Ich habe ein Schutzklasse 1 System wo das Metallgehäuse auf PE liegt. Nun möchte ich zwecks Verhinderung von Masseschleifen einen Teil der Schaltung, nämlich Messschaltung und Generatorschaltung, in einem isolierten Teil führen und am DUT jeweils PE und die Masse der Messchaltung wieder verbinden. Ich habe dazu folgende Spannungsquellen: https://www.dwe-oss.de/product/24v-zu-110v-dc-dc-konverter-120w/ Das Datenblatt sagt 110V aber ich nehme die 150V Variante. Zwei davon will ich so verschalten, dass ich +-150V bekomme und damit einen Verstärker treiben kann. Die Masse davon ist mit der Masse der Messchaltung verbunden, welche dann am DUT mit PE verbunden wird. Für die Messchaltung und die Versorgung der beiden 150V Netzteile will ich einen LOP-300 von Meanwell nehmen. Das ist ein Schaltnetzteil AC/DC, was Schutzklasse 2 erlaubt. Nun meine Frage ob das so zulässig wäre, wenn der Benutzer die Masse des isolierten Teils berühren kann. Einmal der Fall, dass der Benutzer berühren kann ohne die Verbindung zu PE und einmal mit. Die Berührung kommt durch die Tatsache zustande, dass ein Koaxialkabel mit Stecker aus Metall benutzt wird.
Ohne Zeichnung ist dem wohl schwer folgen...
Schwierig schrieb: > Zeichnung Oder noch viel besser und wie unter Elektr(on)ikern üblich: Schaltplan. Mitsamt relevanten Angaben zu allen beteiligten Komponenten.
Lothar M. schrieb: > Schwierig schrieb: >> Zeichnung > Oder noch viel besser und wie unter Elektr(on)ikern üblich: Schaltplan. > Mitsamt relevanten Angaben zu allen beteiligten Komponenten. Einen Schaltplan aller Komponenten würde den Rahmen sprengen aber ich habe ein Schema meiner Quellen angehängt. Der Mantel des Koaxialkabels soll nicht mit dem Gehäuse verbunden werden sondern erst am DUT an PE gelegt werden. Der Mantel muss aber in beiden Fällen als Berührbar angenommen werden. Einmal ohne angeschlossenes DUT und einmal mit.
Martin schrieb: > Einen Schaltplan aller Komponenten würde den Rahmen sprengen aber ich > habe ein Schema meiner Quellen angehängt. Was verstehst du hier unter "Quellen"? Wo sieht man nun den mehrfach als relevant erwähnten PE? Wo ist eine galvanische Trennung? Was bedeutet es, wenn zwei unterschiedliche Erdsymbole zu sehen sind? Und wo wird irgendeine Information übertragen (der AMP hat keinen Eingang, das DUT liefert kein Signal)? Geschwurbel in Text- und Grafikform ...
Rolf schrieb: > Was verstehst du hier unter "Quellen"? Spannunsgquelle wie im ersten Beitrag erwähnt. Rolf schrieb: > Wo sieht man nun den mehrfach als relevant erwähnten PE? Die Symbole haben sich halbwegs etabliert PE ist das Symbol mit den 3 diagonalen Linien. Rolf schrieb: > Und wo wird irgendeine Information übertragen (der AMP hat keinen > Eingang, das DUT liefert kein Signal)? Es ist ein Schema es geht mit nur um die Sicherheitsfrage und da sind Signale erstmal nicht relevant.
Entweder hast du geerdetes Gehäuse mit Schutzklasse 1, wo natürlich die spahnnungsführenden Teile nicht berührt werden sollen, oder gänzlich nicht berührbar mit Schutzklasse 2, oder aber mit Kleinspannung berührbar als Schutzklasse 3. ich denke, mit den 150V ist das keine Schutzkleinspannung mehr, sondern gefährlich.
Carypt C. schrieb: > Entweder hast du geerdetes Gehäuse mit Schutzklasse 1, wo natürlich die > spahnnungsführenden Teile nicht berührt werden sollen, oder gänzlich > nicht berührbar mit Schutzklasse 2, oder aber mit Kleinspannung > berührbar als Schutzklasse 3. ich denke, mit den 150V ist das keine > Schutzkleinspannung mehr, sondern gefährlich. Aber wie ist denn hier nun die Einschätzung? Kann ein Benutzer die floatende Masse berühren wenn sie nicht an PE verbunden ist. Auch in einem Schutzklasse 1 System muss es ja möglich sein isolierte Spannungen möglich zu machen.
Wenn ich das so sehe, bin ich mir nicht sicher, ob man da immer anfassen sollte. Wenn noch keine zuverlässige Verbindung besteht. Wie lang soll die Leitung werden? Glasfaser wäre auch eine schöne Lösung.
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Lu schrieb: > Wenn ich das so sehe, bin ich mir nicht sicher, ob man da immer > anfassen > sollte. Wenn noch keine zuverlässige Verbindung besteht. > Wie lang soll die Leitung werden? Glasfaser wäre auch eine schöne > Lösung. Es geht aber explizit darum, dass die Koaxialleitung eine Spannung an eine Last führt worüber ein Strom gemessen werden soll. Glasfaser ist also keine Option. Länge soll 2m sein.
Evtl. einen dicken grün-gelben Schutzleiter dauerhaft zwischen beiden Geräten anschrauben und erst später das Koax anschließen, da dann keine gewaltige Spannungsdifferenz mehr auftreten kann, wenn der PE an einem geeigneten Punkt ist? Brummschleife kann man später testen. Wir wissen ja nicht, in welcher EMV-versuchten Umgebung alles stattfindet.
Lu schrieb: > Evtl. einen dicken grün-gelben Schutzleiter dauerhaft zwischen > beiden > Geräten anschrauben und erst später das Koax anschließen, da dann keine > gewaltige Spannungsdifferenz mehr auftreten kann, wenn der PE an einem > geeigneten Punkt ist? > Brummschleife kann man später testen. Wir wissen ja nicht, in welcher > EMV-versuchten Umgebung alles stattfindet. Also geht das so nicht? Der Punk ist ja eben nur ein PE zu verbinden und nicht noch ein Kabel zusätzlich zu haben.
Mal ganz anders gefragt. Wie machen das Spannungsquellen. ZumBeispiel teure SMUs z.B. von Keithley. Die sind auch Schutzklasse 1 und haben sehr oft einen C14 Anschluss. PE wird also ins Gehäuse geführt. Darf man dort die Masse berühren? Die wird nicht berührbar rausgeführt aber meist mit Bananensteckern.
ich habe das Schutzklassenkonzept jetzt so verstanden, dass man in einem SK1-gerät einen SK2-Bereich einbauen könnte, welcher wiederum darin einen SK3-bereich enthalten kann. Es bleibt doch aber so, dass du mur die SK3-spannung berühren darfst. Diese wäre logischerweise floatend, eben weil isoliert. Es gibt aber in SK3 den PELV Bereich, den man auch speziell erden darf, mit der Funktionserdung, meist über einen hohen Widerstand. Und es gibt den SK3-FELV-bereich, der auch geerdet wird. Du bist doch aber mit den 150V*2 weitab des Kleinspannungsbereiches. https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinspannung#Schutzkleinspannung_mit_elektrisch_sicherer_Trennung_(PELV)
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