wandler sein und einem 8 Stelliges LCD-Display?
OP #4720941
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Hallo,

vielen Dank für die ganzen Hinweise. Wenn ich die ganzen Beiträge lese, 
läuft es immer wieder auf die Verwendung eines Mikrocontrollers hinaus. 
Das ist es aber, was ich eigentlich vermeiden wollte.

Meine Intention war es auf ganz einfache Weise eine kleine Prüf-box zu 
bauen, bestehend aus einer kleinen Stromquelle 0/4 - 20 mA und einer 
kleinen Stromsenke 0/4 - 20 mA und dem erwähnten 3 3/4 stelligen 
Strom-Messgerät.

Die Verwendung eines Mikrocontrollers verkompliziert meine Vorhaben 
wieder. Ich bin nicht der große C / C++ Programmierer. Ich selber 
programmiere zwar große Leitsysteme und Maschinensteuerungen, die 
Programmierung von Mikrokontrollern ist für mich erst einmal Neuland.

Vielleicht greife ich doch zu einem 4 1/2 stelligen A/D-Wandler  (z.B. 
ICL 7135) und nutz nur 4 Stellen.
Gast #4721009
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Martin G. schrieb:
> Der Grund für die "3/4"-Auflösung ist, dass ich sehr viel im Bereich der
> Prozessindustrie arbeite. Hier hat man überwiegend mit
> 4-20mA-Messkreisen zu tun (genauer ca. 3,6mA bis ca. 24mA) und da ist
> der Anzeigeumfang +/- 1999 nicht ausreichend bzw. die Umschaltung in den
> nächst höheren Messbereich störend.

Du bist schon ein seltsamer Teilnehmer hier. also, seit über 20 Jahren 
gibt es sehr gute SigmaDelta-ADC's mit 24 Bit, von denen mindestens 21 
Bit verwendbar sind.

Das reicht doch wohl dicke.

Dazu eine Referenzspannungsquelle (oder ein Referenzwiderstand je nach 
Anwendung) und ein simpler Mikrocontroller und fertig ist die präzise 
Meßstelle. Es braucht für sowas keinen gigahertzschnellen Dingsbums.

Und wenn du noch nicht weißt, wie man einen µC programmiert, dann lern 
es. Ist nicht wirklich schwer.

W.S.
OP #4721050
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Hallo,

wieso bin ich seltsam?
Ich such doch lediglich einen A/D-Wandler der nun mal mehr als nur 1999 
anzeigt? Das gab es ja in der Vergangenheit! Nur aktuell sind diese 
Bausteine am Markt nicht mehr so ohne weiteres erhältlich.

Nach welchem Wandlungsverfahren der A/D-Wandler arbeitet ist für mich 
erst einmal nicht von Bedeutung.

Warum ist es heute so verpönt, wenn man versucht eine Schaltung 
aufzubauen ohne ein Stückchen Software?
#4721065
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W.S. schrieb:
> Und wenn du noch nicht weißt, wie man einen µC programmiert, dann lern
> es. Ist nicht wirklich schwer.

Ja, genau. Und weil alle alles Wissen und alles so einfach ist gibt es 
Foren wie dieses.

H.Joachim S. schrieb:
> Gibt doch massig fertige Anzeigen für 4-20mA, loop powered.
> Ob es das auch als handheld gibt, weiss ich nicht. Ein Einbaugerät und
> etwas umbauen, fertig.
> Manchmal ist es in den Industrieecken rel. dunkel - ich würde LED nehmen
>
> http://akytec.de/de/digitalanzeigen.html

Conrad und Co bieten auch eine große Palette an Einbauinstrumenten an. 
Vielleicht wirst Du dort fündig.
Benötigst Du nur ein Modul oder wird das etwas größeres?
Gast #4721067
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Martin G. schrieb:
> Warum ist es heute so verpönt, wenn man versucht eine Schaltung
> aufzubauen ohne ein Stückchen Software?

Ich würde nicht sagen, es sei verpönt. Mikrocontroller haben sich halt 
so stark durchgesetzt, dass heutzutage fast nichts mehr ohne geht. Das 
muss man akzeptieren oder sich aufs Bauen von Buddelschiffen verlegen.*

Auch wenn ich Deine Haltung gut nachvollziehen kann, würde ich Dir doch 
empfehlen, ein paar Schritte in Richtung uC zu versuchen. Man kann auch 
mit sehr einfachen Mitteln nützliche Dinge bauen (Deine Anwendung ist 
ein Paradebeispiel), es muss ja nicht eine Quadcopterregelung für den 
Anfang sein. Arduino wird in dem Zusammenhang oft empfohlen (bin kein 
Fan davon, aber für Anfänger hat das seine Berechtigung).

