Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Miele Staubsaugermotor MRG 728-42/2 Kurzschluss?


von Lars B. (heiner56)


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Ähnlcher Thread zwar schon drin , aber in Verbindung mit Leistungstriac. 
Hier ist nur ein Störkondensator verbaut.
Motor macht keinen Mucks mehr. Bei den drei Anschlüssen messe ich nur 
Hochohmig
Kaputt ?
von Thomas R. (thomasr)


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Das wäre der erste Miele ohne Elektronik! Die Baugruppe läßt sich 
einfach herausziehen, schau mal genau nach. Da sollte mindestens ein 
Klixon sein...

Oft sind auch nur die Bürsten abgenutzt oder klemmen in den Schächten.
von Dieter W. (dds5)


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Der Triac steckt im Motorgehäuse um den Luftstrom zur Kühlung 
auszunutzen.
Deshalb gehen da auch 3 Adern hin.
Leider kann ich mich an Einzelheiten nicht mehr erinnern.
von H. H. (Gast)


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von Lars B. (heiner56)


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Beitrag hatte ich auch gefunden, aber selbst nach mehrmaligem Lesen 
komme ich zu keinem Ergebnis, weil hier einfach zu viele 
widersprüchliche Aussagen getroffen werden, welche PINs jetzt mit L bzw 
N angeschlossen werden sollen.
von Mani W. (e-doc)


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Lars B. schrieb:
> Motor macht keinen Mucks mehr. Bei den drei Anschlüssen messe ich nur
> Hochohmig

Wie kommst Du dann auf Kurzschluss?

Die Lamellen sehen gut aus, die Wicklung nicht angebrannt...
: Bearbeitet durch User
von Lars B. (heiner56)


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Ich habe eben schon einige Staubsaugermotoren vor mir gehabt, irgendwann 
auch mal den gleichen Miele-Motor. Bei allen diesen Motoren konnte ich 
diese direkt   unter Umgehung der Elektronik anschließen. Bei den Pins 
lagen stets Werte um die 3 - 10 Ohm an. Bei diesem Motor messe ich nur 
Werte im MOhm-Bereich.
von Lotta  . (mercedes)


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Lars B. schrieb:
> Ich habe eben schon einige Staubsaugermotoren vor mir gehabt, irgendwann
> auch mal den gleichen Miele-Motor. Bei allen diesen Motoren konnte ich
> diese direkt   unter Umgehung der Elektronik anschließen. Bei den Pins
> lagen stets Werte um die 3 - 10 Ohm an. Bei diesem Motor messe ich nur
> Werte im MOhm-Bereich.

Dann würde ich jetzt meinen Durchgangsprüfer nehmen
und die Unterbrechung systematisch suchen.

mfg
von Lars B. (heiner56)


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Hab den Stator mal ausgebaut. Ausser viel Dreck ist mir anfangs nichts 
aufgefallen. Erst beim genauen Hinsehen ist mir dann die Unterbrechung 
aufgefallen. Wieso hier ein Bruch entstanden ist kann ich natürlich 
nicht sagen.
Wie bekomme ich die beiden Enden denn sauber wieder zusammen?
von Wolf17 (wolf17)


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Lars B. schrieb:
> Wie bekomme ich die beiden Enden denn sauber wieder zusammen?
Bei Kupferdraht einfach löten. Flickstelle gegen Vibration mit Kleber 
stabilisieren.
Wenn die Wicklung aus Aluminiumlackdraht ist, wird es schwierig.
von Lars B. (heiner56)


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Wenn man die beiden  Kupferdrahtenden nach vorne bringt, lötet, mit 
Klarlack versieht, Schrumpfschlauch über die Lötstelle und das ganze mit 
Epoxiharz stabilisiert: wäre das ok oder wieder mal quick and dirty?
Dann noch ne Frage: Im Inneren des Gehäuse in in der Aussparung für das 
Kugellager irgendeine ziemliche zerböselte Manschette zu sehen. Ist das 
Gummi o.ä.
von Ralf X. (ralf0815)


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Wolf17 schrieb:
> Lars B. schrieb:
>> Wie bekomme ich die beiden Enden denn sauber wieder zusammen?
> Bei Kupferdraht einfach löten. Flickstelle gegen Vibration mit Kleber
> stabilisieren.

Ich würde das kurze Drahtstück von der Buchse bis Bruch durch ein 
längeres (isoliertes) Drahtstück ersetzen und die Verlötung  überlappend 
weiter nach rechts im Bild verlagern.
Entweder Schrumpfschlauch über die Verlötung ziehen oder "Verkleben", 
falls  auf dem Kunststoff haftender Kleber vorhanden.

> Wenn die Wicklung aus Aluminiumlackdraht ist, wird es schwierig.

