Hallo zusammen, ich habe einen HM800 Wechselrichter von Hoymiles hier liegen, der defekt ist. Der Wechselrichter "wechselt" nicht mehr in Wechselspannung. Er ist aber über eine AhoyDTU erreichbar und man erkennt, dass die Solarpanele Strom liefern. Dieser wird aber ausschließlich für den Betrieb des Wechselrichters verwendet, sodass auch Daten an die AhoyDTU gesendet werden. Auch erkennt man, dass Wechselspannung anliegt. Die LED leuchtet dauerhaft rot und bedeutet "Bitte Hersteller kontaktieren". Letzteres wurde gemacht und es wurde auf Garantie ein neuer Wechselrichter geschickt. Problem gelöst. Den alten WR durfte ich behalten und es wäre irgendwie schade den WR einfach wegzuwerfen, wenn es z.B. nur eine Kleinigkeit ist. Hinderlich wird wohl sein, dass das gesamte Gehäuse mit Vergussmasse aufgefüllt wurde. Also falls jemand eine Idee hat, wär ich sehr dankbar für einen Tipp.
Oliver B. schrieb: > falls jemand eine Idee hat, Wegschmeissen. Die Vergussmasse verhindert Reparaturen, wird aber zur Wärmeableitung benötigt. Neu vergiessen kannst du nach der Reparatur eh nicht, die Flasche Vergussmasse kostet so viel wie ein ganzer Hoymiles. Bau in deinen Sicherungskasten stattdessen einen Überspannungsschutz ein damit der Ersatz lange lebt.
hast Du versucht, ihn komplett abzustecken,dann erst die PV-Zellen dann 230V anzuschließen? gerade Hoymiles WR sind hier sehr zickig
Kannst du einen Fehlercode auslesen? Diese DTUs können die normalerweise anzeigen.
Fehlercode habe ich nicht ausgelesen. Aber über Nacht die Sicherung draußen gehabt, der WR ist bei Bekannten verbaut gewesen, die technisch nicht so versiert sind. Anbei ein Bild, wie es bei der DTU immer aussah. Also Solar nur für den Betrieb des WR, AC-Seite wird erkannt; aber halt nichts verwechselt. Aber ggf kann ich den WR hier mal mit nem Netzteil an Solar und provisorisch AC mal auf den Schreibtisch klemmen und gucken was der hier bei mir zuhause macht. Wo kann ich denn Fehlercodes in der AhoyDTU auslesen.
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Oliver B. schrieb: > Aber ggf kann ich den WR hier mal mit nem Netzteil an Solar und > provisorisch AC mal auf den Schreibtisch klemmen und gucken was der hier > bei mir zuhause macht. Du meinst, dass dein Netzteil eine mit einem Solarpanel vergleichbare Kennlinie besitzt? Da wird der MPPT möglicherweise etwas orientierungslos aus der Wäsche gucken, aber vielleicht hast du ja Glück.
Rainer W. schrieb: > Du meinst, dass dein Netzteil eine mit einem Solarpanel vergleichbare > Kennlinie besitzt? > Da wird der MPPT möglicherweise etwas orientierungslos aus der Wäsche > gucken, aber vielleicht hast du ja Glück. da braucht es keine Kennline Hatte lange einen Hoymiles HM-300 direkt an einem 55V Akku, nachts für die Grundversorgung Der wurde nur AC-seitig bei Sonnenuntergang zugeschaltet Problem ist eher - wer hat ein NT das 800W liefern kann Aber wen Du mit Ahoy zugreifen kannst - da kannst die Leistung ja reduzieren stell aber das Netzteil beim anschließen auf 0V ein, fahr die Spannung dann hoch
Ich würde so gerne mal in so ein Dingen rein Schauen. X-D
Kilo S. schrieb: > Ich würde so gerne mal in so ein Dingen rein Schauen. X-D Hier ist einer HM600 https://youtu.be/NrVPt9rH1XM?is=54jG_wb_w2gixAK0 Und der hier von Envertech https://youtube.com/shorts/duntYWIuamY?is=oomqIV1-yaomkhH2
Oliver B. schrieb: > Hier ist einer HM600 > https://youtu.be/NrVPt9rH1XM?is=54jG_wb_w2gixAK0 > Und der hier von Envertech > https://youtube.com/shorts/duntYWIuamY?is=oomqIV1-yaomkhH2 Dankeschön. Da ist ja kaum was drin Mensch...
