Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Fortbildung Biricha EMV


von Stefan (stromunsso)


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Hallo zusammen,

mein Arbeitgeber würde mir eine Schulung zum Thema EMV bezahlen. Hat 
jemand eine Empfehlung, aktuell plane ich den Workshop von Biricha zu 
besuchen:

https://biricha.com/workshops/in-person/hands-on-emc-debug-workshop/

Alternativ erscheint dieser hier auch interessant:
https://emv-wissen.de/emv-workshop-2026-herbst/

Bei der Entwicklung und Zulassung unserer Produkte habe ich bereits 
Erfahrung mit dem Finden und Beseitigen von Störungen im Gerät gemacht 
(zwangsweise). Auch "EMV gerechtes Design" ist ein häufiges Thema. Ziel 
ist es u.a. die Problemquellen schneller zu identifizieren. Natürlich 
sollen auch die Ursachen besser verstanden werden, damit man sie 
leichter beseitigen und in Zukunft vermeiden kann.
Ich habe parallel mit dem Buch von Henry Ott angefangen. Aber es kommt 
noch kein tieferes Verständnis zu Stande. Damit fällt die Übertragung 
auf unsere Situationen schwerer. Ich hoffe das ich vor Ort einfach 
fragen kann wenn etwas unklar ist, anstatt 20x einen Absatz zu lesen und 
immer noch nicht zu verstehen warum/ wie genau dieser Mechanismus jetzt 
zum Tragen kommt. Graue Theorie ist aus dem Studium noch reichlich 
vorhanden, aber Maxwell & Co sind nicht hilfreich.

Grüße
Stefan
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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zu Passenderes Unterforum:
Meiner Erfahrung nach, ist eine Diskussion über Schulungen zum Thema 
"Auswirkungen/Behandlungen vob Phänomenen aus dem Bereich 
ElektroMagnetischen Verträglichkeit" besser im Unterforum:
* https://www.mikrocontroller.net/forum/hf
aufgehoben.

Zur Themenabdeckung EMV-Schulung:
Aussagen von Kollegen die dergleichen Workshops besuchten ist es im 
wesentlichen ein Lehrgang zur Benutzung der Würth-Klappferitte und 
Schirm-folien. Große Lücken bestanden hinischtlich 
PCB/Schaltungs-Design. Aber ja, manchen Schulungsteilnehmern ist schon 
die Wirkung von simplen Massnahmen des Verdrillens von Leitung 
unbekannt.

Das ist halt dem typischen EMV-Scenario geschuldet: während der 
Messkampagne vom Personal des EMV-Labors beraten lassen wie man die 
erkannten Probleme vor Ort beheben kann - da bleibt hat als Vor-Ort 
Massnahme nur Ferrite setzen und Kabel umlegen.

Als Funkamateur hat man die Möglichkeit mal den EMV-Referent im 
Ortsverein (falls vorhanden) zu fragen, der könnte zumindest wissen 
welche Schulungen in diesem Bereich für Nicht-Funker sinnvoll sein 
könnten.

Nach meiner Erfahrung sollte man insbesonders die Mechanik-Konstrukteure 
und die Projektmanager schulen, damit diese nicht Vorgaben an das 
Produkt machen die eine EMV-Prüfung, resp. nachträglichen Umbau, teuer 
machen (bspw. "billig vor Schirmung"). Oder nach Normen prüfen, die im 
konkreten Fall nicht zur Anwendung kommen. Seine spezielle Anforderungen 
an die EMV sollte man gleich zu Beginn des Workshops kommunizieren, 
bspw. Medizintechnik - nicht das EMV-Gegenmassnahmen vorgeschlagen 
werden, mit denen man an andere Stelle an der Zulassung scheitert (bspw. 
Patientenableitströme).
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