Forum: PC Hard- und Software Gau beim Versuch Festplatte zu klonen


von Klaus B. (forrestjump)


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Hallo,
habe eine sporadisch ausfallende mechanische HDD 500GB HD502HJ von 
Samsung mit 3 Partitionen. Diese wollte ich mit Hilfe einer ICY Box die 
auch unkompliziertes Klonen anbietet zur Sicherheit auf eine 500GB SSD 
auf der sich ein älteres Kali Linux befindet umkopieren. Wie es der 
Teufel will, habe ich Source und Target verwechselt, weil schwarze 
Schrift auf Schwarzem Gehäuse. (Nein das soll keine Ausrede sein) Hab 
also gesteckt, Knöpsken gedrückt und genau in der Sekunde viel mir ein 
au weia, nicht double gecheckt und auch im selben Moment ausgeschaltet. 
Trotzdem sind die 3 Partitionen die vorher noch gesehen wurden weg und 
haben einer Linuxpartition Platz gemacht. Gibt es da noch etwas zu 
retten? Das wäre nämlich mehr als wünschenswert. Testdisk hab ich schon 
geladen, aber ich habe den Eindruck die Partitionen werden zwar gesucht, 
aber das dauert alles quälend lange. Ist das normal, muß ich jetzt Tage 
für die Suche einplanen?
von H. H. (hhinz)


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Klaus B. schrieb:
> muß ich jetzt Tage
> für die Suche einplanen?

Besser kapitulieren.
von Andreas M. (amesser)


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Auf jeden Fall nicht mit irgend einem Tool auf der Platte rumrödeln 
sondern erst mal ein komplettes Abbild ziehen. Damit dann weiter 
arbeiten.

Ansonsten, Backup...
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Klaus B. schrieb:
> habe eine sporadisch ausfallende mechanische HDD 500GB HD502HJ von
> Samsung mit 3 Partitionen.

Nee, die hast du jetzt nicht mehr. Also die 3 Partitionen.
Aber mein Mitgefuehl haste, weil: Kann passieren...

Gruss
WK
von Oliver S. (oliverso)


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Obwohl: kein Backup, kein Mitleid. Gilt trotzdem.

Oliver
von Cartman E. (cartmaneric)


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Klaus B. schrieb:

> Trotzdem sind die 3 Partitionen die vorher noch gesehen wurden weg

Was waren es denn für Filesysteme?

Ich habe immer meine eigene Art und Weise Partition anzulegen.
Diese a-priori Wissen würde/ist dann bei Unfällen hilfreich.

> ... aber ich habe den Eindruck die Partitionen werden zwar gesucht,
> aber das dauert alles quälend lange. Ist das normal, muß ich jetzt Tage
> für die Suche einplanen?

Es dauert immer wesentlich länger als man Anfang denkt.
: Bearbeitet durch User
von Hmmm (hmmm)


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Klaus B. schrieb:
> Gibt es da noch etwas zu
> retten?

Kommt darauf an, wie lange das schon lief und wie gross die Partitionen 
waren.

Mindestens bei der ersten wird das Filesystem zerlegt sein, da kann 
testdisk dann nur noch einzelne Dateien rekonstruieren, sofern sie nicht 
fragmentiert sind.

Bei den nicht überschriebenen kann es sein, dass testdisk den 
Partitionsanfang erkennt. Wenn Du (zumindest grob) weisst, wie gross die 
Partitionen waren, kannst Du Dich auch selbst auf die Suche begeben und 
dann (unter Linux z.B. mit fdisk) eine neue Partition Table bauen.
von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Habe Dir eine PM geschickt.

Keine Schreibenden Versuche.
von Malte _. (malte) Benutzerseite


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Die Schreibgeschwindigkeit wird bei maximal 160MB/s liegen. Bei wenigen 
Sekunden ist der hintere Teil also noch vollständig. Wenn die erste 
Partition groß genug ist, also die kompletten zwei Partitionen.

Wie die Vorredner schon schrieben, erst mal ein Abbild erstellen (und 
nicht wieder Quelle und ziel vertauschen, geht bei dd ganz leicht und 
manchmal vertauschen sich auch /dev/sda und /dev/sdb bei jedem Reboot).

ChatGPT erklärt mir gpart oder testdisk könnten Dateisystemanfänge 
erkennen.
von Anton (antang)


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In Zukunft vor solchen Aktionen und für jede vorhandene und neue 
Festplatte:
- Seriennummern der Festplatten aufschreiben und vor dem Kopieren 
verifizieren (hdparm -I /dev/sdX | grep 'Serial Number')
- Partitionstabelle in Datei schreiben (sfdisk -d)
von Rbx (rcx)


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von Bauform B. (bauformb)


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Cartman E. schrieb:
> Was waren es denn für Filesysteme?

und was für eine Partitionstabelle? Angeblich gibt es eine GPT-Kopie 
ganz am Ende der Platte. Zusammen mit einer der Superblock-Kopien könnte 
man theoretisch noch alles lesen, was nicht direkt überschrieben wurde. 
Warum hört man so wenig davon?

https://en.wikipedia.org/wiki/GUID_Partition_Table
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Es gibt tools die schreiben/rekonstruieren eine 
Partitions-/Inode-tabelle neu und zwar so, das jeder nicht allokierte 
Cluster einen eigenen filenamen bekommt. Dann kann man wnigstens 
zusammenpuzzlen wie die einzelnen Cluster zusammengehören.

Ist natürlich abhängig, welches filesystem drauf ist und bei 
unkomprimierten Dateien erkennt man Zusammenhänge besser als bei 
komprimierten. Stichwort "verlorene Cluster". Achja, zuerst sollte man 
natürlich erinnern, welche Clustergröße die ursprünglichen partitionen 
hatten ...

* 
https://learn.microsoft.com/de-de/troubleshoot/windows-server/backup-and-storage/disk-space-problems-on-ntfs-volumes
* 
https://www.cgsecurity.org/wiki/Schritt_f%C3%BCr_Schritt_Wiederherstellungsbeispiel
: Bearbeitet durch User
von Cartman E. (cartmaneric)


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Bradward B. schrieb:
> Es gibt tools die schreiben/rekonstruieren eine
> Partitions-/Inode-tabelle neu und zwar so, das jeder nicht allokierte
> Cluster einen eigenen filenamen bekommt. Dann kann man wnigstens
> zusammenpuzzlen wie die einzelnen Cluster zusammengehören.

Kennt man NTFS, weiss man schon vorher dass man sich dort nur sinnfreie
Arbeit macht. NTFS fragmentiert sehr schnell, im Vergleich mit ext2/3/4.
Ist es nicht gerade Klartext, wird man die binären Puzzleteile nicht
wieder zusammengesetzt bekommen.

Ein versehentlich gelöschtes Video, konnte ich dagegen mit einem
schnellen Reset, und anschliessender Suche und Wiederherstellung mit
dem Filesystemdebugger, problemlos auf einem ext3 wieder herstellen.
Dieses Filesystem war schon vor Jahren angelegt und auch intensiv
benutzt worden. Bei NTFS wäre man da chancenlos.

Das Suchen und Zusammenpuzzlen von NTFS-Clustern kann man sich sparen.
Man müsste da schon schon das Filesystem frisch angelegt haben,
immer nur Dateien geschrieben, und keine gelöscht haben, um die
Erfolgsaussichten zu steigern.


> Ist natürlich abhängig, welches filesystem drauf ist und bei
> unkomprimierten Dateien erkennt man Zusammenhänge besser als bei
> komprimierten. Stichwort "verlorene Cluster". Achja, zuerst sollte man
> natürlich erinnern, welche Clustergröße die ursprünglichen partitionen
> hatten ...

Für die gilt sinngemäss bei Binärformaten das Gleiche.
von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Bradward B. schrieb:
> Es gibt tools die schreiben/rekonstruieren eine
> Partitions-/Inode-tabelle neu und zwar so, das jeder nicht allokierte
> Cluster einen eigenen filenamen bekommt.

Und damit verhindert man zuverlässig weitere Rettungsversuche. Jede 
Schreiboperation auf bereits teilgelöschten Partition ist für die Daten 
tödlich,
von Alexander (alecxs)


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Oliver S. schrieb:
> Obwohl: kein Backup, kein Mitleid. Gilt trotzdem.

Richtig! kein Backup = kein Ärger
von Jörg (lixtop)


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Unter Windows würde ich Dir HxD empfehlen.
https://mh-nexus.de/de/hxd/
Standardmäßig werden die Datenträger schreibgeschützt eingebunden. Über 
ein 'Studium' zum Aufbau von Partitionstabellen (MBR / GPR) kommst Du 
aber nicht herum.
: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Und damit verhindert man zuverlässig weitere Rettungsversuche. Jede
> Schreiboperation auf bereits teilgelöschten Partition ist für die Daten
> tödlich,

Naja, zur Wiederherstellung einer fälschlicherweise überschriebene 
Partition müssen natürlich die alte "Verwaltungsdaten" wiederhergestellt 
werden. Dazu sind nun mal schreiboperationen auf die "teilgelöschten 
(sic!) Partition nötig.

Klar kann man auch erst mal den Patienten Klonen und an dem Klonen das 
wiederbelben üben. Ist aber letztlich die selbe Prozedure.

Linux kennt den Ordner /lost+found für solchen lost/unlinked cluster.
von Klaus B. (forrestjump)


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Vielen Dank für die aufmunternden Worte. Die Platte 500 GB ist in 3 
gleiche Partitionen NTFS partitioniert. Also ungefähr 155 GB jede 
einzelne. Ein Backup besteht, allerdings aus 10.24 und damit nicht 
gerade aktuell. Alle 3 Partitionen waren vollgestopft mit meist 
belanglosen, aber auch Finanzkram, Bilder Sicherungen vom Mobile Phone 
und privater Korrespondenz. Nur diese 3 Ordner möchte ich gern 
wiederherstellen können.
Partition Wizard 9.1 hat auch einen Partition recovery Wizard, was ist 
davon zu halten?
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Bradward B. schrieb:
> Ist aber letztlich die selbe Prozedure.

Halt wie Springen von was Hohem einmal mit Bungeeseil und das andere Mal 
ohne. Ist auch letztlich die selbe Prozedur.

Gruss
WK
von Norbert (der_norbert)


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Klaus B. schrieb:
> Ein Backup besteht, allerdings aus 10.24 und damit nicht
> gerade aktuell. Alle 3 Partitionen waren vollgestopft

Wenn du schnell genug gestoppt hast, dann ist mit großer 
Wahrscheinlichkeit ›nur‹ die Partitionstabelle(vollständig) und die 
erste Partition(teilweise) gelöscht.

Wenn es ein GPT Datenträger war, ist die Partitionstabelle dupliziert am 
Ende des Darenträgers noch einmal vorhanden. Bei MBR/DOS 
Partitionstabelle ist da gar nichts mehr.

Aber Testdisk sollte bei einem kompletten Scan die alten 
Partitionsgrenzen erkennen/berechnen können und eine neue PartTab 
schreiben. Damit wären Part.2 und Part.3 und die darin befindlichen 
Daten gerettet.

