ich will eine 4 Watt Leuchstoffröhre durch LEDs ersetzen. Es handelt sich um die nicht mehr erhältliche Röhre eines "Insektenbruzzlers". Dazu habe ich mir 405 nm LEDs in Bauform 3528 besorgt und dazu passende Platinen erstellt. Es sind auf einer Platine 18 LEDs in Reihe bestückt. Es sind 6 Widerstände zu 10 Ohm in dieser Reihensachaltung, in Summe also 60 Ohm.
Ich habe keine Nullohm Widerstände genommen, da ich die anderen beiden Seiten des 4-Kantes auch noch bestücken will und so eine Symmetrierung zwischen den Strängen stattfindet.
Die seltsame Aufteilung rührt daher, das ich die restlichen Platinen auch für 12V CV nutzen will. Hier habe ich wechselseitig die durchgehenden + & - Stränge unterbrochen und so die 6 Dreiergrupprn in Reihe geschaltet.
Der X2 Kondensator hat 330n und 300 bzw. 250V Wechselspannungsfestigkeit (ist wohl von den unterschiedlichen Zertifizierungsnormen abhängig)
Beim ersten Einschalten war alles chic, alle LEDs leuchteten. Nach dem Aus- und Wiedereinschalten fielen 2 LEDs aus, und es wurden jedes Mal mehr, bis sich der jetzige Zustand eingepegelt hatte. Die defekten LEDs haben Durchgang in beiden Richtungen.
Mir will nicht in den Kopf, wie das sein kann. Beide 18er Stränge sind antiparallel geschaltet und sollten sich auf diese Weise gegenseitig schützen.
Ein derartig mimosenhaftes Verhalten ist mir noch nicht untergekommen. Vor 30 Jahren hab ich ein paar Nachtlichter aus jeweils 100x gelben VQA33 gebaut, wo jeweils 50 Stck in Reihe lagen und beide Stränge dann antiparallel lagen. Dort kam es nie zu Ausfällen.
Die LEDs sollen laut DB 150 mA verkraften. Auch wenn ich diesbezüglich ein gesundes Misstrauen habe, bei 330n und Uf roundabout 60V bin ich bei 20 mA, mehr als meilenweit vom Grenzwert entfernt.
Wie kann ich das Ableben der LEDs künftig verhindern?
Ist eine zusätzliche Graezbrücke und ein kleiner Puffereko die Lösung und alle 4 Stränge dann parallel? Dann sollte der Elko den Einschaltstromstoß wegfangen, wenn denn das die Ursache sein sollte.
Wie kann ich das Ableben der LEDs künftig verhindern?
Ist eine zusätzliche Graezbrücke und ein kleiner Puffereko die Lösung
und alle 4 Stränge dann parallel? Dann sollte der Elko den
Einschaltstromstoß wegfangen,
Eben. 60 Ohm sind 4.5A Einschaltstromstoss wenn im Spannungsscheitel eingeschaltet wird, natürlich gehen die Kaputt. Ein Elko kann helfen und verhindert auch das Flimmern.
Es ist nicht so einfach, eine LED zuverlässig am Netz zu betreiben.
Solche primitiven Kondensatornetzteile leiten alle Spannungsspitzen
direkt in die LEDs, ohne jeden Schutz
So isses.
Erschwerend kommt hinzu, das der C im Netzteil ja ein Hochpass ist, der Spitzen auf dem Netz viel besser in die LED Kette schickt als die normalen 50Hz. Es gibt Varianten, wo noch eine Drossel (1mH oder mehr) in Reihe mit dem C ist, um dieses Verhalten ein wenig auszugleichen.
Ein richtiger sauberer Sinus aus der Steckdose ist heute eher selten.
Jede steile Spannungsspitze wird besonders gut durch den Kondensator weitergeleitet. Deine LEDs, die jetzt leitend sind, haben unter zu hohem Strom gelitten! Strom messen und den Vorwiderstand vergrößern! Und es kann noch schlimmer kommen, wenn der C Spannung speichert und DU in der anderen Halbwelle ansteckst. Dann verdoppelt sich das Übel in der Spitze.
