Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kohlemikrofon-Kapsel anschließen


von Dirk (dirki)


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Hallo,
ich möchte aus Neugier eine Kohlemikrofon-Kapsel aus einem Fernsprecher 
an den PC anschließen (an Micro in oder Line in, je nachdem, was besser 
ist und danach vielleicht auch mal ans Mischpult).

So eine Kapsel braucht allerdings eine externe Spannung und das Signal 
muss wahrscheinlich irgendwie über einen Kondensator ausgekoppelt werden 
(oder besser über einen NF-Transformator?).

Weiß jemand, wie hoch man die Hilfsspannung wählen sollte und wie man 
das ganze am besten verschaltet? Eventuell braucht man auch noch so 
etwas wie eine Art Lastwiderstand, kann das sein?




Spontan würde ich es so aufbauen:
1
Ub+
2
 o
3
 |
4
R(Last)
5
 |
6
 o-------||-----o -> zum PC
7
 |
8
Micro
9
 |
10
Masse

Kann man das so machen und wenn ja, wie hoch sollte Ub+ und wie groß der 
R(Last) sein?
von Achim M. (minifloat)


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Der Eingang am PC liefert bereits Bias, jedoch für eine Elektretkapsel. 
Meist mehr oder weniger mies gefilterte 5V oder so.

DC-Innenwiderstand der Elektretkapsel dabei irgendwo im Bereich 
2kΩ...5kΩ. Für Pegel-Maximierung ist der Bias-Widerstand in der 
"Soundkarte" in ähnlicher Größenordnung.

Ergo, das Kohlemikrofon mal direkt an den Mikrofoneingang am PC hängen 
und gucken, ob der Pegel groß genug ist.

Viel Erfolg! mfg mf
: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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Zuerst mal sehen ob das wirklich eine "Kohlekapsel" ist? Die wurden 
eigentlich schon vor vielen Jahren durch dynamische Kapseln ersetzt....
von H. H. (hhinz)


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Thomas R. schrieb:
> Zuerst mal sehen ob das wirklich eine "Kohlekapsel" ist? Die
> wurden
> eigentlich schon vor vielen Jahren durch dynamische Kapseln ersetzt....

Später auch mit Elektretmikrofon.


Von den dynamischen hab ich mal ein Datenblatt angehängt.
von Schorsch M. (schorschm)


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Vielleicht hilft dir das weiter:
https://www.b-kainka.de/bastel157.html
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas R. schrieb:
> Die wurden eigentlich schon vor vielen Jahren durch dynamische Kapseln
> ersetzt.

Vorher im Osten mit Kristallmikrofonen.

Aber: man hat die natürlich Austausch-kompatibel gebaut, d.h. sie wurden 
im Wesentlichen mit vergleichbaren Strömen betrieben wie die Kohlemikros 
zuvor.  Sieht man auch in Hinz' Datenblatt, da ist die Rede von (8 … 38) 
mA Betriebsstrom.

Das dürfte deutlich mehr sein, als der Bias einer Soundkarte produziert.

Also am besten erstmal mit externer Spannungsquelle und Vorwiderstand 
betreiben und dann per Kondensator auskoppeln.  In obigem Datenblatt ist 
die Rede von einem Vorwiderstand von 800 Ω oder 1200 Ω in einem 
60-V-System.  Für Betrieb mit 12 V würde ich da eher mit (100 … 200) Ω 
rangehen.
von Schorsch M. (schorschm)


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Wir hatten in meiner Jugendzeit einen UKW-oszillator gebaut und in Reihe 
mit einer 9V-batterie die Kohlekapsel geschaltet. Das ergab ein 
Modulationsgemisch von FM mit AM und wurde ganz vorzüglich auf den 
damals "neumodischen" Kofferradios, bevorzugt im Schwimmbad, empfangen.
Damit konnte man die Mädels auf den umliegenden Liegeplätzen 
beeindrucken, denn die meisten hatten den damls sehr hippen Sender RTL 
eingestellt.