Ob man ein teilgelöschtes NTFS noch reanimieren kann weiß ich nicht. 
Vielleicht klappt das, wenn die MFT nicht beschädigt wurde.
Dennoch, mit einem halben gebratenen Hühnchen taucht man ja auch nicht 
bei einem Tierarzt auf.

Alle Versuche stets mit einem IMAGE des Datenträgers durchführen. Wenn 
man's versaut, zieht man sich erneut eines.
: Bearbeitet durch User
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Klaus B. schrieb:
> Gibt es da noch etwas zu retten?

Ja klar, einfach das letzte Backup verwenden.
von Klaus B. (forrestjump)


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die Platte hat scheinbar am Anfang defekte Sektoren und das kopieren per 
IcyBox hat jedenfalls nicht geklappt. Zumindest nehm ich das an, weil 
vorn die Leuchtdioden nach einer kurzen Weile rot blinkten. Die Frage 
ist, was macht ein Kopierpogramm, wenn es defekte Sektoren erkennt? Stur 
mitkopieren?
von Norbert (der_norbert)


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Klaus B. schrieb:
> Die Frage
> ist, was macht ein Kopierpogramm,

Nein. Die Frage ist: Welches benutzt du? Welche Parameter?
von Alexander (alecxs)


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Die Partitionstabelle aus dem Backup kannst Du doch kopieren!
von Dergute W. (derguteweka)


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Klaus B. schrieb:
> Die Frage
> ist, was macht ein Kopierpogramm, wenn es defekte Sektoren erkennt? Stur
> mitkopieren?

Nicht nur weil diese Frage hoechsten die Entwickler von IcyBox 
beantworten koennten, ist das alles Quatsch, was du da vorhast.
Wenn dir irgendwas an den Daten liegt, dann lass sofort saemtliche 
Wizards und Windowsgedoens weg.
Nimm eine neue, groessere, leere Pladde, mach auf die ein Filesystem, 
konzentrier dich, und mach per ddrescue ein Image der alten Platte als 
File auf die neue Platte. Damit kannst du dann allen moeglichen 
Schabernack treiben.
Wie ich schon schrub: Wo runterhuepfen, ohne vorher ein Bungeeseil 
angelegt zu haben, ist unclever.

Gruss
WK
Beitrag #8068563 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Daniel A. (daniel-a)


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Ich kann dem nur zustimmen. Mache zuerst ein Image mit ddrescue, und 
arbeite dann damit weiter.

PS: Wenn du das Image auf einer btrfs platte erstellst, kannst du sofort 
und ohne grossen zusätzlichen Speicherverbrauch ein reflink copy des 
Image erstellen. Dann kannst du extrem einfach Kopien vom Image machen, 
und auf denen Sachen ausprobieren, und hast zusätzlich zur platte immer 
noch das originale Image!
von Cartman E. (cartmaneric)


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Thomas S. schrieb:

> Und damit verhindert man zuverlässig weitere Rettungsversuche. Jede
> Schreiboperation auf bereits teilgelöschten Partition ist für die Daten
> tödlich,

Ein M$-Scandisk, auf einer FAT/ExFAT-Partition, ist quasi die sichere
Garantie nichts mehr wiederherstellen zu können. ☺
von Alexander (alecxs)


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Norbert schrieb:
> Damit wären Part.2 und Part.3 und die darin befindlichen
> Daten gerettet.

Nochmal: Er hat ein Backup der Partitionstabelle aus 10.24. Die beiden 
hinteren Partitionen sind schon mal safe.

Geht nur um die MFT der ersten Partition. Evtl. sind noch Dateinamen aus 
dem MFT Mirror zu retten. Dafür würde ich GetDataBack for NTFS 
verwenden. (selbstverständlich nach dem Klonen mit ddrescue)

Alexander schrieb:
> https://www.mediafire.com/file/iwqzuo0z3q0ro05
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Alexander schrieb:
> Nochmal: Er hat ein Backup der Partitionstabelle aus 10.24.

Er schrieb dass er ein Backup hat. Das könnte ein Image der kompletten 
Platte sein, dann gäbe ich dir Recht.

Könnten aber auch einfach nur die gesicherten Daten sein. Ich will da 
mangels präziserer Informationen keine Annahmen machen.
von Rbx (rcx)


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H. H. schrieb:
> Besser kapitulieren.
Der Hinweis ist gut - denn: ich hatte mal einen Datenverlust auf einem 
Usb-Stick wegen einem alten Mainboard. 256kB. Die Datenwiederherstellung 
war möglich (fast 100%), aber es war eine riesige Puzzlearbeit, die 
Daten wieder zu reanimieren bzw. zu ordnen. Die lagen nicht geordnet 
vor, sondern total chaotisch (aber in diesem Schema doch geordnet). 
Dann hatte ich glaube ich nur ein paar wichtige Sachen zurückkopiert - 
und das meiste dann doch sein lassen.
Ich dachte dann so: "gut dass mir das bei einem kleinen USB-Stick 
passiert ist". Später gab es dann einige Totalabstürze von Windows ME 
(20GB) - wo mir das mit dem Datenretten auch nicht in den Sinn kam, aber 
ich hatte schon vieles auf DatenCDs gebrannt. So konnte ich dann viel 
rekonstruieren - hätte mir aber einiges wichtige auf einen Zettel 
schreiben sollen.
Bei Windows ME war u.a. das Defragmentierprogramm problematisch.
Ein anderes Problem war nach dem Neuaufsetzen war, dass einige Programme 
die Registrierung verloren hatten und dann auch nicht mehr starteten.
von Klaus B. (forrestjump)


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Danke für die nützlichen Antworten.
Das ich die Platte erstmal auf ein anderes "Arbeitsmedium" kopieren 
soll, leuchtet natürlich ein, ist aber nicht so einfach, denn 
Rescuezilla zB. sieht zwar die Platte, aber sagt: Clone of drives 
without a partition table and no file system is not supportet yet..... 
Die Platte muß also wegen der plötzlichen Abschaltung in einem 
undefinierten Zustand sein. Das Backup muß ich erst noch kontrollieren, 
ob das als Image Datei, oder als händisch kopiert vorliegt. Mutig wie 
ich bin, habe ich Partition Wizard nach Lost / deletet Partitionen 
suchen lassen. Das Programm rödelt ungefähr 8-10 Stunden auf den ersten 
Clustern rum wie eine Schnecke, aber dann geht es zügig bis zum Ende und 
findet dabei x Einträge a ca. 4 GB unter anderem eine Boot NTFS soll ich 
sagen Partition, oder Stelle. Mein Wissen an der Stelle reicht nicht aus 
um wie im letzten und anderen Posts angemerkt mir das selbst wieder 
händisch zusammenzupuzzeln. Da werden einem dann sicher Kenntnisse im 
Hexeditor abverlangt, stimmts? Das passiert mir übrigens zum ersten mal, 
das eine Platte so aussteigt.
von Norbert (der_norbert)


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Klaus B. schrieb:
> denn
> Rescuezilla zB. sieht zwar die Platte, aber sagt: Clone of drives
> without a partition table and no file system is not supportet yet.....

Deshalb nimmt man auch keine wackeligen bunten 
›Klick-mich-ich-brauch-das-jetzt‹ Progrämmchen, sondern etwas 
Anständiges, etwas Bewährtes.
Wurde ja bereits von Anderen im Vorfeld erwähnt.

Aber wenn das Zeug schon Stundenlang auf der originalen Platte 
herumfuhrwerkt hat, dann bleibt nur noch ›Gutes Gelingen‹ zu wünschen.
: Bearbeitet durch User
von Michael L. (nanu)


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Klaus B. schrieb:
> Danke für die nützlichen Antworten.
> Das ich die Platte erstmal auf ein anderes "Arbeitsmedium" kopieren
> soll, leuchtet natürlich ein, ist aber nicht so einfach, denn
> Rescuezilla zB. sieht zwar die Platte, aber sagt: Clone of drives
> without a partition table and no file system is not supportet yet.....

Da guckt man mal in der Kaffeepause mal wieder in dieses Forum und dann 
der zigste Thread mit/zum Thema Klonen. Was ist daran eigentlich so 
schwer.

Es ist doch schon mehrmals geschrieben worden, dd/ddrescue oder von mir 
aus noch einfacher cp aus einem laufenden Linux zu verwenden statt 
irgendwelcher Tools, von denen Du offensichtlich am allerwenigsten 
weißt, was die tun.
von Norbert (der_norbert)


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Michael L. schrieb:
> Es ist doch schon mehrmals geschrieben worden, dd/ddrescue oder von mir
> aus noch einfacher cp aus einem laufenden Linux zu verwenden statt
> irgendwelcher Tools, von denen Du offensichtlich am allerwenigsten
> weißt, was die tun.

Mag daran liegen, dass in solchen threads immer sehr viel dünne Brühe 
und nur wenig gute Soße dargereicht wird. Da ist die Selektion für 
Anfänger schwierig.
Im Zweifelsfall nimmt man dann instinktiv den einfachen und bequemen 
Weg.
(und vermeidet den tatsächlich richtigen, aber etwas steinigeren Weg)
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Naja, eine Empfehlung wäre ja gewesen ein Kali-Linux auf CD zu nutzen, 
und mit dem dann rüberkopieren.
Aber noch immer kann man das gut gemachte Clonezilla nutzen.
von Daniel A. (daniel-a)


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Michael L. schrieb:
> Es ist doch schon mehrmals geschrieben worden, dd/ddrescue oder von mir
> aus noch einfacher cp aus einem laufenden Linux zu verwenden statt
> irgendwelcher Tools, von denen Du offensichtlich am allerwenigsten
> weißt, was die tun.

ddrescue ist insbesondere hier zu bevorzugen. Das kann man auch 
unterbrechen und wieder starten, kommt mit Lesefehlern zurecht, etc. 
Andere Tools sind dafür nicht vorgesehen.
von Alexander (alecxs)


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Michael L. schrieb:
> Es ist doch schon mehrmals geschrieben worden, dd/ddrescue

https://wiki.ubuntuusers.de/gddrescue

Beispiel (vorher mit cd ins Zielverzeichnis wechseln)
1
# ddrescue -n -b512 -r3 /dev/sdc hdd.img gddrescue_hdd_img.log
von Peter M. (r2d3)


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Klaus B. schrieb:
> Hallo,
> habe eine sporadisch ausfallende mechanische HDD 500GB HD502HJ von
> Samsung mit 3 Partitionen. Diese wollte ich mit Hilfe einer ICY Box die
> auch unkompliziertes Klonen anbietet zur Sicherheit auf eine 500GB SSD
> auf der sich ein älteres Kali Linux befindet umkopieren.

Falsche Strategie. Deine HDD hat einen offensichtlichen Defekt.
Man beginnt mit der Eigenanamnese und fragt den Patient, bzw. die 
Festplatte, wie so die eigene Gesundheit wahrgenommen wird.

Die passenden Tools dazu sind smartmontools und CrystalDiskInfo.

>Wie es der
> Teufel will, habe ich Source und Target verwechselt, weil schwarze
> Schrift auf Schwarzem Gehäuse. (Nein das soll keine Ausrede sein) Hab
> also gesteckt, Knöpsken gedrückt und genau in der Sekunde viel mir ein
> au weia, nicht double gecheckt und auch im selben Moment ausgeschaltet.

