Um einen thread zu einem anderen Ladegerät mal nicht länger mit Diskussionen über das SkyRC MC3000 abschweifen zu lassen, hier kurz meine bisherige Erfahrung mit einem kürzlichen Neukauf dieses Geräts:
Ab Werk war Firmware 1.18 installiert. Hat zwar soweit funktioniert, aber wie schon von vielen anderen berichtet, sind die Innenwiderstandsmessungen grob daneben - ich habe ein YR 1030+ und ein YR 1035, mit dem sich solche Werte zuverlässig reproduzierbar und sehr genau messen lassen, und was der MC3000 an Innenwiderstand misst, liegt oft ganz woanders, und ist von einer Messung zur nächsten auch kaum reproduzierbar. (Zum Vergleich: Ein Opus BT-C100 Ladegerät, dass ich hier auch habe, ist zwar auch deutlich ungenauer als die YR 1030+/1035, aber wenigstens recht konsistent, und die Werte liegen reproduzierbar in einer realistischen Größenordnung.)
Da SkyRC derzeit eine Firmware 1.25 anbietet, die u.a. auch Ladeprofile für Natrium-Ionen Zellen kennt, und von der an einigen Stellen behauptet wird, man habe auch Innenwiderstandsmessungen verbessert (die sollen Netzquellen zu Folge bei Firmware 1.15 schon mal besser gewesen sein), habe ich jene Firmware 1.25 mal installiert. Ich kann nicht behaupten, dass die Innenwiderstandswerte danach realistischer aussehen.
Aber ansonsten bin ich mit den detaillierten Einstellungsmöglichkeiten für (Ent)ladeprofile durchaus zufrieden. Insbesondere war mir ja wichtig, auch gealterte Zellen noch laden zu können, und das gelingt mit geringerem Ladestrom und Temperatur- und Spannungs-basierter Ladebeendigung ganz gut, während man "gute" Akkus selbstverständlich auch schnell oder sehr schnell laden kann, wenn man mag.
Die mechanische Einspannung der Zellen finde ich so semi-gut gelöst - ich habe sowohl viel bessere als auch viel "hakeliegere" schon erlebt. Hat jemand mal erprobt, ob eine Schmierung der Führungsschienen möglich und vorteilhaft ist?
Hi
Ich kenne jetzt das genannte Ladegerät nicht, vermute aber, dass dies genauso daneben liegt wie mein Graupner Ultramat 16S.
Der Grund bei meinem Graupner, liegt im Messverfahren, dieses ermittelt den Innenwiderstand anhand des Spannungsabfalls bei unterschiedlichen Ladeströmen.
Dein YR1030 / YR1035 sowie mein RC3563 messen mit einer Wechselspannung von ca 1kHz mit der der Akku beaufschlagt wird. Das ist ein gänzlich anderes Verfahren bei dem auch andere Parameter erfasst werden welches eher mit dem der ESR-Messung von Elkos vergleichbar ist.
Na dann mal Glückwunsch zum MC-3k Lutz, nur der Ri ist doch eher unwichtig bei der ganzen Sache?
Versuch doch mal einen Zyklus mit den NiMH oder NiCd auf D-C-D zu fahren, ob du bei dir dann 2x Werte für die Kap. bekommst, das geht bei mir nämlich nicht mit dem Verfahren.
Wenn du ältere NiCd- oder NiMH-Zellen lädst oder testest, wie geht man dabei richtiger vor? Erst ent- und dann wieder laden und noch mal entladen und noch mal Laden?
Wegen der Schienen, sei froh wenn die einigermaßen gut gehen, die Technik darunter ist etwas verzwickt.
Kann es sein dass der Schacht 4 ein Problem hat oder dass der für was Spez. gedacht ist, weil in dem fallen immer wieder div. Zellen mit Connektion Break während eines Zyklus aus. Diese Akkus muß ich dann wohl mal in einem anderen Schacht versuchen, ob es nur am Akku selber liegt.
Bei mir kommen auch immer wieder komische Abweichungen beim Ri zusammen, da ist auch keine Logik dahinter. Dass das Gerät mit den AA-, also Micro-Zellen große Probleme hat, habe ich von einem Kenner der Szene erfahren. Denn diese kleinen Zellen machen in dem Gerät ganz schöne Umstände bei mir. Oder die eine Mono-D-Zelle hat es mit 4 Ah schon auf über 22 Ah beim Reinladen gebracht, bis ich sie dann durch meinen Eingriff abbrechen musste.
Der Temp.Sensor ist dafür nicht geeignet, nur wie will man dann so einen unbekannten Akku vermessen, noch dazu wenn das Gerät auch nicht logisch richtig arbeitet?
Sehen bei dir die KennlinienKurven am Anfang auch so aus wie auf meinem Bild? Bei mir läuft aktuell auch wieder ein Zyklus wo man dann sieht dass der Strom total schwankt oder die Grafikanzeige einen Hau weg hat auf dem Monitor. Man kann doch aber nicht immer nur in die csv-Datei reinschauen und mit den Werten darin dann bildlich arbeiten?
Gestern ist die Aufzeichnung stehen geblieben, ganz ohne Standby-Modus am PC, auch wieder ein neuer Fehler an dem Ding.
Ich kenne jetzt das genannte Ladegerät nicht, vermute aber, dass dies
genauso daneben liegt wie mein Graupner Ultramat 16S.
Der Grund bei meinem Graupner, liegt im Messverfahren, dieses ermittelt
den Innenwiderstand anhand des Spannungsabfalls bei unterschiedlichen
Ladeströmen.