Den Oszillator darauf abgestimmt erzeugte viel Freude ;-)
von Mani W. (e-doc)


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Dirk schrieb:
> ich möchte aus Neugier eine Kohlemikrofon-Kapsel aus einem Fernsprecher

Gibt es vielleicht ein schönes Foto davon?
von Mani W. (e-doc)


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Schorsch M. schrieb:
> Wir hatten in meiner Jugendzeit einen UKW-oszillator gebaut

Habe heute noch

Minispione I
Günter Wahl
TOPP-Reihe

Wir hatten einige Schaltungen nachgebaut, die funktionierten
auch und wir lernten...

Tolle Sache!
von Schorsch M. (schorschm)


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Wenn die Kohlekapsel schon sehr alt ist und/oder feucht gelegen hat, 
dann können diese Kohlekörner verklumpt und somit die Funktion deutlich 
beeinträchtigt sein.
Eine Rüttelbehandlung löst dann dieses Problem wieder.

Ein Strom von 10-20 mA sollte einen guten Hub erzeugen.
Klingt aber in etwa wie eine Konservendose....unter Umständen auch so 
gewollt.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Schorsch M. schrieb:
> Klingt aber in etwa wie eine Konservendose.

Mit zusätzlichen Prasselgeräuschen. :-)
von H. H. (hhinz)


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Jörg W. schrieb:
> Schorsch M. schrieb:
>> Klingt aber in etwa wie eine Konservendose.
>
> Mit zusätzlichen Prasselgeräuschen. :-)

Und sogar ganz ohne Funk.
von Schorsch M. (schorschm)


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Jörg W. schrieb:
> Mit zusätzlichen Prasselgeräuschen. :-)

ja, genau so, spielte aber keine Rolle, damals prasselte ziemlich alles 
:-)
von Schorsch M. (schorschm)


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Beim Telefonieren:
Du, ich verstehe dich kaum noch, du bist sehr leise geworden.
Moment, ich klopfe das Mikrophon gerade mal auf etwas Hartes.
Ah, jetzt bist du wieder laut zu verstehen, ;-)
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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H. H. schrieb:
> Und sogar ganz ohne Funk.

Trotz der Funken drin :-)
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Schorsch M. schrieb:
> ja, genau so, spielte aber keine Rolle, damals prasselte ziemlich alles
> :-)

"Teilnehmer! Gehen Sie sofort aus meiner Leitung!"
von Schorsch M. (schorschm)


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Jörg W. schrieb:
> Teilnehmer! Gehen Sie sofort aus meiner Leitung!"

Unverschämt, Sie befinden sich in meiner Leitung!
von Stefan R. (stefan_r_bs)


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Dirk schrieb:
> ... und danach vielleicht auch mal ans Mischpult

Steht ein Mischpult mit Phantomspeisung 48 V zur Verfügung?

Also, folgendes ist eine Überlegung, keine Handlungsempfehlung - bitte 
selbst durchdenken, ich bin mir meiner Sache nämlich nicht sicher :)

Idee: Die Phantomspeisung sollte(?) eigentlich(?) kurzschlussfest sein, 
Vorwiderstand ist im Mischpult. Theoretisch müsstest Du die Kapsel dann 
direkt anschließen können. Problem: Anschlüsse werden XLR sein, Du 
brauchst aber einen asymmetrischen Eingang.

Zum Anschluss einer asymmetrischen Quelle werden Pins 1 und 3 gebrückt. 
Pin 1 ist GND, Pin 2 und 3 haben bei Phantomspeisung beide +48 V, jeder 
mit seinem eigenen Vorwiderstand. Also fließen einige mA von 3 nach 1, 
während Pin 2 weiter 48 V liefert.

Anhang: ergoogelter Schaltplan-Schnippsel meines alten Behringer Xenyx 
1204: Vorwiderstand ist wohl 6.81 kOhm (leider sehr matschige Grafik), 
demnach ca. 7 mA und 340 mW(!).

