Hatte heute einen eigenartigen Patienten. Marantz PM6007, rechter Kanal tot, irgendwas klappert im Gerät herum. Aufgeschraubt und siehe da, der Wagabund ist ein 220uF/35V-Elko von Position C3020, unten offen und die ganze Soße im Gerät verteilt. Bei der Menge wunderte ich mich, daß die alles aus dem kleinen Ding sein sollte? Und ich guck so nochmal und ziehe ein ganz klein wenig am am 220uF/63V C3010 daneben und hab ihn in der Hand. War auch geplatzt. Verwunderlich, hatte ich noch nie erlebt einen Elko einfach so aus der Verlötung zu ziehen. Hat jemand von euch sowas schonmal gesehen? BTW: neue Elkos sind jetzt drin, läuft wieder.
Elna hatte vor einigen Jahren untaugliche Stöpselgummi angedreht bekommen.
Elna hatte vor einigen Jahren untaugliche Stöpselgummi angedreht bekommen.
Das erklärt aber nicht die Lötstellen-Lockerung?
H. H. schrieb:
Elna hatte vor einigen Jahren untaugliche Stöpselgummi angedreht bekommen.
Das erklärt aber nicht die Lötstellen-Lockerung?
Da wird schon beim Löten Elektrolyt ausgetreten sein, und so wurde das nie richtig verlötet. Die spätere Korrosion hat dann den Rest erledigt.
Ron-Hardy G. schrieb:
H. H. schrieb:
Elna hatte vor einigen Jahren untaugliche Stöpselgummi angedreht bekommen.
Das erklärt aber nicht die Lötstellen-Lockerung?
Da wird schon beim Löten Elektrolyt ausgetreten sein, und so wurde das nie richtig verlötet. Die spätere Korrosion hat dann den Rest erledigt.
Das kann natürlich sein, das Zeug hat sich angefühlt wie Schmieröl. Werde den Patienten dann wohl bald wieder auf dem Tisch haben
Text weil die Forensoftware einen will.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/704325/2026-09-03-21-26-37-401.jpg
Der wird kein Berstventil haben, dann passiert das eben so.
Ärgerlich, aber das sieht eigentlich recht harmlos aus. Es gibt Platinenschäden durch ausgelaufenen Elektrolyt auf deren Reparatur willst du keine Garantie geben, besonders wenn höhere Spannungen am bratzeln waren.
In so einem Fall gilt es absolut alle Elektrolyten in dem Gerät zu tauschen. Sie sind alle gleich alt und waren die gleiche Zeit den gleichen Bedingungen ausgesetzt. In dem Fall kamen vermutlich alle mit dem gleichen Fertigungsfehler.
Optimal ist: Alle Elkos runter, Platinen in ein Ultraschallbad mit Alkohol / Wasser Mischung schön lange reinigen. Dann neue Elkos bestücken.
Hat jemand von euch sowas schonmal gesehen?
Ich hatte es schonmal das so ein Elko explodiert ist und wie eine Rakete im Gehaeuse rumgeschossen ist. War ein ganz normaler Stuetzelko vor einem 7805.
Es passieren die lustigsten Dinge mit den kleinen Fraggles.
Vanye
Es passieren die lustigsten Dinge mit den kleinen Fraggles.
Die feiern 'ne Party und lassen auch Luftschlangen fliegen
Schö'n Freidach
ein Elko explodiert
Ich hatte wo alle 3 oder 5 gleich explodiert und es war sehr schön.
Ein Kollege hat einen Treffer von einem Netzteil-Elko an der Stirn und mußte deswegen zum Arzt. Seitdem war Plexiglas bei uns Pflicht beim Test. Andere alte Radio-Elkos haben ihr Alu-Konfetti überall im Gehäuse verteilt.
hatte ich noch nie erlebt
85-Grad-Elkos sind in Schaltnetzteilen reihenweise ausgefallen.
Es passieren die lustigsten Dinge mit den kleinen Fraggles.
Die feiern 'ne Party und lassen auch Luftschlangen fliegen
Ich hatte wo alle 3 oder 5 gleich explodiert und es war sehr schön.
Euer Humorverständnis finde ich äußerst befremdlich.
