Beschäftige mich gerade mit dem vereinfachten Ansatz zur Erzeugung eines SSB-TX Signals, nach der Idee der kleinen QRP uSDX-Transceiver. Momentan noch theoretisch, hab die Idee in Octave / Matlab nachgebaut. Das resourcen-sparende Konzept basiert darauf, aus Modulationssignal fm und seiner Hilbert-Transformierten separat Delta-Phase und Amplitude für das SSB-Signal zu berechnen. Mit der Delta-Phase wird im Abtasttakt fs der Trägeroszillator gemäß fm*2*pi/fs nachgeführt. Die Amplitude moduliert den Träger wie gehabt. Hat das jemand aus dem Forum mal nachvollzogen? Wollte mir über die zahlreichen YouTube-Videos über die Qualität des SSB-Signals ein Bild machen, aber das ist wegen der mittlerweile unerträglichen Werbung kaum drin. Das was ich gehört habe, fand ich diplomatisch gesagt, ausbaufähig. Nur schwer verständlich. Hab mir das Hilbert-Filter aus der USDX-Software genauer angesehen: vom Prinzip her ok, aber viel zu kurz. Hat nur 15 Taps. Nach meinen theoretischen Experimenten müssen mindestens 41 her, auch bei optimierter Synthese. Hier scheint der Schwachpunkt des Ansatz zu liegen: kleinste Amplitudenfehler zwischen (verzögertem) Original- und Hilbert- Signal führen zu kleinen Phasenfehlern und die wiederum zu heftigen Verzerrungen im Spektrum des erzeugten SSB-Signals. Das kann anscheinend nur durch ein sehr präzises - und damit langes - Filter vermieden werden. Oder hat jemand andere Erfahrungen, egal ob theoretisch berechnet oder praktisch erprobt?
Wulf D. schrieb: > Hab mir das Hilbert-Filter aus der USDX-Software genauer angesehen: vom > Prinzip her ok, aber viel zu kurz. Hat nur 15 Taps. Lass mich raten: die kleine CPU da ist zu langsam und/oder zu klein für mehr. Geräte wie QMX und Co. benutzen deutlich größere CPUs, aber sind leider nicht opensource (wie auch (tr)uSDX dann). QMX benutzt aber, wenn ich das richtig verstanden habe, noch irgendwas ganz anderes.
Bin mir übrigens nicht ganz sicher, ob man den Thread nicht lieber ins DSP-Forum schieben sollte. Da gibt es möglicherweise mehr Expertise zu solchen Themen.
Wulf D. schrieb: > Das resourcen-sparende Konzept basiert darauf, Was für eine Ressource willst Du sparen? Strom während dem Senden, Volumen im Gehäuse, Gewicht, Kosten für die Bauteile, Entwicklungszeit,...? Das kann zu ganz unterschiedlichen Konzepten führen.
:
Bearbeitet durch User
Jörg W. schrieb: > Lass mich raten: die kleine CPU da ist zu langsam und/oder zu klein für > mehr. Geräte wie QMX und Co. benutzen deutlich größere CPUs, aber sind > leider nicht opensource (wie auch (tr)uSDX dann). > Wahrscheinlich, mit dem AT-Mega 8-Bitter sind wohl keine längeren Filter drin. Dann ist der SSB-Betrieb im USDX wohl eher zum Spielen. Oder habe ich was übersehen? Eine stärkere CPU wie im QMX wird helfen, schade das es closed Source ist. Jörg W. schrieb: > Bin mir übrigens nicht ganz sicher, ob man den Thread nicht lieber ins > DSP-Forum schieben sollte. Da gibt es möglicherweise mehr Expertise zu > solchen Themen. Schon möglich, hier ist eher das HF-Analogforum. Aber das DSP-Forum ist total verwaist. Außerdem hoffe ich noch auf eine Rückmeldung aus der Praxis, von jemanden der das USDX in SSB mal getestet hat.
Gerd E. schrieb: > Was für eine Ressource willst Du sparen? > > Strom während dem Senden, Volumen im Gehäuse, Gewicht, Kosten für die > Bauteile, Entwicklungszeit,...? QRP eben: Leistung/Strom, Hardware, Volumen. Dadurch auch Kosten. Konkret hätte ich gern Rückmeldung zum oben genannten Konzept.
Wulf D. schrieb: > Außerdem hoffe ich noch auf eine Rückmeldung aus der Praxis, von > jemanden der das USDX in SSB mal getestet hat. Was ich gehört habe, nicht besonders toll. Habe mal versucht, es für FT8 zu benutzen, recht erfolglos, und irgendwie klang das auch seltsam. Habe aber nicht versucht, ob sich irgendwo mit Aussteuerungspegel oder dergleichen da was Besseres machen lässt. FT8 mit dem QMX habe ich schon gemacht, aber der hat eh einen eigenen Digimode, bei dem er das Analogsignal erstmal digitalisiert, die Frequenz(en) ermittelt, und dann explizites FSK in der Firmware macht. Für „richtiges SSB“ bin ich allerdings der falsche Ansprechpartner. Von ein paar Contestens abgesehen, habe ich in meinem Leben nur sehr wenig SSB gemacht.
Danke, das bringt mich schon mal weiter. Ich werde im nächsten Schritt meine Octave-Simulation mit realen Audiosamples füttern und wieder Demodulieren. Mal sehen wie sich das anhört, auch im Vergleich zum USDX. Hatte übrigens im Winter einen FT8 SW-Dekoder in ein kleines SDR auf Pico2-Basis gebaut. Auf längere Sicht möchte ich das SDR TX-fähig ausbauen, incl FT8, ohne zusätzlichen PC etc.
Sowas habe ich vor einiger Zeit mal gemacht: https://dl0tz.de/polar/index.html Nicht mit dem Ansatz QRP, sondern um ein SSB Signal im GHz-Bereich zu bekommen, ohne das übliche Setup (70cm-SSB-Funke und hoch mischen). Konkret ging es mir um 2,4GHz für einen QO-100 Uplink. Ja, bei Polarer Modulation ist die Nachbarkanalunterdrückung das große Problem (siehe die Spektren auf der Webseite). Ist eher für Anwendungen geeignet bei denen das nicht so wichtig ist. Der Satellit sieht sowieso keine Nebenaussendung unterhalb -15dB weil das im thermischen Rauschen untergeht. Und bei anderen Mikrowellenbändern im Amateurfunkbereich ist der Freund auf dem Nachbarhügel vermutlich der einzige Empfänger in Reichweite.
Ja, der uSDX hätte mal eine etwas stärkere CPU nötig. Wenn man in den Code schaut sieht man dass der sich ziemlich strecken muss um mit der mangelnden Rechenleistung zurecht zu kommen. Heutzutage unnötig. Ich baue mein o.g. Projekt gerade von einem STM32F103 (haha. ja, hab mit einem Bluepill Board angefangen) auf einen STM32H523 um. Dann kann ich die Amplituden- und Phasenwerte mit 48kSps berechnen statt mit 16kSps. Davon erhoffe ich mir eine bessere Nachbarkanalunterdrückung.