Ist die Frage, ob der Widerstand das dauerhaft aushält. Das Handbuch 
sagt leider ausdrücklich: "Achtung! Verwenden Sie keinesfalls 
unsymmetrisch beschaltete XLR-Verbindungen (Pin 1 und 3 verbunden) an 
den MIC-Eingangsbuchsen, wenn Sie die Phantomspeisung in Betrieb nehmen 
wollen."
:-(

==> vielleicht taugt der Ansatz trotzdem, wenn man Pin 1 und 3 nicht 
überbrückt, sondern einen Kondensator dazwischen schaltet... Oder Dein 
eigenes Mischpult hat in seinen Spezifikationen explizit stehen, dass 
die Phantomspeisung dauerhaft kurzschlussfest ist.
: Bearbeitet durch User
von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Dirk schrieb:
>Spontan würde ich es so aufbauen:

Ja, kann man so machen.

>wie hoch sollte Ub+ und wie groß der
>R(Last) sein?

24V 1kOhm.

Wenn man statt Widerstand eine Drossel nimmt,
kann die Spannung kleiner sein, vielleicht so
5V bis 10 V. Die Drossel so 500mH bis 1000mH.
Koppelkondensator 1µF.
: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Schorsch M. schrieb:
> Wenn die Kohlekapsel schon sehr alt ist und/oder feucht gelegen hat,
> dann können diese Kohlekörner verklumpt und somit die Funktion deutlich
> beeinträchtigt sein.
> Eine Rüttelbehandlung löst dann dieses Problem wieder.

Zu der alten Siemens-Telefonanlage anno 1970 meiner Eltern gab es eine 
Packung Kohlemikrofonkapseln. Alle paar Jahre musste mal eine Kapsel 
gewechselt werden, was dank der einfachen Schraubdeckel auch sehr 
einfach war.

Daher ist es vermutlich auch sehr ratsam, mit einem Multimeter den 
Innenwiderstand der Kapsel zu messen und auch zu schauen, wie er sich 
nach dem Aufschütteln der Kohlekörner verhält und ob es irgendwann einen 
halbwegs stabilen, niederohmigen Widerstandswert gibt.

Weiß jemand hier sicher, ob der Empfindlichkeitsverlust von 
Kohlemikrofonen durch einen zu hohen Gesamtwiderstand auf Grund 
schlechter Kontakte oder (bei niedrigem Innenwiderstand) durch die 
mechanische Unbeweglichkeit der verklebten Kohlekörner verursacht wird?
von Wolf (Gast)


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von Wolf (Gast)


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Dirk schrieb:
> Weiß jemand, wie hoch man die Hilfsspannung wählen sollte

Frühe Funkamateure bauten Sender rund um den 9V-Block.
von Wolf (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Weiß jemand hier sicher, ob der Empfindlichkeitsverlust von
> Kohlemikrofonen durch einen zu hohen Gesamtwiderstand auf Grund
> schlechter Kontakte oder (bei niedrigem Innenwiderstand) durch die
> mechanische Unbeweglichkeit der verklebten Kohlekörner verursacht wird?

Wasserdampf bzw. Luftfeuchte. Verschleißteil mit aufgedrucktem 
Produktionsdatum.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Wolf schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Weiß jemand hier sicher, ob der Empfindlichkeitsverlust von
>> Kohlemikrofonen durch einen zu hohen Gesamtwiderstand auf Grund
>> schlechter Kontakte oder (bei niedrigem Innenwiderstand) durch die
>> mechanische Unbeweglichkeit der verklebten Kohlekörner verursacht wird?
>
> Wasserdampf bzw. Luftfeuchte. Verschleißteil mit aufgedrucktem
> Produktionsdatum.

