Moin liebes Mikrocontroller.net Forum, ich versuchs mal, und freue mich über Tipps, Anregungen oder Ideen. Meine Nähmaschine Pfaff 260, mit dem Anlasser von ELTE T Nr. 225401 hatte die letzten Monate ein langsames selbstanlaufen entwickelt. Also ohne das ich den Fußschalter betätigt habe, fing sie an zu nähen. Mit der Vermutung das es am Fuß-Anlasser liegt, habe ich dort zuerst den Breitband Entstörer von ERO entfernt ( 0,1 uf 2x2500 pF) Sie lief danach immer noch automatisch an. Daraufhin habe ich das zum Versuch das Rosenthal Bauteil (947 Rosenthal, 170 - 250V) Danach ist sie nicht mehr angelaufen, ohne druck am Taster. Wenn jedoch Druck am Taster betätigt wurde, lief sie sofort auf Volllast. 1.) Kann mir Eins helfen das Bauteil zu identifizieren (Wie nennt man dieses Bauteil) (Siehe Fotos) 2.) Gibt es Ideen wo ich das Bauteil noch bekommen könnte? 2.) Was könnte ich alternativ einbauen um die Funktion des sanften anlassens wieder herzustellen? Über Rückmeldungen freue ich mich, und bedanke mich im Voraus. Mit herzlichen Grüßen aus Hamburg olsch
Das ist ein kundenspezifischer Hochlastwiderstand, und der ist nicht für das unwillkürliche Anlaufen verantwortlich. Es gibt da sicher noch einen Funkentstörkondensator parallel zum Schalter.
:
Bearbeitet durch User
Widerstandsnetzwerk. Rosenthal Keramik Widerstände in exakt gleich, könnte knifflig werden allerdings nicht unmöglich.
Mehrere Bilder vom Pedalinneren machen. Ist das Pedal nur ein Stufenschalter, oder ist es ein Poti, Draht oder Schichtbahn? Gibt es aktive Bauteile? Ich empfehle die Pins vom Lastwiderstand durchzunummerieren und alle Verbindungen auszumessen. Damit kann man den inneren Aufbau rekonstruieren oder man erkennt, ob ein Pin zu keinem anderen Verbunden ist.
Moin, danke für die schnellen Rückmeldungen. @ H.H. der Funkentstörkondensator von ERO ( 0,1 uf 2x2500 pF) habe ich entfernt. Da ist ist nun noch ein Zylindrischer Kondensator (Typ 9748 - 0,05 uF + 1,8 MO) Ist das ein Funkenlöschkondensator, der einen Lichtboden verhindert wenn die Taster den Kontakt lösen, oder? @ H.H. Wenn du schreibst dass das Rosenthal Bauteil nicht die Uhrsache sein kann, hast du nen Tip, welchen Ansatz ich weiter verfolgen sollte? bzw. Wie erkläre ich mir, das ohne das Rosenthalbauteil die Maschine steht, und mit sie automatisch anläuft? @ Wolf17 , Danke für den Tip. Damit probiere ich es mal @ Kilo S. Danke für den Begriff
Ol S. schrieb: > Da ist ist nun noch ein Zylindrischer Kondensator (Typ 9748 - 0,05 uF + > 1,8 MO) > > Ist das ein Funkenlöschkondensator, der einen Lichtboden verhindert wenn > die Taster den Kontakt lösen, oder? Ja, und genau der ist defekt.
Das Fußpedal überbrückt nacheinander (mit dem "gestapelten" Mehrfachtaster) immer mehr Einzelwiderstände im "Rosenthal Bauteil". Der ist -ganz richtig- nichts weiter als ein Widerstandsnetzwerk bzw. ein Widerstand mit einigen Anzapfungen. Wenn dieser Widerstand ausgebaut ist, ist sämtlicher Stromfluß zur Nähmaschine unterbrochen. Auch der unerwünschte Strom, der durch den defekten Kondensator fließt. Jetzt ist sozusagen grade mal ein "Draht ab".