Das war genau richtig! Die Festplatte kann laut Internet nachhaltig 130 
MB/sek und wenn das schlimmstenfalls 3 Sekunden dauerte, hast Du 400 MB 
überschrieben.

Wie groß waren Deine Partitionen? Wenn die erste Partition nicht kleiner 
als 400 MB war, sind die Folgepartitionen immer noch intakt.

> Trotzdem sind die 3 Partitionen die vorher noch gesehen wurden weg und

Eine ist vielleicht weg, die anderen beiden haben sich nur unsichtbar 
gemacht. :)

> haben einer Linuxpartition Platz gemacht. Gibt es da noch etwas zu
> retten? Das wäre nämlich mehr als wünschenswert. Testdisk hab ich schon
> geladen, aber ich habe den Eindruck die Partitionen werden zwar gesucht,
> aber das dauert alles quälend lange.

"quälend lange" ist kein quantitative Angabe. Bei einer gesunden 
Festplatten und 130 MB/sek Übertragungsgeschwindigkeit muss Testdisk in 
etwa 1,3 Stunden fertig sein!

Ist das normal, muß ich jetzt Tage
> für die Suche einplanen?

Nein. Nach der Eigendiagnose kommt nach der Entscheidung für "selber 
retten" das Klonen. Nicht herummurksen!

Den Klon kannst Du dann nochmals klonen (z.B. in eine Datei) und nach 
Herzenslust an einem der beiden Klone austoben.

H. H. schrieb:
> Besser kapitulieren.

Kann man später immer noch!


Oliver S. schrieb:
> Obwohl: kein Backup, kein Mitleid. Gilt trotzdem.

Es ist traurig, wenn man fehlendes Wissen durch Häme kompensieren muss!

Hmmm schrieb:
> testdisk dann nur noch einzelne Dateien rekonstruieren, sofern sie nicht
> fragmentiert sind.

Nein, das macht Photorec aus dem TestDisk-Paket. TestDisk findet die 
Partitionsanfänge, wenn sie nicht überschrieben worden ist.

Hmmm schrieb:
> Bei den nicht überschriebenen kann es sein, dass testdisk den
> Partitionsanfang erkennt. Wenn Du (zumindest grob) weisst, wie gross die
> Partitionen waren, kannst Du Dich auch selbst auf die Suche begeben und
> dann (unter Linux z.B. mit fdisk) eine neue Partition Table bauen.

Es ist zeitsparender, dafür TestDisk aus dem TestDisk-Paket zu nutzen 
(Das TestDisk-Paket enthält auch noch PhotoRec). TestDisk gibt's auch 
unter Linux.
Linux ist die bessere Rettungsplattform, weil Windows-Betriebssysteme 
sich bei Festplatten leider sehr invasiv verhalten.

Die Linux-Nutzung für Datenrettungszwecke erfordert lediglich einen 
minimalen Befehlsschatz!

Anton schrieb:
> In Zukunft vor solchen Aktionen und für jede vorhandene und neue
> Festplatte:
> - Seriennummern der Festplatten aufschreiben und vor dem Kopieren
> verifizieren (hdparm -I /dev/sdX | grep 'Serial Number')
> - Partitionstabelle in Datei schreiben (sfdisk -d)

Vorher mit lsblk sich mal die Festplattenlandschaft angucken!
Alternativ zum wohl immer vorhandenen hdparm kann man auch TestDisk 
aus dem TestDisk-Paket nutzen.

Bauform B. schrieb:
> und was für eine Partitionstabelle? Angeblich gibt es eine GPT-Kopie
> ganz am Ende der Platte. Zusammen mit einer der Superblock-Kopien könnte
> man theoretisch noch alles lesen, was nicht direkt überschrieben wurde.
> Warum hört man so wenig davon?

Weil hier alles nur Stückwerk ist. :(

Es gibt zwei Varianten von Partitionstabellen, die alte "MBR"-artige und 
die GPT. Das Alter der Festplatte legt nahe, dass MBR verwendet wurde.

Wichtig ist die gelieferte Information, dass es sich dreimal um NTFS als 
Dateisystem handelt.

Bradward B. schrieb:
> Dann kann man wnigstens
> zusammenpuzzlen wie die einzelnen Cluster zusammengehören.

Das sind fromme Wünsche. Anfang der 2000er Jahre habe ich so eine Datei 
gerettet. Das war die Einladungsliste zur Hochzeit eines Kollegens im 
XLS-Format auf einem XP-System, das FAT32 nutzte. Das war die wichtigste 
Information auf der Festplatte.

XLS ist im Gegensatz zu XLSX nicht komprimiert. Die Datei hatte zwei 
Cluster und die lagen nicht hintereinander. PhotoRec hatte die Date 
falsch rekonstruiert. Und so konnte man den zweiten Cluster mit der 
Methode des scharfen Hingucken finden. Versuch' das mal mit einer 
gepackte Datei, wie z.B. die ???X-Formate von Microsoft im 
Office-Bereich.

Bradward B. schrieb:
> Achja, zuerst sollte man
> natürlich erinnern, welche Clustergröße die ursprünglichen partitionen
> hatten ...

Bei 500 GByte waren es wohl 8 Sektoren pro Cluster.
PhotoRec schätzt diese Information aus den Positionen von gefundenen 
Dateianfängen, meine ich.

Cartman E. schrieb:
> Kennt man NTFS, weiss man schon vorher dass man sich dort nur sinnfreie
> Arbeit macht. NTFS fragmentiert sehr schnell, im Vergleich mit ext2/3/4.

Die Aussage ist zu pauschal. Primär ist die Nutzungsart maßgeblich: 
Datengrab oder Arbeitsfestplatte?
Ich weiß nicht, welcher Wirkmechanismus die ext-Familie dem NTFS 
überlegen machen soll.

Alexander schrieb:
> Richtig! kein Backup = kein Ärger

kein Alexander -> weniger Hintergrundrauschen auf µc.net


Jörg schrieb:
> Unter Windows würde ich Dir HxD empfehlen.
> https://mh-nexus.de/de/hxd/
> Standardmäßig werden die Datenträger schreibgeschützt eingebunden. Über
> ein 'Studium' zum Aufbau von Partitionstabellen (MBR / GPR) kommst Du
> aber nicht herum.

Studium ja, manuelle Rekonstruktion von Partitionstabellen bei Ignoranz 
vorhandener quelloffener kostenloser Produkte wie Testdisk und anderen 
birgt einen Anfangsverdacht auf Dummheit oder Masochismus.
Ja, natürlich man kann man einen Rasen auch mit einer Schere schneiden!

Bradward B. schrieb:
> Naja, zur Wiederherstellung einer fälschlicherweise überschriebene
> Partition müssen natürlich die alte "Verwaltungsdaten" wiederhergestellt
> werden. Dazu sind nun mal schreiboperationen auf die "teilgelöschten
> (sic!) Partition nötig.
>
> Klar kann man auch erst mal den Patienten Klonen und an dem Klonen das
> wiederbelben üben. Ist aber letztlich die selbe Prozedure.

Kennst Du eigentlich den Faden der Ariadne?

https://de.wikipedia.org/wiki/Ariadnefaden

Norbert schrieb:
> Ob man ein teilgelöschtes NTFS noch reanimieren kann weiß ich nicht.

Man muss den Klon verschiedenen Datenrettungsprogramm zum Fraß 
vorwerfen. Ausprobieren ist meist kostenlos.

> Vielleicht klappt das, wenn die MFT nicht beschädigt wurde.

Dann reicht allerdings sogar TestDisk.
Manche Datenrettungsprogramme werten zusätzlich irgendwelche Logdateien 
aus.

Wenn nix mehr geht, hilft nur noch der Carver PhotoRec.

Klaus B. schrieb:
> die Platte hat scheinbar am Anfang defekte Sektoren und das kopieren per
> IcyBox hat jedenfalls nicht geklappt. Zumindest nehm ich das an, weil
> vorn die Leuchtdioden nach einer kurzen Weile rot blinkten. Die Frage
> ist, was macht ein Kopierpogramm, wenn es defekte Sektoren erkennt? Stur
> mitkopieren?

Mutmaßlich bricht das in der Dockingstation eingebaute Kopierprogramm 
ab.
Nutze stattdessen ddrescue von der GNU foundation und die Option einer 
Logdatei, heißt jetzt "manfile". Du kannst mit Hilfe der Logdatei auch 
die Rettung zwischendurch abbrechen und später fortsetzen.

Alexander schrieb:
> Die Partitionstabelle aus dem Backup kannst Du doch kopieren!

Wenn der Frager nur ein dateibasiertes Backup durchgeführt hat, gibt es 
keine gesicherte Partitionstabelle, werter Alexander.

Daniel A. schrieb:
> PS: Wenn du das Image auf einer btrfs platte erstellst, kannst du sofort
> und ohne grossen zusätzlichen Speicherverbrauch ein reflink copy des
> Image erstellen. Dann kannst du extrem einfach Kopien vom Image machen,

Das ist die schlaueste Vorgehensweise, aber eher etwas für 
Fortgeschrittene, finde ich.


Klaus B. schrieb:
> Da werden einem dann sicher Kenntnisse im
> Hexeditor abverlangt, stimmts? Das passiert mir übrigens zum ersten mal,
> das eine Platte so aussteigt.

Die Bedienung des Hexeditors ist noch das einfachste. Du müsstest jedoch 
die NTFS-Strukturen bei Betrachtung der nackten Bytes und der 
ASCII-Darstellung erkennen. Spätestens bei der Dekodierung von 
"MFT-Runs" wirst Du aufgeben. Für diesen Zweck gibt es eine Reihe von 
speziellen Hexeditoren, die NTFS-Strukturen dekodieren.


Klaus B. schrieb:
> Partition Wizard 9.1 hat auch einen Partition recovery Wizard, was ist
> davon zu halten?

Keine Ahnung, aber NTFS-Bootsektoren identifizieren und darauf basierend 
eine Partitionstabelle schreiben, sollte jedes derartige Programm 
beherrschen. Nimm einfach TestDisk - das kann's!
: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Peter M. schrieb:
> Alexander schrieb:
>> Richtig! kein Backup = kein Ärger
>
> kein Alexander -> weniger Hintergrundrauschen auf µc.net

Ich habe hier lediglich nachgeholfen den Kommentar von Oliver S. 
(oliverso) in einen brauchbaren Rahmen zu rücken der wenigstens Sinn 
ergibt, um noch mal herauszupointieren, dass ja hier gerade der Umstand 
ein Backup anzulegen, erst zum Ärger geführt hat. Das Wörtchen "obwohl" 
hat mich zu dieser Deutung ermutigt.

Peter M. schrieb:
> Wie groß waren Deine Partitionen? Wenn die erste Partition nicht kleiner
> als 400 MB war, sind die Folgepartitionen immer noch intakt.