Das beantwortet überhaupt nicht meine Frage.
von Schorsch M. (schorschm)


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Alte Telefonleitungen hatten eine Schleifenimpedanz von 600Ω
Bei abgenommenem Hörer, also in Benutzung, lag die Spannung bei ~12V und 
einem Schleifenstrom von ~20mA.
Die Kohlekapsel, wenn sie noch intakt ist, sollte sich also im 
entsprechenden Widerstandsbereich bewegen.
Beitrag #8063278 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dirk (dirki)


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Hallo und Danke für die vielen Antworten! Es ist mir etwas peinlich, 
aber irgendwie habe ich die Mikrofone verlegt und trotz ausgiebiger 
Suche bisher nicht gefunden. Ich suche weiter und gebe ein Feedback, 
wenn sie wieder aufgetaucht sind.
von Dirk (dirki)


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Schorsch M. schrieb:
> Alte Telefonleitungen hatten eine Schleifenimpedanz von 600Ω
> Bei abgenommenem Hörer, also in Benutzung, lag die Spannung bei ~12V und
> einem Schleifenstrom von ~20mA.

Das nehme ich auf jeden Fall als Ausgangspunkt, Danke für die Info.
von Axel R. (axlr)


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Dirk schrieb:
> aber irgendwie habe ich die Mikrofone verlegt und trotz ausgiebiger
> Suche bisher nicht gefunden. …

Haha. Sehr sympathisch. Das kenne ich nur zu gut.

Such einfach nach etwas anderem
von Werner H. (werner45)


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Bei den ganz alten Kapseln (1950 ?) war sogar die gesamte Membran aus 
einer Graphitscheibe des Mikrofordurchmessers mit etwa 0,5 mm Stärke. In 
der Mitte war ein Graphitkegel, der in einen Napf aus Graphit mit den 
Kohlekrümeln eintauchte. Die Graphitscheibe war erstaunlich bruchfest.
von Schorsch M. (schorschm)


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Habe gerade mal mein altes W48-Telefon aufgeschraubt. Da ist eine 
Kohlekapsel Hagenuk ZB 74H drin.
Die Kapsel hat eine Metallmembran.
Das Telefon ist eines der seltenen weissen Geräte. Habe auch noch ein 
schwarzes, das ist nicht halb so schön :-)
von Norbert (der_norbert)


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Schorsch M. schrieb:
> Das Telefon ist eines der seltenen weissen Geräte.

Fast perfekt. Fast. Es braucht aber noch die helle, umsponnene 
Hörerschnur. Ansonsten DDH, Doppel-Daumen-Hoch!
von Schorsch M. (schorschm)


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Norbert schrieb:
> Es braucht aber noch die helle, umsponnene
> Hörerschnur.

Hat es, hat es. Es hat sogar noch die damals gebräuchliche 
Anschlussdose.
Siehe Bilder.
von Norbert (der_norbert)


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Perfekt.

Nun einem Kind in die Hand geben und ihnen erzählen wie umständlich das 
Schreiben von SMS damals war.
Von Wotts-Äpp ganz zu schweigen.  ;-)
von Schorsch M. (schorschm)


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Norbert schrieb:
> Nun einem Kind in die Hand geben und ihnen erzählen wie umständlich das
> Schreiben von SMS damals war.
> Von Wotts-Äpp ganz zu schweigen.  ;-)

Dem Kind kann ich erzählen, dass zu dieser Zeit nur der Doktor, der 
Schuldirektor und ein paar ganz wenige Geschäftsleute solch ein Telefon 
hatten ;-)

ordinärer Haushalt mit Telephon....pah....gab es nicht.
20 Pfennig Ortsgespräch und je nach Entfernung ein gesalzener Preis für 
ein Ferngespräch....

Nein, kann man nichtmehr vermitteln.

Egal, ich will kein Fass aufmachen.

Ich habe hier noch einige Schätzchen aus meiner Kindheit. Jedoch nur 
ganz hervorragend erhaltene Exemplare habe ich aufbewahrt. Ich will kein 
Museeum in meinem Haus aufbauen.
Es gibt jedoch so einige Erinnerungen, wofür ich heute noch schwäreme 
und Geld ausgebe.

