Guten Morgen, Habe ich richtig verstanden, dass der Bereich oben auf dem Tonkopf (1) den linken und rechten Kanal des Kassettenbandes abspielt, während der untere (2) den rechten und linken Kanal wiedergibt im autoreverse Mode? Ich Frage, weil in den Lautsprechern der linker Kanal leiser ist als der rechten und ich eine azimuth Justierung vornehme. Im Radio Modus liegt keine asymmetrie vor. Danke im voraus für Tipps.
Schwer zu erkennen, sieht für mich aber aus wie ein einseitiger Stereo-Tonkopf. Wenn es ein Autoreverse Kassettengerät ist, wird der Kopf umgedreht, wenn die andere Seite der Kassette gespielt werden soll.
Woher der Pegelunterschied kommt ist so nicht zu beurteilen. Der Tonkopf scheint sauber zu sein.
Vielen Dank für die schnelle Antwort! Der Kopf bleibt fix, nur die Laufrichtung wird umgedreht. Beim Verstellen des Kopfes hatte ich schon mal zwischendurch die andere Spur rückwärts auf einen Kanal gehört... Am Ende aber sogar einen ausgeglichenen Resultat erreicht. Das ganze leider ohne oszi und Spiegelkassette und Referenzton, nur mit Gehör: für den Zweck hatte gereicht. Da ich aber die Schrauben nicht endgültig fixiert hatte, verlor sich bald die Einstellung. Ich versuche mir ein Bild zu machen, ob die Trennwand in der Mitte Kanal rechts von links trennt oder Spur A (L&R) von Spur B (R&L).
die Trennwand
Trennt 'Vorwarts Stereo' von 'Rückwärts Stereo'. Siehe Bild 'Compact-Cassette 2' Viertelspur
https://www.spektrum.de/lexikon/physik/compact-cassette/2512
Schwer zu erkennen, sieht für mich aber aus wie ein einseitiger Stereo-Tonkopf.
Ich habe das Foto mal "lesbar" gemacht.
ch versuche mir ein Bild zu machen, ob die Trennwand in der Mitte Kanal rechts von links trennt oder Spur A (L&R) von Spur B (R&L).
Das ist ein normaler Stereotonkopf, siehe z.B. auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Tonkopf
Das ist ein normaler Stereotonkopf,
Auch mein Eindruck, also zwei Viertelspuren für eine Seite der Kassette. Was ich vermisse sind die seitlichen Bandführungen.
autoreverse Mode?
Wenn das Gerät Autoreverse kann, muss es den Tonkopf entweder umdrehen oder entsprechend verschieben.
Ich habe den Azimuth bei einem meiner Kassettendecks einmal rein nach Gehör eingestellt. Das ging gut.
Wenn das Gerät Autoreverse kann, muss es den Tonkopf entweder umdrehen oder entsprechend verschieben.
Genau das ist hier nicht nötig. Der Tonkopf tastet ja alle Spuren gleichzeitig ab, muss also nicht bewegt werden.
Genau das habe ich vermutet, denn die simultane Abnahme aller vier Spuren würde erklären, warum beim verstellten Tonkopf teilweise ein übersprechen passiert (ein Kanal auf dem linken Lautsprecher und ein Kanal aus der B Seite rückwärts auf dem rechten Lautsprecher). Während ich interessiert eure Rückmeldungen lesend weiter experimentiere, ist mir ein Missgeschick passiert: die Kassette wird nämlich nicht mehr eingezogen oder ausgeworfen. Ist dafür ein Motor zuständig? Manuell kriege ich sie schon raus aber in dem Zustand ist das Gerät unbrauchbar... :(
Genau das ist hier nicht nötig. Der Tonkopf tastet ja alle Spuren gleichzeitig ab, muss also nicht bewegt werden.
Ziemlich sicher ist das nicht der Fall. Die Maße und die Abnutzungsspuren sprechen dagegen. Man kann anhand der Abnutzungsspuren sogar soweit gehen, dass man Translation beim Autoreverse ausschließen kann. Also: entweder stammt der Kopf überhaupt nicht aus einem Autoreverse-Laufwerk oder, falls doch, wird das per Rotation erledigt.