Steht da, ungefähr 155 GB. Im Wesentlichen hast Du nur noch mal schöner 
ausgeführt was andere vor dir geschrieben haben. Ich hab auch eine 
ddrescue Doku und eine Befehlszeile für Dummies hingeklatscht. Und eine 
Vollversion einer Software verlinkt die auf NTFS ziemlich gut carven 
kann. Wer sich tief genug im Hintergrundrauschen verloren hat findet 
dort möglicherweise auch die zweite (bessere) Alternative zu Photorec.
: Bearbeitet durch User
von Klaus B. (forrestjump)


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Die Platte hing im Win 7 Rechner und war mit 3 Partitionen a' ca. 155 GB 
NTFS formatiert. Ich möchte sie ja kopieren, aber das Kopierprogramm 
muss dann auch so tolerant sein und defekte Sektoren mitkopieren. Hier 
sind ja 2 Probleme auf einmal, defekte Sektoren, weswegen der Rechner 
nicht mehr bootete (eigentlich komisch, denn die Boot C: war ja auf 
einer anderen Platte. Und dann die dummdusselige Verwechslung der 
Schächte in der ICY Box.
Sind Programme mit GUI grundsätzlich schlechter als Programme mit 
rudimentärer DOS Textoberfläche?
Frage jetzt erstmal weitläufig im Bekanntenkreis rum, ob es da einen 
Linuxspezialisten hat, bevor ich einen unverzeihlichen 2. Fehler mache.
von Alexander (alecxs)


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Klaus B. schrieb:
> Ich möchte sie ja kopieren, aber das Kopierprogramm
> muss dann auch so tolerant sein und defekte Sektoren mitkopieren

ddrescue

ddrescue

ddrescue
von Klaus B. (forrestjump)


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@ Alexander
Danke, ich werd mich in die von Dir verlinkte Wiki Seite einlesen.
Zumindestens das Istallieren hab ich schon ohne das Ubuntu gemeckert hat 
hinbekommen. Normalerweise verbeisse ich mich ja in technische Probleme 
meist so lange, bis sie gelöst sind, aber das hier verträgt keinen 2. 
Fehler. Ist so ähnlich wie beim Bombenentschärfen.
: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Die deutsche Übersetzung ist etwas irreführend. Maximale Versuche sind 
die Leseversuche, es werden keine Fehler behoben.
von Peter M. (r2d3)


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Hallo Alexander,

Alexander schrieb:
> Vollversion einer Software verlinkt die auf NTFS ziemlich gut carven

"auf NTFS ziemlich gut carven"
Diese Formulierung ist ein Widerspruch in sich.


Klaus B. schrieb:
> Die Platte hing im Win 7 Rechner und war mit 3 Partitionen a' ca.
> 155 GB
> NTFS formatiert. Ich möchte sie ja kopieren, aber das Kopierprogramm
> muss dann auch so tolerant sein und defekte Sektoren mitkopieren. Hier

Nein, fehlerhafte Sektoren sind "pending" in den SMART-Parametern. Die 
werden ausgelassen. An ihrer Stelle sind Lücken auf dem Kopierziel.
Tolerant heißt, nicht an der fehlerhaften Stelle festbeißen sondern über 
einen vermuteten Fehlerbereich drüber springen, um das Rettbare so 
schnell wie möglich auf eine gesunde Festplatte zu übertragen.

> sind ja 2 Probleme auf einmal, defekte Sektoren, weswegen der Rechner
> nicht mehr bootete (eigentlich komisch, denn die Boot C: war ja auf
> einer anderen Platte. Und dann die dummdusselige Verwechslung der
> Schächte in der ICY Box.
> Sind Programme mit GUI grundsätzlich schlechter als Programme mit
> rudimentärer DOS Textoberfläche?

Nein.

> Frage jetzt erstmal weitläufig im Bekanntenkreis rum, ob es da einen
> Linuxspezialisten hat, bevor ich einen unverzeihlichen 2. Fehler mache.

Wenn Du keinen Zeitdruck bei der Datenrettung hast, dann könntest Du Dir 
zwei drei Gebrauchtfestplatten oder wiederaufgearbeite Festplatten 
kaufen, die müssen nicht groß sein. Damit kannst Du dann schön üben.
An den Überechner sollten keine weiteren Festplatten angeschlossen 
werden, die für Dich ein Schadenrisiko bergen.

Anhand des untenstehenden Links kannst du sehen, wie wenig Befehle Du 
für das Klonen unter Linux brauchst. Das mapfile bitte immer erzeugen 
lassen. Mit seiner Hilfe kannst Du einen einmal begonnene und 
zwischendurch abgebrochene Suche immer wieder fortsetzen:

https://www.computerbase.de/forum/threads/wd-elements-1-tb-festplatte-extern-wird-nicht-mehr-erkannt-win-10.2132442/page-2#post-27931526

Außerdem sagt Dir das Mapfile genau, wo die Fehler liegen. Diese 
Detailinformation liefert Dir die Auswertung der SMART-Parameter nicht.
: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Peter M. schrieb:
> "auf NTFS ziemlich gut carven"
> Diese Formulierung ist ein Widerspruch in sich.

Nö, siehe

Peter M. schrieb:
> Die Datei hatte zwei Cluster und die lagen nicht hintereinander.
> PhotoRec hatte die Daten falsch rekonstruiert. Und so konnte man den
> zweiten Cluster mit der Methode des scharfen Hingucken finden.

Programm macht genau das - auf NTFS optimiert

Peter M. schrieb:
> Anhand des untenstehenden Links kannst du sehen, wie wenig Befehle Du
> für das Klonen unter Linux brauchst.

Beispiel 1 ist Mist. Da wird die Zielfestplatte gelöscht. Völlig 
unnötig, da ist doch gleich der nächste GAU vorprogrammiert. Man kann 
doch gleich in eine Imagedatei schreiben. Ist so gut wie eine 
Festplatte, nur DAU sicher: Die Datei kann sonstwo liegen (nur nicht auf 
FAT32) Beispiel 2
: Bearbeitet durch User
von Peter M. (r2d3)


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Alexander schrieb:
> Beispiel 1 ist Mist. Da wird die Zielfestplatte gelöscht. Völlig
> unnötig, da ist doch gleich der nächste GAU vorprogrammiert. Man kann
> doch gleich in eine Imagedatei schreiben. Ist so gut wie eine

Anders als der direkte Festplattenklon erfordert die Imagedatei eine 
Zielfestplatte, die größer ist als die Quellfestplatte. Die Leute, die 
die verlinkte Anleitung lesen sind mit dem Anlegen von 
Festplattenverbünden überfordert, wenn es darum geht, die erforderliche 
Menge an Speicherplatz für die Zieldatei sicherzustellen.

Was passiert mit dem Speicherplatz in der Zieldatei, wenn ddrescue den 
ersten Sektor ausließt, beim zweiten patzt und dann tausende Sektoren 
nach vorne springt? Welcher Wert für die Sektoren dazwischen aus der 
Zieldatei geliefert?

Das Beispiel ist noch mit Hilfe der Nutzung des fill-Parameters 
verbesserbar...
von Norbert (der_norbert)


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Peter M. schrieb:
> Anders als der direkte Festplattenklon erfordert die Imagedatei eine
> Zielfestplatte, die größer ist als die Quellfestplatte.

Das ist in nahezu allen Fällen falsch.
Selbst im ungünstigsten Fall, wenn eine Quellfestplatte tatsächlich 
randvoll mit unkomprimierbaren Zufallsdaten ist, wird die Imagedatei 
höchstens genau gleich groß (sans Dateisystem Verwaltungsinformation)
Aber in praktisch allen anderen Fällen wird der gewiefte Anwender 
einfach nur einen einzelnen Parameter hinzu fügen und eine sparse 
Imagedatei anlegen. In einer solchen werden leere Bereiche (0x00) nur 
als blockrange abgelegt und nehmen nahezu keinen Speicherplatz in 
Anspruch.
Des weiteren kann man (alternativ zu sparse Dateien) natürlich den 
erzeugten output auch noch per pipe durch einen Kompressor jagen.

Für alle die mit dem Konzept der sparse Dateien nicht vertraut sind:
1
/tmp$ truncate -s 1G IMAGE  # 1GiB Datei anlegen
2
/tmp$ ls -l IMAGE           # Sieht aus wie 1GiB
3
-rw-rw-r-- 1 norbert norbert 1073741824  1. Jul 21:59 IMAGE
4
/tmp$ du IMAGE              # (disk usage)
5
0    IMAGE                  # Braucht auf dem Datenträger aber keinen Speicherplatz
6
/tmp$
von Peter M. (r2d3)


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Norbert schrieb:
> höchstens genau gleich groß (sans Dateisystem Verwaltungsinformation)

Norbert schrieb:
> Selbst im ungünstigsten Fall, wenn eine Quellfestplatte tatsächlich
> randvoll mit unkomprimierbaren Zufallsdaten ist, wird die Imagedatei
> höchstens genau gleich groß (sans Dateisystem Verwaltungsinformation)

Was ist denn das für eine unsinnige Aussage?

Festplatte ist x Bytes groß.
Dateisystemwasserkopf kostet y Bytes.
Speicherplatzbedarf bei Speicherung von x in einem Dateisystem: x+y.
Da y>0 gilt für den Speicherbedarf des neuen Datenträgers:
x+y>x
Sprich, eine größere Festplatte ist nötig.

Ein Airbus kann auch bestimmt auch in Courchevel landen, aber halt nur 
ohne Passagiere und der Tank darf auch nur zu einem Viertel voll sein...

Und wenn nun das Datenrettungsprogramm der Träume ein verwendetes 
Komprimierverfahren nicht versteht und gerne rohe Datenträgerabzüge 
verarbeiten will?

Und was macht das französische Wort "sans" im deutschen Text?!
: Bearbeitet durch User
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Frank D. schrieb:
> Klaus B. schrieb:
>> Gibt es da noch etwas zu retten?
>
> Ja klar, einfach das letzte Backup verwenden.

So etwas passiert immer dann, wenn man gerade kein Backup hat. Sehr 
mysteriös.
von Alexander (alecxs)


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Peter M. schrieb:
> Was passiert mit dem Speicherplatz in der Zieldatei, wenn ddrescue den
> ersten Sektor ausließt, beim zweiten patzt und dann tausende Sektoren
> nach vorne springt? Welcher Wert für die Sektoren dazwischen aus der
> Zieldatei geliefert?

Das passiert ja nur im ersten Durchgang mit dem -n Flag. Es werden 
Nullen aufgefüllt und im Mapfile vermerkt. Im zweiten Durchgang lässt 
man das Flag weg, dann entfaltet ddrescue seine Kraft und liest mit 
Engelsgeduld Sektoren byteweise. Ohne Eingrenzung max-retries kann das 
Wochen dauern.

Norbert schrieb:
> Für alle die mit dem Konzept der sparse Dateien nicht vertraut sind:

Sparse oder Komprimierung sind in dem Falle unerwünscht (MBR + MFT 
gelöscht)
von Norbert (der_norbert)


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Peter M. schrieb:
> Festplatte ist x Bytes groß.
> Dateisystemwasserkopf kostet y Bytes.
> Speicherplatzbedarf bei Speicherung von x in einem Dateisystem: x+y.
> Da y>0 gilt für den Speicherbedarf des neuen Datenträgers:
> x+y>x
> Sprich, eine größere Festplatte ist nötig.

