Das muss echt eine dumme Frage sein. Passiert bei Lötstellen, nicht bei IC-Beinchen. Die Platinen sind augenscheinlich nicht vergossen. Ich muss häufig ziemlich feste Drücken um Messungen zu machen. So, dass ich schon Wachelkontakte bei den Messleitungen vermute und bisschen drehe und wurschtle. Sind die einfachen Ali-Spitzen, die ich habe, scheiße? Muss man immer so feste Drücken? Brauche ich sehr feine Spitzen für SMD? Oder sind da immer irgendwelche Flussmittelreste oder leichte Oxidationsschichten und (wie) reinigt ihr die/entfernt sie dann? Ist halt doof, wenn man beide Hände braucht, drücken muss, und die Platine dann auch etwas kippelt oder so. Bei ganz kleinen Platinen finde ich auch nicht immer einen Platz für eine Masseklemme. Ganz blöd, wenn man tatsächlich einen Wackelkontakt irgendwo vermutet.
Versuch mal, wirklich spitze gefederte Spitzen einzusetzen. Die drücken sich dann durch dünne Oxidschichten bzw. Flussmittel. Das Einfedern kann dann auch ein Indikator sein, dass man fest genug drückt. Außerdem verrutschen die Spitzen dann nicht mehr (so leicht), wenn sie mit der Federkraft etwas festgehalten werden. Ich setze gerne die hier ein: https://sensepeek.com/pcbite-kit-with-2x-sq350-and-4x-sq10-handsfree-probes Damit sind dann beide Hände frei, und die Messspitzen sind gefedert und spitz. Falls nötig: Flussmittel entfernen mit Leiterplatten-Reiniger (oder Isopropanol). Oxidschichten entfernen mit z.B. Glasfaser-Pinsel.
Keks F. schrieb: > ... Brauche ich sehr feine Spitzen für SMD? Grammophonnadeln als Spitze sind optimal. > immer irgendwelche Flussmittelreste Stören die nicht. > Bei ganz kleinen Platinen finde ich auch nicht immer einen Platz für > eine Masseklemme. Einen Massedraht anlöten hülft. > Ganz blöd, wenn man tatsächlich einen Wackelkontakt irgendwo vermutet. Nun übertreib mal nicht! ☺
Cartman E. schrieb: >> Ganz blöd, wenn man tatsächlich einen Wackelkontakt irgendwo vermutet. > > Nun übertreib mal nicht! ☺ Wo siehst du da ne Übertreibung? Das kann schon blöd sein, wenn du nen Wackler suchst, aber auch einen in der Messstrippe hast.
Der notwendige Druck steigt quadratisch mit dem Radius der Messpitzen. Alispitzen sind nicht besonders spitz weil billig. Vanye
Cartman E. schrieb: > Nun übertreib mal nicht! ☺ Ich hatte das letztens gehabt. Ein Nachbar gab mir seinen Ultraschallreiniger. An-Knopf reagierte nicht. Ich vermutete einen kaputten Taster. War es auch, aber auch die Zuleitung hatte einen Wackelkontakt. Das war dann sehr unglücklich mit dem Messen und hat dann länger gedauert als es sollte. Cartman E. schrieb: > Einen Massedraht anlöten hülft. Da war ich zu blöd zu. Muss ich mir merken...
Keks F. schrieb: > Cartman E. schrieb: >> Nun übertreib mal nicht! ☺ > > Ich hatte das letztens gehabt. Ein Nachbar gab mir seinen > Ultraschallreiniger. An-Knopf reagierte nicht. Ich vermutete einen > kaputten Taster. War es auch, aber auch die Zuleitung hatte einen > Wackelkontakt. Das war dann sehr unglücklich mit dem Messen und hat dann > länger gedauert als es sollte. Auch da hätte ein Lötpunkt geholfen. > > Cartman E. schrieb: >> Einen Massedraht anlöten hülft. > > Da war ich zu blöd zu. Muss ich mir merken... Am besten ein blankes umgekehrtes U.
Ich kann diese Messspitzen hier empfehlen: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/pruefspitze_4_mm_rot-106095
Vanye R. schrieb: > Der notwendige Druck steigt quadratisch mit dem Radius der Messpitzen. Müsste das nicht die notwendige Kraft sein? Denn Druck ist Kraft pro Fläche. Und um irgendwelche Schichten zu durchstoßen brauchst du Druck. Und wenn dein Piekserlie nun stumpf ist, brauchst du halt mehr Kraft, um auf die selbe Kraft pro Fläche zu kommen. Der Druck sollte aber immer der selbe sein, um zu durchstoßen. Um einfach irgendne Zahl zu nennen, du brauchst angenommen 100N/cm^2. Jetzt hat dein stumpfer Piekser eine "Spitzenfläche" von 1mm^2, dann brauchst du 1N um auf die 10bar zu kommen. Wenn deine Spitze nur 0.1mm^2 hat, brauchst du nur noch 0,1N.
J. T. schrieb: > ... Wenn deine Spitze nur 0.1mm^2 > hat, brauchst du nur noch 0,1N. Eine Grammophonnadel hat deutlich weniger Auflagefläche. ☺ Ausserdem piekt die formschlüssig in eine etwaige Verzinnung, was Verrutschen verhindert.
