Hallo allerseits, in den letzten Wochen habe ich an einem kleinen Schiffsradar von ca. 2015 gearbeitet. Dabei sind einige Bilder vom HF-Teil entstanden, die ich zeigen möchte. Es handelt sich um ein Simrad/Navico/… 3G Broadband Radar, ein frequenzmoduliertes Dauerstrichradar (FMCW) bei 9,2 GHz. Sende-Spitzenleistung laut Handbuch 165 mW. Das letzte Bild ist sehr groß, so dass man die IC Beschriftungen lesen kann. Bitte nicht erschrecken :-) Reparatur Bericht folgt. Sebastian
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Hoffentlich taugen die Becherelkos was. Ich habe hier die Tage einen Synthesizer repariert (BJ.2011), bei dem alle SMD Becher mit Werten unter 47µF defekt sind. Nicht ausgelaufen, sondern einfach nur noch max.20% der Sollkapazität. Die höheren Werte sind komischerweise völlig ok. Das nur am Rande, wo ich die Bilder der PCB so sehe... (Übrigens ist das PCB Material hoffentlich kein Berylliumoxid)
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Sebastian B. schrieb: > Das letzte Bild ist sehr groß, so dass man die IC Beschriftungen lesen > kann. Bitte nicht erschrecken :-) Danke, bei so schönen Bildern darf man schon mal ein paar MByte spendieren.
Respekt! Feine Aufnahmen! Hast Du das Innere des Radars saubergemacht, oder wars so im Original? mfg
Lotta . schrieb: > Hast Du das Innere des Radars saubergemacht, oder wars > so im Original? Habe nichts saubergemacht, das Teil sieht innen aus wie neu. Kann nicht viel gelaufen sein und ganz sicher nicht in Salzwasser. Radom ist ziemlich verkratzt - vielleicht lag das Radar nur als Ersatzteil in irgendeinem Lager? Anders kann ich mir den perfekten Zustand der Elektronik nicht erklären. Sebastian
Stefan M. schrieb: > (Übrigens ist das PCB Material hoffentlich kein Berylliumoxid) Da auch ein Teil HF-Schaltungen sind, wird es wahrscheinlich Teflon oder ähnliches sein. Die Fa. Rogers ist da bekannt dafür. Berylliumoxidkeramik ist eher was für Leistung.
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Die ganze Leiterplatte samt Antennen werden doch gedreht. Das sieht man ja auch an dem Antriebsriemen. Am unteren Rand sehe ich eine 14? polige Steckverbindung, dessen Kabel irgendwo verschwindet. Frage: wie wird die Verbindung zur Außenwelt, welche sich nicht um die eigene Achse dreht, hergestellt? Sind das Schleifringe? Kann ich fast nicht glauben, denn sowas muss ja viele hunderttausend Umdrehungen halten, ohne dass es Kontaktschwierigkeiten geben darf. Ralph Berres
Ralph B. schrieb: > Frage: wie wird die Verbindung zur Außenwelt, welche sich nicht um die > eigene Achse dreht, hergestellt? Sind das Schleifringe? Ist komplett kontaktlos: Energieübertragung über einen Ferrit-Schalenkern. Primärwicklung und eine Hälfte des Kerns ist stationär auf der Digitalplatine, die andere Hälfte, durch Luftspalt getrennt, dreht mit. Datenübertragung passiert optisch durch die Mitte des Trafos mit LED und Photodiode. Der Stecker unten auf der HF-Platine wird also wohl auch zu einer kleinen mitdrehenden Platine mit LED, Photodiode und Gleichrichter gehen. Den Teil hatte ich aber noch nicht auseinander. Habe keine guten Fotos von dem Drehgelenk. Den unteren Teil kann man aber auf der angehängten Digitalplatine sehen. Dort ist auch ein 200MHz Transimpedanzverstärker und ein schneller Komparator zu finden. Habe inzwischen den Reparaturbericht mit ein bisschen mehr Infos zur Digitalplatine hier hochgeladen: Beitrag "Reparaturbericht: i.MX6 Resetschaltung in Navico Schiffsradar" Sebastian
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Sehr Cool! Interessantes Gerät. Danke für den Einblick, die Fotos sind gut geworden.
Habe das Drehgelenk doch noch zerlegt, interessiert mich ja auch wie es darin ausschaut.
Helmut -. schrieb: > Da auch ein Teil HF-Schaltungen sind, wird es wahrscheinlich Teflon oder > ähnliches sein. Die Fa. Rogers ist da bekannt dafür. > Berylliumoxidkeramik ist eher was für Leistung. Du hast Recht. Ich bin immer vorsichtig, wenn ich so helle Platinen sehe. Das Rogers Material kenne ich natürlich und in der Größe wäre das schon etwas viel BeO.
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