Hallo liebe Leute, meine Platine wird mir 24V-DC gespeist und sorgt dafür, dass bis zu vier Verbraucher mit 0...5V-DC, bzw. mit fixen 5V-DC versorgt werden (s.Bild). Leider überhitzt der Spannungsregler L7805, sobald ich den μCU an irgendeinen der vier verfügbaren Ausgänge anschließe. Und es scheint, als ob das jeweilige Ausgangs-Pin sogar dadurch gestört wird, denn danach gibt es keine Spannung aus, als ob die Leiterbahn beschädigt wären... Irgendwelche Tips? Danke
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Wer Schaltungen ohne Abblockkondensatoren nachbaut oder in Verkehr bringt, wird mit Schwingneigung nicht unter 2 MHz bestraft!
1. Fehlende Kondensatoren, darum aufschwingen 2. µC wird über seine ClampDioden versorgt, das überlastet den L7805
Und je nach dem wieviel Strom du entnehmen möchtest: 19V verballern ist auch ne Menge Holz. Vielleicht über einen Schaltregler nachdenken.
Hallo hat der L7805 nen Kühlkörper? Ab 1 Watt Verlustleistung braucht acuh ein TO220 einen Kühlkörper. Da reichen dann 50mA dass es ihm warm wird. Gruß
=>vermeintliche Verpolung: war mein Fehler beim Einzeichnen in das Bild. Die Pole sind in der Realität schon richtig verdrahtet => Wärmeableitung: s. Foto mit großzügigem passiven Kühlkörer. Das System bleibt jeweils nur wenige Minuten einschaltet => Kondensatoren: die 24V-Speisung ist bereits sehr stabil, und ohne μCU ist die Ausgangsspannung überall scheint auch sehr stabil. Habe im Datenblatt des H723ZG noch nichts über Clamp-Dioden gefunden :/ ... Was hat es damit auf sich?
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Lysandros schrieb: > sobald ich den μCU an irgendeinen der vier verfügbaren Ausgänge > anschließe Die wenigsten STM32-Controller werden direkt mit 5V betrieben sondern mit 3,3V. Wenn also da nicht noch ein 3,3V Regler vor dem Controller hängt, dann wird der Controller gegrillt und zieht undefiniert viel Strom.
Anbei noch ein Ausschnitt aus dem Datenblatt des STM32-Boards (Nucleo H723ZG). Und mein Vorschlag um zumindest die 24V-Seite mit einem Kondensator auzurüsten.
Lysandros schrieb: > die 24V-Speisung ist bereits sehr stabil, und ohne μCU ist die > Ausgangsspannung überall scheint auch sehr stabil. Du scheinst keine Ahnung von EMV zu haben. Der kleinste Piekser sorgt bei dir vermutlich gerade dafür dass dein Regler durchdreht. Nicht umsonst soll man solche Blockkondensatoren so dicht wie möglich anbringen. Löt halt mal welche über die Pins. Ist ja kein Hexenwerk. So wie es aussieht ist das in einem Industrie Schaltschrank. Je nach Applikation geht da der Punk ab! Die ganzen frei schwebenden Platinen machen das nicht besser. Stefan S. schrieb: > Die wenigsten STM32-Controller werden direkt mit 5V betrieben sondern > mit 3,3V. Wenn also da nicht noch ein 3,3V Regler vor dem Controller > hängt, Unten ist ein Nucleo. Da ist ein Teller drauf. Ich hoffe er hat es an den richtigen Pin angeschlossen.
Lysandros schrieb: > Anbei noch ein Ausschnitt aus dem Datenblatt des STM32-Boards (Nucleo > H723ZG). > Und mein Vorschlag um zumindest die 24V-Seite mit einem Kondensator > auzurüsten. Kann gut gehen, muss nicht. Zwischen Klemme und Regler sind mindestens 10cm. Das ist nicht so kurz wie möglich. Und ich vermute dass der 100n am Ausgang mindestens genauso wichtig ist. Wenn nicht sogar wichtiger. Denn da geht es auf das Feedback, also auf die Regelung...