Lies dir noch einmal den Teil bezüglich sparse Dateien durch. Langsam.
Die sind nämlich so wichtig, das zB. ddrescue einen eigenen 
Ausgabeparameter dafür hat.
Einfach ausgedrückt, jeder 4KiB Block der Quelle welcher keine Daten 
enthält sondern 0x00, belegt in der Zieldatei keinen Speicherplatz.
1
/tmp$ mount |grep /tmp
2
tmpfs on /tmp type tmpfs (rw,nosuid,nodev,relatime,size=10240000k)
3
/tmp$ truncate -s 50G IMAGE
4
/tmp$ ls -l IMAGE 
5
-rw------- 1 norbert norbert 53687091200  2. Jul 07:09 IMAGE
6
/tmp$ du IMAGE 
7
0  IMAGE

Hier ist eine 50GiB sparse Datei erfolgreich im /tmp Dateisystem (RAM) 
angelegt worden. Und das hat nur eine Größe von 10GiB.

Gleich noch einmal:
1
tmp$ dd if=/dev/zero of=IMAGE bs=1G count=10 conv=sparse
2
10+0 Datensätze ein
3
10+0 Datensätze aus
4
10737418240 Bytes (11 GB, 10 GiB) kopiert, 1,68414 s, 6,4 GB/s
5
/tmp$ ls -l IMAGE 
6
-rw------- 1 norbert norbert 10737418240  2. Jul 07:14 IMAGE
7
/tmp$ du IMAGE 
8
0  IMAGE
Und jetzt deine Version:
1
/tmp$ rm IMAGE 
2
/tmp$ dd if=/dev/zero of=IMAGE bs=1G count=10
3
dd: Fehler beim Schreiben von 'IMAGE': Auf dem Gerät ist kein Speicherplatz mehr verfügbar
4
10+0 Datensätze ein
5
9+0 Datensätze aus
6
10485485568 Bytes (10 GB, 9,8 GiB) kopiert, 3,76534 s, 2,8 GB/s
7
/tmp$ ls -l IMAGE 
8
-rw------- 1 norbert norbert 10485485568  2. Jul 07:15 IMAGE
9
/tmp$ du IMAGE 
10
10239732  IMAGE
von Norbert (der_norbert)


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Alexander schrieb:
> Sparse oder Komprimierung sind in dem Falle unerwünscht (MBR + MFT
> gelöscht)

Bollocks.

Eine sparse Datei entspricht absolut den identischen Rohdaten. Nur 
halt clever gespeichert. Und sie verhällt sich wie eine normale datei 
und sie kann mit jedem Folgeprogramm be-/misshandelt werden.
von Alexander (alecxs)


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Das Image soll aber als echte Platte behandelt werden (testdisk, ggf 
losetup kpartx mount etc)
von Norbert (der_norbert)


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Alexander schrieb:
> Das Image soll aber als echte Platte behandelt werden (testdisk, ggf
> losetup kpartx mount etc)

Norbert:
> Und sie verhält sich wie eine normale Datei!
> Und sie kann mit jedem Folgeprogramm be-/misshandelt werden!

Isses denn so schwer zu verstehen? (losetup…)
von Alexander (alecxs)


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Norbert schrieb:
> Isses denn so schwer zu verstehen?

Anscheinend. Deine Theorie in allen Ehren, bist Du Kernelentwickler?
von Norbert (der_norbert)


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Nur meine eigenen lsm.

Hier, versuch das einmal…
1
#!python
2
import os
3
4
BLOCKSIZE = 4096
5
data = bytes('D'*BLOCKSIZE, 'ascii')
6
fh = os.open('/tmp/IMAGE', os.O_RDWR|os.O_CREAT)
7
os.write(fh, data)
8
os.lseek(fh, BLOCKSIZE, os.SEEK_CUR)
9
os.write(fh, data)
10
os.close(fh)
Damit schreibst du vier KiB Daten, vier KiB 0x00(sparse), vier KiB 
Daten.
Und dann ein:
1
$ ls -l --block-size=1K IMAGE* ; du --apparent-size IMAGE* ; du IMAGE 
2
-rwx------ 1 norbert norbert 12  2. Jul 08:50 IMAGE
3
12  IMAGE
4
8  IMAGE
Ergebnis: Ein 12 KiB Datei welche 12 KiB Informationen enthält, jedoch 
nur 8 KiB im Dateisystem nutzt.

Ad.
Den hatte ich noch vergessen:
1
/tmp$ hd IMAGE 
2
00000000  44 44 44 44 44 44 44 44  44 44 44 44 44 44 44 44  |DDDDDDDDDDDDDDDD|
3
*
4
00001000  00 00 00 00 00 00 00 00  00 00 00 00 00 00 00 00  |................|
5
*
6
00002000  44 44 44 44 44 44 44 44  44 44 44 44 44 44 44 44  |DDDDDDDDDDDDDDDD|
7
*
8
00003000
9
/tmp$
: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Was ist jetzt der Unterschied zu
1
$ fallocate -l 10G bigfile # oder
2
$ dd if=/dev/zero of=bigfile bs=1M seek=10240 count=0
(beides dateisystemabhängig)
von Norbert (der_norbert)


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Alexander schrieb:
> Was ist jetzt der Unterschied zu
> $ fallocate -l 10G bigfile

…legt eine dicke 10 GiB große Datei an und belegt auch die vollen 10 
GiB.

Wohingegen ›truncate -s 10G bigfile‹ eine sparse Datei anlegt und 
keinen Platz braucht.

Und bei dd sorgt der seek Parameter für eine sparse Datei.
: Bearbeitet durch User
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Alexander schrieb:
> Anscheinend. Deine Theorie in allen Ehren, bist Du Kernelentwickler?
Das ist keine Theorie, das ist ein Feature von jedem gängigen 
Dateisystem.
von Alexander (alecxs)


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Aha. Und das habt ihr auch getestet? testdisk, mount, und sogar Windows 
Tools wie HxD oder GetDataBack for NTFS greifen wie auf ein ganz 
normales Blockdevice zu und merken das gar nicht?

Sorry ich komme aus der Android Welt da arbeitet man mit abgespeckten 
Core Utils und Erweiterungen wie simg2img, da ist das definitiv nicht 
so.
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Frank D. schrieb:
> von jedem gängigen
> Dateisystem.

Ich weiß worauf du hinaus willst, aber Obacht für die Mitleser:
Das ganze MS FAT12/16/32/VFAT/ExFAT Gelumpe kann es zum Beispiel nicht.
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Alexander schrieb:
> Aha. Und das habt ihr auch getestet? testdisk, mount, und sogar Windows
> Tools wie HxD oder GetDataBack for NTFS greifen wie auf ein ganz
> normales Blockdevice zu und merken das gar nicht?
Ja das nennt man Transparenz.

> Sorry ich komme aus der Android Welt da arbeitet man mit abgespeckten
> Core Utils und Erweiterungen wie simg2img, da ist das definitiv nicht
> so.
google "sparse files android"
von Norbert (der_norbert)


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Alexander schrieb:
> Aha. Und das habt ihr auch getestet? testdisk, mount, und sogar Windows
> Tools wie HxD oder GetDataBack for NTFS greifen wie auf ein ganz
> normales Blockdevice zu und merken das gar nicht?

Wie sich Windows verhält, interessiert mich nicht. Ich bin mir aber 
einigermaßen sicher, dass auch Windows auf NTFS mit sparse Dateien 
umgehen kann.

In der Linux Welt funktioniert das sowieso völlig problemlos.
Da legst du dir auf der 100GB Festplatte eine 500GiB große sparse 
Datei an, erstellst zB. ein ext4 darauf, nimmst losetup und anschließend 
mount.
Und schon kannst du nach Herzenslust hineinschreiben. Und die 
Image-Datei wächst dabei langsam. Jedoch nicht über den physikalisch 
vorhandenen Speicherplatz  hinaus (muss man hoffentlich nicht erwähnen)

Man kann sogar wieder darin löschen und mit ›diskfree‹ und 
anschließendem ›fallocate -p …‹ den Platzbedarf wieder verringern.
von Alexander (alecxs)


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Ja ext2/3/4 ist schön, gefällt mir auch besser und es gibt viele Tools 
dafür. Nur ist es hier halt eine Platte mit drei NTFS Partitionen und 
gelöschtem (überschriebenen?) MBR und kaputtem Dateisystem. Ich 
bezweifle stark dass ein Sparse Image hier keine zusätzliche Hürde bei 
der Datenrettung wäre.
von Norbert (der_norbert)


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Alexander schrieb:
> Ja ext2/3/4 ist schön, gefällt mir auch besser und es gibt viele Tools
> dafür. Nur ist es hier halt eine Platte mit drei NTFS Partitionen und
> gelöschtem (überschriebenen?) MBR und kaputtem Dateisystem.

Unterscheide zwischen Quelle und Ziel.
von Rbx (rcx)


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Peter M. schrieb:
> Sprich, eine größere Festplatte ist nötig.
Das würde dann aber heißen, dass, wenn man einen Emulator hat für alte 
CPUs, die mit Disketten arbeiten, dass die Diskettenimages hierfür nicht 
mehr gehen. Das ist mir bisher aber noch nicht aufgefallen.
von Alexander (alecxs)


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Norbert schrieb:
> Unterscheide zwischen Quelle und Ziel.

Nicht unbedingt. gddrescue muss ja sicher eine Struktur beibehalten 
damit dieses so erzeugte Sparse Image später als Diskimage durchgeht. 
Das geht sicher nicht ohne Kenntnis bzw. Interpretation des Inhalts.
von Norbert (der_norbert)


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Alexander schrieb:
> Nicht unbedingt.

Doch! UN-BE-DINGT!

Das ist ein Container dessen Inhalt vom Betriebssystem verwaltet wird 
und diesem VÖLLIG egal ist. Es ist eine Sammlung von irgendwelchen 
nichtinterpretierten Bytes.

Erst durch ein losetup/mount erhält das Betriebssystem eine erweiterte 
Sicht auf den Inhalt. Und vertrau mir, das kann es.
Und ob sich die Rohdaten auf einer Lehmplatte in Cuneiform befinden oder 
über einen nassen gesalzenen Bauwollfaden transportiert werden, davon 
bekommt das viel weiter darüber liegende Programm überhaupt nichts mit. 
Dank der Vermittlung über das Betriebssystem.
von Alexander (alecxs)


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Norbert schrieb:
> Das ist ein Container dessen Inhalt vom Betriebssystem verwaltet wird

Also eine reine Linuxgeschichte. Darwin zähle ich mal dazu.

Norbert schrieb:
> Erst durch ein losetup/mount erhält das Betriebssystem eine erweiterte
> Sicht auf den Inhalt.

Ich kenne mich mit Windows nicht aus, aber früher brauchte man extra 
Tools dazu wie OSFmount. GetDataBack for NTFS wird also damit nichts 
anfangen können, und in HxD sehe ich dann auch keine Disk.
von Norbert (der_norbert)


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Alexander schrieb:
> Also eine reine Linuxgeschichte. Darwin zähle ich mal dazu.

Ich hatte es schon zuvor erwähnt: Windows interessiert mich nicht.

