Hallo Leute, es hat mal wieder einen grösseren Wohnungsbrand durch eine Powerbank gegeben. Kann man einen solchen Brand mit Winterstreusand löschen, sodas es Sinn macht, sich einen Eimer mit Sand auf den Balkon zu stellen?
Besser die Powerbank auf den Balkon stellen.
Besser die Powerbank auf den Balkon stellen.
Laden dort ist oft auf Grund fehlender Steckdosen nicht möglich.
Metall/Asche Eimer mit Deckel!
NICHT LUFTDICHT!
Sonst baust du einen Druckbehälter der dir Bersten könnte.
Trockener Sand, möglichst fein, in der Mitte einen Blumentopf der wiederum mit Sand befüllt ist, Blumentopf raus, brennender Akku rein, Sand aus dem Blumentopf auf den Akku!
Deckel drauf und Feuerlöscher (Pulver/CO2) parat halten sollte da was austreten (heißer Sand aus dem Druckausgleichsloch oder Spalt am Deckel)
Rauch und Gestank wirst du in so einem Fall erdulden müssen.
Löschen ist unwahrscheinlich, aber kontrolliert im Sand Ausbrennen lassen, je nach Zelle geht das binnen 60-80 Sekunden.
Vorsicht! Erst abkühlen lassen, dann öffnen!
Ist allerdings Vorsicht geboten, da entsteht Flusssäure und Fenster aufreißen gehört zur absoluten Pflicht! Möglichst wenig Gase der Verbrennung einatmen.
Ist auch nur für kleine bis mittlere Akkus sinnvoll.
Kilo S. schrieb:
da entsteht Flusssäure
Aus was?
Aus dem Fluss, der zum Löschen benutzt wurde!
Aus was?
Ja, die Gefahr besteht auch komplett ohne flüssiges Wasser.
Fluorwasserstoff + Schleimhäute (Augen, Nase, Mund, Lunge) oder auf verschwitzte Haut, trifft, verbindet es sich sekundenschnell damit und wird direkt zu flüssiger Flusssäure.
H. H. schrieb:
Kilo S. schrieb:
da entsteht Flusssäure
Aus was?
Aus dem Fluss, der zum Löschen benutzt wurde!
Ah, der Phlegethon.
trifft, verbindet es sich sekundenschnell damit und wird direkt zu flüssiger Flusssäure. https://shop.draeger.com/blog/Safety-Shop/Brennende-Batterien-entsteht-tatsaechlich-das-Atemgift-Fluorwasserstoff
Keinerlei konkrete Angaben oder gar Mengen. Nur ein Werbeblock um die eigenen Schutzprodukte und Messgeräte zu vermarkten.
Klar, so lange irgendwo Teflon-Produkte bei einem Brand dabei sind entsteht Fluorwasserstoff und damit Flussäure.
Also auch wenn die Küche brennt und in der Küche eine Teflonpfanne steht. Genau wie die GLeitfüße von Computermäusen, Zahnseide, Outdoor Jacken, ja sogar Gleitbeschichtung von Rasierklingen. Bei alldem ensteht ebenfalls Flussäure beim Verbrennen.
Es gibt spezielles Feuerlöschgranulat:
https://www.rc-multistore.com/extron-fireballs-brandschutz-feuerloeschgranulat-fuer-lithium-akkus-1-liter-x3361
Klar, so lange irgendwo Teflon-Produkte bei einem Brand dabei sind entsteht Fluorwasserstoff und damit Flussäure.
Daher, Verbrennungsgase nicht einatmen und für ordentlich Belüftung Sorgen.
Selbst wenn es nur wenig ist, man will es grundsätzlich nicht im Körper haben.
Es gibt spezielles Feuerlöschgranulat: https://www.rc-multistore.com/extron-fireballs-brandschutz-feuerloeschgranulat-fuer-lithium-akkus-1-liter-x3361
Gibts im Baumarkt viel billiger: Blähglas.
Selbst wenn es nur wenig ist, man will es grundsätzlich nicht im Körper haben.
Sofort alle Zähne ziehen lassen!
Sofort alle Zähne ziehen lassen!
Gute Idee! Und was mache ich mit den Knochen? Die bestehen auch aus Calciumphosphat. Am besten direkt einäschern, um auf Nummer sicher zu gehen...
;-)
... durch eine Powerbank gegeben. ...
Zum Löschen nehme ich immer die CLR-Taste. Die löscht schnell und materialschonend.
Kilo S. schrieb:
Selbst wenn es nur wenig ist, man will es grundsätzlich nicht im Körper haben.
Sofort alle Zähne ziehen lassen!
Aber Achtung! Die Zähne nicht verbrennen! Denn darin könnte Quecksilber (Amalgam) enthalten sein!
