Colpitts-Oszillator in Kollektorschaltung

OP #8091598
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Ich habe im Anhang meine Schaltung in LTSpice und einmal aufgelötet. In LTSpice kriege ich eine wunderschöne Schwingung von ca 30MHz aber meine schaltung schwingt null. Kann mir bitte jemand helfen ich weiß echt nicht mehr weiter.

Hinweis dieser riesige 1.5Ohm Widerstand dient lediglich als abgriff für mein Oszilloskop. Mein Oszilloskop hat eine Eingangskapazität von 15pF und einen Eingangswiderstand von 10MOhm, falls das hilft.

Danke für eure Zeit

Mit freundlichen Grüßen, Lennart

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#8091622
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Ich würde vom Kollektor des Transistors einen kleinen Keramikkondensator zu dem Massepunkt schalten, ca 0,1u-1u. Die Simulation braucht das nicht, die Realität schon.

Du musst mehr Spannung an die Basis koppeln, in der unüblichen Kollektorschaltung hast du eine Verstärkung <1: also z.B. C2 = 2n2.

Der Basisspannungsteiler ist unnötig niederohmig. Vorschlag R2=100k, R3=68k.

#8091686
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Wulf D. schrieb:

Ich würde vom Kollektor des Transistors einen kleinen Keramikkondensator zu dem Massepunkt schalten, ca 0,1u-1u.

Ich würde mir 100nF anfangen. Ein anderen Transistor würde ich auch enpfehlen wie z.B. einen BF199. Der transition frequency ist min. 4 mal größer und der Common Emitter Feedback Capacitance ist viel kleiner(weniger belasten).

Kennst Du zufällig die Güte Deiner Spule?

Vermutung das die Schleifenverstärkung unter 1 fällt.

Gruß D. T.

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(Firma: Privat) #8091698
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Lennart S. schrieb:

aber meine schaltung schwingt null.

Vielleicht ist die Betriebsgüte des Schwingkreises zu schlecht. Stimmt der Arbeitspunkt des Transistors? Die Spannung über R1 sollte ohne Schwingkreis erstmal halbe Betriebsspannung oder ein kleinwenig mehr sein. C2 5 mal größer als C3 machen. R2 und R3 würde ich auch etwas größer machen, vielleicht so 50kOhm. C1 weglassen, aber Richtung Spule ein Kondensator einfügen, vielleicht so 50pF bis 100pF, bischen probieren. Die Induktivität der Spule auf 0,5µH erhöhen. Vieleicht ist die Belastung durch Meßleitung und Oszillograf auch zu groß. Ich würde an einer Meßleitung einen Ring von 2cm Durchmesser machen und dann berührungslos induktiv durch langgsames annähern an die Spule messen.

#8091707
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D. T. schrieb:

Wulf D. schrieb:

Klar ist die <1

Verwechselst Du Spannungsverstäkung und Schleifenverstärkung?

Denke nicht. Die Schleifenverstärkung kann nicht größer als die Spannungsverstärkung des Transistors sein. Bei der Ausgangsschaltung mit den gleich großen C2/C3 ist die Schleifenverstärkung sogar deutlich kleiner 0,5.

Das die Simulation funktionierte, liegt nur an der zu groß angenommenen Güte des Schwingkreis.

Wenn Du die Resonanzüberhöhung des Schwingkeis als Teil der Schleifenverstärkung siehst, passt natürlich deine Betrachtung.

#8091712
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Moin,

Dein Aufbau ist nicht besonders HF günstig, Besser ist es, sie im berüchtigt berühmtem "Manhattan Stil" aufzubauen. Auf einen kleinen Stück kaschierter LP, löte alle R und C nach Masse auf die Kupferfläche und die restliche Schaltung in der Luft, weg von der Kupferfläche. Die Spule soll mindestens einen Spulen DM von Masse entfernt sein.

Gerhard

https://www.youtube.com/watch?v=7J_ppNyJWbU

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