Wulf D. schrieb: > Beschäftige mich gerade mit dem vereinfachten Ansatz zur Erzeugung eines > SSB-TX Signals, nach der Idee der kleinen QRP uSDX-Transceiver. Das finde ich auch sehr interessant. > Hier scheint der Schwachpunkt des Ansatz zu liegen: kleinste > Amplitudenfehler zwischen (verzögertem) Original- und Hilbert- Signal > führen zu kleinen Phasenfehlern und die wiederum zu heftigen > Verzerrungen im Spektrum des erzeugten SSB-Signals. Kann es sein, dass ein Teil der Verzerrungen vom TP-Filter (Oberwellenfilter) hinter dem Sende-MOSFET wieder eliminiert wird (oder überhaupt oberhalb von 3KHz liegt und beim Empfänger weggefiltert wird)? Vielleicht gehen diese Verzerrungen auch einfach im Kurzwellenstörnebel unter oder das menschliche Ohr kann damit gut umgehen? Mit welchen Audio-Frequenzbereichen arbeitest du bei deinen Untersuchungen? > Oder hat jemand andere Erfahrungen, egal ob theoretisch berechnet oder > praktisch erprobt? Kann man das ganze irgendwie simulieren und schauen, was dabei rauskommt? Oder in einen uSDX unterschiedliche Sinusfrequenzen einspeisen und mit einem Spectrum Analyzer schauen, was hinten rauskommt? Habe einen uSDX und nutze den hin und wieder auf 40m. SSB funktioniert so weit gut, bei der kleinen Sendeleistung würde ein leicht kratziger Klang wahrscheinlich nicht wesentlich auffallen. Von mir empfangene Stationen, die mit uSDX senden, klingen auf jeden Fall verständlich (aber eben oft eher leise). Das mit dem Pi Pico2 ist sicher eine gute Idee!!! > Wollte mir über die zahlreichen YouTube-Videos über die Qualität des > SSB-Signals ein Bild machen, aber das ist wegen der mittlerweile > unerträglichen Werbung kaum drin. Gerüchten nach kann man Browsererweiterungen wie uBlock Origin verwenden, kenne mich da aber nicht aus.
:
Bearbeitet durch User
Kurz von mir in meiner Mittagspause: Der uSDX war ursprünglich eine Modifikation des QCX. Da waren Amplitudenmodulation durch Modulation der 12V Betriebsspannung der Class.E Endstufe und Phasenmodulation am Gate der Endstufen-FETs weitgehend voneinander entkoppelt. Bei der späteren Verschlimmbesserung durch Modifikation des uSDX erfolgen dann Amplituden- und Phasenmodulation zusammen nur über die Gate-Spannung. Das erfordert eine Einstellung des DC-Wertes der Amplitudenmodulationsspannung und diese Einstellung ist auch noch vom jeweiligen Frequenzband abhängig. Die ursprüngliche Schaltung des uSDX ergibt auf jeden Fall das bessere SSB-Signal.
Georg S. schrieb: > Sowas habe ich vor einiger Zeit mal gemacht: > https://dl0tz.de/polar/index.html Klasse, dass sich hier jemand mit ganz Ähnlichem beschäftigt! Interessant auch die Versuche mit dem SI5351. Wollte den auch nutzen. Mal sehen ob ich auf die gleichen Probleme stoße. Georg S. schrieb: > Ich > baue mein o.g. Projekt gerade von einem STM32F103 (...) auf einen STM32H523 um. Dann kann ich > die Amplituden- und Phasenwerte mit 48kSps berechnen statt mit 16kSps. > Davon erhoffe ich mir eine bessere Nachbarkanalunterdrückung. Bin gespannt was dabei rauskommt. Nach meinen Octave-Versuchen sehe ich den Grund der Artefakte eher in mangelnder Filterpräzision und nicht in niedriger Abtastrate. Anbei ein (theoretisches) Beispiel mit den USDX-Filterkoeffizienten und zum Vergleich ein selbst synthetisiertes Filter nach diesem Ansatz: https://www.wirelessinnovation.org/assets/Proceedings/2011/2011-1b-carrick.pdf Dabei ganz willkürlich drei Sinustöne mit -20dB Pegel mit 400Hz, 800Hz und 1600Hz durch die Filter gegeben und mit einem Träger von 15kHz in Polarmodulation beaufschlagt. Die Abtastrate des USDX auf 4500 1/s geschätzt. Eigentlich sind die Ergebnisse des USDX absolut indiskutabel. Bei 800Hz sieht es nur deshalb gut aus, weil ich testhalber die Skalierung auf genau diese Frequenz abgeglichen habe. Genau daher komme ich auf die Vermutung, dass kleinste Amplitudenunterschiede von Original- und Hilbert- Signal zu heftigen Artefakten führen. Und die Amplitudenabweichungen kommen zweifellos aus der Welligkeit des Hilbert-Filters.
Sandra schrieb: > Bei der späteren Verschlimmbesserung > durch Modifikation des uSDX erfolgen dann Amplituden- und > Phasenmodulation zusammen nur über die Gate-Spannung. Das erfordert eine > Einstellung des DC-Wertes der Amplitudenmodulationsspannung und diese > Einstellung ist auch noch vom jeweiligen Frequenzband abhängig. Die > ursprüngliche Schaltung des uSDX ergibt auf jeden Fall das bessere > SSB-Signal. Das die Amplitudenmodulation in einigen Varianten über das Gate und in Anderen über die Versorgungsspannung läuft, fiel mir auch schon auf. Hatte das mal grob in LT-Spice simuliert, schien beides mit erträglichen Oberwellen zu funktionieren. Es wird ja mittels LUT linearisiert. Interessant aber die Abhängigkeit vom Frequenzband. Nach dem Hinweis vom Jörg W. hatte ich mir auch das QMX angeschaut. Da steckt etwas mehr Aufwand in der PA-Ansteuerung. Ansonsten gleiches Prinzip. Die Phase wird aber doch nur über den SI5351 gesteuert, hat nichts mit der PA zu tun.
Daniel schrieb: > Kann es sein, dass ein Teil der Verzerrungen vom TP-Filter > (Oberwellenfilter) hinter dem Sende-MOSFET wieder eliminiert wird (oder > überhaupt oberhalb von 3KHz liegt und beim Empfänger weggefiltert wird)? Nein, ich beziehe mich nur auf die Inband-Artefakte. > unter oder das menschliche Ohr kann damit gut umgehen? Denke auch, dass das menschliche Ohr noch die miesesten Signale verstehen kann. > Mit welchen Audio-Frequenzbereichen arbeitest du bei deinen > Untersuchungen? Siehe Antwort auf Georg S., 400Hz - 1600Hz, also mitten im Sprachband. > Kann man das ganze irgendwie simulieren und schauen, was dabei > rauskommt? Genau das habe ich versucht. Wobei ich nicht die beschränkte 8 Bit Genauigkeit berücksichtigt habe, nur auf Basis des Hilbert-Filters und der vermuteten Abtastfrequenz. > Oder in einen uSDX unterschiedliche Sinusfrequenzen > einspeisen und mit einem Spectrum Analyzer schauen, was hinten > rauskommt? > Reale Meßwerte wären wirklich spannend. Wollte mir schon einen Gebrauchten nur zum messen kaufen. Aber wie einen der minderwertigen Clones auf dem Markt vermeiden? > Habe einen uSDX und nutze den hin und wieder auf 40m. SSB funktioniert > so weit gut, bei der kleinen Sendeleistung würde ein leicht kratziger > Klang wahrscheinlich nicht wesentlich auffallen. > Von mir empfangene Stationen, die mit uSDX senden, klingen auf jeden > Fall verständlich (aber eben oft eher leise). Interessant.