Ich werde mal mit den 2 verbliebenen, intakten Platinen die Variante mit dem Gleichrichter und Pufferelko aufbauen.
Zum Einen flimmert es dann nicht mehr und zum Anderen können die LEDs dann nicht mehr in Sperrichtung beaufschlagt werden.
Wenn das funktioniert, repariere ich die defekten Platinen.
Wenn die auch abdampfen, bestücke ich die Streifen für 12V DC und betreibe sie per Schaltnetzteil.
Wäre halt nur nett gewesen, da das Kondensatornetzteil mit in die Lampe passen würde. Ein Hi-Link Schaltnetzteil wird vom Strom her zu knapp werden.
60 Ohm sind 4.5A Einschaltstromstoss wenn im Spannungsscheitel
eingeschaltet wird, natürlich gehen die Kaputt.
Das Rechnen mit Effektivspannung, Spitzenwert und ohmsches Gesetz willst Du nochmal üben. Es geht übrigens noch mehr Impulsstrom, kurze Netztrennung und der C ist gegenphasig aufgeladen. Über den gehört ein Entladewiderstand, 750k (50mW).
Wäre halt nur nett gewesen, da das Kondensatornetzteil mit in die Lampe
passen würde.
Nicht so schnell aufgeben, dass kann klappen. Man könnte noch zusätzlich auf die Idee kommen, zwei antiserielle Z-dioden mit 68 V über den LED-Strang zu setzen.
Schalte sie Paarweise antiparallel und dann solle es passen.
Einmal das, und zum anderen könnte man den Kondensator sogar noch auf 0,47uF vergrößern, aber dafür einen gemeinsamen 330 Ohm Widerstand für die Strombegrenzung einsetzen. Dann bleibt der Einschaltstromstoß schon deutlich unter einem Ampere!
Wegen der Spannungsfestigkeit zwei 470k Entladewiderstände in Serie schalten und die dann parallel zum Kondensator dranlöten.
Das Rechnen mit Effektivspannung, Spitzenwert und ohmsches Gesetz willst
Du nochmal üben.
((230×1.414=325)-18×3.2V=267V)/60=4.456A
Akzeptiert, ich habe die Flußspannung der LEDs nicht abgezogen. Bleibt noch der maximal schlechteste Fall mit gegenphasig geladenem C, ohne zu wissen, welche Impulsenergie die LEDs vertragen würden.
Einmal das, und zum anderen könnte man den Kondensator sogar noch auf
0,47uF vergrößern, aber dafür einen gemeinsamen 330 Ohm Widerstand für
die Strombegrenzung einsetzen.
Es gibt keinen Grund, den C zu vergrößern - bei ca. 20 mA fallen an Deinem 330 Ohm weniger als 7 Volt ab!
Das Problem sind höhere Frequenzen als 50Hz. Denn je höher die Frequenz umso niederohmiger ist der Kondensator. Und am Netz gibt es 2 Quellen für hohe Frequenzen:
die Einschaltflanke. Denn du wirst nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit einen Nulldurchgang erwischen. Meist ist beim Einschalten die Spannung ungleich Null und damit hast du diese strile Flanke mit Frequenzen im kHz Bereich. Dann rechne mal aus, welche Impedanz der Kondensator bei 10kHz hat und nimm dann die Spitzenspannjng von 300V in die Stromberechnung auf. Und zudem prellt der Schalter und erzeugt gleich mehrere solcher Flanken.
Störungen. Wenn du eine 50kHz Störung zu.B. durch Schaltspitzen auf dem Netz hast, dann reicht schon sehr wenig aus um die LEDs zu überfahren.
Danke für die zahlreichen Tipps. Ich hab nochmal in Ruhe drüber nachgedacht. Durch Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, das die Defekte durch zu hohe Sperrspannungsbeaufschlagung entstanden sein werden.
bei UV-LEDs ist die Flusspannung mit 3-4V schon nahe der Sperrspannung von 5V. Damit werden die LEDs in Sperrichtung eher ans Limit gefahren, als bei althergebrachten farbigen LEDs.