Ich tippe darauf, dass es ein stinknormales Laufwerk ist, also überhaupt kein Autoreverse kann. Darauf weist auch dieses Bild hin:
https://www.jtaudio.net/wp-content/uploads/2025/02/IMG_9498-scaled.jpeg
Wäre das Autoreverse, wäre das ein so wichtiges Feature, dass es irgendwo fett auf dem Laufwerk prangen würde. Tut es aber nicht...
Da muss ich leider widersprechen: ich habe das Laufwerk ausgebaut, um die genaue Funktion der vier Schrauben auf der Taumelplatte, wo der Kopf montiert ist, während der azimuth Justierung zu beobachten. Dabei beim live abspielen einer Kassetten das Vorgehen - sowohl bei vorwärts als auch beim autoreverse (der umgeschaltet wird beim gleichzeitigen Druck beider vor& zurück Hebeln, im Bild rot markiert) studiert: der Kopf ist fix, hätte auch kein Platz zum rotieren im engen Schacht. Daher meine anfängliche Frage, die ich meine, beantwortet bekommen zu haben. Der obere Segment im Kopf (1) liest die beiden Kanäle der Spur in normaler Laufrichtung, dann die Trennwand in der Mitte und unterhalb der untere Segment (2), der aktiviert wird, sobald die Laufrichtung gedreht wird. Leider ist, wie gesagt, jetzt die Funktion von einziehen, erkennen und rauswerfen der Kassette durch mechanische oder elektronische Panne im Moment nicht verfügbar, daher frage ich nochmals in die Runde: weisst jemand, ob ausser der Feder im Kassetten Schacht evtl. noch ein weiteres Element (Sensor, Schalter usw.) die Umschaltung von Radio auf Kassetten Modus auslöst? Die eject Taste ist auch leider wirkungslos...
vorwärts als auch beim autoreverse (der umgeschaltet wird beim gleichzeitigen Druck beider vor& zurück Hebeln, im Bild rot markiert)
Könnte tatsächlich so sein. Bei genauerer Betrachtung enthält die Beschriftung der beiden Tasten jeweils eine Hälfte des damals üblichen Autoreverse-Logos. Und es gibt ein ähnliches Radio aus der Vorgänger-Baureihe, bei dem unter den beiden Tasten eindeutig das Logo prangt. Bei dem 2006er war dann wohl wegen der abnehmbaren Tastatur kein Platz mehr dafür.
Miss die Breite des Kassettentonbandes und vergleiche es mit der Breite der Tonkopf-Abspielspur-Fläche. Dann siehts Du sofort, ob nur eine (obere oder untere) Hälfte des Kassettenbandes abgespielt/ darauf aufgenommen wird. Die Spurlage ist anders als bei den "Schnürsenkel"-Tonbändern, falls man das zum Vergleich heranziehen wollte. Dort ist bei Vierspur oder Viertelspur immer noch genügend "Rasen" zwischen Spur 1 und 3 bzw. 2 und 4. Das ist bei Kassette anders. Hier liegen Rechts und Links direkt übereinander.
Oben wurde schon gesagt, dass es prinzipiell zwei Möglichkeiten gibt bei Vorwärts/Rückwärts (Autoreverse)-Abspielen. Entweder wird über Steuerscheibe (wie bei meinem Sony) der ganze Kopf gedreht, oder der Tonkopf hat 4 echte Spuren, deren Signal elektronisch umgeschaltet wird, je nach Laufrichtung.
Wenn keine grobe Gewalt angewendet wird, kannst Du versuchen, die Frontplatte vorsichtig abzuziehen. Ist ja ein Autoradio und entsprechend robust ausgelegt. Bei meinem alten Kassettenrecorder hatte sich einmal Bandsalat ergeben, da habe ich kurzerhand die Klappe unsanft aufgemacht. Die Kassette hat nachgegeben, die Capstanwelle war nicht verbogen.
ciao
gustav
Ich Frage, weil in den Lautsprechern der linker Kanal leiser ist als der rechten
Inzwischen scheint klar zu sein, daß es sich um einen Vierspurkopf handelt, d.h. die Spurpaare müssen passend zur abgespielten Seite der Kassette umgeschaltet werden.
Wird wirklich elektronisch umgesschaltet oder ev. mechanisch? Falls der Kontakt im Umschalter für den linken Kanal von Seite A verschmutzt ist könnte das den Pegelabfall erklären.