Wulf D. schrieb: > Klasse, dass sich hier jemand mit ganz Ähnlichem beschäftigt! > Interessant auch die Versuche mit dem SI5351. Wollte den auch nutzen. > Mal sehen ob ich auf die gleichen Probleme stoße. Auf welchen Frequenzbereich zielst du ab? Wenn du bei 24MHz sendest ist der Effekt nur 1/100 so groß wie bei 2,4GHz und damit vernachlässigbar. Das zeigt wie kritisch Phasenrauschen und Phasenstabilität wird wenn man schmalbandige SSB Signale im GHz Bereich hat. > Nach meinen Octave-Versuchen sehe ich den Grund der Artefakte eher in > mangelnder Filterpräzision und nicht in niedriger Abtastrate. Es gibt zwei Arten der Nebenaussendungen die ich im meiner Antwort vermischt hatte. Die "echte" Nachbarkanalunterdrückung (siehe 1.Bild) kommt durch nichtideale Kombination von Amplituden- und Phasenmodulation zustande. Die war bei meinen Speki-Messugen an sich akzeptabel. Ich hatte aber auch noch den Effekt dass bei +/- 16kHz vom Träger das Signal wieder deutlich hoch kam (siehe 2.Bild). Der F103 hat nicht genügend Rechenleistung um die Signale schneller als mit 16kSps zu berechnen. Ich hatte mal die AM und PM Werte für ein 3-Ton Signal mit 48kSps vorberechnet und mit dem Controller nur abspielen lassen, da war der zweite Effekt viel geringer. Deswegen hoffe ich dass bei höherer Rechenleistung und 48kSps die Nebenaussendungen auch bei Sprachsignalen niedriger werden. Ja, ein 3-Ton Signal. Bei einem 2-Ton Signal geht die Amplitude durch Null, ganz schlecht wenn man polar moduliert. Deswegen habe ich einen 3.Ton mit -20dB dazu genommen, so dass ich dem Nullpunkt der Amplitude immer nur auf 10% nahe gekommen bin. Ist für ein Sprachsignal auch realistisch, da kommt man nur selten Nahe an den Nullpunkt der HF-Amplitude ran. Und ich wollte die Nulldurchgänge mit den hohen FM-Hüben weg lassen um zu sehen was ich sonst noch für Probleme in der Modulation habe.
:
Bearbeitet durch User
Ganz kurz, hier ein Video-Link: https://youtu.be/PzubNCuGvEQ?t=110 "DL2MAN uSDX SSB transmit demo" - Er testet hier den uSDX über Dämpfungsglieder direkt an einem ICOM-Gerät (also keine KW-Störungen im Spiel). Der Sound klingt für mich etwas übersteuert. Ansonsten hört man definitiv Artefakte, die aber auch mit der Übersteuerung zusammenhängen können. In jedem Fall ist die Sprache verständlich. Die Artefakte klingen wie KW-Prasseln, deshalb fallen sie im normalen Bettrieb wahrscheinlich kaum auf.
Georg S. schrieb: > Auf welchen Frequenzbereich zielst du ab? Wenn du bei 24MHz sendest ist > der Effekt nur 1/100 so groß wie bei 2,4GHz und damit vernachlässigbar. Ok ziele auf KW, werde dann den Effekt kaum bemerken. > Es gibt zwei Arten der Nebenaussendungen die ich im meiner Antwort > vermischt hatte. Die "echte" Nachbarkanalunterdrückung (siehe 1.Bild) > kommt durch nichtideale Kombination von Amplituden- und Phasenmodulation > zustande. Glaube dir gern, dass du Reste aus der Updatefrequenz des Taktgenerators und Signaldämpfers vorfindest. Sieht man auf deinem Analyzer-Screenshot. Die werden sich natürlich mit schnelleren Updates verändern. Ich glaube aber trotzdem noch, dass kleine Fehler in der Amplitude, egal ob ungenau berechnet oder gegen die Phase verschoben, keinen gravierenden Effekt auf die SSB-Signalqualität haben. Ganz anders sieht es bei kleinen Phasenfehlern aus. Und die berechne ich zumindest aus dem arctan (Hilbert / verzögertes Original). Sind da kleine Fehler z.B. durch Welligkeit des Hilberttransformators drin, sieht das SSB-Signal gleich ganz furchtbar aus. > > Ja, ein 3-Ton Signal. Bei einem 2-Ton Signal geht die Amplitude durch > Null, ganz schlecht wenn man polar moduliert. Deswegen habe ich einen > 3.Ton mit -20dB dazu genommen, so dass ich dem Nullpunkt der Amplitude > immer nur auf 10% nahe gekommen bin. Den Abschnitt verstehe ich nicht. Bezieht sich das auf meine gerechneten Spektrogramme? Da hatte ich die drei Töne nacheinander durchgerechnet. Daniel schrieb: > https://youtu.be/PzubNCuGvEQ?t=110 > > "DL2MAN uSDX SSB transmit demo" - Er testet hier den uSDX über > Dämpfungsglieder direkt an einem ICOM-Gerät (also keine KW-Störungen im > Spiel). > Für eine Direktverbindung sind schon deutlich Störungen zu hören. Aber klar, ist gut zu verstehen. Der Test mit dem Oszi sagt nicht viel aus, Aufbau ist auch ziemlich unklar.
Wulf D. schrieb: >> Ja, ein 3-Ton Signal. Bei einem 2-Ton Signal geht die Amplitude durch >> Null, ganz schlecht wenn man polar moduliert. Deswegen habe ich einen >> 3.Ton mit -20dB dazu genommen, so dass ich dem Nullpunkt der Amplitude >> immer nur auf 10% nahe gekommen bin. > > Den Abschnitt verstehe ich nicht. Bezieht sich das auf meine gerechneten > Spektrogramme? > Da hatte ich die drei Töne nacheinander durchgerechnet. Nein, ich hab mich auf das Bild von meinem "2-Ton-Test" bezogen der eigentlich ein 3-Ton -Test ist, nur dass der 3. Ton bei -20dB sowieso von den Intermod-Produkten der beiden Haupttöne zugekleistert wird. Wulf D. schrieb: > Für eine Direktverbindung sind schon deutlich Störungen zu hören. > Aber klar, ist gut zu verstehen. Ich habe festgestellt dass Sprache recht unkritisch ist. Wenn man die AM der polaren Modulation weg lässt, also nur die PM macht, klingt die Sprache zwar deutlich verzerrt, ist aber noch verständlich. Das Spektrum hat natürlich massiv Außerband-Abstrahlung, v.a. in den benachbarten Kanälen.
Wulf D. schrieb: > Für eine Direktverbindung sind schon deutlich Störungen zu hören. > Aber klar, ist gut zu verstehen. Es ist aber auch schwer Fehler zu suchen. Wenn ich meinen RTL-SDR per Dämpfungsglied an den Ausgang des polaren Modulators schalte hört sich die Sprache irgendwie verzerrt an. Wenn ich den Modulator für den QO-100 Uplink benutze hört es sich im Downlink viel besser an. Weiß nicht warum das so ist. Vielleicht koppelt zu viel phasenmodulierte HF an dem digitalen Attenuator vorbei in den RTL-SDR rein. Und bei 2,4GHz kann ich mit dem RTL-SDR auch nicht empfangen, mir dem kann ich nur bei 1290 oder 430 MHz testen.