Defekte LEDs haben keine Uf mehr, somit sinkt dann auch die Belastung des anderen Stranges in Gegenrichtung, es pendelt sich ein Gleichgewicht ein
Wäre es der Einschaltstrom, dann würde durch sinkende Uf durch teildefekte Stränge der Strom eher noch steigen und sich die Ausfälle beschleunigen
Paarweise Antiparallelschaltung fällt als nachträgliche Korrektur aus, da ich dazu erst neue Platinen fertigen lassen müßte.
Die getrennten Vorwiderstände pro Strang sollen zum einen für Symmetrierung mehrerer parallelgeschalteter Stränge sorgen, da lt. Murphy Toleranzen von Uf sich eben nicht ausmitteln. Außerdem sind durch das 12V CV Layout die Pads eben da. Und 1 Widerstand pro Kette ist thermisch unvorteilhafter, als eine Aufteilung des Gesantwiderstandes.
...da ich dazu erst neue Platinen fertigen lassen müßte.
Wenn du das alte Platinenlayout beibehalten willst, dann tausche 5 Stück von den 10 Ohm Widerständen durch 100 Ohm Widerstände aus und ein 10 Ohm Widerstand ersetzt du durch eine S1M SMD-Diode, die hat eine Sperrspannung von 1000 Volt!
Eventuell hilft ein Transistor in der Art des Helligkeitsstellers an der entsprechenden Stelle der Schaltung.
(Der Netzkondensator 220nF/400V sollte ein zertifizierter X-Kondensator sein, ich weiß.)
Andere Schaltung: Gemeinsamkeit LEDs in Reihe:
Eine Reihe von LEDs hatte ich für den Ersatz der Skalenbeleuchtung des Receivers verwendet. Dabei fungiert ein LM317 als Konstantstromquelle. Bis jetzt kein Ausfall.
Weiß jetzt nicht recht, was bei Deiner Schaltung nun die Funktion der Konstantstromquelle sicherstellt. Der Kondensator alleine in Reihe mit einem Lastwiderstand am Netzeingang birgt die bekannten Risiken.
OK, ist zwar etwas offtopic, aber vielleicht hilft es dem TO.
Zum Thema Transienten:
Hatte letztens 2 Schmelzsicherungen austauschen müssen bei Wecker und Radio, weil VDR-Widerstände angesprungen waren, und Strom sogar die 5x20 mm 0,2 A T zum Auslösen brachte.
Kurzum, Ursache war ein Wackelkontakt am Einschalter der Lötstation mit 100 VA Trafo.
Zeigt, dass man die Wirkung derartiger Impulse nicht unterschätzen sollte.
Habe da gleich einen Vorschlag für den TO:
Ein "Entstörfilter" mit VDR-Widerstand zum Schutze vor die Leuchte schalten. Siehe Bild. (Amperezahl und Chrakteristik der Schmelzsicherungen entsprechend anpassen.)
Der VDR-Widerstand war doch das, was den TO interessieren könnte.
Soviel an technischem Sachverstand traue ich ihm noch zu, dass er alles, was nicht nötig ist an Bauteilen, eben nicht verwendet.
Bin mir ziemlich sicher, dass dieses Filter auch die Transienten und anderen Müll, der sich auf der Netzleitung so findet, von den LEDs abhalten könnte.
Völlig OT, das ist ein HF-Filter gegen Gleichtaktstörungen.
Einfach mal die Finger still halten!
Gaslighting!
Ich habe genauso wie Du das Recht, hier zu posten.
Dann argumentiere einmal ganz sachlich, wieso das vorgeschlagene Filter absolut untauglich wäre für den angegebenen Verwendungszweck.
Habe da gleich einen Vorschlag für den TO:
Ein "Entstörfilter" mit VDR-Widerstand zum Schutze vor die Leuchte
schalten. Siehe Bild. (Amperezahl und Chrakteristik der
Schmelzsicherungen entsprechend anpassen.)
