Powerbank löschen

#8095483
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Metall/Asche Eimer mit Deckel!

NICHT LUFTDICHT!

Sonst baust du einen Druckbehälter der dir Bersten könnte.

Trockener Sand, möglichst fein, in der Mitte einen Blumentopf der wiederum mit Sand befüllt ist, Blumentopf raus, brennender Akku rein, Sand aus dem Blumentopf auf den Akku!

Deckel drauf und Feuerlöscher (Pulver/CO2) parat halten sollte da was austreten (heißer Sand aus dem Druckausgleichsloch oder Spalt am Deckel)

Rauch und Gestank wirst du in so einem Fall erdulden müssen.

Löschen ist unwahrscheinlich, aber kontrolliert im Sand Ausbrennen lassen, je nach Zelle geht das binnen 60-80 Sekunden.

Vorsicht! Erst abkühlen lassen, dann öffnen!

Ist allerdings Vorsicht geboten, da entsteht Flusssäure und Fenster aufreißen gehört zur absoluten Pflicht! Möglichst wenig Gase der Verbrennung einatmen.

Ist auch nur für kleine bis mittlere Akkus sinnvoll.

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#8095503
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H. H. schrieb:

Aus was?

Ja, die Gefahr besteht auch komplett ohne flüssiges Wasser.

Fluorwasserstoff + Schleimhäute (Augen, Nase, Mund, Lunge) oder auf verschwitzte Haut, trifft, verbindet es sich sekundenschnell damit und wird direkt zu flüssiger Flusssäure.

https://shop.draeger.com/blog/Safety-Shop/Brennende-Batterien-entsteht-tatsaechlich-das-Atemgift-Fluorwasserstoff

#8095512
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Kilo S. schrieb:

trifft, verbindet es sich sekundenschnell damit und wird direkt zu flüssiger Flusssäure. https://shop.draeger.com/blog/Safety-Shop/Brennende-Batterien-entsteht-tatsaechlich-das-Atemgift-Fluorwasserstoff

Keinerlei konkrete Angaben oder gar Mengen. Nur ein Werbeblock um die eigenen Schutzprodukte und Messgeräte zu vermarkten.

Klar, so lange irgendwo Teflon-Produkte bei einem Brand dabei sind entsteht Fluorwasserstoff und damit Flussäure.

Also auch wenn die Küche brennt und in der Küche eine Teflonpfanne steht. Genau wie die GLeitfüße von Computermäusen, Zahnseide, Outdoor Jacken, ja sogar Gleitbeschichtung von Rasierklingen. Bei alldem ensteht ebenfalls Flussäure beim Verbrennen.

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#8095550
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Das mit der Flussäure scheint aber ein ernsteres Thema zu sein. Ich hatte das mal als relativ chemieunkundiger Nachrecherchiert, wohl selbst bei Akkus in Pedelec-Größe kann schon soviel Flußsäure entstehen, dass es tödlich enden kann. Das Wässern kompletter Akkupacks / Autos zu Brandschutzzwecken ist wohl auch umstritten.

Im Rahmen der schleppend hochfahrenden Produktion bei Northvolt in Schweden war es ja auch zu mehreren ungeklärten Mitarbeiter Todesfällen gekommen - und es gab Presseberichte, dass ein Gabelstaplerhersteller seine Servicemitarbeiter aus Sicherheitsgründen nicht mehr in das Werk entsendet. Ob das mit - etwas übertrieben gesagt - lecker Pfützen oder Anhaftungen zu tun hat - vermute ich.

Auch normale klassische Blei-Säurebatterien haben da schon übles Potential. Und Flußsäure ist ja sowas wie die Pest der Elektoindustrie.

Ich hab mir in einer Garage mal eine Ladung Batterieausgasungen - die vermutlich Schwefelwasserstoffhaltig waren - eingeatmet. Das war also nicht das normale Knallgas, sondern das Ladegerät hatte überladen bzw. einen Zellschluß nicht erkannt. War die Batterie eines meiner alten Autos. Ich habe umgehend nach ein zwei Atemzügen die große Husterei angefangen und der konsultierte Giftnotruf empfahl eine Nacht im Krankenhaus wegen Emboliegefahr. Das hab ich unvernünftigerweise nicht gemacht, aber überlebt. Mit Flußsäuredämpfen hätte das wohl nochmal eine üblere Qualität bekommen.