Und hier in diesem thread geht es um Datenrettung einer Festplatte mit 
NTFS Partitionen. Nun kannst du versuchen auf Biegen und Brechen das 
schlechtest taugliche Betriebssystem dafür zu nutzen…

…oder du rettest die Daten (ja, auch die im NTFS befindlichen Daten) mit 
Hilfe eines bestens dazu geeigneten Linux Systems. Und darum geht es 
hier.
von Peter M. (r2d3)


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Rbx schrieb:
> Peter M. schrieb:
>> Sprich, eine größere Festplatte ist nötig.
> Das würde dann aber heißen, dass, wenn man einen Emulator hat für alte
> CPUs, die mit Disketten arbeiten, dass die Diskettenimages hierfür nicht
> mehr gehen. Das ist mir bisher aber noch nicht aufgefallen.

Warum? In der emulierten Welt gibt es keine Probleme.
Wenn Du aber auf einem Altcomputer ein Diskette nicht klonst, sondern 
stattdessen als Datei auf eine Diskette schreiben willst, dann 
bräuchtest Du eine größere Diskette wegen dem zusätzlich erforderlichem 
Verwaltungswasserkopf.

Alexander schrieb:
> Ich kenne mich mit Windows nicht aus, aber früher brauchte man extra
> Tools dazu wie OSFmount. GetDataBack for NTFS wird also damit nichts
> anfangen können, und in HxD sehe ich dann auch keine Disk.

Mein Windows-Wissenstand endet bei Windows 7. Meines Wissens bietet 
Windows 7 keinerlei Bordwerkzeug um eine Datei als virtuelles Blockgerät 
in der Datenträgerwelt einzubinden. Ist GetDataBack die Software, die 
nur von Blockgeräten rettet?
von Peter M. (r2d3)


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Norbert schrieb:
> …oder du rettest die Daten (ja, auch die im NTFS befindlichen Daten) mit
> Hilfe eines bestens dazu geeigneten Linux Systems. Und darum geht es
> hier.

Genau. Und da der Anwender in der Linux-Welt nicht heimisch ist, muss er 
erstmal Starten und Landen können. Bei Interesse kann er sich dann mit 
dem später mit dem dreifachen Rittberger auseinandersetzen.
: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Norbert schrieb:
> Nun kannst du versuchen auf Biegen und Brechen das schlechtest taugliche
> Betriebssystem dafür zu nutzen…

... oder die bestmögliche NTFS Datenrekonstruktionssoftware empfehlen.
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Norbert schrieb:
> Da legst du dir auf der 100GB Festplatte eine 500GiB große /sparse/
> Datei an, erstellst zB. ein ext4 darauf, nimmst losetup und anschließend
> mount.
> Und schon kannst du nach Herzenslust hineinschreiben. Und die
> Image-Datei wächst dabei langsam. Jedoch nicht über den physikalisch
> vorhandenen Speicherplatz  hinaus (muss man hoffentlich nicht erwähnen)

Vermutlich ist die Erwähnung in diesem Fall sehr sinnvoll, sonst ist die 
nächste Frage "was soll denn 'Kein Weltraum links auf dem Gerät' 
heißen?"

SCNR. ;)
von Norbert (der_norbert)


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Peter M. schrieb:
> Genau. Und da der Anwender in der Linux-Welt nicht heimisch ist, muss er
> erstmal Starten und Landen können.

Verstehe ich.
Ich bin mir aber recht sicher, dass er hier zumindest einige 
zielführende Hilfestellungen erhalten hätte. Die schwierigste Aufgabe 
für ihn wäre das Herausfiltern und Verwerfen des sonstigen Unsinns.

> Bei Interesse kann er sich dann mit
> dem später mit dem dreifachen Rittberger auseinandersetzen.

s.o.
von Norbert (der_norbert)


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Sheeva P. schrieb:
> Norbert schrieb:
>> Jedoch nicht über den physikalisch
>> vorhandenen Speicherplatz hinaus (muss man hoffentlich nicht erwähnen)
>
> Vermutlich ist die Erwähnung in diesem Fall sehr sinnvoll, sonst ist die
> nächste Frage "was soll denn 'Kein Weltraum links auf dem Gerät'
> heißen?"
>
> SCNR. ;)

LOL.

Ich habe auf Linux Systemen schon einige seltsame Übersetzungen 
'geniessen' dürfen, aber das…

…da käme sofort poedit oder falls nötig hexedit zum Einsatz.
Nachdem der Kaffee aus der Tastatur gespült wurde.
Manchmal – wenn's schnell gehen soll – auch gerne LC_ALL=C als Präambel 
zum eigentlichen Befehl.
von Daniel A. (daniel-a)


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Norbert schrieb:
> Eine sparse Datei entspricht absolut den identischen Rohdaten. Nur
> halt clever gespeichert.

Man kann mit lseek explizit zum Anfang / Ende des nächsten Lochs 
springen. Damit würde ich die Löcher als Teil der Daten betrachten, und 
damit sind die Daten technisch gesehen nicht identisch zu den Rohdaten. 
Aber solange man nur normal liest / schreibt, oder mmapt, sieht ein 
Programm effektiv keinen Unterschied.

Man könnte aber auch argumentieren, das selbst ein nicht-sparse Image 
nicht zwangsläufig identisch zu den Rohdaten ist. Bei manchen (älteren) 
Drives, ist nicht deterministisch, was ein mit TRIM entfernter Bereich 
zurückgibt, und manche neueren können so eingestellt werden, dass sie 
einen Fehler zurückgeben, wenn man versucht, solche Bereiche zu lesen. 
Ein Image allein kann das nicht repräsentieren. Aber in letzterem fall 
wären wohl wenigstens image + mapfile zusammen vollständig.
von Hmmm (hmmm)


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Alexander schrieb:
> Also eine reine Linuxgeschichte.

https://learn.microsoft.com/en-us/windows/win32/fileio/sparse-files

Alexander schrieb:
> Darwin zähle ich mal dazu.

Aua.
von Norbert (der_norbert)


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Daniel A. schrieb:
> Man kann mit lseek explizit zum Anfang / Ende des nächsten Lochs
> springen. Damit würde ich die Löcher als Teil der Daten betrachten, und
> damit sind die Daten technisch gesehen nicht identisch zu den Rohdaten.

Damit versuchst du absichtlich eine Fehlinterpretation zu forcieren.
Nimm eine NICHT sparse Datei welche dann tatsächlich die 0x00 Blocks 
auf die Festplatte geschrieben enthält. Springe absichtlich (wie zuvor 
von dir vorgeschlagen) über diese Bereiche und du hast den gleichen 
Effekt.

Du kannst auch von beiden Dateien ein sha256 hash erzeugen und die 
werden identisch sein.
: Bearbeitet durch User
von Daniel A. (daniel-a)


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Norbert schrieb:
> Daniel A. schrieb:
>> Man kann mit lseek explizit zum Anfang / Ende des nächsten Lochs
>> springen. Damit würde ich die Löcher als Teil der Daten betrachten, und
>> damit sind die Daten technisch gesehen nicht identisch zu den Rohdaten.
>
> Damit versuchst du absichtlich eine Fehlinterpretation zu forcieren.
> Nimm eine NICHT sparse Datei welche dann tatsächlich die 0x00 Blocks
> auf die Festplatte geschrieben enthält. Springe absichtlich (wie zuvor
> von dir vorgeschlagen) über diese Bereiche und du hast den gleichen
> Effekt.

Nein, SEEK_HOLE / SEEK_DATA springen da nicht an den selben ort.

> Du kannst auch von beiden Dateien ein sha256 hash erzeugen und die
> werden identisch sein.

Ja, die prüfen die Löcher auch nicht.
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Daniel A. schrieb:
> Nein, SEEK_HOLE / SEEK_DATA springen da nicht an den selben ort.

Das hatte ich auch nicht geschrieben.
Ich hatte explizit geschrieben:
> Springe absichtlich … über DIESE Bereiche

Das Dateisystem weiss das dort nur 0x00 stehen und merkt sich das 
mittels range Einträgen.
Wenn es nun nach diesem Block gefragt wird, wird vom Dateisystem ein 
Block mit 0x00 "on the fly" generiert.

Du schreibst Daten und du liest die exakten Daten wieder zurück.
Nur einmal brauchst du viel Festplattenplatz und einmal weniger.

Worauf willst du eigentlich hinaus?
(musst du nicht beantworten)
von Alexander (alecxs)


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Hmmm schrieb:
> Alexander schrieb:
>> Also eine reine Linuxgeschichte.
>
> https://learn.microsoft.com/en-us/windows/win32/fileio/sparse-files

Was hat NTFS Dateikompression mit einem linuxspezifischen 
Containerformat zu tun?

Hmmm schrieb:
> Alexander schrieb:
>> Darwin zähle ich mal dazu.
>
> Aua.

zeige uns den mount Befehl

- in einer Linux Konsole
- in einer MacOS Konsole
- in einer Windows Konsole
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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> Daniel A. schrieb:
>> Nein, SEEK_HOLE / SEEK_DATA springen da nicht an den selben ort.

Alex kam dazwischen…



Noch eines: Wenn du dringend mit SEEK_HOLE arbeiten willst (innerhalb 
normaler Daten unsinnig), dann bist du für die Interpretation des 
übersprungenen Bereiches verantwortlich.
: Bearbeitet durch User
von Hmmm (hmmm)


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Alexander schrieb:
> Was hat NTFS Dateikompression mit einem linuxspezifischen
> Containerformat zu tun?

Es ging um Filesysteme als "Container". Sparse Files sind ein 
Filesystem-Feature, das keineswegs auf Linux (und auch nicht auf 
unixoide Systeme generell) beschränkt ist.

Alexander schrieb:
> zeige uns den mount Befehl
>
> in einer Linux Konsole
> in einer MacOS Konsole
> in einer Windows Konsole

Für Dich ist "Linux" also ein Synonym für unixoide Systeme. Ein echter 
Alecxs.
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Daniel A. schrieb:

> ....
> Aber solange man nur normal liest / schreibt, oder mmapt, sieht ein
> Programm effektiv keinen Unterschied.
Kommt jetzt noch einer dass die rohen Analogsignale am Lesekopf nicht 
immer identisch sind? Wart ihr alle zu lange in der Sonne?
von Daniel A. (daniel-a)


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Norbert schrieb:
> Noch eines: Wenn du dringend mit SEEK_HOLE arbeiten willst (innerhalb
> normaler Daten unsinnig), dann bist du für die Interpretation des
> übersprungenen Bereiches verantwortlich.

Aber genau da da liegt der Hund begraben. Man kann die Löcher sehen, 
also sind sie nicht vollständig transparent. Und die Löcher enthalten 
0en, sind also nicht nur Metadaten. Also sind die Löcher Teil der Daten, 
und damit die Daten mit und ohne Löcher technisch gesehen nicht 
identisch.
Wenn es SEEK_HOLE / SEEK_DATA nicht gäbe, dann wären Löcher tatsächlich 
völlig transparent, und damit wären die Daten dann tatsächlich 
identisch, ob jetzt 0en oder Löcher da sind.

Norbert schrieb:
> Worauf willst du eigentlich hinaus?