Georg S. schrieb: > Es ist aber auch schwer Fehler zu suchen. Das erfahre ich auch gerade. Wollte eigentlich meine Simulation mit Audiofiles füttern. Aber schon nach einigen 100ms gehen die Signale im anschwellenden Geräusch unter. Da steckt noch ein systematischer Fehler drin. Eigentlich nichts komplexes, finde es aber nicht. Hat irgendwas mit der Delta-Phase zu tun.
Georg S. schrieb: > Wulf D. schrieb: >> Für eine Direktverbindung sind schon deutlich Störungen zu hören. >> Aber klar, ist gut zu verstehen. > > ... Wenn ich meinen RTL-SDR per > Dämpfungsglied an den Ausgang des polaren Modulators schalte hört sich > die Sprache irgendwie verzerrt an. Wenn ich den Modulator für den QO-100 > Uplink benutze hört es sich im Downlink viel besser an. Weiß nicht warum > das so ist. ... Wenn ich das SSB-Signal vom uSDX über ein Dämpfungsglied mit dem ICOM selber anhöre, hört sich das auch schlechter an, als wenn ich mein Signal mit einem entfernten WebSDR anhöre. Bisher haben alle QSO-Partner mein SSB-Signal vom uSDX für gut verständlich befunden.
Georg S. schrieb: > Weiß nicht warum > das so ist. Vielleicht koppelt zu viel phasenmodulierte HF an dem > digitalen Attenuator vorbei in den RTL-SDR rein. Eventuell sollte man bei solchen Messungen die Massen entkoppeln. z.B. mit einem symmetrischen Dämpfungsglied dazwischen, einem Übertrager oder einfach Signal und(!) Masse(n) jeweils mit einem kleinen C entkoppeln.
Danke euch erstmal für die Rückmeldungen, vor allem auch zu den praktischen Erfahrungen mit dem uSDX. Habe den Fehler in meiner SSB-Simulation nach dem polaren Ansatz gefunden. Hatte versucht, das Signal über einen ganz normalen Cosinus mit der aus dem Modulationssignal berechneten Delta-Phase abzubilden. So in der Art:
Das geht leider sehr schnell schief. Grund ist die Periodizität des cos(), wo kleinste Rechenfehler in der Phase, also hier das Delta-Phi, in kürzester Zeit t das Ergebnis ruinieren. Ich hatte in meinen Plots über 0,5s gerechnet. Da türmt sich schon ein beträchtlicher Fehler auf, die Ergebnisse sind unbrauchbar. Lösen kann man das mit der VCO-Funktion. In meiner Octave-Version steckt zwar ein kleiner Bug drin, läßt sich aber umschiffen. Jetzt funktionieren auch längere Audio-Files. Werde die Ergebnisse bei Zeiten korrigieren, sobald der eingeschränkte Wertebereich und die im uSDX verwendeten Näherungsformeln eingebaut sind.
Mein Ansatz ist ...eventuell ist es auch falsch gedacht...man könnte ja das fast komplette Pico SDR Design benutzen um zumindest CW zu machen. Den Muxer brauchet es dann nicht, aber einen mehrstufigen Verstärker mit TP. Einziges Manko wäre, die Angezeigte Sendefrequenz würde um den ZF Betrag (einige kHz) nicht mit der Sendefrequenz übereinstimmen. Wäre jetzt aber nicht so schlimm und eventuell gäbe es dafür auch eine Lösung. Ich bin da noch nicht fertig mit diesem Gedanken.
:
Bearbeitet durch User
Nachtrag :Ja ich weiß, es werden auch diverse VFO Baugruppen verkauft mit wenig Ausgangsleistung an 50 Ohm.... Auf Basis des Pico SDR arbeitet man auch an einem Allmode TX. Ist aber noch nicht so weit.
Der uSDX, der von Jörg erwähnte QMX und auch Georgs Projekt nutzen alle einen VCO. Beim uSDX ist es der sehr günstige programmierbare Taktgenerator SI5351, den ein paar SW-Tricks in einen brauchbaren VCO verwandeln. Mein mittelfristiges Ziel ist eine TX-Integration im Pico-SDR. Wollte jetzt erstmal theoretisch schauen, wo die mehr oder weniger großen Abstriche an der TX-Qualität im uSDX liegen. Das schöne an dem Projekt ist, dass alle Quellen, HW und SW, offenliegen. Jetzt kann man detailliert testen, was die einzelnen Vereinfachungen wegen fehlender Rechenleistung und beschränkter HW für Auswirkungen haben. Da wären z.B.:
1 | - recht kurzes Hilbert-Filter |
2 | - 8- / 16 Bit Integerarithmetik |
3 | - einfache Wurzel-Näherungsfunktion |
4 | - grob genäherter arccos |
5 | - niedrige (?) Abtastrate |
6 | - fehlender Anti-Aliasing-Filter |
Mit dem Pico2 bräuchte man viel weniger Kompromisse. Im RX-Zweig des Pico-SDR verzichtet man sogar auf einen externen Taktgenerator und baut den mittels Microcode der Port-IO nach. Funktioniert auch, aber das jittert ganz ordentlich. Für TX unbrauchbar, damit wird man vermutlich zu heftige Nebenaussendungen provozieren.
Wulf D. schrieb: > Das schöne an dem > Projekt ist, dass alle Quellen, HW und SW, offenliegen. Bei meinem Projekt liegen die Quellen auch offen: https://gitlab.com/dg6rs/polar Vor allem auf den Hilbert-Trafo will ich hinweisen: Meine Suche damals hat ergeben dass es einfacher ist I und Q als IIR-Allpässe zu berechnen, die untereinander 90° Phasenverschiebung haben. Das ist von der Rechenleistung her einfacher als den I-Kanal 1:1 (mit delay) durchzuschleifen und einen passenden 90° versetzen Q-Kanal zu berechnen. Man hat dann eine frequenzabhängige Phasenverschiebung im Audio, aber es heißt das menschliche Ohr hört das nicht. Ich denke eines der Haupt-Kompromisse dem uSDX ist die niedrige Abstastrate. Ich hab die Grafiken nicht auf der Webseite sondern nur im Vortrags-Skript der UKW-Tagung in Weinheim: Die Wandlung der I/Q Daten in Amplitude und Phase ist eine nichtlineare Funktion die das Spektrum aufweitet. Außerhalb der 3kHz SSB-Nutzband müssen sich Amplituden- und Phasensignal so überlagern dass sie sich im Spektrum zu Null aufheben. Und das in dem ganzen Frequenzbereich in dem das AM und PM Signal relevant Leistungsdichte haben. Dafür sind meine 16kSps (=8kHz Nyquist) eigentlich schon zu knapp. Deswegen will ich das auf 48kSps aufbohren. Ich glaube der uSDX hat nirgendwo ein Bild vom Spektrum seines TX-Signals. Ich hab da einen verdacht, warum...