Und Ausgasungen die sich irgendwo niederschlagen sind auch nicht toll. Ich empfehle "Nicht Nachmachen" : mit einer Jeans im Winter an einem draußen abgestellten noch kalten gebrauchten Staplerakku / Solarspeicher Batterietrog vorbeizuschuppern, der grade beginnt Tauwasser auf der Oberfläche des kalten Metalltrogs zu entwickeln. Ja - das ist aggressiver als man denkt. Es endet dann nach zwei Stunden mit einer Flasche kortisonhaltiger Pampe von der Hausärztin zum Hintern einreiben und der mehrstündigen Hoffnung, dass es nicht schlimmer jucken wird ... ist so ähnlich wie Sexseuchenangst nach Missetaten...

#8095565
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H. H. schrieb:

Aha, also mittlerweile als Leitsalz drin. "Lithiumhexafluorphosphat (LiPF6) und Lithiumtetrafluorborat (LiBF4)"

Wenn 22 Jahre zurück auch noch durch "mittlerweile" abgedeckt wird, dann mag das stimmen. Denn mindestens so alt ist eine heruntergeladene Webseite hier auf meiner Platte, die zumindest schon von LiBF4 spricht ...

H. H. schrieb:

Allerdings sind das außerordentlich stabile Verbindungen,

Und diese Seite https://www.chemie.de/news/1167322/fluor-recycling-fuer-lithium-ionen-akkus.html meint eher, dass diese Salze nun alles andere als stabil sind, wenn die an frische und feuchte Luft gerade ...

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#8095609
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Also Witze hin oder her.

Es gibt Vorsichtig und übervorsichtig.

"Für den Fall das" wäre ich einfach lieber übervorsichtig in dem Fall.

Das hat nix mit Angst zu tun!

Aber ich hänge nun mal an meiner Gesundheit und finde das andere lieber gewarnt sein sollten, das es möglich ist.

Klar will Dräger auch verkaufen aber so ganz haltlos ist es eben auch nicht.

Und generell, Rauchgase (bin selbst Raucher!) sind nun mal ungesund, egal aus welcher Quelle.

Neben Blausäure aus Zigaretten muss ich mir nicht noch mehr zumuten.

H. H. schrieb:

Entspricht nicht meinen Erfahrungen aus der Zeit meiner Dissertation in Chemie.

Dann lass uns doch bitte nicht dumm sterben, schau mal über die Chemie der aktuellen Zellen (hast du ja bereits) und informiere uns!

Wäre schon dreist wenn Dräger da Halbwahrheiten verbreitet.

#8095616
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Also auch keine modernen Verbrenner-Autos mehr fahren, da sind deutlich mehr Fluorverbindungen in der Klimaanlage drin. Google mal nach R1234yf und Rauchgase. Und der Verbrenner hat dann noch 20-60l Brandbeschleuniger kostenlos mit dabei.

Aber da stört es nicht. Nur bei den bösen Li-Akkus da muss man natürlich viel vorsichtiger sein. Wenn man überlegt wie viele Millionen Powerpacks in Europas Wohnungen rumfliegen und wie selten es deshalb zum Brand kommt, dann sind ausbrennende Autos auf den Autobahnen aber ein häufigeres Phänomen.

Also mal die Kirche im Dorf lassen. Die meisten Tote durch Rauchgase sind auch ohne Flussäure gestorben und genau so tot.

Nachtrag: Brennende Akkus sind kein Spaß, aber da werden so viele toxische Gase frei, da macht die kleine Menge HF das nicht mehr viel schlimmer. Brennende Verbrennerautos erzeugen aber genau so toxische Rauchgase.

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#8095633
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Flip B. schrieb:

ich empfehle einen eimer Wasser. Besonders der Kühleffekt hilft da besser, als bei Sand etc.

Nach diversen verfehlten Einschätzungen hat sich bei den Feuerwehren Wasser durchgesetzt.

Also: Man hänge die Powerbank mit einem Kunststoffaden über ein Aquarium mit Wasser, wenn sie zu heiß wird oder gar brennt, fällt sie rein und bekommt ihre Wärme entzogen.

#8095637
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Flip B. schrieb:

ich empfehle einen eimer Wasser. Besonders der Kühleffekt hilft da besser, als bei Sand etc. das Durfte ich unterwegs mal mit einem (nicht meinem) E-Bike Akku ausprobieren.

Glaube kein Wort davon.
Soviel Wasser, dass das etwas bei einem Pedelec-/E-Bike-Akkubrand nutzt, kannst Du nicht einmal in einem Fahrradanhänger mitführen.
Erst recht wirst Du den brennenden Akkupack nicht mehr händisch entnehmen und in ein zufällig mitgeführtes Behältnis legen, wo mitgeführtes Wasser eine nennenswerte Kühlwirkung entfalten kann.

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