Marek N. schrieb: > Wer Schaltungen ohne Abblockkondensatoren nachbaut oder in Verkehr > bringt, wird mit Schwingneigung nicht unter 2 MHz bestraft! Der L7805 braucht keinen Abblockkondensator. Da werden sowieso nur ein paar Widerstände versorgt. Ist also völlig unkritisch.
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Lysandros schrieb: > Wärmeableitung: s. Foto mit großzügigem passiven Kühlkörer. das ist der Schenkelklopfer am Montag. Nimm drei chinesium dc/dc module, wie z.B. sowas hier https://de.aliexpress.com/item/1005006691231614.html Deine Aufgabe ist dann noch eine Schutzbeschaltung hinzuzimmern dass Dein Aufbau bei einem Kurzschluss nicht die Huette abfackelt. Das mit dem 'μCU' war auch eine leichte Untertreibung, denn man erkennt das da wohl noch mehr mitversorgt wird. Cheers, Roger
Lysandros schrieb: > Anbei noch ein Ausschnitt aus dem Datenblatt des STM32-Boards (Nucleo > H723ZG). Und die Schleifer der beiden Potentiometer gehen direkt auf ADC-Eingänge des STM32H723? Hast Du dabei überhaupt beachtet, welche "I/O structure" die entsprechenden Pins haben? Warum meinst Du, dass die Einschränkungen für "TT" und "FT_a" und sinngemäß für "FT_ha" dann nicht für Deine Anwendung gelten? > Und mein Vorschlag um zumindest die 24V-Seite mit einem Kondensator > auzurüsten. Dieses Thema wurde doch schon hunderte Male ausgiebig durchgekaut, und zwar sowohl in Datenblättern als auch Forenthreads. Wieso glaubt "jeder", dass die ausdrücklichen Empfehlungen nicht für ihn bzw. sein Projekt gelten? Und was ist an der Vorschrift "möglichst dicht an den Anschlüssen des Spannungsreglers" nicht zu verstehen? Sind damit eher zwei bis maximal zehn Millimeter gemeint oder vielleicht doch so etwas "irgendwo an möglichst weit vom Spannungsregler entfernten Schraubklemmen"?
Andreas S. schrieb: > Anschlüssen des Spannungsreglers" nicht zu verstehen? Sind damit eher > zwei bis maximal zehn Millimeter gemeint oder vielleicht doch so etwas > "irgendwo an möglichst weit vom Spannungsregler entfernten > Schraubklemmen"? Komm mal wieder runter. Das ist ein langsammer gutmütiger analoger Regler, da ist es ziemlich wurscht wo der Kondensator dran hängt, und ob überhaupt ein Kondensator da ist. Ganz im Gegenteil, zuviel Kermik-Ko am Ausgang ist da tödlich. Wenn schnelle Digitalelektronik dranhängt, dann macht ein Kerko Sinn, aber nicht beim Regler sondern dort wo er gebraucht wird.