- Martin

* Das ist etwas überspitzt. Aber Du weisst, was ich sagen will...
Gast #4721129
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Martin G. schrieb:
> Warum ist es heute so verpönt, wenn man versucht eine Schaltung
> aufzubauen ohne ein Stückchen Software?

Warum nimmt man heute einen Elektromotor und keine Dampfmaschine?

Über dich ist einfach die Zeit hinweggegangen.

Mit verpönt hat das nicht das geringste zu tun, man nimmt einfach die 
heute verfügbare praktischste und universellste Lösung. Das näher zu 
erleutern dürfte allerdings wenig sinnvoll sein, wer nicht will der will 
eben nicht - stampf, kreisch, heul.

Georg
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4721181
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Du meinst die Tatsache, dass Deine jahrzehntelange Komplettverleugnung 
des technischen Fortschritts hier so schonungslos offenbahrt wird? Dann 
solltest Du Dich lieber damit befassen, diese Defizite aufzuholen, denn 
ansonsten könnte es durchaus passieren, dass (frei nach Loriot) Dir Dein 
Arbeitgeber die Möglichkeit bietet, Dich Aufgaben zu widmen, die eher im 
Privaten liegen...
Gast #4721368
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Andreas S. schrieb:
> Du meinst die Tatsache, dass Deine jahrzehntelange
> Komplettverleugnung
> des technischen Fortschritts hier so schonungslos offenbahrt wird? Dann
> solltest Du Dich lieber damit befassen, diese Defizite aufzuholen, denn
> ansonsten könnte es durchaus passieren, dass (frei nach Loriot) Dir Dein
> Arbeitgeber die Möglichkeit bietet, Dich Aufgaben zu widmen, die eher im
> Privaten liegen...

Glücklicher weise brauchst Du dir um meine Zukunft keine Sorgen zu 
machen!

Nochmals meinen Hinweis: Hier geht es nicht darum, ob in Willens oder 
fähig bin einen Mikrocontroller zu programmieren, sondern ob es am Markt 
noch adäquaten Ersatz zu den in der Einleitung genannten integrierten 
Schaltungen gibt.

Zudem würde ich mich als Geschäftsführer in der Form meiner Äußerungen 
etwas zügeln!
Gast #4722916
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Martin G. schrieb:
> wieso bin ich seltsam?
> Ich such doch lediglich einen A/D-Wandler der nun mal mehr als nur 1999
> anzeigt? Das gab es ja in der Vergangenheit!

Du sagst es bereits.
In der Vergangenheit gab es dramatisch weniger Mikro-Rechnerei aller Art 
und es wurde deshalb ganz viel (eigentlich alles) auf andere Weise 
erledigt. In deinem Falle per Drehspul-Instrument, später durch diskret 
aufgebaute DualSlope-Wandler (OpV, mehrere TTL-IC's, DGxxx als 
Analogschalter, 7 Segment-LED-Anzeigen).

Aber die Zeiten haben sich geändert - und zwar ebenfalls dramatisch.

Einen Spezialschaltkreis, der nur wenige µA zieht, dafür aber nen 
DualSlope-Wandler und vier Siebensegment-LCD-Anzeigetreiber beinhaltet, 
gab es bereits zu Zeiten, als man µC noch mit Gold aufgewogen hatte. 
Sowas ist heutzutage strunzbillig und deshalb noch in allen einfachen 
Multimetern zu finden.

Aber die hohe Zeit derartiger IC's ist vorbei.

Jetzt gibt es richtig gute ADC's, die weitaus mehr können, aber die kann 
man nicht mehr ohne einen µC betreiben. Deshalb ist der Einsatz von µC 
für fast jeden Zweck heutzutage die Normalität.

Und das war schon vor 20 Jahren so.
Ich denke da grad an die Urgesteine AD7712..15, die vor über 20 Jahren 
rauskamen.
Deshalb ist jemand, der zwar in Elektronik-Gefilden umgeht, aber keinen 
Bezug auf Mikrocontroller hat, eben seltsam.

W.S.
Gast #4723192
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Die Umstellung vom Display orientierten ADC zum µC und hochauflösendem 
ADC hat noch den Vorteil, dass man den Abgleich ohne große 
Rundungsfehler rechnerisch machen kann.

Für die alten Voltmeter-Chips wie ICL7106 brauchte es noch Trimmer.

Die alten display-orientierten ADCs sind halt weitgehend Auslaufmodelle, 
vor allem für mehr Auflösung.

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