Hallo zusammen, habe günstig einen wassergekühlten 50 Ohm Abschlusswiderstand gekauft. Leider ohne Daten. Nun zu meiner Frage, kann jemand von euch die Leistung Abschätzen? der schwarze Bereich ist 2x1,5cm groß. Das Substrat scheint lichtdurchlässig (also kein BeO?) und ist ca. 1mm dick. Viele Grüße Lithium
Über ein regelbares Netzteil mit Gleichspannung beheizen. Abwasser in der Temperatur ,sowie das ganze Teil in der Temperatur messen. Andere Dummys zum Vergleich heranziehen. Scheinbar fehlen da aber noch Teile... Wenn du Glück hast findest du auch ein Datenblatt oder Hinweis zu diesem Teil.
Herbert Z. schrieb: > Über ein regelbares Netzteil mit Gleichspannung beheizen. Abwasser in > der Temperatur ,sowie das ganze Teil in der Temperatur messen. Andere > Dummys zum Vergleich heranziehen. Scheinbar fehlen da aber noch Teile... > Wenn du Glück hast findest du auch ein Datenblatt oder Hinweis zu diesem > Teil. Leider sagt das nichts über die Obergrenze der Belastbarkeit aus. Sieht insgesamt aber recht "fett" aus. Ein 250W Abschluss ist schonmal deutlich kleiner und braucht in der Regel nur ein ordentlichen Kühlkörper. Grobe Schätzung, nicht unter 1000W. Ist nur die Frage, bis zu welcher Frequenz das Ding taugt. Aber das kann man ja mit einem VNA leicht feststellen.
Lithium A. schrieb: > Das Substrat scheint > lichtdurchlässig (also kein BeO?) und ist ca. 1mm dick. BeO kann durchaus so aussehen, aber das Teil sieht jung genug für einen Warnhinweis aus. Da der nicht vorhanden ist tippe ich auf AlN. Für Al2O3 scheint mir das Teil zu aufwändig.
Stefan M. schrieb: > Leider sagt das nichts über die Obergrenze der Belastbarkeit aus. Aber eine diesbezügliche Messung zeigt doch auf alle Fälle den gesunden Leistungsbereich. Aus der Kühlwassertemperatur lässt sich schon vorsichtig etwas ableiten. Man muss halt die Datenblätter vergleichbarer Dummys lesen um ein Gefühl für das eigene Teil zu bekommen. Die Höhe der Gleichspannung zu haben um deine 1000W zu simulieren wird man nicht so leicht bekommen. Unbekannt ist ja auch die Durchflussmenge die notwendig ist um das Teil zu kühlen. Ohne Datenblatt ist dieses Ding nicht oder nur eingeschränkt zu verkaufen. Schönes Teil, aber mit Kanten...
1000 Watt an 50 Ohm? Das sind ca. 230 Volt. Merkst du was?
Pink S. schrieb: > 1000 Watt an 50 Ohm? Das sind ca. 230 Volt. Merkst du was? Ich weiß schon woran du denkst, meine Netzteile sind bei 40V am Ende und Stell-Trafo habe ich keinen. Man müsste sich ja rantasten... Er soll mal erzählen, was er damit vor hat....das macht dann die Antworten einfacher.
Herbert Z. schrieb: > Aus der Kühlwassertemperatur lässt sich schon > vorsichtig etwas ableiten. Bist du sicher? Die Wassertemperatur ist doch nur von der reingesteckten DC-Leistung abhängig und keine Eigenschaft der Last?!
Wulf D. schrieb: > Bist du sicher? > Die Wassertemperatur ist doch nur von der reingesteckten DC-Leistung > abhängig und keine Eigenschaft der Last?! Dem Widerstand ist es völlig egal ob er mit DC oder Hf beheizt wird. Wenn DC umgerechnet auf die 50 ohm last 50 watt ergibt wird der Widerstand genau so warm als würdest du mit HF heizen. Es geht jetzt nur um die Frage ist mein Gebilde und das Kühlwasser im gesunden Bereich. Was "gesund" ist müsste man sich an den Datenblättern anderer Dummy-Loads mit Wasserkühlung erlesen. Der Widerstand verträgt ungekühlt eine bestimmte Wärme maximal. Ein wenig darunter sollte die Temperatur mit Kühlung an der wärmsten Stelle schon sein. Aber man brauch Vergleiche... Die Frage ist, kann man den Widerstand im Betrieb solo messen, kommt man da ran... Das Teil ist sicher etwas für die Gigahertz-Leute. Mal messen! Wassergekühlte Dummys können auch 5kw vertragen... Ich habe auch eine Dummy da der verträgt 500 watt. Habe ich aber noch nie gebraucht weil der Transceiver nur 100 Watt hat.
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Herbert Z. schrieb: > Der Widerstand verträgt ungekühlt eine bestimmte Wärme maximal. Ein > wenig darunter sollte die Temperatur mit Kühlung an der wärmsten Stelle > schon sein. Aber man brauch Vergleiche... So ein Dickschicht-Widerstandselement (schwarze Pampe auf Keramik) verträgt 150°C. Du musst also eingespeiste und abgeführte Leistung so anpassen, dass dieser Wert nicht überschritten wird. Mehr als 80°C Gehäusetemperatur willst Du auch nicht haben, sonst riecht es beim Anfassen.
Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen! Ich könne mal eine Belastungsprobe am Wasserhahn (4 bar bei 14°C) mit dem Stelltrafo machen (kann bis 270V RMS) Mit der IR Kamera die Widerstandsschicht beobachten... max 150°C Wenn sie sich ablöst ist es zu spät;) Für die Entschlüsselungstechniker: Aufschrift des Deckels: PN 11408004 SN 100085 Rev.01 Den Frequenzgang muss ich noch prüfen. Ist aber erstmal zweitrangig, für Kurzwelle wird es schon tun. Die Hoffnung ist noch immer, dass jemand mit diesen Dickschichtwiderständen Erfahrung hat entweder beruflich (bei 1mm dickem AlN und der Fläche von 3cm^2 ist 2kw möglich?) oder im Hobbybereich schonmal so ein Dummyload mit 1kW offen gesehen hat. VG
Lithium A. schrieb: > am Wasserhahn Ich bin keine Experte. Aber ich würde doch lieber destilliertes Wasser nehmen und einen kleinen Kühlkreis bauen.
Die Teilenummer 11408004 (manchmal auch als UBCCS bezeichnet) bezieht sich auf eine Dummy-Last (Dummy Load 0T55) oder ein spezielles Ersatzteil, das von Siemens Healthineers hergestellt wird und in der Medizintechnik für MRT-Geräte (Magnetresonanztomographie) zum Einsatz kommt. https://www.shop.siemens-healthineers.com/ja-jp/product/A_11408004
Andras H. schrieb: > Ich bin keine Experte. Aber ich würde doch lieber destilliertes Wasser > nehmen und einen kleinen Kühlkreis bauen. Und warum? Außer wegen Verkalkung der Leitungsrohre bei hartem Wasser kann ich mir für einen ersten Versuch keinen Grund vorstellen, der destilliertes Wasser erfordert. Allenfalls für den Dauerbetrieb.
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Habe ein Bild gefunden, von einem 800W Widerstand. Dieser hat als Substrat allerdings BeO. Die Widerstandsfläche ist etwas kleiner. Ist ein BOURNS chf190104cbf.
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Info: Altronic Resarch oder Spinner geben für das Kühlwasser eine maximale Temperatur von 90° an. Ich denke, 100 bis 120° beim Widerstand und eine austretende Wassertemperatur von 60 bis 70 ° wäre ein gesunder Bereich.
Lithium A. schrieb: > Habe ein Bild gefunden, von einem 800W Widerstand. So kenne ich das auch. Wenn man einen dicken Aluminium Kühlkörper dran schraubt soll er angeblich noch nicht einmal ganz 800W HF aushalten können, aber bei einer Kaltwasserkühlung (5C°) würde ich tatsächlich auch von max. 1000 W ausgehen. Hier noch der Parallelthread dazu: Beitrag "Re: [S] 50 Ohm Dummyload mind. 500 Watt"
Nachtrag: Ach ja, beim arbeiten mit einem Stell-Trafo braucht man aus Sicherheitsgründen auch einen Trenn-Trafo. Kühlwasser ist ein Leiter, das kann schnell gefährlich werden. Die Wechselspannung sollte man gleichrichten. Vorsicht bei allen Arbeiten mit Spannungen in dieser Höhe.
Auf dem 1. Bild ist eine Dämpferkeramik 50 Ohm, welche ich als Ersatz für einen 1000 W- Lastwiderstand mit Meßanschluß, Bj. 1978, einst Meßequipment des Berliner Mittelwellensenders Mahlsdorf, bekam. Übrigens bekam ich den Keramikchip sogar vom Hersteller selbst. Ein kleines Teil, aber kann viel Power ab, original drin ist ein Kohleschicht- Keramikrohr 25 mm Durchmesser, etwa 17 cm lang. Sowas wird nicht mehr hergestellt, und es gibt keine Bestände mehr. Es muß für den Ersatz ein perfekter Wärmeübergang und Kühlung realisiert werden, damit der kleine Chip nicht abraucht. Die originale Ölkühlung reicht nicht, aber die höchste Leistung ist für meinen Anwendungsbereich nicht wichtig. Testen kann man mit Gleichstrom, Netzspannung am Stelltrafo oder mit HF, was dieses Ding heizt, ist egal, Hauptsache, man kann Spannung und Strom messen. Der gezeigte Originalwiderstand ist übrigens oben dunkler, der hat mal richtig Saft gekriegt, und ist hochohmiger, als er soll, 90 Ohm statt 60 Ohm, funktioniert aber. Allerdings wurde mir mitgeteilt, daß es 90 Ohm Lastwiderstande tatsächlich gab, das konnte der Hersteller nicht bestätigen, aber auch nicht ausschließen, weil es gelegentlich Auftragsfertigungen nach Kundenwunsch gab.
