Hallo zusammen,
bis gestern hatte ich ein SmartMeter vom Netzbetreiber, konkret ein Sagemcom T210-D-r. Dessen Kundenschnittstelle liefert einen Ausgang als Open Collector, serielles Signal und basiert auf dem niederländischen Standard DSMR 5.0.2. Durch die Schnittstelle ist eine Spannungsversorgung von 5V mit 250mA möglich. Die Schnittstelle ist gegen Überlast und Kurzschluss geschützt.
Mit einem einfachen Pullup konnte ich damit ein RS232-kompatibles Signal erzeugen (0..5V) welches noch dazu schon entsprechend invertiert ist (also wirklich RS232 und nicht UART). Dahinter eine Waveshare RS232-to-Ethernet wandler, der mit den Signalen wunderbar stabil über viele Jahre zurechtgekommen ist.
Leider kam gestern der "Herr SmartMeter" und hat mir wegen Problemen mit der Konnektivität in meiner Siedlung ein neues SmartMeter verpasst, diesmal ein Landis & Gyr E450. Das Ding hat zwar auch eine Kundenschnittstelle, aber leider diesmal mit M-Bus :-(
Details zu beiden SmartMetern bzw. deren Kundenschnittstelle gibts hier: https://www.e-netze.at/downloads-data/pdf.aspx?pdf=EN_Update%20Kundenschnittstelle%20Smart%20Meter%20(03_2024)_WEB_RGB.pdf
die guten Nachrichten:
- Das SmartMeter spielt M-Bus-Master, und macht reinen Datenpush, ich muss also nur passiv "mitlesen" und muss nichts senden.
- die M-Bus-Signale sind bereits potentialfrei, ich brauch keine Optokoppler
ich habe allerdings nur die 2 M-Bus Leitungen, keine Spannungsversorgung wie beim alten SmartMeter
Die Datenpegel sind wie folgt beschrieben:
Space: L ≥12 V
Mark: H Space Spannung + ≥10V aber <42V
Im Leerlauf messe ich ziemlich genau 26 Volt, Space dürfte also bei etwa 16 Volt liegen (Oszi-Vermessung steht noch aus)
Was ich nun suche ist eine möglichst einfache (temporäre) Lösung, wie ich aus diesen Pegeln wieder etwas machen kann, was mein RS232-Konverter als gültiges RS232 annimmt. Möglichst mit Bauteilen aus der Wühlkiste.
Ob ich invertieren muss, bin ich mir auch noch nicht sicher... ich fürchte aber ja
Ich wäre für alle Hinweise sehr dankbar!
lg Michi