Auf gar nichts. Ist nicht wirklich ein Sinnvolles Argument. Mir war nur 
gerade langweilig.
von Alexander (alecxs)


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Hmmm schrieb:
> Sparse Files sind ein Filesystem-Feature, das keineswegs auf Linux (und
> auch nicht auf unixoide Systeme generell) beschränkt ist.

Ja ja das universelle Dateisystemfeature das unter Linux umd Windows 
kompatibel ist.

Hmmm schrieb:
> Für Dich ist "Linux" also ein Synonym für unixoide Systeme. Ein echter
> Alecxs.

Weil es so ist. Welche "unixoiden" nichtlinux Systeme kann man denn 
sonst noch so nutzen in einem amd64 PC mal eben schnell ne Windows 7 
Platte zu klonen? Wo kann man das runterladen und wie installiert man 
das?
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Norbert schrieb:
> Sheeva P. schrieb:
>> Vermutlich ist die Erwähnung in diesem Fall sehr sinnvoll, sonst ist die
>> nächste Frage "was soll denn 'Kein Weltraum links auf dem Gerät'
>> heißen?"
>
> LOL.
>
> Ich habe auf Linux Systemen schon einige seltsame Übersetzungen
> 'geniessen' dürfen, aber das…

War AIX oder HP-UX, WIMRE. :-)
von Peter M. (r2d3)


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Alexander schrieb:
> Ja ja das universelle Dateisystemfeature das unter Linux umd Windows
> kompatibel ist.

Nein, die FAT-Familie (auch Bestandteil der Windows-Dateisysteme) 
beherrscht keine Sparse Files.

Alexander schrieb:
> Weil es so ist. Welche "unixoiden" nichtlinux Systeme kann man denn
> sonst noch so nutzen in einem amd64 PC mal eben schnell ne Windows 7
> Platte zu klonen? Wo kann man das runterladen und wie installiert man
> das?

BSD-Derivate und Solaris.
Aber "eben schnell" ist doch eine zu optimistische Annahme. :)
: Bearbeitet durch User
von Hmmm (hmmm)


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Alexander schrieb:
> Ja ja das universelle Dateisystemfeature das unter Linux umd Windows
> kompatibel ist.

Ist es aus Userland-Sicht tatsächlich.

Alexander schrieb:
> Welche "unixoiden" nichtlinux Systeme kann man denn sonst noch so nutzen
> in einem amd64 PC mal eben schnell ne Windows 7 Platte zu klonen?

Beispielsweise eines der diversen BSDs.

Alexander schrieb:
> Wo kann man das runterladen und wie installiert man das?

"Man" kann auf die jeweilige Website gehen und dort alles Notwendige 
finden. Ob Du das kannst, steht auf einem anderen Blatt.
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Alexander schrieb:
> Hmmm schrieb:
>> Für Dich ist "Linux" also ein Synonym für unixoide Systeme. Ein echter
>> Alecxs.
>
> Weil es so ist. Welche "unixoiden" nichtlinux Systeme kann man denn
> sonst noch so nutzen in einem amd64 PC mal eben schnell ne Windows 7
> Platte zu klonen? Wo kann man das runterladen und wie installiert man
> das?

https://www.freebsd.org/
https://www.netbsd.org/
https://www.openbsd.org/
https://illumos.org/
https://www.openindiana.org/
von Norbert (der_norbert)


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Ich fang mal hinten an:

Daniel A. schrieb:
> Norbert schrieb:
>> Worauf willst du eigentlich hinaus?
>
> Auf gar nichts. Ist nicht wirklich ein Sinnvolles Argument. Mir war nur
> gerade langweilig.

Erkennbar. <grins>

Daniel A. schrieb:
> Man kann die Löcher sehen,
> also sind sie nicht vollständig transparent.

Du fragst das Dateisystem aber nicht nach Daten, sondern nach Metadaten 
bzgl. der Löcher. Nur so siehst du sie. Aber du weißt auch, dass sie per 
Definition das Gleiche enthalten als wenn die 0x00 physikalisch auf der 
Platte stünden.

> Und die Löcher enthalten
> 0en, sind also nicht nur Metadaten.

Die Löcher enthalten gar nichts. Die existieren lediglich als range 
Eintrag in den Metadaten. Das Dateisystem ersetzt sie im normalen 
Betrieb völlig transparent durch 0x00. In meinem Beispiel oben sind 
Block 0 und Block 2 tatsächlich auf der Platte zu finden, Block 1 nur 
als range Information in den Metadaten.

> Also sind die Löcher Teil der Daten,
> und damit die Daten mit und ohne Löcher technisch gesehen nicht
> identisch.

Nein, da muss ich energisch widersprechen. Die Daten sind identisch, die 
Metadaten unterschiedlich.

> Wenn es SEEK_HOLE / SEEK_DATA nicht gäbe, dann wären Löcher tatsächlich
> völlig transparent, und damit wären die Daten dann tatsächlich
> identisch, ob jetzt 0en oder Löcher da sind.

Hier stimme ich, was das Ergebnis angeht, zu.

Kleiner Nachtrag: Ich denke wir sollten es dabei belassen.
von Alexander (alecxs)


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BSD ist also kein Linux, ahja. Komisch, auf Android ist die mksh 
Standard und die Core Utils und deren Usage sind (bis auf paar gnu 
spezifische Flags) weitgehend identisch.

Aber sei es drum, dann zeige bitte den mount Befehl
- in einer BSD Konsole
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8069100 wurde vom Autor gelöscht.
von Daniel A. (daniel-a)


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Norbert schrieb:
>> Also sind die Löcher Teil der Daten,
>> und damit die Daten mit und ohne Löcher technisch gesehen nicht
>> identisch.
>
> Nein, da muss ich energisch widersprechen. Die Daten sind identisch, die
> Metadaten unterschiedlich.

Nein, die Daten sind technisch gesehen nicht identisch, die Löcher sind 
nicht Metadaten, sie beschreiben die Daten nicht nur, es sind die 
Daten. Die Daten sind nur praktisch gesehen identisch.
von Norbert (der_norbert)


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Alexander schrieb:
> BSD ist also kein Linux, ahja.

Lies erst ein wenig. Dann schreibe eine Antwort.
von Norbert (der_norbert)


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Daniel A. schrieb:
> Nein, die Daten sind technisch gesehen nicht identisch, die Löcher sind
> nicht Metadaten, sie beschreiben die Daten nicht nur, es sind die
> Daten. Die Daten sind nur praktisch gesehen identisch.

Du arbeitest nicht technisch, sondern praktisch mit den Daten.
Wenn du sie erstellst sind sie gleich.
Wenn du sie nutzt sind sie gleich.
Wenn du einen hash berechnest sind sie gleich.
Wenn du in beide schreibst sind sie gleich.
Wenn du sie weitergibst sind sie gleich.
Und eine Planck-Zeit vor dem Löschen sind sie ebenfalls gleich.

> die Löcher sind nicht Metadaten

Und deshalb werden die Informationen über diese Bereiche in den 
Metadaten aufbewahrt.
von Alexander (alecxs)


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Norbert schrieb:
> Lies erst ein wenig.

Was denn? Das Linux und Mac von BSD geklaut haben, was wiederum von Unix 
geklaut hat?
von Peter M. (r2d3)


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von Alexander (alecxs)


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und alle nutzen dasselbe ntfs

https://github.com/tuxera/ntfs-3g
von Peter M. (r2d3)


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Nein, Alexander, das tun sie nicht:

https://www.reddit.com/r/programming/comments/i9lzqj/paragon_releases_their_ntfs_linux_kernel/

Die neu aufgenommene Version ist schneller, unterstützt aber z.B. keine 
ADS ("alternate data stream").
Um die Verwirrung komplett zu machen, verkauft Paragon einen anderen 
NTFS-Treiber mit einer anderen Codebasis, der auch ADS kann.
: Bearbeitet durch User
von Daniel A. (daniel-a)


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Peter M. schrieb:
> Nein, Alexander, das tun sie nicht:
>
> 
https://www.reddit.com/r/programming/comments/i9lzqj/paragon_releases_their_ntfs_linux_kernel/
>
> Die neu aufgenommene Version ist schneller, unterstützt aber z.B. keine
> ADS ("alternate data stream").
> Um die Verwirrung komplett zu machen, verkauft Paragon einen anderen
> NTFS-Treiber mit einer anderen Codebasis, der auch ADS kann.

Der ist doch mittlerweile auch schon wieder veraltet. Es soll wohl schon 
wieder einen neuen Treiber geben: 
https://www.phoronix.com/news/NTFS-Windows-Symbolic-Links, der den Alten 
(davor readonly) Treiber ersetzt.
von Alexander (alecxs)


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Peter M. schrieb:
> verkauft Paragon einen anderen NTFS-Treiber

nun ja anscheinend nicht mehr laut deinem Link
von Rbx (rcx)


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von Klaus B. (forrestjump)


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Hallo Leute, es ist interessant Eure Ausführungen zu verfolgen, aber ich 
verstehe nur Tempelgong. An mechanischen HDDs leide ich keinen Mangel 
und deshalb extra eine mit 1TB für das Klonen der 500GB vorbereitet. 
Außerdem lauern hier auf den Rechnern noch 3-4 unterschiedliche Linux 
Versionen. Fast alle sind aktuell und Inzwischen sind auf einem System 
auch die entsprechenden Programme ddRescue (Befehle per copy und paste) 
installiert. Diverse Adapter USB to IDE/SATA sind ebenfalls present. 
Jetzt kommt der Haken, ich bin mit der Befehlssyntax im Terminal mit 
ddRescue nicht vertraut. Konkret, ich habe "ausreichend Bedenken" das 
ich (nahe 70) irgend etwas bei der Plattenzuweisung falsch mache. Für 
Euch mag das ein easy Spaziergang sein, aber für mich eben leider nicht.
von Alexander (alecxs)


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Das war klar bei so viel Fachsimpelei. Okay dann Spoonfeeding.

Öffne ein Terminal und tippe
1
$ lsblk

Bist du in der Lage die Quell-Festplatte zu identifizieren?
Beitrag #8070747 wurde vom Autor gelöscht.
von Alexander (alecxs)


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Das war nicht herablassend gemeint und ein ehrliches Angebot. Kann hier 
jeder machen.
von Klaus B. (forrestjump)


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Nur zur Info,
bin gerade dabei die Platte mit dd rescue zu klonen.
Der Prozess ist in Pass 5 forward und es sind 99.98% rescued.
Die letzten paar MB scheinen hartnäckig zu sein, die current Rate ist 
auf
642 B/s gesunken und die remaining time klettert auf weiter 15 von 
bereits 6 Stunden. Read Errors bis jetzt 733. Ich berichte weiter, aber 
morgen ist erstmal Wandertag. Schönes Wochenende allerseits
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Klaus B. schrieb:
> 642 B/s gesunken und die remaining time klettert auf weiter 15 von
> bereits 6 Stunden. Read Errors bis jetzt 733.

Voellig normal.
Lass einfach ddrescue weiterwursteln waehrend deines Wandertags.

Gruss
WK
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Dergute W. schrieb:

> Voellig normal.
> Lass einfach ddrescue weiterwursteln waehrend deines Wandertags.