Da ist dann das Filter teuerer als die ganze Insektenbruzzelanlage. Ganz toll Karl.
Aufwand > Nutzen. Für das Geld bekommt er 3 Steckernetzteile aus .cn
Eben, geht doch, sachlich argumentieren.
Oder wie der Urkölsche zu sagen pflegte:
"...Mer möht nisch glisch schäle Kopp ze sare.., dä Mann süht schlääsch..."
Dann eben nur Thermosicherung, Schmelzsicherung und VDR.
So ist der TO die Transientenproblematik zumindest ansatzweise los.
Und dass z.B. die 14D471 tatsächlich ableiten, wurde ja gezeigt.
Ich bin jedenfalls vollauf zufrieden damit. Für jeden Verbesserungsvorschlag offen.
es funktioniert! :D
Ich habe jetzt testweise die Schaltung mit der Graezbrücke und dem Puffer-Elko aufgebaut.
0,47µ bringen 25 mA, über den 18 LEDs, mit den 60 Ohm liegen 54V an. Das macht 0,25V an 10 Ohm, also bleiben 52,5V Uf, was 2,92V Uf p. LED macht.
4.7µF hat der Elko, das langt, um flackerfrei zu sein.
Nächste Etappe ist dann alle 4 Stränge anzuschließen. 2,2µF habe ich ebenfalls noch als FoKo da.
Ähm, den Schaltplan habe ich nicht erstellt, sondern kopiert. Den Entladewiderstand gibt es (noch) nicht.
Wenn ich den "Bruzzler" modifiziere, ist der Entladewiderstand aber schon da, da der für den Betrieb der Röhre ebenfalls mit Blindstrom gearbeitet hat.
R1 hat 220 Ohm 1/4 Watt und ist ein alter Kohleschichtwiderstand, der im Fehlerfall gut abbrennen kann.
Für die endgültige Version muß ich wahrscheinlich ohnehin nochmal ne Bestellung tätigen, denn den spannungsfesten Elko habe ich aus einer defekten Wandwarze gefleddert und die Graezbrücke ist ein 4 Ampere "Klops". Kleine Brücken habe ich nur in 200V Ausführung. Mit Last würde das reichen, nicht aber im Leerlauf. Mit Einzeldioden war irgendwie der Wurm drin.
Kleine Brücken habe ich nur in 200V Ausführung. Mit Last würde das
reichen, nicht aber im Leerlauf. Mit Einzeldioden war irgendwie der Wurm
drin.
Nimm doch den SMD Vollbrückengleichrichter B380S (Bild)!
Ich dachte du wolltest das vorhandene Platinenlayout weiter beibehalten und die alten Boards einfach nur modifizieren und wiederverwenden. Es ging dir doch in erster Linie darum, Maßnahmen zu ergreifen die verhindern sollen, dass dir die bereits aufgelöteten LEDs sterben wie die Fliegen!
Das sind 2 Paar Schuhe ;-)
Der Insektenbruzzler mit Leuchstsoffröhre existiert und soll auf LED modifiziert werden, weil es keine, oder nur unverschämt teure Ersatzröhren gibt.
Darum habe ich universell ausgelegte LED Platinen entworfen, fertigen lassen und selbst bestückt.
Diese Platinen konnte ich nicht mehr ändern, bzw. nicht in dem dann notwendigen Umfang.
Die Platinen passen ja nicht nur für die UV-LEDs, sondern auch für Effekt- und Beleuchtungszwecke.
PS werde mir bei der nächsten Bestellung ein paar unterschiedliche Varianten an Gleichrichtern zulegen. Kosten ja nur ein paar Cent. Ab und an braucht man auch mal was Größeres, für Netzteilreparaturen. Daher war das letzte, große Exemplar.
Der Strom schwankt während einer Halbwelle um einen Faktor 10.