N. M. schrieb: > Und ich vermute dass der 100n am Ausgang mindestens genauso wichtig ist. Der L7805 ist auch ohne Kondensator stabil. Den Kondensator braucht es nur, wenn man "improved transient response" braucht. Arduino F. schrieb: > µC wird über seine ClampDioden versorgt, das überlastet den L7805 Der uC an sich bräuchte auch bei parasitärer Versorgung (das ist der Fachbegriff) über die Clamp-Dioden nicht mehr Strom als wenn er über Vcc versorgt würde. Lysandros schrieb: > Leider überhitzt der Spannungsregler L7805, sobald ich den μCU an > irgendeinen der vier verfügbaren Ausgänge anschließe. Du schließt daran den **unversorgten µC** an? Dann betreibst du den ausserhalb der Spezifikation, denn wenn Vcc des µC 0V ist, dann darf an keinem anderen Pin mehr als 0,3V anliegen. Denn sonst beginnen die Schutzdioden zu leiten. > Und es scheint, > als ob das jeweilige Ausgangs-Pin sogar dadurch gestört wird, denn > danach gibt es keine Spannung aus, als ob die Leiterbahn beschädigt > wären... Und: ist das nicht nur im Schein, sondern auch in der Realität der Fall? Oder ist lediglich das Poti durchgebrannt? Lysandros schrieb: > Habe im Datenblatt des H723ZG noch nichts über Clamp-Dioden gefunden :/ Schon im Bild zu Struktur des ADC sind da einige Dioden zu sehen... > ... Was hat es damit auf sich? Diese Dioden sind entweder "Abfallprodukte" beim Chipdesign (Body-Diode) oder sie werden bewusst zum ESD-Schutz der Mosfets im Pintreiber eingebaut. Aber wie gesagt: such einfach man nach "parasitäre Versorgung über Schutzdiode", dann findest du schon was zum Thema. Sogar das KI-Ergebnis zeigt in die richtige Richtung. Roger S. schrieb: > Lysandros schrieb: >> Wärmeableitung: s. Foto mit großzügigem passiven Kühlkörer. > das ist der Schenkelklopfer am Montag. Der KK hat vermutlich um die 25K/W: - https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/kuehlkoerper_15_2_mm_alu_26_k_w_to-220-228044 Wenn da dann 100mA fließen, fallen knapp 2W an und der Spannungregler wird um die 70°C warm. Halb so wild.
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Udo K. schrieb: > Der L7805 braucht keinen Abblockkondensator. Da werden sowieso nur ein > paar Widerstände versorgt. Ist also völlig unkritisch. Unglaublich was hier wieder an "wertvollen" Informationen verbreitet wird. Wenn diverse KIs solche Sätze aufschnappen und in ihren Wissens- Wortschatz aufnehmen, dann ..... gute Nacht!
Lysandros schrieb: > => Kondensatoren: die 24V-Speisung ist bereits sehr stabil, und ohne μCU > ist die Ausgangsspannung überall scheint auch sehr stabil. Wer Spannungsregler-Schaltungen ohne Abblock-Kondensatoren aufbaut, nachmacht oder verfälscht, insbesondere bei existierenden Schaltungen die Abblock-Kondensatoren weglässt oder falsch verschaltet oder selbst solche Schaltungen entwirft, in Verkehr bringt und/oder aufbaut ohne Abblock-Kondensatoren nach Hersteller- Empfehlungen zu verwenden, wird mit Zugangs-Ausschluss vom Mikrokontroller-Forum nicht unter zwei Jahren bestraft.
Wastl schrieb: > Udo K. schrieb: >> Der L7805 braucht keinen Abblockkondensator. Da werden sowieso nur ein >> paar Widerstände versorgt. Ist also völlig unkritisch. > Unglaublich was hier wieder an "wertvollen" Informationen verbreitet wird. Ja nur, dass das genau so im Datenblatt steht: der Kondensator ist für die Stabilität des Reglers nicht nötig. Oder drehen wir den Spieß doch mal um: zeig ein Datenblatt eines L7805, wo diese Kondensatoren zwingend gefordert sind.
Lothar M. schrieb: > Der L7805 ist auch ohne Kondensator stabil. Den Kondensator braucht es > nur, wenn man "improved transient response" braucht. Trotzdem fehlt aber der Eingangskondensator. rhf
Hier könnte auch ein Step-Down Wandler tun. Die "KFZ-Ladeadapter" laufen auch bei 24Volt und werden haufenweise entsorgt.