:
Bearbeitet durch User
Herbert Z. schrieb: > https://github.com/kaefe64/Arduino_uSDX_Pico_FFT_Proj Danke, kannte ich noch nicht. Einiges gefällt mir gut, z.B. das schöne Display mit gut aufgelöster FFT. So was hätte auch gut meinem FT8-Decoder gestanden :-) Es hat auch auf die Pico-Schwächen verwiesen, wie den beschränkt nutzbaren Wertebreich des ADC. Immerhin bringt der Pico2 1/2 Bit mehr. Er generiert das TX-Signal aus kartesischen Daten, mit Mischer und viel nachgeschalteter HW. Ich hoffe das geht mit dem polaren Ansatz mit weniger. Georg S. schrieb: > Bei meinem Projekt liegen die Quellen auch offen: > https://gitlab.com/dg6rs/polar Klasse, Vielen Dank! > Vor allem auf den Hilbert-Trafo will ich hinweisen: Meine Suche damals > hat ergeben dass es einfacher ist I und Q als IIR-Allpässe zu berechnen, > die untereinander 90° Phasenverschiebung haben. Das ist von der > Rechenleistung her einfacher als den I-Kanal 1:1 (mit delay) > durchzuschleifen und einen passenden 90° versetzen Q-Kanal zu berechnen. > Man hat dann eine frequenzabhängige Phasenverschiebung im Audio, aber es > heißt das menschliche Ohr hört das nicht. Kannte ich noch nicht, muss man erstmal verstehen. > Ich denke eines der Haupt-Kompromisse dem uSDX ist die niedrige > Abstastrate. Möglich, aber ich komme da nicht hinter: die Abtastrate ist im uSDX in der Arduino-Loop-Schleife verborgen, wenn ich den Code richtig interpretiere. Wenn der Code der Schleife abgearbeitet ist, fängt der vermutlich gleich wieder oben an. Kenne aber Arduino kaum. > Ich hab die Grafiken nicht auf der Webseite sondern nur im > Vortrags-Skript der UKW-Tagung in Weinheim: Die Wandlung der I/Q Daten > in Amplitude und Phase ist eine nichtlineare Funktion die das Spektrum > aufweitet. Außerhalb der 3kHz SSB-Nutzband müssen sich Amplituden- und > Phasensignal so überlagern dass sie sich im Spektrum zu Null aufheben. Sorry, aber das bezweifele ich: das ist zwar zeit- und wertediskret, aber ansonsten doch linear???
1 | - Amplitude aus sqrt (Re² + Im²) |
2 | - Phase aus arctan (Im / Re) |
3 | - Delta Phase = Phase' (dt) |
4 | |
5 | => Delta-Phase steuert den Oszillator nach |
6 | => Amplitude moduliert die PA |
> Und das in dem ganzen Frequenzbereich in dem das AM und PM Signal > relevant Leistungsdichte haben. Dafür sind meine 16kSps (=8kHz Nyquist) > eigentlich schon zu knapp. Klar, der Hilberttransformator hat nur einen eingeschränkten Frequenzbereich. Deshalb muss da auch ein Bandpass (Anti-Alaisingfilter) vor. Hatte ich oben zum uSDX angemerkt. Aber 16kSps halte ich für Sprache schon für äußerst komfortabel. Musst halt sehen, dass dein Hilbert-Transformator wegen der recht hohen Abtastrate unten rum noch gut funktioniert. Ist in deinem Ansatz vielleicht gar kein Problem. > Ich glaube der uSDX hat nirgendwo ein Bild vom Spektrum seines > TX-Signals. Ich hab da einen verdacht, warum... Ja, echte Messwerte fand ich auch noch nicht. Vielleicht steckt in den zahlreichen Youtube-Videos mehr als Gelaber, ggf frage ich den werbefreien Abo-Account meiner Tochter mal an.
Wulf D. schrieb: > Sorry, aber das bezweifele ich: das ist zwar zeit- und wertediskret, > aber ansonsten doch linear??? > - Amplitude aus sqrt (Re² + Im²) > - Phase aus arctan (Im / Re) Das sind zwei nichtlineare Funktionen. Für den 16kSps Fall habe ich das Spektrum der AM und PM simuliert (mit Octave, siehe Bild). So viel Pegel wie die PM bei +/-8kHz noch hat wundert mich dass das resultierende Spektrum der echten HF bei 16kSps überhaupt so gut ist. Einer der Hauptgründe warum ich mit 48kSps probieren will um zu sehen wie viel besser das wird. Wulf D. schrieb: > Möglich, aber ich komme da nicht hinter: die Abtastrate ist im uSDX in > der Arduino-Loop-Schleife verborgen, wenn ich den Code richtig > interpretiere. Ich hatte im Kopf dass der uSDX 8kSps benutzt. Aber es ist lang her dass ich einen Blick in den Code geworfen habe. Damals als Vorbereitung,bevor ich meinen Code gestartet habe.
:
Bearbeitet durch User
Georg S. schrieb: > Das sind zwei nichtlineare Funktionen. Das stimmt natürlich. Ich hatte was anderes im Sinn, nämlich warum sollten die Funktionen das Spektrum des Eingangssignals verbreitern? Am Ende hast du auch hier Recht, da sieht man die längere Erfahrung damit. Habe meine Octave-Simulation mit realen Audiofiles gefüttert und da kommt tatsächlich ein unerwartet breites Signal raus. Verstehe ich aber noch nicht. Vor allem wenn man im Vergleich den synthetischen Sweep, einen Sinus von 200Hz bis 2800Hz, Amplitude von 0,9 auf 0,1 fallend, ansieht. Da gibt es die Verbeiterung nicht. Interessant auch die Audio-Resultate. Das reale Audio ist ein Tagesschau-Intro mit Begrüßung, mit Audacity steilflankig auf 250Hz bis 2700Hz bandbegrenzt. Abtastrate 6kSps. Der Sweep bleibt nach der Demodulation glasklar. Das reale Audio hat dagegen stark gelitten. Vermute noch einen anderen Effekt, der hier zu Fehlern führt. Denke da an die Differenzierung der Phase. Benötigst Du diesen Rechenschritt in der von dir verwendeten Methode auch? Anbei die Audio-Files. Bei den Tagesschau-Audios habe zwei verschiedene Hilbert-Filter ausprobiert. Das vom uSDX mit 15 Taps und eines mit N=41. Höre kaum einen Unterschied. > Für den 16kSps Fall habe ich das > Spektrum der AM und PM simuliert (mit Octave, siehe Bild). So viel Pegel > wie die PM bei +/-8kHz noch hat wundert mich dass das resultierende > Spektrum der echten HF bei 16kSps überhaupt so gut ist. Einer der > Hauptgründe warum ich mit 48kSps probieren will um zu sehen wie viel > besser das wird. Weiß nicht wie du das simuliert hast. Habe probehalber bei mir die Abtastfrequenz von 6kSps auf 12kSps verdoppelt, ohne die Audio-Bandbreite zu verändern. Das hatte weder auf das SSB-Signal noch auf das demodulierte Nutzsignal irgend einen Effekt.