Das ist aber immer noch nicht so gravierend, wie die Wechselstromvariante, wo die LEDs nur jede 2. Halbwelle sehen und außerdem um die Nulldurchgänge herum ist es komplett zappenduster, da sich erst oberhalb Uf 54V was tut. Das hat schon ziemlich derb geflackert.
die 2 defekten Streifen habe ich repariert und 10 (von 36) neue LEDs aufgelötet. Alle 4 Streifen habe ich mit doppelseitigem, wärmeleitendem Klebeband auf ein 10mm Alu 4-Kantrohr aufgeklebt. So ist die Leuchststoffröhre recht gut nachgebildet. Der Kondensator für den Blindstrom ist gegen 2,2µ Folie getauscht.
Den 220 Ohm R1 muß ich noch tauschen, mit 2,2W Verlustleistung stinkt der leise vor sich hin. Ein Heißleiter wäre an der Stelle wohl ganz gut, damit er im laufenden Betrieb niederohmiger wird. Mal gucken, was es da so gibt.
Auf jeden Fall bin ich auf dem richtigen Weg :D
Du hast jetzt zwei defekte LED-Streifen dadurch repariert, indem du einfach nur die 10 defekten LEDs von den insgesamt 36 LEDs ausgetauscht hast! Wie aber verhinderst du es jetzt, dass bei den beiden reparierten LED-Streifen erneut die LEDs ausfallen?
Das Platinenlayout hat sich ja schließlich nicht über Nacht wie von Geisterhand geändert! Oder hast du die beiden 60 Ohm Widerstände gleich mit vergrößert?
Das Platinenlayout hat sich ja schließlich nicht über Nacht wie von
Geisterhand geändert!
Das Layout nicht, aber die Außenbeschaltung der Platinen.
Jetzt keine Wechselspannung mehr, sondern mehr oder weniger pulsierende Gleichspannung. Damit keine Belastung in Sperrichtung mehr.
Die 1000V Diode statt eines der Widserstände war ebenso eine interessante Idee. Ich hätte sogar 1A 1000V Dioden in 1206 dagehabt.
Ein 220 Ohm Widerstand ist vor dem Kondensator für den Blindstrom. Der begrenzt auf 1A Einschatstromstoß. Leider verheizt der auch 2,2 Watt. Ich werden den durch einen 3W Scheiben-NTC ersetzen. Der begrenzt den Einschaltstromstoß und wenn er schön muckelig warm ist, verringert sich sein Widerstand.
Bei Gleichspannung bleiben aber von den 36 LEDs 18 LEDs dunkel! Oder hast du pro LED-Streifen immer 18 LEDs ausgelötet und andersrum wieder eingelötet?
Pro Streifen sind 18 LEDs in Reihe und 6x 10 Ohm in Reihe. 4 Dieser Streifen sind parallel (gleichseitig). Diese 4 Streifen hängen an einer Gleichrichterbrücke mit einem kleinen 4,7µ 400V Puffereko.
Der Kondensator für den Blindstrom beträgt 2,2µF.
Dieser NTC hier dient als Einschaltstrombegrenzer.
https://www.tme.eu/de/details/jnr15s221l87pu5/ntc-schutz-thermistoren/joyin/
Eine kleine bedrahtete Sicherung kommt auch noch, swie ein Entladewiderstand.
Wovor hast du bei den LEDs Angst?
Die Wellenlänge ist jedenfalls wesentlich weniger gefährlich, als irgendwelche Quecksilberlampen mit einem Quarzglaskolben (violett vs. UVC).
405 nm ist an der Grenze blau/UV-A. Das ist kein UV-C, wo es nach Ozon stinkt. Mit entsprechender Leuchtdichte ist jede Wellenlänge potentiell gefährlich. Diese LED haben aber zum Einen keine Linsen, sondern strahlen 120° ab und zum anderen werden sie nur mit 25 mA Strom betrieben.
Wenn du dir die Dinger nicht gerade vors Gesicht hälst und reinstarrst, passiert da nichts.
Ich warte auf eine Lieferung von TME. Dabei sind die Strombegrenzer NTCs und spannunsgfeste Gleichrichterbrücken, sowie einige verschiedene Werte 400V Elkos. Wenn das Zeug da ist, und ich Zeit habe, frickle ich das um.
