Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Identifikation SOT23-5 ST3SK


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von Thomas W. (goaty)


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Was könnte das für ein Bauteil sein aus einem Voltcraft DOV704 (OWON 
ADS800).
Größe 3mm auf etwa 1,6mm ohne Beine.
Beschriftung ST3SK.
: Verschoben durch Moderator
von H. H. (hhinz)


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Zu wenig Anhaltspunkte. Zeig mal etwas mehr vom Umfeld.
von Harald K. (kirnbichler)


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Das ist ein LMH6702, ein Opamp, der aufgrund eines Designfehlers für 
Ripple im genannten Oszilloskop führt.

https://www.eevblog.com/forum/testgear/voltcraft-dov-series/msg6296726/#msg6296726
von Peter K. (chips)


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evt. SGMOP17C von SG Micro
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> LMH6702

Peter K. schrieb:
> SGMOP17C

Haben ganz andere Markings.
von Harald K. (kirnbichler)


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--
Ich denke, Hinz hat wie üblich recht, und ich etwas zu schnell etwas aus 
diesem ellenlangen eevblog-thread herausgelesen

Das von mir verlinkte Posting im Thread zeigt aber mit einiger 
Sicherheit die vom Threadstarter gezeigte Stelle.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Das von mir verlinkte Posting im Thread zeigt aber mit einiger
> Sicherheit die vom Threadstarter gezeigte Stelle.

Wegen der Bezeichnung des TP66 denke ich an einen 5V Spannungsregler.
von Thomas W. (goaty)


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H. H. schrieb:
> Wegen der Bezeichnung des TP66 denke ich an einen 5V Spannungsregler.

Nur warum dessen Entfernung dann eine Verbesserung der Signalform bringt 
ist nicht so direkt ersichtlich.
von Harald K. (kirnbichler)


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https://www.eevblog.com/forum/testgear/voltcraft-dov-series/?action=dlattach;attach=2830462;image

Das ist die Platine rund um den Baustein, zumindest was den Testpunkt 
selbst betrifft, dürfte Hinz richtig liegen, denn da gibt es auch einen 
TP65, neben dem V3.3A steht und einen TP63 mit V7.5A ...
von Harald K. (kirnbichler)


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Hier gibts de Stelle in noch etwas größer, mit lesbaren Beschriftungen:

https://www.eevblog.com/forum/testgear/voltcraft-dov-series/?action=dlattach;attach=2841820;image

Ist vielleicht der zehnpolige TI-Baustein U623 "1CFP TI F 415E" der 
Spannungsregler? - ja, das ist ein TPS7A92, ein low-Noise-LDO.


Und hier wird über das (andere) Bauteil diskutiert:

https://www.eevblog.com/forum/testgear/voltcraft-dov-series/msg6288624/#msg6288624


Hier werden zwei Modellversionen miteinander verglichen, Unterschied: In 
der neueren ist das Bauteil nicht bestückt

https://www.eevblog.com/forum/testgear/voltcraft-dov-series/msg6290426/#msg6290426
von Thomas W. (goaty)


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Ich muss mal schauen, der Baustein ist mehrfach auf dem Board drauf. 
Mache ich mal vernünftige Fotos von.
von Harald K. (kirnbichler)


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Ich hab' jetzt noch etwas Zeit mit diesem eevblog-Thread verbracht.

Vermutlich ist das Bauteil ST3SK ein "Buffer" o.ä., der eine 
Referenzspannungsquelle von 2.5 V entkoppelt; daran angeschlossen sind 
vier Opamps, die wiederum in den Eingangsstufen siten (die sind LMH6702 
mit Marking A83A, was dem Datenblatt entspricht).

Die Referenz kann man auf dem von mir verlinkten Bild
https://www.eevblog.com/forum/testgear/voltcraft-dov-series/?action=dlattach;attach=2841820;image
sehen, die ist der Sechsbeiner rechts oberhalb von "ST3SK" mit dem 
Marking 19ED - das passt zum Datenblatt von REF3425 (TI).



--

"Lustig", das ist jetzt so oft diskutiert worden, daß sogar die 
sogenannte "KI" von Google beginnt, das als "Erkenntnis" auszuwerfen.

Um was für ein Bauteil es sich bei ST3SK handelt, weiß die großartige 
"KI" natürlich nicht.
: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (goaty)


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Hier noch ein gleiches Bauteil in jedem Frontend der vier Kanäle.
von Harald K. (kirnbichler)


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Ich nehme stark an, daß mit dem nächsten Beitrag Hinz das Datenblatt 
verlinkt ...
von Thomas W. (goaty)


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Pin 1 und 4 sind verbunden.
Pin 2 ist Gnd.
Pin 5 vermutlich BCC.
Sieht nach OpAmp als Buffer aus.
von Peter K. (chips)


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zumindest von der Beschaltung her würde SGMOP17C passen
von H. H. (hhinz)


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Thomas W. schrieb:
> Sieht nach OpAmp als Buffer aus.