Wulf D. schrieb: > Ich hatte was anderes im Sinn, nämlich warum sollten die Funktionen das > Spektrum des Eingangssignals verbreitern? Weil sie nichtlinear sind. Ich bin kein Mathematiker und hab keinen Ansatz das erklären zu können. War nur immer schon so... > Vor allem wenn man im Vergleich den > synthetischen Sweep, einen Sinus von 200Hz bis 2800Hz, Amplitude von 0,9 > auf 0,1 fallend, ansieht. Ein reiner Sinus ist ein Sonderfall. Da hat man in der polaren Modulation keine AM, und die FM ist eher konstant bzw. nur langsam sich ändernd. > Weiß nicht wie du das simuliert hast. Ich kann mein Octave File mal wieder ausgraben wenn du dich da durchkämpfen willst. Ist aber eher kraut&rüben. Und es ist lang her. Ich muss mich da auch erst wieder rein suchen wenn ich das was machen wollte. > Höre kaum einen Unterschied. Hören ist bei mir so ein Problem. Es hört sich "irgendwie seltsam" an, ohne dass ich die Messtechnik oder auch nur eine Idee hätte wie ich das Problem greifen oder präzisieren könnte.
Schau dir aber auf jeden fall den Hilbert Trafo an den ich gefunden habe: https://web.archive.org/web/20070814013543/http://yehar.com/ViewHome.pl?page=dsp/hilbert/011729.html https://www.mikrocontroller.net/attachment/33904/hilbert_Olli_Niemitalo.pdf Sehr breitbandig und durch die IIR Filter brauch er wenige Multiplikationen. Ist ursprünglich für 44,1kSps gedacht, geht aber auch bei kleineren Sampleraten.
Danke für die Hinweise! Der Ansatz mit den Allpässen funktioniert, habe testhalber zwei sehr einfache mit je zwei Koeffizienten ausprobiert:
1 | % Branch I (In-Phase) |
2 | aI1 = -0.735495; |
3 | aI2 = 0.459346; |
4 | % Branch Q (Quadrature) |
5 | aQ1 = -0.152135; |
6 | aQ2 = 0.855073; |
An bei das Ergebnis des Tagesschau-Testsignals nach polarer SSB-Modulation und sync. Demodulation / Filterung. Klingt anders, aber nicht unbedingt besser oder schlechter. Frage mich noch immer, warum das so verzerrt klingt. Das müsste besser gehen. Hat die Deutsche Bundespost früher auf den Fernstrecken nicht auch SSB-Trägerfrequenz-Übertragung für Telefonie genutzt? Ich glaube die Achillesferse ist die Unstetigkeitsstelle -pi => +pi des atan2 bei der Berechnung der Phase. Anschließend wird die Phase differenziert, zeitdiskret heißt das eine Differenz des aktuellen mit dem vorherigen Wert. Dabei kann die Differenz-Phase heftig springen. In Oktave gibt es dafür die "unwrap"-Funktion, die je nach Schwellwert der Differenz eine Korrektur um 2*pi vornimmt. Vermutlich funktioniert das nicht richtig, hier lohnt ggf eine Detailbetrachtung.
Wulf D. schrieb: > Hat die Deutsche Bundespost früher auf den Fernstrecken nicht auch > SSB-Trägerfrequenz-Übertragung für Telefonie genutzt? Dürfte eher A3E als J3E gewesen sein. Nicht nur Bundespost, btw. https://fernmeldemuseum-dresden.de/technik/uebertragungstechnik/tf-uebertragungstechnik/systeme-mit-12-kanaelen/
Jörg W. schrieb: > Dürfte eher A3E als J3E gewesen sein. Interessanter Link. Aber A3E kann es nicht gewesen sein. Zitat
1 | 12 Fernsprechkanäle 300 Hz – 3400 Hz werden über zwei Amplitudenmodulationsstufen frequenzmäßig hintereinander in den Bereich 60 kHz bis 108 kHz (auch Primärgruppe genannt) umgesetzt. |
48kHz / 12 = 4kHz. Ein wenig Platz brauchen die Analogfilter auch, da bleibt nur noch SSB.
Wulf D. schrieb: > da bleibt nur noch SSB oder C3E oder wie das heißt, ein Seitenband unterdrückt, aber der Träger noch dabei
Jörg W. schrieb: > Wulf D. schrieb: >> da bleibt nur noch SSB > > oder ein Seitenband unterdrückt, aber der Träger > noch dabei Das wäre auch möglich. Ist schwer, richtig detaillierte Infos darüber zu finden. Kann mich kaum noch erinnern, aber Anfang der 80er könnte die Technik bei Ferngesprächen noch im Einsatz gewesen sein, bevor auf PCM gewechselt wurde. Da gabs Rauschen, manchmal Nebensprechen und Prasselgeräusche, aber so merkwürdige Verzerrungen wie in meiner SSB-Simu gabs nicht. Vielleicht bin ich mit dem Polar-Ansatz, also Amplituden- und Phasenmodulation, auf dem Holzweg.
Hab mal ein Blockschaltbild von der Simulation angefügt. Die Symbolik zwischen zeitdiskret- und kontinuierlich geht etwas durcheinander, sollte aber das Vorgehen ausreichend erklären. Denke schon dass die Simulation halbwegs passt, das Youtube von DL2MAN klingt ganz ähnlich verzerrt. Nur in der Frage warum das so ist und wie man ggf Abhilfe schaffen kann, bin ich keinen Schritt weiter.
Wulf D. schrieb: > Denke schon dass die Simulation halbwegs passt, das Youtube von DL2MAN > klingt ganz ähnlich verzerrt. Bist du sicher, dass du den Sound vom DL2MAN-Video als Referenz nehmen kannst? Wir hatten ja weiter oben schon diskutiert, dass da wahrscheinlich über die Gerätemassen zu viel Sendeleisting reingeschwappt sein könnte: Sandra schrieb: > Wenn ich das SSB-Signal vom uSDX über ein Dämpfungsglied mit dem ICOM > selber anhöre, hört sich das auch schlechter an, als wenn ich mein > Signal mit einem entfernten WebSDR anhöre. Bisher haben alle QSO-Partner > mein SSB-Signal vom uSDX für gut verständlich befunden. Meiner Meinung nach bräuchtest du echte Aufnahmen vom uSDX unter realen Bedingungen mit optimal ausgesteuertem Mikrofonsignal.
Daniel schrieb: > Bist du sicher, dass du den Sound vom DL2MAN-Video als Referenz nehmen > kannst? Sicher bin ich nicht. Aber immerhin ist DL2MAN einer der beiden Entwickler des uSDX, sollte schon wissen was er tut. > Meiner Meinung nach bräuchtest du echte Aufnahmen vom uSDX unter realen > Bedingungen mit optimal ausgesteuertem Mikrofonsignal. Klar, das wäre optimal. Am besten mit dem gleichen Audiofile angesteuert, welches ich für die Simu verwendete. Besitze aber keinen uSDX. Einen vertrauenswürdigen findet man ab 100€. Vielleicht magst du einen Test durchführen, die Audio-Testdatei hatte ich oben angehängt. Habe mal testweise das SSB-Signal kartesisch moduliert, d.h. die I- und Q- Komponente nach Interpolation mit cos() und sin() multipliziert und addiert bzw subtrahiert, mit der Trägerfrequenz im Argument. Nach Demodulation mit dem gleichen Synchron-Detektor, wie ich in für die Polarmodulation nutzte, ist nun das Ergebnis nicht vom Original zu unterscheiden. Auch das modulierte Trägerspektrum ist deutlich schmaler. Im realen Leben bedeutet aber so ein Ansatz einen viel größeren Hardwareaufwand.