Das mit der Flussäure scheint aber ein ernsteres Thema zu sein. Ich hatte das mal als relativ chemieunkundiger Nachrecherchiert, wohl selbst bei Akkus in Pedelec-Größe kann schon soviel Flußsäure entstehen, dass es tödlich enden kann. Das Wässern kompletter Akkupacks / Autos zu Brandschutzzwecken ist wohl auch umstritten.
Im Rahmen der schleppend hochfahrenden Produktion bei Northvolt in Schweden war es ja auch zu mehreren ungeklärten Mitarbeiter Todesfällen gekommen - und es gab Presseberichte, dass ein Gabelstaplerhersteller seine Servicemitarbeiter aus Sicherheitsgründen nicht mehr in das Werk entsendet. Ob das mit - etwas übertrieben gesagt - lecker Pfützen oder Anhaftungen zu tun hat - vermute ich.
Auch normale klassische Blei-Säurebatterien haben da schon übles Potential. Und Flußsäure ist ja sowas wie die Pest der Elektoindustrie.
Ich hab mir in einer Garage mal eine Ladung Batterieausgasungen - die vermutlich Schwefelwasserstoffhaltig waren - eingeatmet. Das war also nicht das normale Knallgas, sondern das Ladegerät hatte überladen bzw. einen Zellschluß nicht erkannt. War die Batterie eines meiner alten Autos. Ich habe umgehend nach ein zwei Atemzügen die große Husterei angefangen und der konsultierte Giftnotruf empfahl eine Nacht im Krankenhaus wegen Emboliegefahr. Das hab ich unvernünftigerweise nicht gemacht, aber überlebt. Mit Flußsäuredämpfen hätte das wohl nochmal eine üblere Qualität bekommen.
Und Ausgasungen die sich irgendwo niederschlagen sind auch nicht toll. Ich empfehle "Nicht Nachmachen" : mit einer Jeans im Winter an einem draußen abgestellten noch kalten gebrauchten Staplerakku / Solarspeicher Batterietrog vorbeizuschuppern, der grade beginnt Tauwasser auf der Oberfläche des kalten Metalltrogs zu entwickeln. Ja - das ist aggressiver als man denkt. Es endet dann nach zwei Stunden mit einer Flasche kortisonhaltiger Pampe von der Hausärztin zum Hintern einreiben und der mehrstündigen Hoffnung, dass es nicht schlimmer jucken wird ... ist so ähnlich wie Sexseuchenangst nach Missetaten...
Das mit der Flussäure scheint aber ein ernsteres Thema zu sein.
Angst essen Seele auf.
In den Zellen stecken jedenfalls keine Fluorverbindungen.
Aha, also mittlerweile als Leitsalz drin.
"Lithiumhexafluorphosphat (LiPF6) und Lithiumtetrafluorborat (LiBF4)"
Allerdings sind das außerordentlich stabile Verbindungen, da sehe ich auch im Brandfall keine nennenswerte Freisetzung von HF.
Aha, also mittlerweile als Leitsalz drin. "Lithiumhexafluorphosphat (LiPF6) und Lithiumtetrafluorborat (LiBF4)"
Wenn 22 Jahre zurück auch noch durch "mittlerweile" abgedeckt wird, dann mag das stimmen. Denn mindestens so alt ist eine heruntergeladene Webseite hier auf meiner Platte, die zumindest schon von LiBF4 spricht ...
Allerdings sind das außerordentlich stabile Verbindungen,
Und diese Seite https://www.chemie.de/news/1167322/fluor-recycling-fuer-lithium-ionen-akkus.html meint eher, dass diese Salze nun alles andere als stabil sind, wenn die an frische und feuchte Luft gerade ...
Und diese Seite https://www.chemie.de/news/1167322/fluor-recycling-fuer-lithium-ionen-akkus.html meint eher, dass diese Salze nun alles andere als stabil sind, wenn die an frische und feuchte Luft gerade ...
Entspricht nicht meinen Erfahrungen aus der Zeit meiner Dissertation in Chemie.
Also Witze hin oder her.
Es gibt Vorsichtig und übervorsichtig.
"Für den Fall das" wäre ich einfach lieber übervorsichtig in dem Fall.
Das hat nix mit Angst zu tun!
Aber ich hänge nun mal an meiner Gesundheit und finde das andere lieber gewarnt sein sollten, das es möglich ist.
Klar will Dräger auch verkaufen aber so ganz haltlos ist es eben auch nicht.
Und generell, Rauchgase (bin selbst Raucher!) sind nun mal ungesund, egal aus welcher Quelle.
Neben Blausäure aus Zigaretten muss ich mir nicht noch mehr zumuten.
Entspricht nicht meinen Erfahrungen aus der Zeit meiner Dissertation in Chemie.
Dann lass uns doch bitte nicht dumm sterben, schau mal über die Chemie der aktuellen Zellen (hast du ja bereits) und informiere uns!
Wäre schon dreist wenn Dräger da Halbwahrheiten verbreitet.
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