:-)
Ich hatte es schonmal das so ein Elko explodiert ist und wie eine Rakete im Gehaeuse rumgeschossen ist. War ein ganz normaler Stuetzelko vor einem 7805. Es passieren die lustigsten Dinge mit den kleinen Fraggles.
Ich hatte den Fall mit einem etwas größeren Elko (ich glaube 4700µ für 16V). War auch ein radialer Typ und kam als Ladeelko nach einer Gleichrichterbrücke (4x SY360, ungefähr 1N4001). Ich Dussel hatte den Elko verpolt eingelötet. Zum Glück lag die Platine auf dem Kopf (ich wollte dran messen). Der Elko hat sich nur Sekunden nach dem Einschalten mit einen Mordsknall verabschiedet und sein innerstes auf den Tisch gespuckt. Eine Diode hat sich so stark erwärmt, daß sie sich ausgelötet hat und durch die Erschütterung aus der Platine gefallen ist.
Das ist eine bleibende Erinnerung :)
Ich Dussel hatte den Elko verpolt eingelötet. Zum Glück lag die Platine auf dem Kopf (ich wollte dran messen).
Für welche Spannungshöhe war der so zuständig, weil ich es auch mal schaffte, in einem SNT einen von 10 verschiedenen Elkos verkehrt herum eingelötet zu haben, und mich wunderte dass die i-O-Erkennung des Netzteiles nicht hochkam und sich ein Zischen anbahnte. Da war ich aber ganz schnell am Netzkabel rausziehen, und habe es gerade noch so verhindern können bei ca 40 Volt einen 470 µF Elko ins Gesicht zu bekommen. Das Teil war dann auch "schön" heiß, und reif für die Tonne.
Mir ist letztens einer beim löten mit Heißluft, lag ein kleines Stück abseits der eigentlichen Lötstelle, durch die Hitze geplatzt.
Das war bisher der zweite beim löten in meiner gesamten Zeit, jedes mal waren es kleine SMD Becher, jedes mal ohne direkte Hitze auf den Elko.
Seit dem ersten nehme ich "verdächtig Nahe" zur Lötstelle stehende Elkos auch gelegentlich herunter bevor ich weiter mache.
Je kleiner um so eher, die Winzlinge packen die Temperaturen einfach nicht.
Ein Kollege hat einen Treffer von einem Netzteil-Elko an der Stirn und mußte deswegen zum Arzt. Seitdem war Plexiglas bei uns Pflicht beim Test.
Bei der Ami-Firma mit der ich vor 15 Jahren zu tun hatte ähnlich. Da hieß es in der kompletten Elektronik-Entwicklungsabteilung offiziel, das bei Erstinbetriebnahme (von Prototypen) Schutzbrille zu tragen ist. Nachdem mir selbst die Elko's beim ersten Anschalten "um die Ohren flogen", hab ich mich auch dran gehalten... Ursache war die Bestückung falsch herum (obwohl das Bestückungpersonal das mehrmals prüfte). Problem war wohl entweder, das die Elkos falsch aus dem feeder kamen oder das zwei personen den Bestücker "programmierten" die jeweils für sich eine "Drehung" configurierten (bswp. einmal bei der Angabe der Ausrichtung im feeder, und dann nochmal bei aufsetzen auf das PCB ...). Ein '+' auf dem Silkprint an der richtigen Position könnte dann helfen ...
Text weil die Forensoftware einen will.
Das war ein dezenter Hinweis, etwas SINNVOLLES zum Bild hinzuzufügen, insbesondere da der Dateiname ausgesprochen wenig zum Inhalt/Sinn-und-Zweck hergibt.
Ein Kollege hat einen Treffer von einem Netzteil-Elko an der Stirn und mußte deswegen zum Arzt. Seitdem war Plexiglas bei uns Pflicht beim Test. Andere alte Radio-Elkos haben ihr Alu-Konfetti überall im Gehäuse verteilt.
hatte ich noch nie erlebt
85-Grad-Elkos sind in Schaltnetzteilen reihenweise ausgefallen.