Ol S. schrieb: > 1.) Kann mir Eins helfen das Bauteil zu identifizieren … Meinst du „jemand:innen“. Boah
Ist da ein Kondensator verbaut? Schrieb H.H.hhinz auch schon. Erinnert mich an Rifa. Die Fotos sind zu schlecht. Oben anbei mal ein Foto aus dem Netz.
Ol S. schrieb: > Wie erkläre ich mir, das ... sie automatisch anläuft? Irgendwo muss Strom fließen. Entweder über einen Kondensator (unwahrscheinlich) oder, viel wahrscheinlicher, über einen nicht sauber öffnenden Kontakt. Wenn es Dreck wäre, der würde heiß und stinken. Es könnte ein beschädigter Kontakt sein, weil der "Kontaktschutzkondensator" defekt ist. Am wahrscheinlichsten halte ich eine verschlissene, ungeschmierte oder verstellte Mechanik, wodurch für die langsamste erste Stufe der Kontakt nicht mehr zuverlässig trennt. Hoffentlich wurden die Position aller abgelöteter Widerstandsdrähte markiert.
Wolf17 schrieb: > Kondensator > (unwahrscheinlich) Das ist der Standardfehler bei diesen alten Pedalen.
Sorry, h.h hinz meinte den zylindrischen Kondensator. War jetzt ein Missverständnis. Der dicke ERO wird für den Motor sein. (Entstörung) Ich würde aber beide Kondensatoren tauchen.
Thomas B. schrieb: > Sorry, h.h hinz meinte den zylindrischen Kondensator. Genau der ist der Standardfehler wenn der Motor unwillkürlich läuft.
H. H. schrieb: > Das ist der Standardfehler bei diesen alten Pedalen. Haben die dann einen Kurzschluss der nicht wegbrennt? Hatte ich erfreulicherweise noch nie. Wo in der Literatur wurde das mal beschrieben?
Wolf17 schrieb: > Haben die dann einen Kurzschluss der nicht wegbrennt? Hatte ich > erfreulicherweise noch nie. Kommt bei den uralten aber vor, wie bei den alten Rifa X. > Wo in der Literatur wurde das mal > beschrieben? Auch hier im Forum, aber ich such den Thread nicht raus.
Dort sind die Widerstandswerte zu finden. https://www.hobbyschneiderin24.net/forums/topic/177434-pfaff-260-anlasser/ 590 - 490 - 420 - 330 - 235 - 135 Ohm
:
Bearbeitet durch User
Hallo, ich hatte vor Weihnachten das gleiche Pedal mit dem selben Fehlerbild bei mir für eine Freundin repariert. Dazu den Entstörfilter und anderen Kondensator mit Widerständen raus und dafür folgendes rein: https://www.amazon.de/dp/B0F4KPP6ZW und eine Widerstands/Kondensator Kombination https://www.mikrocontroller.net/attachment/537011/Pfaff_362_profi2.jpg alles schön verpacken und dann geht das wieder, ohne, dass es von selbst anläuft Alex
Liebe Leute, vielen Dank für die reichen Rückmeldungen. Als zielführenden Ansatz würde ich die Lösung von Alex verfolgen. Nun war ich beim auslöten des Widerstandsnetzwerks so unbedacht, dass ich die Nummerierung der einzelnen Drähte vergessen habe. Hat da Eins bitte noch nen Tip wie ich das zurückverfolgen, ermitteln kann? Mit Dank und freundlichen Grüssen olsch
Je weiter man das Pedal drückt, desto mehr Kontakte werden geschlossen. Der erste verbindet mit der höchsten Widerstandsstufe, ist dann der letzte Kontakt geschlossen sind alle Widerstände überbrückt.
Axel R. schrieb: > Ol S. schrieb: >> 1.) Kann mir Eins helfen das Bauteil zu identifizieren … > > Meinst du „jemand:innen“. Boah Bei einmal könnte es noch sarkastisch sein, aber bei zweimal ist es neurotisch.
