Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik SmartMeter mit MBus: simpler Pegelwandler gesucht


von Michael R. (Firma: Brainit GmbH) (fisa)


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Hallo zusammen,

bis gestern hatte ich ein SmartMeter vom Netzbetreiber, konkret ein 
Sagemcom T210-D-r. Dessen Kundenschnittstelle liefert einen Ausgang als 
Open Collector, serielles Signal und basiert auf dem niederländischen 
Standard DSMR 5.0.2. Durch die Schnittstelle ist eine 
Spannungsversorgung von 5V mit 250mA möglich. Die Schnittstelle ist
gegen Überlast und Kurzschluss geschützt.

Mit einem einfachen Pullup konnte ich damit ein RS232-kompatibles Signal 
erzeugen (0..5V) welches noch dazu schon entsprechend invertiert ist 
(also wirklich RS232 und nicht UART). Dahinter eine Waveshare 
RS232-to-Ethernet wandler, der mit den Signalen wunderbar stabil über 
viele Jahre zurechtgekommen ist.

Leider kam gestern der "Herr SmartMeter" und hat mir wegen Problemen mit 
der Konnektivität in meiner Siedlung ein neues SmartMeter verpasst, 
diesmal ein Landis & Gyr E450. Das Ding hat zwar auch eine 
Kundenschnittstelle, aber leider diesmal mit M-Bus :-(

Details zu beiden SmartMetern bzw. deren Kundenschnittstelle gibts hier: 
https://www.e-netze.at/downloads-data/pdf.aspx?pdf=EN_Update%20Kundenschnittstelle%20Smart%20Meter%20(03_2024)_WEB_RGB.pdf

die guten Nachrichten:
- Das SmartMeter spielt M-Bus-Master, und macht reinen Datenpush, ich 
muss also nur passiv "mitlesen" und muss nichts senden.
- die M-Bus-Signale sind bereits potentialfrei, ich brauch keine 
Optokoppler

ich habe allerdings nur die 2 M-Bus Leitungen, keine Spannungsversorgung 
wie beim alten SmartMeter

Die Datenpegel sind wie folgt beschrieben:

Space: L ≥12 V

Mark:  H Space Spannung + ≥10V aber <42V

Im Leerlauf messe ich ziemlich genau 26 Volt, Space dürfte also bei etwa 
16 Volt liegen (Oszi-Vermessung steht noch aus)

Was ich nun suche ist eine möglichst einfache (temporäre) Lösung, wie 
ich aus diesen Pegeln wieder etwas machen kann, was mein RS232-Konverter 
als gültiges RS232 annimmt. Möglichst mit Bauteilen aus der Wühlkiste.

Ob ich invertieren muss, bin ich mir auch noch nicht sicher... ich 
fürchte aber ja

Ich wäre für alle Hinweise sehr dankbar!

lg Michi
von Bertram S. (bschall)


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von Michael R. (Firma: Brainit GmbH) (fisa)


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Danke! beide hatte ich schon halb auf dem radar... Nachteil: beide 
brauchen eine Spannungsversorgung, und die hab ich im Schaltschrank 
derzeit nicht...
von Bertram S. (bschall)


Angehängte Dateien:

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Der TSS721A bietet auch einen 3V3 Ausgang, die Spannung wird direkt vom 
M-Bus erzeugt. Dahinter dann ein X-Beliebiger 3V3 tauglicher RS232 
Converter und du bist durch mit deinem Vorhaben.
: Bearbeitet durch User
von Andi B. (andi_b2)


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Spannungsversorgung hast du ja prinzipiell schon. Sowohl Mark als auch 
Space liefern dir Spannung. Also simple Spannungsmodulation auf der 
Versorgung könnte man sagen. Frage ist nur, wie stark belastbar die ist.

Ich hab mir schon mal vor längerer Zeit einen Decoder für sowas gebaut. 
War aber einfach für mich, weil ich mit extrem energiesparenden Geräten 
welche ebenfalls über Spannungsmodulation auf der Versorgung betrieben 
wurden, genügend Erfahrung habe. Also mit sparsamen Prozessoren und 
rückwirkungsarmer Stromversorgung. Man will ja nicht durch die 
Stromversorgung die Modulation killen.

