Hallo, ich will eine 4 Watt Leuchstoffröhre durch LEDs ersetzen. Es handelt sich um die nicht mehr erhältliche Röhre eines "Insektenbruzzlers". Dazu habe ich mir 405 nm LEDs in Bauform 3528 besorgt und dazu passende Platinen erstellt. Es sind auf einer Platine 18 LEDs in Reihe bestückt. Es sind 6 Widerstände zu 10 Ohm in dieser Reihensachaltung, in Summe also 60 Ohm. Ich habe keine Nullohm Widerstände genommen, da ich die anderen beiden Seiten des 4-Kantes auch noch bestücken will und so eine Symmetrierung zwischen den Strängen stattfindet. Die seltsame Aufteilung rührt daher, das ich die restlichen Platinen auch für 12V CV nutzen will. Hier habe ich wechselseitig die durchgehenden + & - Stränge unterbrochen und so die 6 Dreiergrupprn in Reihe geschaltet. Der X2 Kondensator hat 330n und 300 bzw. 250V Wechselspannungsfestigkeit (ist wohl von den unterschiedlichen Zertifizierungsnormen abhängig) Beim ersten Einschalten war alles chic, alle LEDs leuchteten. Nach dem Aus- und Wiedereinschalten fielen 2 LEDs aus, und es wurden jedes Mal mehr, bis sich der jetzige Zustand eingepegelt hatte. Die defekten LEDs haben Durchgang in beiden Richtungen. Mir will nicht in den Kopf, wie das sein kann. Beide 18er Stränge sind antiparallel geschaltet und sollten sich auf diese Weise gegenseitig schützen. Ein derartig mimosenhaftes Verhalten ist mir noch nicht untergekommen. Vor 30 Jahren hab ich ein paar Nachtlichter aus jeweils 100x gelben VQA33 gebaut, wo jeweils 50 Stck in Reihe lagen und beide Stränge dann antiparallel lagen. Dort kam es nie zu Ausfällen. Die LEDs sollen laut DB 150 mA verkraften. Auch wenn ich diesbezüglich ein gesundes Misstrauen habe, bei 330n und Uf roundabout 60V bin ich bei 20 mA, mehr als meilenweit vom Grenzwert entfernt. Wie kann ich das Ableben der LEDs künftig verhindern? Ist eine zusätzliche Graezbrücke und ein kleiner Puffereko die Lösung und alle 4 Stränge dann parallel? Dann sollte der Elko den Einschaltstromstoß wegfangen, wenn denn das die Ursache sein sollte.
Gerald B. schrieb: > Wie kann ich das Ableben der LEDs künftig verhindern? > Ist eine zusätzliche Graezbrücke und ein kleiner Puffereko die Lösung > und alle 4 Stränge dann parallel? Dann sollte der Elko den > Einschaltstromstoß wegfangen, Eben. 60 Ohm sind 4.5A Einschaltstromstoss wenn im Spannungsscheitel eingeschaltet wird, natürlich gehen die Kaputt. Ein Elko kann helfen und verhindert auch das Flimmern. Es ist nicht so einfach, eine LED zuverlässig am Netz zu betreiben. http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.8.0
Wenn der Schaltplan stimmt wird halt die Sperrspannung ungleich verteilt und irgendeine LED stirbt halt.. Schalte sie Paarweise antiparallel und dann solle es passen.
Solche primitiven Kondensatornetzteile leiten alle Spannungsspitzen direkt in die LEDs, ohne jeden Schutz
Hans W. schrieb: > Solche primitiven Kondensatornetzteile leiten alle Spannungsspitzen > direkt in die LEDs, ohne jeden Schutz So isses. Erschwerend kommt hinzu, das der C im Netzteil ja ein Hochpass ist, der Spitzen auf dem Netz viel besser in die LED Kette schickt als die normalen 50Hz. Es gibt Varianten, wo noch eine Drossel (1mH oder mehr) in Reihe mit dem C ist, um dieses Verhalten ein wenig auszugleichen. Ein richtiger sauberer Sinus aus der Steckdose ist heute eher selten.
Einen Widerstand oder Drossel in Serie zum Kondensator einbauen...
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Jede steile Spannungsspitze wird besonders gut durch den Kondensator weitergeleitet. Deine LEDs, die jetzt leitend sind, haben unter zu hohem Strom gelitten! Strom messen und den Vorwiderstand vergrößern! Und es kann noch schlimmer kommen, wenn der C Spannung speichert und DU in der anderen Halbwelle ansteckst. Dann verdoppelt sich das Übel in der Spitze.
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Ich werde mal mit den 2 verbliebenen, intakten Platinen die Variante mit dem Gleichrichter und Pufferelko aufbauen. Zum Einen flimmert es dann nicht mehr und zum Anderen können die LEDs dann nicht mehr in Sperrichtung beaufschlagt werden. Wenn das funktioniert, repariere ich die defekten Platinen. Wenn die auch abdampfen, bestücke ich die Streifen für 12V DC und betreibe sie per Schaltnetzteil. Wäre halt nur nett gewesen, da das Kondensatornetzteil mit in die Lampe passen würde. Ein Hi-Link Schaltnetzteil wird vom Strom her zu knapp werden.
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