Da hab ich mal was Lustiges in der Produktion bei einem Maschienenbauer erlebt. Lehrling macht die Verdrahtung vom 1 phasigen FU. Der FU ist unglücklicherweise nicht mit L und N gekennzeichnet, sondern mit L1 und L2. Der Lehrling hängt das Teil also stumpf zwischen die Phasen. Bei der Inbetriebnahme durchschlugen die beiden Primärelkos das Plastikgehäuse des FU und "klopften" von innen am Schaltschrank an, der danach 2 Dellen hatte :D
Während meiner Lehrzeit waren 2 unserer Ausbilder in ihrem Büro dabei, einen Verstärker zu reparieren. Urplötzlich gab es einen Knall, und der Becher eines Elkos machte sich auf den Weg Richtung Raumdecke, schlug in einer mit 2 Leuchtstoffröhren bestückten Deckenlampe ein - und zerstörte eine der Röhren mit einem weiteren Knall und einem Glassplitterregen.
Alle Anwesenden haben sich ordentlich erschrocken. Ursache war offenbar, daß der Verstärker mit einer hohen Frequenz 'am schwingen war'...
Ein Kollege hat einen Treffer von einem Netzteil-Elko an der Stirn und mußte deswegen zum Arzt. Seitdem war Plexiglas bei uns Pflicht beim Test.
Bei der Ami-Firma mit der ich vor 15 Jahren zu tun hatte ähnlich. Da hieß es in der kompletten Elektronik-Entwicklungsabteilung offiziel, das bei Erstinbetriebnahme (von Prototypen) Schutzbrille zu tragen ist. Nachdem mir selbst die Elko's beim ersten Anschalten "um die Ohren flogen", hab ich mich auch dran gehalten...
Gab es hier schon mal, orangefarbene ROE im Plastikbecher, die massenweise geplatzt sind. Da kam im Prüffeld eine Schutzscheibe zum Einsatz, wie man sie mit Magnethalter für Dreh- / Fräsmaschinen kennt. Das waren keine Fertigungsfehler, die Baureihe war ab Werk Schrott. In meinem Bereich Prüfmittelbau habe ich direkt alle dieser Baureihe in den Müll gekippt.
Ursache war die Bestückung falsch herum (obwohl das Bestückungpersonal das mehrmals prüfte).
Verpolt eingebaute Elkos hat Bosch mal in erheblicher Menge in Kfz-Steuergeräten gehabt, bei automatischer Bestückung. Das aber nicht in jedem, als ob man die Elkos als ungepoltes Bauteil programmiert hatte. Meine Fertigungskollegen haben über Monate tausende Steuergeräte geröntgt, im Lohnauftrag von Bosch.
Hatte heute einen eigenartigen Patienten. Marantz PM6007, rechter Kanal tot, irgendwas klappert im Gerät herum.
Die so begehrte Edelmarke Marantz fällt mit ihrem 500€ Verstärker negativ auf. Und das bei einem scheinbar noch heute neu erhältlichen Gerät.
mfg
Derart oberflächliche Schlüsse liest man nicht so oft.
Gab es hier schon mal, orangefarbene ROE im Plastikbecher, die massenweise geplatzt sind.
diese da?
Diese. Da hatte ich nur den Deckel im Gesicht, die Wurst kam nicht soweit. Anscheinend ist der trocken mit Kurzschluss ausgefallen und hat die Gleichrichterdiode davor mitgenommen.
immernoch besser als Tantalfeuerwerk
immernoch besser als Tantalfeuerwerk
Die Tantaliden gehen als Initialzünder für so manchen Sprengstoff...
Martin M. schrieb:
immernoch besser als Tantalfeuerwerk
Die Tantaliden gehen als Initialzünder für so manchen Sprengstoff...
Sag das mal nicht zu laut, sonst kommt das SEK die Dinger bei uns Bastlern einziehen.
Gab es hier schon mal, orangefarbene ROE im Plastikbecher, die massenweise geplatzt sind.
diese da?
Ich kenne nur massenweise gesprungene Gehäuse, speziell in warmen (>40°C) Umgebungen. Wenn die Baugruppe auf Raumtemperatur gehalten wurde, waren die nach 30 Jahren noch ok.
Manfred K. schrieb:
Gab es hier schon mal, orangefarbene ROE im Plastikbecher, die massenweise geplatzt sind.
diese da?
Ich kenne nur massenweise gesprungene Gehäuse, speziell in warmen (>40°C) Umgebungen. Wenn die Baugruppe auf Raumtemperatur gehalten wurde, waren die nach 30 Jahren noch ok.