Wenn vorhanden, funktioniert eine passende Quetschverbindung, ebenfalls 
nach rechts verlagert und neuem Draht zur Buchse.
Aber auch das Innere einer kleinen Schraubklemme sollte funktionieren.
von Thomas S. (thommi)


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Achte auch darauf, wenn du die Kohlebürsten wieder aufsteckst, dass du 
nicht die Seiten vertauschst. Klingt etwas komisch, aber die sind nicht 
genau mittig. Du siehst es gleich, wenn sie nur mit einer Kante am 
Kollektor anliegen, anstatt mit der ganzen Stirnfläche.
von Mani W. (e-doc)


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Lars B. schrieb:
> Wenn man die beiden  Kupferdrahtenden nach vorne bringt, lötet, mit
> Klarlack versieht, Schrumpfschlauch über die Lötstelle und das ganze mit
> Epoxiharz stabilisiert: wäre das ok oder wieder mal quick and dirty?

Super Idee...

Ist die auch technisch durchführbar und wozu Klarlack?
von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Ich würde einfach ein Stückchen passenden Draht dazwischen setzen. Das 
lässt sich gut mit dünnem Schrumpfschlauch isolieren. Etwas Kaptonfolie 
hilft zur Isolierung / zum Schutz an der Stelle des aktuellen Bruches.
Viele Grüsse Ove
von Lars B. (heiner56)


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So, alles soweit fertig, kommt noch Epoxidkleber drauf wegen der 
Vibration und gut ist. Beim vorläufigen Test lief der Motor wie ein 
Spinnrad.
Danke für all eure Tipps !
von Stephan S. (uxdx)


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Ich nehme für so was gerne eine alte Kugelschreibermine, knipse die auf 
die benötigte Länge, Reinigung mit Isopropanol, auf abisolierten Draht 
verpressen, Schrumpfschlauch, fertig.
von Lars B. (heiner56)


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Super Idee !!
von Ulf P. (bastler2004)


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Lars B. schrieb:
> Epoxiharz

Für Quick&Dirty untauglich, Heißkleber ist zwingend zu verwenden ;-)
von Lars B. (heiner56)


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Spaß oder im Ernst ??
von Lars B. (heiner56)


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Beim etwas längeren Test merkt man nun doch, dass die Lager ziemlich 
verschlissen sind. Also muss ich die dann auch noch besser tauschen.
von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Ja, ein Lagerwechsel ist anzuraten. Der feine Staub dirnigt ein und die 
Reibung wird zunehmend größer, und damit auch der Abrieb.
Wenn du die Lager bekommst, dann tausche sie aus.
von Lars B. (heiner56)


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weiß jetzt immer noch nicht, was das für ein Ring im Innern des 
Statorgehäuses ist. Will den nämlich auch austauschen
von BirnKichler 🧐 S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Lars B. schrieb:
> weiß jetzt immer noch nicht, was das für ein Ring im Innern des
> Statorgehäuses ist. Will den nämlich auch austauschen

Schmeckt das nach Gummi oder Lakritz? Aber jetzt ernsthaft, saubermachen 
geht nicht? Das sieht ja fürchterlich aus was du uns hier zumutest. Wenn 
es gereinigt ist dann sieht an auch viel mehr. Das Lager ist wohl sehr 
heiß geworden. Tasche das Schild einfach aus. Sonst hast noch eine 
Baustelle.
: Bearbeitet durch User
von Lars B. (heiner56)


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Fortsetzung:
habe jetzt ein neues Lager drauf gemacht, vorher noch die Lamellen mit 
feinem Schleifpapier (600er) gereinigt und die Zwischenräume wieder 
gesäubert. Test verlief nun so:
Motor lief, hatte aber massives Bürstenfeuer, dass ich mir an der 
Ankerwelle die Flossen verbrannt habe, Lagerfett ist aus dem neuen Lager 
aufgrund der Hitze ausgetreten. Nach dem Ausbau den Anker getestet. 
Sämmtliche Lamellen des Kommutators haben Durchgang, was ja nicht sein 
darf. Was lief falsch? Das Anschleifen hatte ich vorher schon x-Mal bei 
anderen Ankern gemacht und wird auch im  Netz überall beschrieben. Trotz 
erneuter Reinigung bleibt der Durchgang der Lamellen bestehen. Also ab 
in die Tonne.
von Mobile (mobileteser)


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Du solltest das nächste Mal auch die Leistungsaufnahme des Motors 
messen. Dann siehst Du auch einen Winddungsschluss.
von Ralf X. (ralf0815)


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Mobile schrieb:
> Du solltest das nächste Mal auch die Leistungsaufnahme des Motors
> messen. Dann siehst Du auch einen Winddungsschluss.

Der muss vorher gar nicht existiert haben.
Aber was man auf keinen Fall machen sollte, nach Laiengebastel einem 
kräftigen Bürstenfeuer zuzuschauen, bis das Fett aus dem Lager tritt und 
man die Welle aufgrund Hitze nicht mehr anfassen kann.
Aber Lars ist zumindest hier ja schon für ähnliche Schoten bekannt.

Besucher eines RC wissen leider nie, an wen sie dabei kommen...
von Lars B. (heiner56)


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Also das mit dem Durchgang muss ich mal präzisieren. Es sind um die 0,5 
Ohm und laut Netz bei den Lamellen völlig normal. Also wieso entstand 
jetzt so ein Bürstenfeuer?
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