Jepp.

Würde mich allerdings nicht wundern, wenn auch nach hunderten oder 
tausenden Läufen keine weitere Verbesserung mehr eintritt. Meine 
Erfahrung ist: Was in den ersten ca. 10 Läufen nicht gelesen werden 
konnte, das kommt auch später nicht mehr.

Manchmal hilft es allerdings, die Umweltbedingungen zu ändern, um doch 
noch was zu Tage zu fördern. Also, z.B.: Lauf abbrechen, alles gründlich 
abkühlen lassen und dann wieder starten.
von Alexander (alecxs)


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Bitte auf Luftfeuchtigkeit und Kondenswasser achten wenn die Platte in/ 
aus dem Kühlschrank befördert wird.
von Klaus B. (forrestjump)


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"Würde mich allerdings nicht wundern, wenn auch nach hunderten oder
tausenden Läufen keine weitere Verbesserung mehr eintritt. Meine
Erfahrung ist: Was in den ersten ca. 10 Läufen nicht gelesen werden
konnte, das kommt auch später nicht mehr."

ja, das habe ich mich auch schon gefragt, es  sind jetzt noch 47 MB die 
zu "retten" wären und  99.99% rescued.
Die Platten werden die ganze Zeit und kontinuierlich per Lüfter gekühlt 
und sind nicht wärmer als 30 Grad, was ich ab und an kontrolliere. Es 
macht wirklich keinen Sinn, tagelang zu versuchen knapp 50 MB zu retten. 
Im Moment heisst es ...scraping failed Blocks und geht nur noch 
byteweise voran. Ich lass es jetzt nochmal über Nacht laufen, aber 
morgen würde ich es dann gern abbrechen. Schliesst das Programm mit Ctrl 
+C den Vorgang auch automatisch richtig ab, oder ist dazu ein anderer 
Befehl vonnöten?
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Klaus B. schrieb:

> Die Platten werden die ganze Zeit und kontinuierlich per Lüfter gekühlt
> und sind nicht wärmer als 30 Grad

Und bei diesen, relativ konstanten Bedingungen geht's halt nicht. 
Deswegen kann man versuchen, ob es bei davon abweichenden geht. Manchmal 
geht es. Ist aber eher selten. Ich kann mich nur an zwei Fälle erinnern, 
wo das mal was gebracht hat.

> Schliesst das Programm mit Ctrl
> +C den Vorgang auch automatisch richtig ab

Ja.
von Klaus B. (forrestjump)


Angehängte Dateien:

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Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Immerhin sind es jetzt nur noch 31 
MB die zu revitalisieren ausstehen und der Gedanke ist mir auch schon 
gekommen das eine Temperaturdifferenz ev. hilfreich sein könnte. Das 
Ganze sieht daher jetzt technisch ungefähr so aus.....
und ja ich habe inzwischen ein Tuch untergelegt und Tautropfen 
weggewischt. ;-)  So langsam könnte das Programm aber auch mal wieder 
probeweise  auf backwards schalten. Die Platte machte übrigens nie 
Geräusche und läuft ganz normal.
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Klaus B. schrieb:
> So langsam könnte das Programm aber auch mal wieder
> probeweise  auf backwards schalten

Kann man die nicht unterbrechen, und später weitermachen? Wenn die 
Kühlschachteln durchkokeln, wird das auch nicht witzig.
von Klaus B. (forrestjump)


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ddRescue schreibt nun überraschend finished. Die Logdatei im Viewer 
geöffnet offenbart erstmal eine "grüne Wiese" mit vereinzelten roten 
Sprenkeln. Sieht harmlos aus.....dachte ich, aber wehe man zoomt 
rein.... Nun mach ich die Gerätschaften aus und erstelle morgen einen 
Spiegel von den geretteten Daten und auf der suche ich dann nach meinen 
Dateien. Vielen Dank erstmal an alle für die Hilfestellungen.
: Bearbeitet durch User
von Klaus B. (forrestjump)


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Hallo, noch mal eine Aktualisierung.

anders als erwartet ist es mir heute gelungen meine Daten nahezu 
vollständig von allen 3 Partitionen wiederherzustellen. Zuerst habe ich 
es mit Photorec versucht, aber das Programm hat nicht die gewünschten 
Resultate gebracht. Wie der Name schon vermuten lässt, hat es sich 
scheinbar hauptsächlich auf Bilder focussiert. Außerdem kann ich mich 
immer noch nicht mit diesen rudimentären Kommandozeilentools anfreunden, 
bei dem jeder kleinste Fehler erneut einen großen Schaden anrichten 
könnte. Der richtige Durchbruch gelang mir dann mit einem anderen 
Programm namens DMDE. Das war ein Hinweis aus einem anderen Forum und 
hat die 3 Partitionen mit Laufwerksnamen die ich vergeben hatte 
gefunden, alles schön sauber aufgelistet und mir statt kryptische 
Dateien die nachzubessern wären, die komplette Ordnerstruktur samt 
Inhalt auf eine andere Platte zurückgeschrieben. Ich will nicht 
verschweigen dass das Geld gekostet hat und zwar 18 Euro. Ddrescue hat 
aber zweifellos gute Vorarbeit geleistet. Nun ist wieder alles gut und 
ich habe mir vorgenommen zumindest die wichtigen Dinge in kleineren 
Zeitabständen zu sichern.
von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Dass Deine Platten alle überkopf arbeiten weißt Du aber schon. Das 
könnte der Grund sein, daas da kein Traffik zustande kommt.

Manche Hersteller geben das frei. Aber das möchte ich nicht versuchen. 
Entweder andrsrum, oder hochkant, wie in einem Nas.
: Bearbeitet durch User
von Peter M. (r2d3)


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Hallo Klaus B.,

Klaus B. schrieb:
> anders als erwartet ist es mir heute gelungen meine Daten nahezu
> vollständig von allen 3 Partitionen wiederherzustellen. Zuerst habe ich

das freut mich zu hören!
Damit weiß ich, dass wir beide unsere Zeit nicht umsonst investiert 
haben und ich Dir helfen konnte, Deine Daten wiederzubekommen.

Für die anderen:

Wir haben zusammen am Telefon einen idealtypischen Rettungsversuch 
begonnen.

1. Analyse der Defektplatte und der gebrauchten Kopierzielfestplatte mit 
smartmontools und CrystalDiskInfo.
Befund: C00 hängende Sektoren auf der Kopierquelle. Kopierziel 
(ordentlich gebrauchte Festplatte) zeigte keine Auffälligkeiten.
Klaus hat eine Kopierumgebung (Linux) auf einem nicht verwendeten 
Zweitrechner fertiggemacht, um "Abbruchdruck" zu vermeiden.
2. Entscheidung gefällt, nicht einen Datenretter zu konsultieren, 
sondern ddrescue zu benutzen.
3. ddrescue laufen lassen.
4. Imagedatei des Defektkandidaten noch einmal mit ddrescue geklont
5. Mit DMDE Daten gerettet.

Klaus als Linux-Anfänger aber auch als besonnener Mensch hat sich mit 
der Kommandozeile vertraut gemacht. Punkt 1 haben wir zusammen gemacht, 
Punkt 2  habe ich am Ende des Telefonats erläutert und Punkt 4 
empfohlen. Klaus hat dann selbstständig später bei Punkt 2 alleine 
weitergemacht.
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Thomas S. schrieb:
> Dass Deine Platten alle überkopf arbeiten weißt Du aber schon. Das
> könnte der Grund sein, daas da kein Traffik zustande kommt.

Die Zeiten, wo die Einbaulage einer Festplatte irgendeine Relevanz 
hatte, sind schon sehr, sehr lange vorbei.
von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Harald K. schrieb:
> Die Zeiten, wo die Einbaulage einer Festplatte irgendeine Relevanz
> hatte, sind schon sehr, sehr lange vorbei.

Das kann ja ruhig so sein. Wenn aber die HDD seit ewig gewohnt ist im 
'normalen' Zustand zu arbeiten, und Du die dann aufs Kreuz legst,so nach 
vieleicht 10.000 Std., dann ist die diese Lage gewohnt. Plötzliche 
Lageänderung (ausgeschaltet natürlich) auf Überkopf kann sie dir übel 
nehmen, da die Lager und die Köpfe es nicht gewohnt sind. Kann sein, 
dass die sich neu justiert, aber ein Ausfall ist möglich.
von Harald K. (kirnbichler)


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Gewiss. Und dann wird eine Festplatte so langsam wie ein 
Diskettenlaufwerk. Weil sich die Lager eingeschliffen haben, oder die 
Festplatte das vom Gefühl her so gewöhnt ist. Vielleiht hilft es, den 
Feng-Shui-Berater hinzuzuziehen, oder eine getrocknete Hasenpfote über 
einem Beutel Heilerde zu schwenken. Oder die BGAs zu reballen, man weiß 
es nicht.
von Klaus B. (forrestjump)


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Harald, sei doch nicht so garstig ;-)
Nun, ich werde demnächst ein paar Festplatten unbrauchbar machen, und 
bei der Gelegenheit mir die Lager mal ganz genau angucken. Wobei die 
Arme an denen die R/W Köpfe hängen liegen ja federnd auf der Platte, 
sodass sie einen möglichen Abrieb der Lager (au Backe) jedenfalls 
kompensieren könnten. Wo sich der mögliche Abrieb dann aufhält, möchten 
wir sicher gar nicht wissen. Über was für Toleranzbereiche sprechen wir 
denn hier überhaupt? Jedenfalls kann man 2 schöne halbrunde starke 
Magnete recyclen, die sehr gut in den etwas größeren China Antennenfuß 
(6cm d) passen. Der Originalmagnet darin ist der gleiche wie bei den 
Antennen mit (3cm d)  den man früher meist mit den DVBT Sticks 
mitbekommen hat. Für das Auto (Lora) sind die jedenfalls nicht gut 
geeignet, es sei denn man fährt nur Stadtverkehr. Alkohol, oder 
Messeschnellweg wären jedenfalls tabu. Nicht so bei der HDD Antenne. :-) 
Ach ja, gute Fahrt dem Peter und viel Erfolg beim Router wiederbeleben.
: Bearbeitet durch User
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Harald K. schrieb:
> Oder die BGAs zu reballen, man weiß es nicht.
In den Datenblättern steht als Einbauempfehlung immer senkrecht oder 
flach, ob nach links oder rechts gekippt oder Deckel oben/unten ist 
egal. Nur schräg sollte sie nicht verbaut sein.
von Norbert (der_norbert)


Angehängte Dateien:

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Frank D. schrieb:
> In den Datenblättern steht als Einbauempfehlung immer senkrecht oder
> flach,
von Wastl (hartundweichware)


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Norbert schrieb:
> Unsinn.png

Ein Datenblatt gilt für alle?
von Norbert (der_norbert)


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Wastl schrieb:
> Norbert schrieb:
>> Unsinn.png
>
> Ein Datenblatt gilt für alle?

Nein, natürlich nicht.
Aber wenn du richtig gelesen hättest:

Frank D. schrieb:
> steht als Einbauempfehlung *immer*

IMMER. Und da reicht eben ein einziges Negativ.
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