Es kam sehr auf die Charge an.
Manfred P. schrieb:
Gab es hier schon mal, orangefarbene ROE im Plastikbecher, die massenweise geplatzt sind.
diese da?
Links die orangenen. Die Weinroten waren unauffällig, bekommen nur zum Teil nach vielen Jahren Betrieb Risse im Kunststoff. Bild aus einem Voltmeter R&S-URE.
Diese. Da hatte ich nur den Deckel im Gesicht, die Wurst kam nicht soweit. Anscheinend ist der trocken mit Kurzschluss ausgefallen und hat die Gleichrichterdiode davor mitgenommen.
Verpolt?
Ich kenne nur massenweise gesprungene Gehäuse, speziell in warmen (>40°C) Umgebungen. Wenn die Baugruppe auf Raumtemperatur gehalten wurde, waren die nach 30 Jahren noch ok.
Für die dunkel weinroten kann ich das bestätigen.
Soul E. schrieb:
Diese. Da hatte ich nur den Deckel im Gesicht, die Wurst kam nicht soweit. Anscheinend ist der trocken mit Kurzschluss ausgefallen und hat die Gleichrichterdiode davor mitgenommen.
Verpolt?
Eingetrocknet und dann vermutlich mit Kurzschluss ausgefallen. Das war ein Toellner Labornetzteil, Baujahr Ende der '80er.
Glaube ich habe noch ein paar davon.
Wäre es zu empfehlen, die noch zu behalten für Sylvester als Knallkörper oder Raketenantrieb?
Verpolt?
Knallt es besser verpolt oder mit zu hoher Spannung beaufschlagt?
Knallt es besser verpolt oder mit zu hoher Spannung beaufschlagt?
Verpolt geht es schneller...
Hach, die gute alte Kondensatorenthematik. Einerseits gepolte Modelle: Tantaltropfen haben Silvester bei mir ebenfalls schon häufig vorgezogen. Sie kann ich genauso wie SMD-Aluelkos nicht leiden, welche gerne inkontinent werden wonach die "Aufräumarbeiten" auf der Platine komplexer werden können. Roedersteins, die ihren Elektrolyten von sich gaben hatte ich zwar noch nicht (Glück gehabt?), dafür waren die alten hellblauen Philips-Elkos teils echt nervig. Im Service noch schlimmer finde ich aber hochgegangene, alte Entstörkondensatoren betagterer Geräte aus der 220V-Zeit. Ungern erinnere ich mich an die Reparaturanfrage eines Kollegen, dessen Phasenanschnittsteuerung vom Rotorvapor deswegen im Job schlapp gemacht hatte. Der Gestank der Leiterplatte war unpackbar - ich stimmte einer Reparatur erst zu, nachdem er die Platine lange in Isopropanol gebadet hatte, um den heftigen Geruch nach Erbrochenem abzuschwächen. Unvergessen auch das Aroma der hochgehenden RIFA-Kondensatoren im Netzfilter eines alten 300MHz Tek-Oszis, das ich im Lager wiedergefunden und aktivieren wollte. Neben sehr, sehr vielen Elkos die nach Jahrzehnten raus mussten um außerdem das Netzteil wieder ganz flott zu machen (ja - auch diese beschädigten die Leiterplatte, aber nicht schlimm) habe ich Depp bei R*-Compo***** außerdem wieder Rifas für den Netzfilter bestellt - sie landeten aber noch vor dem Einbau sofort im Müll, da der Harzverguss bei allen Teilen Risse aufwies. Dann doch besser Ersatzprodukte von Wür**. Und um nicht zu stark OT abzudriften: ich setze (neben Markenware) teils schon immer stärker auf Solid-State-Elkos. Wie sehr Ihr das?
Wie sehr Ihr das?
Sind halt keine Feld Wald Wiesen Kondensatoren wenn man das so nennen möchte.
Polymer für HF Filter in Netzteilen oder PWM, hauptsächlich, bisher.
Alles wo es nicht auf LOW ESR ankommt oder Leakage Current ein Problem wird, Batteriebetrieb zb. oder bei Spannungsreglern.
Da bleib ich bei normalen Elkos.
Antwort schreiben
Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.