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Sieht ja lustig aus, wie ein kleiner Radioisotopengenerator;)
Edi M. schrieb: > (...) Allerdings wurde mir mitgeteilt, daß es 90 Ohm > Lastwiderstande tatsächlich gab, das konnte der Hersteller nicht > bestätigen, aber auch nicht ausschließen, weil es gelegentlich > Auftragsfertigungen nach Kundenwunsch gab. Die braucht man z.B. zum Abschluss einer (Automotive-)Stripline. Die wird am Eingang auf 50 Ohm runtertransformiert. Am Ausgang kann man das auch machen, oft ist der Heizkörper aber auf 90 Ohm ausgelegt.
Hier der Siemens link in Englisch, statt Japanisch: https://www.shop.siemens-healthineers.com/en-us/product/A_11408004 Hier gibt es Informationen zu im MRT verwendeten Frequenzen: http://radiologie-am-schloessle.de/fileadmin/RDS/Bilder/Modalitaeten/MRT/Siemen-Publikation-MR/Siemens%202019_Magnete%2C%20Spins%20und%20Resonanzen%20-%20Eine%20Einf%C3%BChrung%20in%20die%20Grundlagen%20der%20Magnetresonanz.pdf S.40: Die Frequenz des angelegten HF-Pulses muss mit der Larmor-Frequenz der Spins übereinstimmen. S.29: Die Larmor-Frequenz in einem Magnetfeld von 1,5 Tesla beträgt 64 MHz. In einem Magnetfeld von 3 Tesla beträgt sie das Doppelte, also 128 MHz. S.210 Bei 7 Tesla präzedieren die Protonenspins mit einer Frequenz von 300 MHz. https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/13506/1/Dissertation_Koaxiale_Wellenleiteranordnung_fuer_die_multinukleare_Hochfeld_MRT_mit_laufenden_Wellen_Stefan_Alt_2012.pdf S.16: Da in der MRT hohe HF-Sendeleistungen (z.B. Siemens Magnetom Trio 3 Tesla: Pmax = 35 kW) eingesetzt werden können, ist eine Leistungsüberwachung notwendig. Das ist die Pulsleistung! Das sagt nichts über die mittlere Leistung aus. Die Wiederholfrequenz (Tack Tack Tack...) ist so 500ms. S.39: Pulslänge 3,3ms? S.38: Die maximal mögliche Amplitude Umax der HF-Pulse wird durch die Spannungsfestigkeit der Bauteile auf den Anpassnetzwerken und in den Sende-/Empfangsweichen bestimmt und betrug für f = 297 MHz Umax = 300 V Auf S.83 wird bei 297MHz eines 7T MTR von einer (Puls?)leistung von 4 und 8kW gesprochen.
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Stefan M. schrieb: > Leider sagt das nichts über die Obergrenze der Belastbarkeit aus. Da täuscht du dich. Die Obergrenze der Belastbarkeit ist durch die Temperatur der Last definiert und das sieht doch sehr so aus, als ob die frei zugänglich ist (fehlender Deckel?). Kurzzeitige Überlast schlucken die Dinger ohne Murren. Wulf D. schrieb: > Bist du sicher? > Die Wassertemperatur ist doch nur von der reingesteckten DC-Leistung > abhängig und keine Eigenschaft der Last?! Der thermische Widerstand zwischen Last und Wasserkreis erzeugt einen Temperaturgradienten zwischen Last und Kühlwasserkreis. Man muss schon die Temperatur der Last bestimmen (z.B. über deren Tk oder evtl. auch über ein IR-Thermometer) Der Wasserdurchfluss zusammen mit der Temperatur ist nur ein Maß für die abgeführte Leistung und die entspricht in der Tat, abgesehen von der über das Gehäuse abgegebenen Wärme, der zugeführten DC-Leistung.
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was für einen Koaxstecker ist denn am Ende der Leitung verbaut? Das lässt eventuell auch schon Rückschlüsse zu. bei Leistungen über 1KW würde ich 6/16 oder ähnliches vermuten und keine N-Norm. Ralph Berres
Es ist ein N Stecker verbaut, Kabel hat 6mm Durchmesser. Ich würde jetzt die Leistung nach den gesammelten Infos auf 500w bis 1kW RMS schätzen. 2kW oder höher erscheinen mir zu hoch. Ist halt kein Standalone Dummy in Öl und großem Radiator, Spezialanfertigung--> in Külkreis einbinden, auch wenn man "nur" 500W zuverlässig verheizen möchte. Würde sonst so eine massive Wasserkühlung eher bei mehreren kW ansiedeln.
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Tatsächlichen widerstand im Leerlauf messen. Strom einspeisen und schaun wie sich der Widerstandswert ändert. Steigt dieser um z.b 1%, so ist dies die Maximalleistung (bei dem entsprechenden wasserdurchfluss). Der widerstand wird zwar mehr Leistung vertragen, aber was hilft dir ein präziser 50ohm abschlusswiderstand der dann 60ohm hat?
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