Zum Vergleich Spektrum und Demodulationsbeispiel der Simulation mit kartesischer SSB-Modulation. Ist viel sauberer. Bleibt noch immer die Frage warum, wo klemmt es beim polaren Ansatz?
Wulf D. schrieb: > Klar, das wäre optimal. Am besten mit dem gleichen Audiofile > angesteuert, welches ich für die Simu verwendete. Besitze aber keinen > uSDX. Einen vertrauenswürdigen findet man ab 100€. > Vielleicht magst du einen Test durchführen, die Audio-Testdatei hatte > ich oben angehängt. Grundsätzlich wäre das möglich. Ich könnte das File in den uSDX einspielen, dann über Dämpfungsglied ins RTL-SDR und den Sound dort (also im PC) aufnehmen. Dann müsste ich aber wissen, wie groß das Dämpfungsglied etwa sein sollte (Sendeleistung uSDX irgendwo bei 3,5W je nach Betriebsspannung) und außerdem wäre wichtig zu wissen, wie das Dämpfungsglied aufgebaut sein müsste (Abschirmung einzelner Segmente, asymm. oder symm., wie viele Einzelsegmente etc.), damit es keine unerwarteten Übersprechungen/Übersteuerungen gibt.
Daniel schrieb: > Grundsätzlich wäre das möglich. Ich könnte das File in den uSDX > einspielen, dann über Dämpfungsglied ins RTL-SDR und den Sound dort > (also im PC) aufnehmen. > Das wäre Klasse. Ich habe ein Pico-SDR, das fühlt sich ohne Preamp zwischen -40dBm und -100dBm wohl. Darüber entsteht Clipping, darunter zu viel Rauschen. 5W sind 37dBm, d.h. du müsstest mindestens 80dB dämpfen wenn der RTL-Stick ähnlich viel verträgt. Wenn du mit einem PC sowohl die Audiodatei abspielen, als auch den RTL-Stick mit Recorder betreiben willst, wird es vermutlich schwer die 80dB zu erreichen. Da koppelt immer irgendwo was rüber. Hast du nicht noch irgendwo einen Audioplayer mit Akkubetrieb, einen iPod oder ein älteres Handy mit 3,5mm Klinkenstecker wo man die Lautstärke des Analogausgangs regeln kann? Bei Bedarf erzeuge ich das Testaudio in einer gängigeren Abtastrate. Dann könnte man den ganzen Aufbau trennen und an den uSDX einfach nur einen 50-Widerstand ohne Antenne anschließen. Rund 50dB Spielraum sind drin und im Wasserfalldiagramm sollte der Empfangspegel abschätzbar sein.
Wulf D. schrieb: > Zum Vergleich Spektrum und Demodulationsbeispiel der Simulation mit > kartesischer SSB-Modulation. Ist viel sauberer. > Bleibt noch immer die Frage warum, wo klemmt es beim polaren Ansatz? Theoretisch sollte es keinen Unterschied geben, v.a. in einer Simulation bei der die Trägheit PLL nicht zum tragen kommt. Bleibt an sich nur den Fehler in der Mathe zu suchen der in der Simulation steckt.
Georg S. schrieb: > Theoretisch sollte es keinen Unterschied geben, v.a. in einer Simulation > Bleibt an sich nur den > Fehler in der Mathe zu suchen der in der Simulation steckt. Fehler in der Mathe ja, aber die Simulation orientiert sich am uSDX-Code und da könnte sie ganz dicht dran sein. Vielleicht kann das Daniel mit einem Test bestätigen. Versuche natürlich auch die Mathe zu verbessern. Bin da einen halben Schritt weiter. Wie schon zuvor gesagt, vermute den Fehler in der Phase. Der uSDX geht in der letzten auf Github veröffentlichten Version 1.02x der usdx.ino wie folgt vor:
1 | static int16_t prev_phase; |
2 | int16_t phase = arctan3(q, i); |
3 | int16_t dp = phase - prev_phase; // phase difference and restriction |
4 | prev_phase = phase; |
5 | if(dp < 0) dp = dp + _UA; // make negative phase shifts positive: prevents negative frequencies and will reduce spurs on other sideband |
Also erst den arctan() rechnen, dann Differenzieren und darauf bei Bedarf eine Korrektur um 2*pi. Das arctan3(q, i) ist hier eine schnelle Näherungsfunktion des arctan2. Habe zwei verschiedene Optimierungen versucht, beide mit exakt dem gleichen Ergebnis: 1. Die Reihenfolge oben vertauscht, d.h. arctan(), dann Phasenkorrektur und zuletzt differenziert. 2. Ganz ohne arctan() und Differenz, sondern die analytische Ableitung nach der Euler-Formel direkt berechnet. In den Spektren schlägt sich die Änderung nicht besonders stark nieder. Aber ich finde das demodulierte Signal hört sich schon deutlich besser an. Anbei die aktualisierte Übersicht und das demodulierte Audiosample mit der o.g. Verbesserung.
Wieder einen halben Schritt weiter: neben dem besser funktionierendem unwrap der atan2-Unstetigkeit das Timing zwischen Phase und Amplitude fein abgeglichen. Dazu die bereits auf Trägerfrequenz fc interpolierten Daten verwendet, auf Signal-Abtastrate umgerechnet war das Optimum bei 1,5 Ts Verzögerung der Amplitude. Ein T ging dabei sicher durch die Differenzierung der Phase verloren. Das Tagesschau-Intro hört sich jetzt noch ein wenig besser an, die Sprache ist fast sauber. Im Zip-Archiv alle drei Verfahren nebeneinander, uSDX-like, die optimierte Polarmodulation und das rein kartesische Verfahren. Spektrum sieht auch etwas besser aus: etwa 10dB bessere Unterdrückung des unteren Seitenbands USB und am oberen Ende etwa 10dB weniger Energie. Vom Spektrum her lange nicht perfekt, das sieht man beim Vergleich mit dem kartesischen Ansatz und vor allem wenn man sich das Zweiton-Testsignal 600Hz + 1kHz anschaut: jede Menge Mischfrequenzen. Wo kommen die bloß her? Der Abfall zu höheren Frequenzen beim demodulierten Signal liegt am Dezimationsfilter, hab da eine fertige Octave-Funktion genutzt. Die hätte ich besser dimmensionieren sollen, der Abfall hat also nichts mit der Modulation zu tun. Generell haben die demodulierten Signale -6dB Amplitude gegenüber Einganssignal. Die andere Hälfte landet im unteren Seitenband.
Für die, die es interessiert: habe das Thema jetzt parallel in ein zweites Forum gestellt, mit Ausrichtung auf digitale Themen: https://www.dsprelated.com/thread/18639/ Hätte hier vielleicht doch besser in den DSP-Slot gepasst. Sieht man sich die unglaubliche Beteiligung am vintage 4-Transistor-Verstärker Thread an, liegt das Interesse hier wirklich wo anders. Ist natürlich auch ok.