Hallo, vllt. hilft die das Bild weiter. Miss mal den Widerstand zwischen 2 benachbarten Anschlüssen. Ich vermute, dass diese immer gleich sind und es nur auf die Beschaltung an den Lötpunkten ankommt. Ich habe das Widerstandsnetzwerk nicht ausgebaut, kann dir deshalb nicht sagen, wie die Werte sind.
Besten Dank, ich nehme das als zusätzliche Bastel Aufgabe mit. Ich komm wohl erst in einigen Wochen dazu es zu reparieren. Würde nach Abschluss nochmal ein Zeichen senden, und den thread dann ggf. schließen. Liebe Grüsse aus Hamburg
Stefan M. schrieb: > Das Fußpedal überbrückt nacheinander (mit dem "gestapelten" > Mehrfachtaster) immer mehr Einzelwiderstände im "Rosenthal Bauteil". > Der ist -ganz richtig- nichts weiter als ein Widerstandsnetzwerk bzw. > ein Widerstand mit einigen Anzapfungen. War früher in vielen Bereichen die übliche Technik. Mich erinnert das an einen Kohleringfahrschalter. Das Netzwerk könnte man durchmessen, ebenso die Schaltstufen, insbesondere die untersten Schaltstufen, ob die vielleicht schon so ausgeleihert sind und die erste und vielleicht die zweite Stufe schon gebrückt ist. PS.: Auf so einem Teil habe ich in der Schule nähnen gelernt und nähe deshalb auch heute noch meine Sachen, um sie passend zu machen oder wenn mal was kaputt ist.
:
Bearbeitet durch User
Der Nähmaschine würde es übrigens nicht schaden, wenn man das Pedal umbaute: Beitrag "Nähmaschine, Umbau auf Phasenanschnittsteuerung"
Harald K. schrieb: > Der Nähmaschine würde es übrigens nicht schaden, wenn man das > Pedal > umbaute: > > Beitrag "Nähmaschine, Umbau auf Phasenanschnittsteuerung" Allerdings eher nicht mit dem lange obsoleten U2008B. Sowas macht man eigentlich schon lange mit einem µC. Entsprechende AppNotes gibts es schon seit 30 Jahren.
Harald K. schrieb: > Der Nähmaschine würde es übrigens nicht schaden, wenn man das Pedal > umbaute: Phasenanschnitt braucht man nicht wirklich. Eigentlich reichen zum Nähen 2, 3 gut abgestufte Geschwindigkeiten.
Michael L. schrieb: > Harald K. schrieb: >> Der Nähmaschine würde es übrigens nicht schaden, wenn man das Pedal >> umbaute: > > Phasenanschnitt braucht man nicht wirklich. Eigentlich reichen zum Nähen > 2, 3 gut abgestufte Geschwindigkeiten. Grobmotoriker?
Ralf X. schrieb: > Grobmotoriker? Ne, aber wenn man nähen kann, näht man sowieso die meiste Zeit auf Vollgas.
H. H. schrieb: > Sowas macht man eigentlich schon lange mit einem µC. Entsprechende > AppNotes gibts es schon seit 30 Jahren. Vermutlich findet man in jedem zweiten Staubsauger am Straßenrand bereits die nötigen Teile. Einzig das teure Schiebepoti wird in den meisten Fällen durch ein Drehpoti ersetzt sein. Das kann man dann mit Seilrolle oder Zahnstange antreiben. Aufgewickeltes Stahlband geht auch (wird in erstaunlich dünn in Arschbrause-WCs per Schrittmotor angetrieben und fährt ein Plastikrohr 10 cm weit raus.)
Interessanter Beitrag, hab so ein Pedal noch nie von innen gesehn.
Ich hab ne Veritas. Die machen das über einen Thyristor und einen druckempfindlichen Widerstand. Und ja, eigentlich reichen einige wenige Stufen, das muss nicht stufenlos gehen.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.