Wer von uns Alten kennt sie nicht, die Wurlitzer One more Time, oder die 
Rock-Ola, noch original bestückt mit Vinyl.....Mann ich muss aufhören.
Nur ein Beispiel: 
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/musikbox-jukebox-wurlitzer-1015-omt-one-more-time-vinyl/3438645873-234-1220
: Bearbeitet durch User
von Nemopuk (nemopuk)


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Schorsch M. schrieb:
> Wer von uns Alten kennt sie nicht, die Wurlitzer One more Time

Geiles Design, immer noch. Ich kenne sie aus einem Eisstadion, da war 
das schon eine Antiquität.
: Bearbeitet durch User
von Schorsch M. (schorschm)


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Nemopuk schrieb:
> Geiles Design, immer noch. Ich kenne sie aus einem Eisstadion, da war
> das schon eine Antiquität.

Ich will jetzt diesen Thread nicht kapern, aber da er ja im Grunde schon 
abgeschlossen ist:

Die Wurlitzer ist im meinem Sinne ein Denkmal.....und gehörte 
entsprechend gechützt ;-)

Ursprünglich ein Ableger amerikanischer Fa. mit Produktionsstätte in 
Deutschland. Der Sound dieses Gerätes mit seinem (ursprünglich, es gab 
da viele unterschiedliche Varianten) Röhrenverstärker, war grandios.

Kurzum, es gibt noch so alte Schätzchen die es verdienen erhalten zu 
bleiben. Alleine die Optik dieses Gerätes ist ein Augenschmaus.
von Stefan R. (stefan_r_bs)


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Nochmal zum Mischpult, 
Beitrag "Re: Kohlemikrofon-Kapsel anschließen"

Dachte, irgendwer wird so was ja wohl schon mal gebaut haben... Bin 
hierauf gestoßen: Damit sollte sich wahlweise Mikrofonkapsel, Hörer oder 
gleich ein ganzes Telefon an XLR anschließen lassen.

Projekt: https://hackaday.io/project/182794-the-telephone-xlr8or
Schaltplan: https://cdn.hackaday.io/images/9830021638112648349.png

(Seite zeigte bei mir mehrfach den Fehler "Projekt nicht gefunden", 
bevor es schließlich doch ging - für alle Fälle hier noch das zugehörige 
Video, da sieht man den Schaltplan auch: 
https://www.youtube.com/watch?v=W6VFM-j0EdM)
: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

In meiner Schulzeit (Ende der 60er) bauten mein Freund und ich einen 
Morsesummer, bestehend aus einer nahe gegenüber angeordneten 
Kohlemikrofon- und Hörerkapsel und 4.5V Batterie. Wenn man die Anordnung 
richtig justierte funktionierte es durchaus brauchbar und man konnte 
nach Seelenslust drauflos morsen. Auch einige Hörer konnte man noch 
einschleifen. Die Idee stammte übrigens von einem W.v. Diefenbach 
Elektronik RPB Baubuch. Sehr sauber war der Ton allerdings nicht, was 
sich aber für den genannten Zweck eher als vorteilhaft erwies. Auch gab 
es beim Senden jedesmal eine sehr kurze Tonhöhenschwankung. Aber wir 
waren auf das Ergebnis stolz. Ein Kumpel vom lokalen Wählamt der ÖPT 
verhalf uns zu den notwendigen Telefonkapseln. Die waren in einen 
verchromten Telefonhörer mit angebauten Bakelit-Enden zu finden. Wäre 
heutzutage ein Antik - aber uns war natürlich nichts heilig.

Gruß,
Gerhard

https://oldcomputers.dyndns.org/public/pub/hifi/rpb_79a_bastelpraxis_band3_diefenbach.pdf

Seite 256, Bild 275
: Bearbeitet durch User
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