[V] Altes DIY-Voltmeter mit Nixie-Röhren

OP #8096931
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Verkaufe ein antikes Thomsen EVM100-Voltmeter. Das ist ein Bausatz aus dem Jahr 1974:

  • mit drei original Valvo ZM1000R-Nixie-Röhren (R-Suffix bedeutet roter Filter im Röhrenkolben)
  • mit drei original Siemens-ICs FLL 101 = 74141

Ich habe diese Tage alle ICs aus den Sockeln gezogen und die Beinchen mit Silberputztuch poliert.

Ich habe das Voltmeter geprüft: es funktioniert.

Mängel:

  • Bei zwei der drei Nixie-Röhren sind die Stifte leicht gebogen, weil die Sockel wegen zwei Drahtbrücken leicht schief eingelötet wurden

  • Bei dem linken Nixie-Sockel fehlt die vordere Ecke

  • Der 2N1613, der die +5V stabilisiert, wird recht warm. Das war schon von Anfang an so. Um das zu mildern, hatte ich die 7490 und den 7473 durch LS-Typen ersetzt und den 470uA Elko durch 100uA

Preis: €49 plus €4,19 für Versand in DE.

Angehängte Dateien:
#8097126
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Kannst du bitte mal schreiben, welcher Typ AD Wandler damals verwendet wurde? Das interessiert mich :-) Wenn man Spannungsteiler und Zeitglieder gegen was Moderneres tauscht, ließe sich aus einem "Schätzeisen" sicherlich auch was mit Präzision machen. Den entsprechenden Trimmer gegen einen Cermet Spindeltrimmer tauschen und den Integrationskondensator gegen einen verlustarmen FoKo, sollte schon ausreichen. Ggf kümmert man sich noch um die Referenzsspannung.

OP #8097326
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Das EVM100 ist verkauft.

Ihr habt ja recht: es muss µF heissen statt uA.

Den Schaltplan nebst Beschreibung könnt Ihr auch in meinem Eröffnungs-Beitrag als PDF finden, neben den Bildern.

Der AD-Wandler besteht aus:

  • OpAmp-Integrator, der eine feste "Spannungs-Rampe" erzeugt

  • OpAmp-Komparator, der die Rampe mit der Eingangs-Spannung vergleicht und so einen Impuls erzeugt, dessen Länge proportional der Spannung ist

  • Schmitt-Trigger, der als Relaxations-Oszillator geschaltet ist und der durch den Impuls eingeschaltet wird

  • Kette von 3x 7490, so dass drei Dezimalstellen entstehen: 0 - 999, BCD-codiert

#8101304
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Fazit daraus: gepfuscht wurde nicht erst, seit Made in China oder den "Makern" LOL

Für die kleinen metallverkappten Transistoren gab es aufsteckbare Kühlsterne. Die ähnelten vom Aussehen her, einer Zahnscheibe. So ein Teil könntest du auf den Stabi-Transistor drauffriemeln ;-)

: Bearbeitet durch User
#8101325
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Wolfgang R. schrieb:

Das Voltmeter ist dokumentiert.

Danke für die "Studie" und die Videos.

Für die Zählphase hätte ich mir noch eine Unterdrückung gewünscht. Leider hat der 74141 kein Strobe, OE oder so...oder irgendwie eine Zahl sicher größer 9 erzwingen/anlegen - denn die 170 V zwischendurch abschalten ist auch nicht ganz so einfach...

Interessant ist auch wie so einige Details in der Doku fehlen...bei den 7490 die Pinnummern, die interne Brücke von QA nach CLK_B fehlt ganz aber dann zumindest andeuten dass beide Resets parallel bedient werden - überhaupt Pinnummern und mal ein paar Kürzel, oder gar nichts - scheinbar wahllos - am 74121 ist es ohne Datenblatt gar kein "Schaltplan" und die Einer-Zählstelle ist im Schaltplan links dargestellt, auch zumindest für mich ein Stolperchen...und der Trafo hat alle Spannungen angegeben bis auf die Eingansspannung...naja - sehr sehr eigensinning...und wahllos, wie offenbar auch das Platinenlayout und schlussendlich der ganze Entwurf...

: Bearbeitet durch User

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