Das scheint mir wirklich eine überzeugende Beobachtung, ganz herzlichen Dank! Tatsächlich erfolgt die Umschaltung teils mechanisch: die beiden Tasten zum vor/zurück spulen bewirken, gleichzeitig gepresst, die umkehrung der Laufrichtung. Diese beide lange Hebeln drucken einen kippschalter, der meiner Meinung nach das Signal für die Umstellung produziert: ich vermute, dass darauf hin der Motor andersrum läuft und allenfalls auch der obere Bereich im Tonkopf auf dem unteren switcht... Bin allerdings mir über die Vorgänge im Tonkopf nicht sicher. All diese schöne Überlegungen, wofür ich äusserst dankbar bin, nutzen leider wenig, wenn ich nicht schaffe, den Kassetten Mechanismus wieder zum laufen zu bringen... Vielleicht hat sich in dieser langen Versuchsphase etwas eingeklemmt oder gebrochen
Serviceanleitung https://elektrotanya.com/ford_sound_2000-2006.pdf/download.html
Michael L. schrieb:
Das ist ein normaler Stereotonkopf,
Auch mein Eindruck, also zwei Viertelspuren für eine Seite der Kassette. Was ich vermisse sind die seitlichen Bandführungen.
Bei Stereotonköpfen, die in Drehmechaniken sitzen, ist die Bandführung oft nicht am Tonkopf, sondern an der sich drehenden Platte, auf die der Tonkopf aufgeschrubt ist.
Da muss ich leider widersprechen:
Salamimann
Der obere Segment im Kopf (1) liest die beiden Kanäle der Spur in normaler Laufrichtung, dann die Trennwand in der Mitte und unterhalb der untere Segment (2), der aktiviert wird, sobald die Laufrichtung gedreht wird.
Das sieht aber nicht so aus. Mach mal ein Foto von der Mechanik.
Tatsächlich erfolgt die Umschaltung teils mechanisch: die beiden Tasten zum vor/zurück spulen bewirken, gleichzeitig gepresst, die umkehrung der Laufrichtung.
Du spekulierst zu viel und guckst zu wenig.
Diese beide lange Hebeln drucken einen kippschalter, der meiner Meinung nach das Signal für die Umstellung produziert: ich vermute, dass darauf hin der Motor andersrum läuft und allenfalls auch der obere Bereich im Tonkopf auf dem unteren switcht...
Die Motoren bei solchen einfachen Laufwerken haben üblicherweise eine Laufrichtung. Umschalten der Laufrichtung erfolgt üblicherweise mechanisch. Oft durch Verschieben einer Antriensrolle.
Normalerweise sieht ein feststehender Autoreverse Tonkopf so aus, dass die beiden Spulen für den linken und den rechten Kanal jeweils mit einer kleinen Eisentrennwand abgetrennt sind und zwischen den "Seiten" noch eine dritte dickere Trennwand mit zwei weiteren Spulen ist, die für das Abspielen der zweiten Seite zuständig sind!
Beim Foto des OP liegt für mich die Auslesetechnik eindeutig mittig angeordnet.
Dann muss es ein Autoreverse-Kopf sein.
Gleichzeitig sieht es mir aber auch nach 2 x mono aus, also 1 x mono pro Richtung.
Die Rück-/Anschlussseite des Tonkopfes könnte mehr Erkenntnisse liefern.
Beim Foto des OP liegt für mich die Auslesetechnik eindeutig mittig angeordnet.
Das ist genau der Punkt der mich auch stutzig macht! Normalerweise müssen die beiden Spulen mehr zu einer Seite hin positioniert sein, damit man beim Wenden der Kassette die zweite Seite ebenfalls in Stereo hören kann.
Beim Foto des OP liegt für mich die Auslesetechnik eindeutig mittig angeordnet.
Ja, und? Schau Dir das Bild in https://www.mikrocontroller.net/attachment/705056/Stereo-Tonkopf.jpg mal genau an. Rechts neben dem Tonkopf ist die Bandführung. Zu der steht der Tonkopf nicht mittig. Es wird also ein Stereokanal ausgelesen.
Dann muss es ein Autoreverse-Kopf sein.
Entweder wird die ganze Mimik inkl. Bandführung gedreht oder der Tonkopf wird verschoben. Letzteres geht, wenn er nicht so hoch baut wie die üblichen Tonköpfe, die wir kennen. Dafür spricht gerade, dass die 2 Spulen mittig liegen.
Gleichzeitig sieht es mir aber auch nach 2 x mono aus, also 1 x mono pro Richtung.
Nö.
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