Es gibt so viele in SOT-23-5...
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Ich nehme stark an, daß mit dem nächsten Beitrag Hinz das Datenblatt
> verlinkt ...

Daneben.
von Michael B. (laberkopp)


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Peter K. schrieb:
> evt. SGMOP17C von SG Micro

Der wird es sein, laut verlinktem Datenblatt. SGMicro hat noch einen 
2.8MHz Dual Typen davon, der ist es nicht.
von Stefan K. (stk)


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Der SGMOP17C von SG Micro hat laut Datenblatt aber "PACKAGE MARKING 
GE3XX" mit XX als Date Code, Dass das Marking nicht passt hatte Hinz 
schon angemerkt.
von Michael B. (laberkopp)


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Stefan K. schrieb:
> Der SGMOP17C von SG Micro hat laut Datenblatt aber "PACKAGE
> MARKING GE3XX" mit XX als Date Code, Dass das Marking nicht passt hatte
> Hinz schon angemerkt.

Peter hat extra das Datenblatt beigelegt, ST3xx
von Stefan K. (stk)


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Ok, in der alten Revision A des Datenblattes steht tatsächlich ST3XX.
Ich hatte nur in die neuere Rev. B direkt von SGMICRO geguckt, die ist 
auch schon fast 7 Jahre alt.
Da müssen irgendwo große Mengen vor der Umstellung eingelagert worden 
sein oder ein anderer Hesteller hat das alte Marking genutzt.
von Thomas W. (goaty)


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Ganz toll, vielen Dank an alle Beteiligten.
Exzellente Arbeit wie immer.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Stefan K. schrieb:
> Da müssen irgendwo große Mengen vor der Umstellung eingelagert worden
> sein

Nicht plausibel.


> oder ein anderer Hesteller hat das alte Marking genutzt.

Denkbar.
von Harald K. (kirnbichler)


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Stefan K. schrieb:
> Da müssen irgendwo große Mengen vor der Umstellung eingelagert worden
> sein

Da die letzten zwei Stellen des Markings der Datecode sind, und "S" für 
das Jahr steht (A ist 2010 bzw. Januar), wären die Bausteine im November 
2029 hergestellt worden ...
Gut, ein paar Buchstaben dürften sie auslassen, weil nicht 
unterscheidbar (I, J und vielleicht Q).

Was für ein Mist.

Beeindruckend ist auch die Wandlung des Bausteines - waren im alten 
Datenblatt (laut pdf-Metadaten aus dem März 2016) noch 1.5 MHz, stehen 
im neueren Datenblatt (pdf-Metadaten April 2022, Fu0zeile September 
2019) plötzlich 2.8 MHz drin.

Das ist ja ein professioneller Hersteller.
von Thomas W. (goaty)


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Und im Rev.B Datenblatt wird erstmals "unity gain stable" erwähnt...
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Da die letzten zwei Stellen des Markings der Datecode sind, und "S" für
> das Jahr steht (A ist 2010 bzw. Januar), wären die Bausteine im November
> 2029 hergestellt worden ...

Wurmloch im Einsatz!


> Gut, ein paar Buchstaben dürften sie auslassen, weil nicht
> unterscheidbar (I, J und vielleicht Q).

Ist nicht so.
von Harald K. (kirnbichler)


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H. H. schrieb:
> Ist nicht so.

Gut, aber was für ein Baustein ist das nun?

Ist die von den Leuten im eevblog beschriebene Variante (Verstärker für 
die 2.5V-Referenz) eine sinnvolle Lesart?
Und wie erklärt sich, daß durch das Weglassen dieses ominösen Bausteins 
(an dieser Stelle) sich der "Ripple" auf den Eingängen reduziert?

Was hat Owon da angestellt?
von Thomas W. (goaty)


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Ich müßte mal ein paar dünne Drähte anlöten zum messen, weil das Ganze 
unter einem großen Kühlkörper-Blech verdeckt ist.
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Gut, aber was für ein Baustein ist das nun?
>
> Ist die von den Leuten im eevblog beschriebene Variante (Verstärker für
> die 2.5V-Referenz) eine sinnvolle Lesart?

Durchaus.

https://www.eevblog.com/forum/testgear/voltcraft-dov-series/?action=dlattach;attach=2851854;image

Aber da braucht es kein R2R und auch nicht Supply bis 36V. Lediglich 
geringe Offsetspannung ist wohl nötig.