Du könntest versuchen über z.B. Diode und in Serie sehr hochohmig die 
Leitung abgreifen. Und dann erst zu einem Kondensator von dem du dann 
deine Versorgungsspannung generierst. Also z.B. Diode, 30kR, 10uF nur so 
als Idee.

Andere Möglichkeit ist über eine Konstantstromquelle, z.B. 0,5mA einen C 
laden, welcher mit z.B. einer 8V2 Z-Diode gegen Hochlauf auf die 8V2 
begrenzt wird. Und von da eine Schaltung versorgen. Ev. kannst sogar mit 
mehr als 1mA belasten. Müßte man messen. Obwohl ich mich erinnern kann, 
dass die max. Last bei meinem Zähler sogar spezifiziert war.
von Michael R. (Firma: Brainit GmbH) (fisa)


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Andi B. schrieb:
> Obwohl ich mich erinnern kann,
> dass die max. Last bei meinem Zähler sogar spezifiziert war.

genau an eine Versorgung aus dem M-Bus habe ich auch gedacht.

Die Doku vom Netzbetreiber sagt dazu:

Übermittlung vom Slave
MARK L=0 mA bis 1,5 mA
SPACE H=(11 mA bis 20mA + MARK-Strom)

was insofern verwirrend ist, als es keine Übermittlung vom Slave gibt.

Aber wenn ich das richtig interpretiere, darf ich 1mA ziehen, ohne was 
zu stören. Und das sollte für eine simple Invertierung mit Transistor 
reichen.

Meine Idee wäre eine sehr simple Schaltung: Spannungsteiler, Z-Diode, 
Transistor in Emitterschaltung als Inverter.

Ich muss von den Pegeln einmal nach 0V kommen, und einmal irgendwas 
zwischen 3? 5? Volt und 25V, das sollte von meinem RS232-Receiver sauber 
erkannt werden.
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Der kann ja auch wM-Bus, das könntest du z.B. mit einem STM32WL33 
drahtlos empfangen ;-) Oder mit einem fertigen wM-Bus Empfänger oder 
existierendem Open-Source-Projekt: 
https://github.com/alex-icesoft/esp32_cc1101_wmbus
: Bearbeitet durch User
von Michael R. (Firma: Brainit GmbH) (fisa)


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a) wer Funk kennt, nimmt Kabel :-)
b) ich habe ein fertiges Ökosystem im E-Verteiler (eben den 
RS232-Gateway) mir fehlt nur der kleine Teil dazwischen
von Klaus R. (klara)


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Michael R. schrieb:
> Leider kam gestern der "Herr SmartMeter" und hat mir wegen Problemen mit
> der Konnektivität in meiner Siedlung ein neues SmartMeter verpasst,
> diesmal ein Landis & Gyr E450. Das Ding hat zwar auch eine
> Kundenschnittstelle, aber leider diesmal mit M-Bus :-(

Landis & Gyr hat das Herstellerkürzel LZG, aus der Schweiz.

Ich bekam vor einem Jahr meine eHZ Zähler wegen Umstieg auf iMSYS 
getauscht mit LZG Zähler. Nach 12 Tagen wurden die wieder gewechselt. 
Einen Tag später wurde wieder, dieses Mal nur einer, gewechselt. Am 
14.08.2025 erfolgte der 4. Wechsel.

Die LZG Zähler waren wohl nicht kompatibel. Ich bekam dann Zähler mit 
Kürzel ISK. Die kommen wohl aus Slowenien. Die ISK Zähler laufen wohl. 
Leider hat Westnetz den einzelnen Zähler vergessen zu buchen, so daß ich 
bis heute nicht meine Daten selber bei Medaco einsehen kann. Typisch 
Westnetz. Da gibt es jede Menge Theater. Man schaue mal im Photovoltaik 
- Forum nach.
mfg Klaus
: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Michael R. schrieb:
> Mit einem einfachen Pullup konnte ich damit ein RS232-kompatibles Signal
> erzeugen (0..5V)

0..5V ist nicht RS-232 kompatibel.
von Michael R. (Firma: Brainit GmbH) (fisa)


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ist leider falsch... theoretisch korrekt, praktisch nicht.

Diese Diskussion will ich aber nicht zum 127sten mal führen.
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