Den ebenfalls auf der Originalplatine vorhandenen Spannungsvervielfacher für das Hochspannungsgitter verwende ich weiter.
Ich dokumentiere den Umbau mit Bildern und stelle die ein.
ich vermelde: Projekt erfolgreich beendet :-D
Trotz beengter Platzverhältnisse auf der Leiterplatte, im Kopfteil der Lampe, habe ich alles eingebaut bekommen.
Die alte 4 Watt Leuchtstoffröhre wurde durch den Blindstrom 2er Kondensatoren von zusammen ca 1µF betrieben. Der Strom ging durch beide Heizwendeln, den Glimmstarter und 2 parallelgeschaltete Leistungswiderstände. Das ganze Gerassel habe ich runtergelötet.
Meinen 2,2µF Folienkondensator habe ich vorsorglich seitlich flachgelegt, da der Platz da ist. Ehe ich beim Zusammenbau dann ein langes Gesicht gemacht hätte.
An Stelle der 2 parallelen Leistungswiderstände ist der 220 Ohm NTC-Einschaltstrombegrenzer gekommen.
Am Platz des Entstörkondensators des Glimmzünders sitzt der Brückengleichrichter und an Stelle des Glimmzünders befindet sich der ebenfalls flachgelegte 22µF Siebelko. Ich mußte lediglich eine Verbindung vón der Gleichrichterbrücke zur Eingangssicherung ziehen, der Rest ließ sich vollständig vom alten Layout nutzen.
Das Alu 4-Kantrohr mit den LEDs klemmt statt der alten Leuchtstoffröhre mittig in den Mulden der Fassung.
Ihr wisst aber schon, daß der Insektenkiller KEINE EINZIGE Stechmücke fängt?
Die riechen nur die CO2-Konzentration und zur Bestätigung eines Warmblüters Schweiß und fliegen auch in absoluter Dunkelheit Richtung der CO2-Quelle (das kann man hören!). Licht interessiert die Stechmücken überhaupt nicht...
Der Insektenbruzzler mit Leuchstsoffröhre existiert und soll auf LED
modifiziert werden, weil es keine, oder nur unverschämt teure
Ersatzröhren gibt.
Wärst du so nett und würdest hinterher berichten, ob der mit den Leds genauso gut funktioniert wie der mit den Röhren?
Ich habe nämlich auch zwei.
Der mit den Leds funktioniert eher zufällig.
Dafür der Röhrenapparat wie Teufel. Und der haut sogar die winzigen Fliegen weg.
Ich würde den anderen dann mit den Leds umbauen.
Da müsstest du allerdings die Leds mit angeben.
Vielen Dank schon einmal im Voraus!
Die LED sterben hinter dem Kondensatornetzteil vor allen, wenn das Netz recht stark mit Oberwellen belastet ist. Da hilft in der Regel ein kleinerer Kondensator und etwas mehr Widerstand. Das Gerät funktioniert auch mit weniger Helligkeit.
Übrigens, wenn zu viele tote Insekten drin hängen, steigt der Krichstrom und irgendwann steigt in der Hochspannungskaskade der Schutzwiderstand aus. Ab und zu muss daher das Ding von den Insekten zwischen den Drähten befreit werden.
Wärst du so nett und würdest hinterher berichten, ob der mit den Leds
genauso gut funktioniert wie der mit den Röhren?
Ich habe nämlich auch zwei.
Der mit den Leds funktioniert eher zufällig.
Dafür der Röhrenapparat wie Teufel. Und der haut sogar die winzigen
Fliegen weg.
Ich würde den anderen dann mit den Leds umbauen.
Da müsstest du allerdings die Leds mit angeben.
Vielen Dank schon einmal im Voraus!
Ich habe das Ding bisher noch nicht unbeaufsichtigt laufen lassen.