Oliver B. schrieb: > Hier ist einer HM600 > https://youtu.be/NrVPt9rH1XM?is=54jG_wb_w2gixAK0 wie wurde das Video gemacht? Es heisst doch immer die sind komplett vergossen?
Es ist nicht mein Video, das hatte ich nur gefunden. Entweder ist der Hoymiles nicht vergossen oder derjenige hat bereits alles entfernt, weil ja sowieso verpolt gewesen war. Bevor ich den WR öffne Probier ich es aber nochmal zuhause was der so sagt. Aufschrauben kann ich den immer noch.
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Auf dem Video sind die Abrisskanten der Vergussmassenreste doch noch gut zu sehen. Das Dingen war scheinbar auch vollvergossen. So ein Verguß ist für wirklich ausfallkritische Elektronik, die stark Wasser, Temperaturschwankungs und und Kondensationsbelastet ist - ein probater Weg. Aber eigentlich kosten die Vergussmassen relativ teuer.
Maik .. schrieb: > So ein Verguß ist für wirklich ausfallkritische Elektronik, die stark > Wasser, Temperaturschwankungs und und Kondensationsbelastet ist - ein > probater Weg ja, aber wenn es dann so vergossen ist das es diese Funktionen erfüllt kann man es nicht mal kurz abreissen man schafft es kaum es so wegzubekommen das man die einzelnen Bauteile wieder sieht
Alternativ gibt es auch PUR Vergussmassen, die durchsichtig und flexibel wie ein Riesengummibärchen bleiben. Electrolube stellt sowas her. Da kann man dann mit Sicht aufprokeln oder gar Messpitzen reindrücken. Wobei ich bei Polyurethan Lacken und Vergussmassen mittlerweile gesundheitlich vorsichtig wäre, vor allem der Härter ist sehr ungesund. Aber natürlich ist mir im Normalfall unvergossene oder nur lackierte Elektronik lieber.
Also mit dem Schreibtisch-Setup läuft der WR an und verbindet sich auch mit der DTU. Zeigt aber das selbe Verhalten, wie vorher. Er wechselt nicht und die rote LED leuchtet dauerhaft. Ist also intern was defekt würde ich vermuten. Wahrscheinlich ein Kondensator oder ähnliches Bauteil. So sieht der übrigens von innen aus, Mega klebrig das Zeug. Bei öffnen kamen mir auch ein paar Tropfen Wasser entgegen, kann natürlich auch sein, dass die ihren Weg weiter ins Innere gefunden haben. So sieht der dann ohne die Klebemasse innen aus. Sorry für die vielen gleichen Bilder
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Oliver B. schrieb: > So sieht der übrigens von innen aus, Mega klebrig das Zeug. wie hast Du es so sauber abbekommen? Kann man das am Stück abziehen, es klebt nicht an den Bauteilen?
Tatsächlich klebte es ziemlich aber es löst sich gut ab. Also wirklich völlig ohne Chemie nur bisschen knibbeln.
Ich habe ein Bauteil eingekreist, dass du dir mal genauer ansehen solltest. Ist das ein Widerstand oder eine Induktivität? Der dunkle Punkt läßt einen defekt vermuten.
Gero B. schrieb: > Der dunkle > Punkt läßt einen defekt vermuten. Ich bin beeindruckt was du da alles erkennst und du dir die Mühe machst genauer hinzuschauen! Leider war der schwarze Punkt ein Rest Vergussmasse. Ließ sich abwischen. Habe aber selbst gerade kritisch draufgesehen. Die vier Widerstände sehen alle nicht mehr frisch aus: Auf dem großen Foto sind die neben dem WLAN Modul zu sehen. (Oben rechts)
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Das sind Shunts für irgendeine Strommessung. Falls da mal "R010" stand, waren das welche mit 10 Milliohm. Kannst du da mal ein Multimeter dranhalten? Es muss ja dann auf jeden Fall ~0 Ohm zeigen.
Xxx X. schrieb: > Kannst du da mal ein Multimeter > dranhalten? Es muss ja dann auf jeden Fall ~0 Ohm zeigen. Sorry bin erst heute dazu gekommen, die alle mal zu messen. Ausgelötet habe ich sie nicht, ob da R010 drauf stand (könnte sein), kann man nicht mehr so recht erkennen. R307 und R306 haben 5,96kOhm R308 und R309 zählen hoch bis in den MOhm-Bereich und irgendwann kein Durchgang mehr. Wahrscheinlich wird da irgendein Kondensator aufgeladen und dann ist Ende. Die Komponenten selbst sind aber offensichtlich defekt.
