Kaputte Elkos

OP (Firma: LinTech GmbH) #8092259
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Hatte heute einen eigenartigen Patienten. Marantz PM6007, rechter Kanal tot, irgendwas klappert im Gerät herum. Aufgeschraubt und siehe da, der Wagabund ist ein 220uF/35V-Elko von Position C3020, unten offen und die ganze Soße im Gerät verteilt. Bei der Menge wunderte ich mich, daß die alles aus dem kleinen Ding sein sollte? Und ich guck so nochmal und ziehe ein ganz klein wenig am am 220uF/63V C3010 daneben und hab ihn in der Hand. War auch geplatzt. Verwunderlich, hatte ich noch nie erlebt einen Elko einfach so aus der Verlötung zu ziehen. Hat jemand von euch sowas schonmal gesehen? BTW: neue Elkos sind jetzt drin, läuft wieder.

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OP (Firma: LinTech GmbH) #8092279
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H. H. schrieb:

Ron-Hardy G. schrieb:

H. H. schrieb:

Elna hatte vor einigen Jahren untaugliche Stöpselgummi angedreht bekommen.

Das erklärt aber nicht die Lötstellen-Lockerung?

Da wird schon beim Löten Elektrolyt ausgetreten sein, und so wurde das nie richtig verlötet. Die spätere Korrosion hat dann den Rest erledigt.

Das kann natürlich sein, das Zeug hat sich angefühlt wie Schmieröl. Werde den Patienten dann wohl bald wieder auf dem Tisch haben

(Firma: DC3AX) #8092411
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In so einem Fall gilt es absolut alle Elektrolyten in dem Gerät zu tauschen. Sie sind alle gleich alt und waren die gleiche Zeit den gleichen Bedingungen ausgesetzt. In dem Fall kamen vermutlich alle mit dem gleichen Fertigungsfehler.

Optimal ist: Alle Elkos runter, Platinen in ein Ultraschallbad mit Alkohol / Wasser Mischung schön lange reinigen. Dann neue Elkos bestücken.

#8092487
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Ein Kollege hat einen Treffer von einem Netzteil-Elko an der Stirn und mußte deswegen zum Arzt. Seitdem war Plexiglas bei uns Pflicht beim Test. Andere alte Radio-Elkos haben ihr Alu-Konfetti überall im Gehäuse verteilt.

hatte ich noch nie erlebt

85-Grad-Elkos sind in Schaltnetzteilen reihenweise ausgefallen.

: Bearbeitet durch User
#8092507
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Vanye R. schrieb:

Ich hatte es schonmal das so ein Elko explodiert ist und wie eine Rakete im Gehaeuse rumgeschossen ist. War ein ganz normaler Stuetzelko vor einem 7805. Es passieren die lustigsten Dinge mit den kleinen Fraggles.

Ich hatte den Fall mit einem etwas größeren Elko (ich glaube 4700µ für 16V). War auch ein radialer Typ und kam als Ladeelko nach einer Gleichrichterbrücke (4x SY360, ungefähr 1N4001). Ich Dussel hatte den Elko verpolt eingelötet. Zum Glück lag die Platine auf dem Kopf (ich wollte dran messen). Der Elko hat sich nur Sekunden nach dem Einschalten mit einen Mordsknall verabschiedet und sein innerstes auf den Tisch gespuckt. Eine Diode hat sich so stark erwärmt, daß sie sich ausgelötet hat und durch die Erschütterung aus der Platine gefallen ist.

Das ist eine bleibende Erinnerung :)

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