Cartman E. schrieb: > Eine Grammophonnadel hat deutlich weniger Auflagefläche Es waren ja auch nur irgendwelche wahlfrei rausgegriffenen Zahlen, um das Prinzip zu verdeutlichen. Wenn die Grammophonnadel noch dünner ist, brauchst du dementsprechend noch weniger Kraft. Ich hätte nicht mal den Hauch einer Ahnung, welche Drücke nötig sind, um Oxidschichten oder Flussmittelreste zu durchstoßen
> Müsste das nicht die notwendige Kraft sein? Denn Druck ist Kraft pro > Fläche. physikalisch richtig, aber umgangsprachlich okay, weil ja auch der Druck in meinen Oberarmen gemeint sein koennte. .-) Vanye
Vanye R. schrieb: > physikalisch richtig, aber umgangsprachlich okay, weil ja auch der Druck > in meinen Oberarmen gemeint sein koennte. .-) > Vanye Naaaagut, mit viel zugedrücktem Auge können wir das gelten lassen :D Wobei auch da, ganz genaugenommen, die Muskeln ja nur auf Zug arbeiten.
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J. T. schrieb: > Cartman E. schrieb: >> Eine Grammophonnadel hat deutlich weniger Auflagefläche > > Es waren ja auch nur irgendwelche wahlfrei rausgegriffenen Zahlen, um > das Prinzip zu verdeutlichen. Wenn die Grammophonnadel noch dünner ist, > brauchst du dementsprechend noch weniger Kraft. Die ist im eigentlichen Sinn nicht dünn. Die Aufnahme hat etwas mehr als ca. 1,5 mm. Die "Spitze" lässt sich vereinfacht als Halbkugel mit einem Durchmessen von ca. 10 µm beschreiben. > Ich hätte nicht mal den Hauch einer Ahnung, welche Drücke nötig sind, um > Oxidschichten oder Flussmittelreste zu durchstoßen Ein Newton sollte damit reichen. ☺ 10 Newton wenn noch alter Dreck dran pappt.
Harald W. schrieb: > Cartman E. schrieb: > >> Grammophonnadeln als Spitze sind optimal. > > Saphir oder Diamant? Grammophonnadeln we/urden aus stabilem Stahl gefertigt, du Leye!
Ich empfehle diese Spitzen von Probemaster: https://www.welectron.com/Probe-Master-8017S-Softie-Test-Leads-90cm Wirklich höllisch spitze Spitzen und die dann auch noch mit ordentlichem Hartgold beschichtet. Macht meiner Erfahrung nach einen deutlichen Unterschied bei der Zuverlässigkeit des Kontakts zu dem, was bei den Multimetern normal so beiliegt, also auch bei Marken-Multimetern.
Empfehlung: Billige Jeans-Nadeln für Nähmaschinen, anbei ein Muster mit Preis. Die lassen sich mit dem Schaft gut in Bananenbuchsen mit Lötkelch einlöten und auf jeden 4-mm-Stecker rauf stecken. MfG. Andreas
Ich nutze Piercing Stifte aus der Produktion von Feldbus Geräten. Kabel anlöten und in Kugelschreibergehäuse einkleben. Bei Interesse kann ich gegen Portoersatz welche abgeben. Gruß Ulrich
Ulrich K. schrieb: > Bei Interesse kann ich gegen Portoersatz welche abgeben. Die würde ich gerne mal ausprobieren - ich schreibe dir gleich eine PN
Cartman E. schrieb: >> Bei ganz kleinen Platinen finde ich auch nicht immer einen Platz für >> eine Masseklemme. > Einen Massedraht anlöten hülft. Nicht nur dort. Einfach ein kurzes Drahtstückchen auch an den Messpunkten anlöten, ne Minikrokoklemme dran und gut ists. Dann hat man auch die Finger frei um die Platine zu drücken, zB beim Verdacht auf Haarrissen udgl.
Rainer D. schrieb: > Cartman E. schrieb: >>> Bei ganz kleinen Platinen finde ich auch nicht immer einen Platz für >>> eine Masseklemme. >> Einen Massedraht anlöten hülft. > > Nicht nur dort. Einfach ein kurzes Drahtstückchen auch an den > Messpunkten anlöten, ne Minikrokoklemme dran und gut ists. Dann hat man > auch die Finger frei um die Platine zu drücken, zB beim Verdacht auf > Haarrissen udgl. Ja, das schrub ich ja schon: Cartman E. schrieb: > Keks F. schrieb: >> Ich hatte das letztens gehabt. ...Ein Nachbar gab mir seinen >> ... Das war dann sehr unglücklich mit dem Messen und hat dann >> länger gedauert als es sollte. > > Auch da hätte ein Lötpunkt geholfen.
Cartman E. schrieb: > Ja, das schrub ich ja schon: Das ist doch aber kein Problem, wenn es von anderer Seite nochmal bestätigt wird?
J. T. schrieb: > Vanye R. schrieb: >> Der notwendige Druck steigt quadratisch mit dem Radius der Messpitzen. > > Müsste das nicht die notwendige Kraft sein? Denn Druck ist Kraft pro > Fläche. J. T. schrieb: > Wobei auch da, ganz genaugenommen, die Muskeln ja nur auf Zug arbeiten. Hier kannst du im Elektronik Forum den Klugscheißer für Biologie und Physik geben, und vor ein paar Tagen hast du dich aufgeregt incl. Beleidigungen wie "Arschloch" oder "hornochsig" Beitrag "Re: Gibt es gute Alternativen zu 12V Bleigelakkus?" nur weil man dich drauf hingewiesen hat dass "Po" chemisch für Polonium und nicht für Phosphat steht.
Keks F. schrieb: > Muss man immer so feste Drücken Nein, aber Lötzinn oxidiert ziemlich schnell und wenn man das nicht vorher blank kratzt muss man die Oxidschicht durchstossen, was mit nadelspitzen Prüfspitzen weniger Druck erfordert als mit halbrunder Spitze. Es kann also nötig sein. Vergoldete Platinen gehen besser. Frisch verlötete auch, es sei denn es klebt Flussmittel drauf 'Lötlack'.
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