Dein YR1030 / YR1035 sowie mein RC3563 messen mit einer Wechselspannung
von ca 1kHz mit der der Akku beaufschlagt wird. Das ist ein gänzlich
anderes Verfahren bei dem auch andere Parameter erfasst werden welches
eher mit dem der ESR-Messung von Elkos vergleichbar ist.
Der gravierendste Unterschied ist dass das Y1035+ & Co Vierpolmessungen machen. Den macht das SkyRC MC3000 nicht, jedenfalls kann ich das nicht erkennen. Das heißt das der Übergangswiderstand vom SkyRC MC3000 zum Akku mit gemessen wird, ebenso Alles was im Gerät noch an Übergängen vorhanden ist. Kleinste Verunreinigungen auf dem Übergang Lader/Akku machen sich negativ bemerkbar. Wenn das SkyRC MC3000 den Ri in Echtzeit anzeigt wird man das feststellen wenn man den Akku nur etwas dreht.
Die mechanische Einspannung der Zellen finde ich so semi-gut gelöst -
ich habe sowohl viel bessere als auch viel "hakeliegere" schon erlebt.
Hat jemand mal erprobt, ob eine Schmierung der Führungsschienen möglich
und vorteilhaft ist?
die Führungsschienen sind auch bei mir hakelig. Wenn man die vertikale metallene Kontaktleiste oben anfasst und dann gegen die Federkraft zurückzieht, verhakt sich der Schieber gerne.
Ich drücke den "Schieber" eines Schachts deswegen immer unten, wo er in das Gehäuse hineingeht.
Kaum habe ich eine Firmware installiert, kommt die nächste raus - jetzt bietet SkyRC eine 1.27 an - allerdings findet sich nicht der leiseste Hinweis darauf, was sich verändert haben soll.
Wenn du ältere NiCd- oder NiMH-Zellen lädst oder testest, wie geht man
dabei richtiger vor?
Zum Laden (oder entladen - aber das mache ich eher nur für Tests) alter Zellen, die einen nennenswert erhöhten Innenwiederstand aufweisen, konfiguriere ich schlicht geringere Ströme - also z.B. nur 1/4 C oder 1/8 C - ansonsten verwende ich für alte wie neue Zellen gern vorsichtige Ladegrenzen, z.B. 1,55V und max. 40°C. Bei extrem hohen Innenwiederständen (so ab ca. 2000mOhm aufwärts) meldet das MC3000 "Battery so poor!" oder "Connection interrupted!" und mag dann nicht weiter machen, allerdings scheint in solchen Situationen immer noch ein aufladen per "Break In" Modus möglich.
Dass das Gerät mit den AA-, also Micro-Zellen große Probleme hat, habe
ich von einem Kenner der Szene erfahren
Ich kenne als Micro-Zellen solche der Größe "AAA". Wenn die am Minuspol-Rand isolierend beklebt sind, muss man sie leicht verkanten, damit sie Kontakt haben, aber kritisch fand ich das jetzt nicht, und sie sind oben dann immer noch in der Nähe des Temperatursensors.
Die mechanische Einspannung der Zellen finde ich so semi-gut gelöst
Also scheint sich das bis heute nicht geändert zu haben.
Vor vielen Jahren wollte ich einmal ein Ladegerät bauen. Als Basis suchte ich ein Gehäuse, das vernünftige Schächte hat. Damals habe ich kein gescheites Gehäuse, mit gescheiten Schächten gefunden. Die größten Probleme kamen nur durch die Schächte.
Schau dir doch einmal an, ob die nicht für die Abweichungen verantwortlich sind.
Trotzdem die Frage an Dich..würdest du das Gerät wieder kaufen, bzw. das
Nachfolgemodell SkyRC MC5000?
Das MC5000 käme für mich überhaupt nicht in Frage - schon weil es keine Temperatursensoren pro Schacht mehr hat, und auch sonst wurden ja reichlich Funktionen entfernt (z.B. "Akku auf ideale Lagerungsspannung bringen"), und auf das buntere Display verzichte ich gern.
Hat jemand mal erprobt, ob eine Schmierung der Führungsschienen möglich
und vorteilhaft ist?
Hatte ich anfangs in Erwägung gezogen, dann aber nicht mehr dran gedacht, und nun, ein paar Jahre und einige hundert Akkus später, laufen die Schieber ausreichend weich. Spricht aber auch nix dagegen, sie zu schmieren.
Ri liegt bei mir ausreichend dicht am extern gemessenen Wert (FW 1.15); den halte ich an dieser Stelle auch nur für Schätzungen für sinnvoll – der ändert sich auch mit Ladestand und Temperatur.
Die mechanische Einspannung der Zellen finde ich so semi-gut gelöst
Also scheint sich das bis heute nicht geändert zu haben.
Vor vielen Jahren wollte ich einmal ein Ladegerät bauen.
Ist allerdings traurig bei einem Ladegerät >100,- Euro.
Wieso?
Schon seit >60 Jahren weiss ich, dass "lose" Kontaktierungen Probleme machen und man immer wieder Kontakte für/an Wechselzellen regelmässig "behandeln" sollte.
Mit Aufkommen der NiCd-Akkus und Universalladern musste man das umso mehr beachten.
Früher sollten die Rundzellenschächte von AAA bis Mono alles fressen, heute von AAAA bis 32700.
Und auch zarteste Fingerchen müssen den spitzen Minuskontakt zurückziehen können, da andere Möglichkeiten den Geist vieler User überfordert.
Einfach mal die Negativbewertungen der Plattformen für "stramme" (also wirklich gute!) Zellhalterungen lesen.