> Und wie erklärt sich, daß durch das Weglassen dieses ominösen Bausteins
> (an dieser Stelle) sich der "Ripple" auf den Eingängen reduziert?
>
> Was hat Owon da angestellt?

Keine Idee.
von Peter K. (chips)


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Harald K. schrieb:
> Da die letzten zwei Stellen des Markings der Datecode sind, und "S" für
> das Jahr steht (A ist 2010 bzw. Januar), wären die Bausteine im November
> 2029 hergestellt worden ...
> Gut, ein paar Buchstaben dürften sie auslassen, weil nicht
> unterscheidbar (I, J und vielleicht Q)

der yearcode ist Standard -  S steht für 2024
http://bedienungsanleitung.elektronotdienst-nuernberg.de/din-en-60062.html
von H. H. (hhinz)


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Peter K. schrieb:
> der yearcode ist Standard

Nein, der wäre hier von SGmicro.

Aber von denen ist der Chip ja eh nicht, also auch die Bedeutung der 
einzelnen Zeichen unklar.
: Bearbeitet durch User
von Peter K. (chips)


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btw. auch die KI ist auf HHinz schon aufmerksam geworden
von Michael B. (laberkopp)


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von Harald K. (kirnbichler)


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SG Micro ist eine an Konsistenz und Strukturiertheit der Dokumentation 
und Bauteilbezeichnungen kaum zu überbietender Hersteller.

Wir sollten ihn zu unserem "Hersteller des Jahres" machen - das ist noch 
mal 'ne ganz andere Größenordnung als das, was TI z.B. mit dem NE5532 
veranstaltet hat (deutlich geänderte Spezifikationen, keine geänderte 
Bauteilebezeichnung).

Lustig ist, daß es zwischen den beiden Bausteinen keinen großen 
Unterschied zu geben scheint, bis auf die "input offset voltage Vos", 
die beim vom Laberkopp gefundenen Teil nur ein Sechstel beträgt.

Um Herrn Landa zu zitieren: Wir haben ein Bingo.
von H. H. (hhinz)


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von Harald K. (kirnbichler)


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H. H. schrieb:
> Aber ich zweifle noch immer, wegen des Datecodes.

Da im Datenblatt nur noch drinsteht, daß die zwei Stellen der Datecode 
sein sollen, nicht aber, wie er funktioniert (das haben sie nur beim 
alten Datenblatt angegeben), kann man da also beliebig raten. Wenn "A" 
für 2010 steht, und einige Buchstaben weggelassen werden (wegen 
Verwechslungsmöglichkeit), dann kann der Datecode durchaus auch für 2025 
stehen.

Daß eine Firma, die so extrem strukturiert und sachlich agiert, sich 
ausgeechnet an eine DIN-EN hält, ist doch auch nicht wirklich 
wahrscheinlich.


Im eev-Thread hat jetzt jemand herausgefunden, wie man den OpAmp anders 
beschalten kann, so daß er nicht entfernt werden muss, die Störung aber 
verschwindet.

Dann braucht nur noch der Testsignalgenerator einen Abblockkondensator, 
und das Oszilloskop ist im wesentlichen brauchbar.

Der Abblockkondensator wurde schon vor einiger Zeit beschrieben:
https://www.eevblog.com/forum/testgear/voltcraft-dov-series/msg6278178/#msg6278178

... man kann aber auch einen SMD-Kondensator verwenden.
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Daß eine Firma, die so extrem strukturiert und sachlich agiert, sich
> ausgeechnet an eine DIN-EN hält, ist doch auch nicht wirklich
> wahrscheinlich.

Ist auch in in IEC 62 genormt.

Aber einen Monat "K" gibts nicht.
von Peter K. (chips)


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von H. H. (hhinz)


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von Harald K. (kirnbichler)


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H. H. schrieb:
> Aber einen Monat "K" gibts nicht.

Im von Peter verlinkten Datenblatt steht, daß Jahre ab 2010 mit "A" und 
Monate ab Januar mit "A" gezählt würden, was nichts mit IEC62 zu tun 
hat.

https://en.wikipedia.org/wiki/RKM_code#Production_date_codes
von Harald K. (kirnbichler)


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Um nochmal meinen Senf zum Voltcraft/Owon-Oszilloskop zu geben, im 
eevblog-Thread ist jetzt eine neue Firmware verlinkt worden, die wohl 
einige Lästigkeiten beseitigt.

Mit den beiden Löteingriffen (einerseits Abblockkondensator für 
Testsignalgenerator und andererseits geänderte Beschaltung des 
Referenzspannungsvertärkers, um den es hier im Thread geht) und der 
neuen Firmware scheint das Gerät definitiv seine 180 Euro wertzusein.
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