Ist hald ein Nischenthema. Als ich hier mein Projekt vorgestellt habe hat mich die sehr zurückhaltende Reaktion auch gewundert. Dachte ich hätte ein Alleinstellungsmerkmal: Die günstigste stand-alone(*) Möglichkeit in den Mikrowellenbändern ein SSB Signal zu bekommen. Ist aber scheinbar noch Nischichiger. Bastle damit rum wenn es dich interessiert. Alle anderen kaufen sich einen QMX oder uSDX. Ist auch verständlich, da geht verdammt viel Zeit rein. Wenn man nicht basteln sondern nur funken will. Hab ich bei meiner QO-100 Station auch so gemacht. Alles außer dem polaren SSB-Generator ist einfach gekauft und zusammengesteckt. Sonst wäre das nie in einem reellem Zeitplan fertig geworden. Diesen September gehe ich nochmal auf die UKW-Tagung in Weinheim. Vielleicht findet es da Interessenten. Vor allem weil ich vorhabe einen Fertigbausatz anzubieten, vielleicht nicht bis September, aber bis Jahresende (SMD bestückt, THT und Gehäuseeinbau selber machen) Fertig ist das noch lange nicht. Die Integration mit SDR-Software steckt in den Kinderschuhen (wichtig für reine User) und die Variante mit 48kSps hat einen schwer zu findenden Fehler den die 16kSps nicht hatte. Der vermiest das Spektrum. (*) also ohne 2m/70cm Allmode-Funke deren Signal hochgemischt wird.
:
Bearbeitet durch User
Georg S. schrieb: > Vielleicht findet es da Interessenten. Ich denke, Interessenten (im Sinne von "Leute, die das dann verwenden würden") finden sich immer, aber die wenigsten stecken da tief genug drin. Letztlich, das Einzige, was mich am QMX stört ist, dass er nicht Opensource ist.
Georg S. schrieb: > Ist hald ein Nischenthema. Sieht so aus. Simple Antennenverstärker sind gefragter ;-) Kann mich aber auch für low-tech-Themen begeistern. Wollte schon immer mal einen super-stromsparenden, schmalbandigen UHF-Regen.-Receiver mit 3-Port SAW-Filter aufbauen. Auch so ein 2- 4- Transistor Projekt. > Bastle damit rum wenn es dich interessiert. Alle anderen kaufen sich einen QMX oder uSDX. Habe ich jetzt auch getan, einen beschädigten (tr)SDX. Eigentlich nur zum Vermessen. Will wissen, was der genau leistet. Muss erst reparieren, Sender angeblich durch Verpolung zerstört. Noch ist der nicht im Haus. Im DSP-related Forum hatte auch jemand die polare SSB-Modulation mit ausreichender CPU-Power versucht. Sprache klingt ausgesprochen gut, aber er sagt auch, dass er an weiteren Optimierungen gescheitert ist. Hab ihm um Spektren gebeten, mal sehen ob was kommt. > Vor allem weil ich vorhabe einen Fertigbausatz anzubieten Das ist natürlich ein großer Schritt, was ganz anderes als ein PoC auf die Beine zu stellen. > die Variante mit 48kSps hat einen schwer zu findenden Fehler den die 16kSps nicht hatte. Ob du nun einen Zeitversatz zwischen Amplitude und Phase hast? Durch meine Simulation fand ich raus, dass bereits ein Sample (1/fs) das Spektrum deutlich verschlechtert. Jörg W. schrieb: > Letztlich, das Einzige, was mich am QMX stört ist, dass er nicht > Opensource ist. Beim SDX findet die Weiterentwicklung leider auch nur noch als closed source im (tr)SDX statt. Schade. Und der QMX hat bis heute kein Update auf SSB: damit entfällt auch so was wie FT8, oder?
Wulf D. schrieb: > Und der QMX hat bis heute kein Update auf SSB: damit entfällt auch so > was wie FT8, oder? Doch, er kann SSB (mit Polarmodulation), und er macht Digimodes ausgesprochen aufwändig: er misst die ankommenden Frequenzen, und generiert das FSK-Signal passend. Ja, dass der (tr)uSDX von Opensource abgerückt ist, macht ihn mir auch wenig sympathisch. Habe noch einen uSDX mit 9-Band-Modul, dass kann der QMX halt nicht (aber dafür ist er viel kleiner).
Wulf D. schrieb: >> die Variante mit 48kSps hat einen schwer zu findenden Fehler den die 16kSps > nicht hatte. > Ob du nun einen Zeitversatz zwischen Amplitude und Phase hast? Wenn, dann müsste dieser kleiner gewesen sein als bei der 16kSps Variante, einfach wegen der 3fachen Samplerate. Aber ich bin wegen Wasser im Keller (Gewitterregen) die letzte Woche zu nichts gekommen. Ich suche noch. Ein weiteres mal stellt sich raus dass es wertvoll ist den Source Code so zu organisieren dass man die Hardware-Abhängigen Sachen so abgetrennt hat dass man die Signalverarbeitung auf dem PC compilieren kann. Das hilft viel weil es man Zwischenwerte der Berechnung auf die Festplatte schreiben kann.
Wulf D. schrieb: > Und der QMX hat bis heute kein Update auf SSB: damit entfällt auch so > was wie FT8, oder? Bei meinem polaren Modulator sollte FT8 gehen. Selber getestet habe ich das bisher nicht, aber ein HAM aus Brasilien. Aber er hat keinen speziellen FT8-Moduls, sondern das läuft über den normalen SSB Modulator, mit entsprechend mehr Rauschen im Band als sein müsste.
Georg S. schrieb: > Ich suche noch. Ein weiteres mal stellt sich raus dass es wertvoll ist > den Source Code so zu organisieren dass man die Hardware-Abhängigen > Sachen so abgetrennt hat dass man die Signalverarbeitung auf dem PC > compilieren kann. Auf jeden Fall macht das Sinn. Wenn's kompliziert wird, gehe ich dreistufig vor. Erst "High-Level" in Matlab/Octave, dann in C/C++ auf dem PC und im letzten Schritt erst auf dem uC. Auch da nutze ich zunächst Testdaten vom PC, sonst wird die Fehlersuche zu mühsam. Hatte ich so beim FT8-Decoder auf dem RP2350 Ende letzten Jahres so gemacht. Mit dem QMX hat Jörg natürlich Recht, hab's nicht mitbekommen. Ob es davon Spektren gibt? > Bei meinem polaren Modulator sollte FT8 gehen. ... sondern das läuft über den normalen SSB Modulator, mit entsprechend mehr Rauschen im Band als sein müsste. Das Außer-Band als auch In-Band-Geräusch ist wirklich unschön. Auch bei FT8, wo man ja potentiell Nachbarn im gleichen Kanal zurauscht, wenn man wie in meiner Simu nur 30dB SNR schafft. Könnte aber sein das das in der Simu ein Artefakt aus der dort verwendeten Interpolationsfunktion interp(x, k) ist und ich da ein Phantom jage. Mit anderen Worten: die polare Modulation könnte auch fehlerfrei umsetzbar sein. Was zu beweisen wäre. Baue mal einen PoC auf, das wird aber Herbst oder später.
Wulf D. schrieb: > Das Außer-Band als auch In-Band-Geräusch ist wirklich unschön. Auch bei > FT8, wo man ja potentiell Nachbarn im gleichen Kanal zurauscht, wenn man > wie in meiner Simu nur 30dB SNR schafft. Deshalb hat er ja beim QMX auch einen separaten Digitalmodus implementiert, um nicht über den SSB-Modulator gehen zu müssen.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.