Roland F. schrieb: > Trotzdem fehlt aber der Eingangskondensator. Der ist lediglich "required", damit die im DB angegebenen Spezifikationen eingehalten werden. Er ist aber nicht für die Funktion und Stabilität an sich "required". Nichtsdestotrotz zeigt das Fehlen der beiden Kondensatoren allerdings, dass sich der Entwickler der Leiterplatte das Datenblatt dieses Bausteins nicht angesehen hat. Lysandros schrieb: > => Kondensatoren: die 24V-Speisung ist bereits sehr stabil Wie hast du das gemessen? Hoffentlich schon mit einem Oszi? Denn ein Multimeter mit seinen 3 Messungen pro Sekunde zur Messung der Qualität der Spannungsversorgung nicht in der richtigen Zeitbasis unterwegs. Bestenfalls die Quantität kann man damit feststellen.
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Roland F. schrieb: > Trotzdem fehlt aber der Eingangskondensator. Sehr richtig! Der Hersteller geht bei seiner "Nicht- Spezifikation" davon aus dass die Quelle unendlich stabil und einen Innenwiderstand von Null hat. Wenn den Regler das bekommt dann braucht er wohl keinen Kondensator. In Realität schaut das anders aus.
Lothar M. schrieb: > Roland F. schrieb: >> Trotzdem fehlt aber der Eingangskondensator. > Der ist lediglich "required", damit die im DB angegebenen > Spezifikationen eingehalten werden. Er ist aber nicht für die Funktion > und Stabilität an sich "required". Ich konnte mich in der '70ern mit den Entwicklern der µA7800 unterhalten. Der ist schon nötig für die Stabilität, aber eben nicht immer.
Bei den Unmengen an Herstellern, die irgendwelche Linearregler mit einer 78 im Namen anbieten, gibt es mit Sicherheit Unmengen an verschiedenen Ausführungen, von denen die allermeisten mit der Urversion von Anno 197x nicht mehr allzu viel gemein haben. Außer der Pinbelegung bei TO-220. Und dementsprechend wird es auch sehr unterschiedliches Regelverhalten und Schwingneigung geben.
Sinnvoll wären hier einige Änderungen am "Konzept". 1. Ist es sicher dass der STM(bzw. das verwendete Board) 5V Versorgung braucht? Oder nicht eher 3,3V? 2. Den Potentiometer, der als Sollwertvorgabe gedacht ist, sollte man über das STM Board mit Spannung versorgen. So wird vermieden, dass der STM spannungslos ist, aber über das Poti eine Spannung an seinem IO-Port anliegt. 3. Statt eines 7805 könnte man ein Schaltregelmodul benutzen. Das gibts sogar Pinkompatibel zum 7805. Z.B. Meanwell N7805 4. Die Potis zur Versorgung des STMs und des Sensors sind Unfug. Sidn ja aber offensichtlich auch gebrückt.
H. H. schrieb: > Udo S. schrieb: >> Meanwell N7805 > > Erfordert Kondensatoren an Ein- und Ausgang. Dort sogar noch zwingender, als beim Linearregler. Und man sollte tunlichst ins DB schauen, es gibt für die Abblock Cs da auch Maximalwerte
Gerald B. schrieb: > Und man sollte > tunlichst ins DB schauen Das sollte man auch beim 7805. Siehe vorherige Diskussion.
Die Motorolas aus den 80ern haben zuverlässig geschwungen, wenn sie ohne Co betrieben wurden, obwohl im Datenblatt genau der gleiche Spruch wie oben geschrieben stand. Da die Diskussion um ein Bauteil für wenige Cent geht, ist mir die Diskussion auch nicht ganz klar. Einfach einbauen...
Matthias S. schrieb: > Da die Diskussion um ein Bauteil für wenige Cent geht, ist mir die > Diskussion auch nicht ganz klar. Wenn doch die Maker für jedes Projekt alles abgezählt einkaufen, wird es dann halt zum Problem, wenn der einzelne Kondensator dann statt ein paar Cent, plötzlich 8 Euro inklusive Porto kostet.
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