Werde berichten :-)
Das Datenblatt der LEDs hatte ich bereits im Eröffnungsthread verlinkt. Hier der Link direkt auf das Angebot bei LCSC:
https://www.lcsc.com/product-detail/C22466158.html
Gehäuse 3528 ist nun nicht gerade der Wunschkandidat, aber handhabbar.
Über die Wellenlänge gibt es unterschiedliche Angaben, andere Quellen sprechen auch von 365 nm.
Die 405 nm sehen fürs Auge eher eisblau aus, wie weiß mit sehr viel blau, so Richtung 15000K. Das rührt möglicherweise von Lumineszenz des weißen Keramiksubstrates her. Den UV-Anteil verdeutlicht eher die Kamera mit dieser dunkelblauen Aura.
PS für Umbauwillige hätte ich auch noch Boardnutzen für die LEDs. Es sind jeweis 10 Streifen für jeweis 18 LEDs. Alles geritzt, zum Abbrechen. 0,6 mm FR4. Die sind zwar für 12V (6x 3er Gruppen), man kann aber echt einfach wechselseitig die + und - Rails durchdremeln und die 3er Gruppen abwechselbd mit A oben und K oben bestücken, um die 18er Reihenschaltung, wie ich sie habe, zu realisieren ;-)
Das selbe Teil hat Big Clive schon mal zerlegt und den Schaltplan aufgenommen https://www.youtube.com/watch?v=UP_VLpFnHN8
Ich habe das Ding bisher noch nicht unbeaufsichtigt laufen lassen.
Werde berichten :-)
Danke Gerald!
Gerade komme ich von der Küste wieder und habe die Lampe in der Küche angemacht. Vielleicht 3 Sekunden und es pätschte in der Lampe.
Das ist eine Lampe von Quigg, mit T5 Röhren. Die sind auch eher wie du dieses Blau beschreibst. Die andere, die schon Led hat, die ist deutlich dunkler vom Blau.
Was mich bei der Lampe fasziniert, dass wirklich sehr kleine Fliegen dort massenhaft erledigt werden.
Müllbeutel mit diesen Frischhalteklammern verschlossen. Gelbe Sack in so einer großen Tonne mit Schaumgummi ganz dicht aufliegeder Deckel und trotzdem immer vor allem diese kleinen Viecher. Restmülleimer, da ist der Deckel auch mit Silikon abgedichtet und trotz des verschlossenen Beutels, machst du den Eimer auf, fliegen da immer ein bis zwei dieser Fliegen raus.
Keine Maden, nichts. Da hilft nur noch Lampe an.
Im Bild die Daten des Insektenvernichters.
Das Teil ist der Hammer!
Hab die Lampe seit gestern Abend laufen. Im Dunkeln hörte ich die Neutralisation irgendeiner Flugmürbse.
Es ist nur zum Glück momantan ziemlich wenig Viehzeug unterwegs. Das hab ich in anderen Jahren schon anders erlebt.
Wollte damit nur sagen, es scheint zu funktionieren :-)
Die Leuchtdioden sterben in diesem Zusammenhang meist am Einschaltstromstoss. - Die natürlich vorhandenen Oberschwingungen auf der Netzspannung spielen (praktisch) keine Rolle, da sie sich i.d.R. fast nur als "Abplattungen" auf dem Sinus auswirken: Daher ist der mittlere (dann gleichgerichtete) Strom, den der Kondensator durchlässt, sogar KLEINER), als beim reinen Sinus.
Bei extremen Schaltvorgängen im Netz mag das etwas anders aussehen.
Hab die Lampe seit gestern Abend laufen. Im Dunkeln hörte ich die
Neutralisation irgendeiner Flugmürbse.
Es ist nur zum Glück momantan ziemlich wenig Viehzeug unterwegs. Das hab
ich in anderen Jahren schon anders erlebt.
Wollte damit nur sagen, es scheint zu funktionieren :-)
Danke für die Rückmeldung!
Bei mir ist es leider gerade genau andersrum.
Dann schaue ich mir jetzt nochmal die andere Lampe an und baue die eventuell um, wenn ich ohne großen Aufwand die Leds tauschen kann.