Dann werden die wohl hinüber sein. Das scheint der Ausgang zu sein, oder? Also netzspannungsseitig? Das Problem ist, dass da normalerweise ja nur einige Millivolt abfallen. Wenn die durchgebrannt sind, liegt an dem dazu gehörigen Chip in der Nähe wohl eine relativ hohe Spannung an. Dann wird der vermutlich auch kaputt gegangen sein. Kannst ja mal die Leiterbahnen verfolgen, ein Datenblatt suchen, etc. Ich glaube aber nicht, dass das das einzige Problem ist. Es muss ja einen Grund gegeben haben, warum da ein so hoher Strom geflossen ist. Der Wechselrichter wird versucht haben, nicht netzsynchron einzuspeisen.
Oliver B. schrieb: > So sieht der übrigens von innen aus, Mega klebrig das Zeug. Wie hast Du die Platine aus dem schwarzen Gehäusedeckel herausbekommen? Wie hast Du die Klebemassse unter der Platine gelöst?
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StefanK schrieb: > Oliver B. schrieb: >> So sieht der übrigens von innen aus, Mega klebrig das Zeug. > > Wie hast Du die Platine aus dem schwarzen Gehäusedeckel herausbekommen? Ich habe als erstes das AC Kabel abgenommen, das ist mit 6,3mm Flachsteckern auf der Platine fest, dann habe ich mit nem flachen Gegenstand die Platine gleichmäßig hochgehebelt bzw. Die vergussmasse gelöst. Irgendwann war so wenig Widerstand dass man die Platine recht einfach entnehmen konnte. > > Wie hast Du die Klebemassse unter der Platine gelöst? Die Klebemasse klebte am Alu-Gehäuse, die Platine kam sauber raus.
wenn er dann repariert ist- wie bekommst diese Vergussmasse wieder rein?
Ich denke ich werf den weg. Es sieht zwar recht übersichtlich aus, aber es sind wahrscheinlich deutlich mehr Komponenten betroffen und ich kann auch nicht SMD Löten. Ich habe den Ersatz auf Garantie kostenfrei erhalten deshalb stecke ich keine weitere Energie da rein. Wäre es einfach gewesen hätte ich mir den vielleicht als Reserve weggelegt oder vielleicht für irgendwas experimentelles und auf die Vergussmasse verzichtet. Aber ich denke das lohnt so jetzt nicht mehr.
Maik .. schrieb: > Aber eigentlich kosten die Vergussmassen relativ teuer. https://www.buerklin.com/de/p/lackwerke-peters/dichtmassen-vergussmassen/vu4457-51-a-b-1-2-kg/12L700/ Geht so. Für nen 600w WR ist es wohl eher nicht zielführend.
Bitte auf gar keinen Fall wegschmeißen. Ich möchte mir einen Flashdump ziehen. Zahle auch für die Versandkosten + kleine Aufwandsentschädigung.
Hallo, ich habe den WR bzw. nur die Platine an Uwe weitergegeben. Eventuell verfügt er auch bereits über die technische Ausstattung weitergehende Untersuchungen an dem WR durchzuführen.
Danke für den schnellen Versand und die nette Kommunikation, ich hab das Teil nächste Woche auf dem Tisch und schau was geht. Falls schon jemand Controllertyp, Pinout, Anzahl der Controller kennt, gerne rauslassen, danke.
Wenn da auch HM2401-51802-V1.0.0 seitlich auf dem RF-Modul steht, sollte da ein nRF51802 unter dem RF-Käfig drin sein mit dem Pinout aus dem Anhang. Also SWD sollte dann auf einem unbestückten 1.27RM (oder 2mm?) Pinheader rausgeführt sein (und natürlich auch seitlich an den castellated holes vom Modul anliegen). Falls du dir den DSP ebenfalls anschauen willst, wird das garantiert auch ein TMS320 sein mit einem unbestückten JTAG-Header neben dran mit dem TMS320-Standard-Pinout. (Im HM-400 ist ein TMS320F28034 drin - im HM-800 vermutlich etwas "dickeres".)
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