Hi,
wir hatten in Physik den Transformator behandelt und kurz vor dem Studiumbeginn hätte ich folgende Fragen hierzu an die Experten. Und bitte keine KI generierten Phantasieantworten schicken, es ist mir wichtig, zuverlässige und fundierte Antworten zu bekommen.
1.) Was passiert, wenn ich einen Transformator wie auf dem Foto gezeigt mit der Sekundärseite an 230VAC anschließe? (Kommen dann auf der Primärseite 220V/9V *230V=5622VAC heraus? - Und wenn ja, kann ich dann auch die Leistungen auf der jeweiligen Spulenseite, die auf dem Typenschild erwähnt sind, erwarten?)
2.) Was passiert, wenn ich statt mit einer sinsusförmigen Wechselspannung, den Trafo auf der Sekundärseite mit einer Rechteckspannung (ohne Gleichanteil, auch 50Hz) versorge?
Je nach Antworten, werde ich das mal ausprobieren. Den Trafo hab ich aus dem ausgemusterten Schullabor erwerben können und will dann mal ein paar praktische Versuche machen.
Sollte ich für jede Frage ein separates Ticket erstellen müssen, sagt Bescheid.
Hmmm,
hoffen wir mal, daß dein geplantes Studium höheren Kenntnisgewinn bringt.
Vorerst kurz zu deinen 2 Fragen:
1.) Geht natürlich nicht.
Versuch wäre ganz schnell vorbei, Kategorie "nicht nachmachen".
Es würde wohl der 230V Sicherungsautomat des Stromkreises ansprechen, im Gutfall.
Der gezeigte Kleintrafo ist 2x ~110V , ~220V , das ist bei heutiger Netzspannung real oft ~235V schon grenzwertig. Den würde ich gar nicht mehr einsetzen.
2.) Geht eher auch nicht.
Grundsätzlich würde ich dir raten, bei deinem Kenntnisstand, erstmal bei 12V oder max. 24V zu bleiben.
An keiner Stelle direkt mit "offener" Netzspannung ~230V zu hantieren !
Besorge dir ein Labornetzgerät, 0 - 30 V, 0 - 3 A oder 5A, unter 100 Euro.
Oder, wenns Wechselstrom sein soll, sowas wie Ebay 128077557705 .
Da wird auf der 9-Volt Seite viel Strom fliessen, aber nicht lange. An der anderen Wicklung (ehemals Primärseite) gibt es viel Spannung, aber auch nicht lange.
theoretisch ja, praktisch macht es nur kurz "puff", da es kein idealer Transformator ist und der Trafokern in die Sättigung geht und so ein starkes Magnetfeld nicht übertragen kann.
ja. Halt mal einen 9V Block kurz hin und berühre gleichzeitig die Primärwicklung... Das zwickt🤣
Gab früher von KEMO usw. diverse Elektrisierapparat-Bausätze
theoretisch ja, praktisch macht es nur kurz "puff", da es kein idealer
Transformator ist und der Trafokern in die Sättigung geht und so ein
starkes Magnetfeld nicht übertragen kann.
Die Energieübertragung geschieht NICHT durch den Kern!
theoretisch ja, praktisch macht es nur kurz "puff", da es kein idealer
Transformator ist und der Trafokern in die Sättigung geht und so ein
starkes Magnetfeld nicht übertragen kann.
Die Energieübertragung geschieht NICHT durch den Kern!
1.) Was passiert, wenn ich einen Transformator wie auf dem Foto gezeigt
mit der Sekundärseite an 230VAC anschließe? (Kommen dann auf der
Primärseite 220V/9V *230V=5622VAC heraus? - Und wenn ja, kann ich dann
auch die Leistungen auf der jeweiligen Spulenseite, die auf dem
Typenschild erwähnt sind, erwarten?)
Wahrscheinlich wird die Isolierung durchbrennen.
2.) Was passiert, wenn ich statt mit einer sinsusförmigen
Wechselspannung, den Trafo auf der Sekundärseite mit einer
Rechteckspannung (ohne Gleichanteil, auch 50Hz) versorge?
theoretisch ja, praktisch macht es nur kurz "puff", da es kein idealer
Transformator ist und der Trafokern in die Sättigung geht und so ein
starkes Magnetfeld nicht übertragen kann.
Die Energieübertragung geschieht NICHT durch den Kern!
theoretisch ja, praktisch macht es nur kurz "puff", da es kein idealer
Transformator ist und der Trafokern in die Sättigung geht und so ein
starkes Magnetfeld nicht übertragen kann.
Die Energieübertragung geschieht NICHT durch den Kern!
Ich bin verwirrt...
Die Energieübertragung geschieht doch im Trafoäther!
2.) Was passiert, wenn ich statt mit einer sinsusförmigen
Wechselspannung, den Trafo auf der Sekundärseite mit einer
Rechteckspannung (ohne Gleichanteil, auch 50Hz) versorge?
Was passiert, wenn ich einen Transformator wie auf dem Foto gezeigt mit
der Sekundärseite an 230VAC anschließe? (Kommen dann auf der Primärseite
220V/9V *230V=5622VAC heraus?
Bei 50Hz gibt es Rauchzeichen, wenn nicht die Sicherung fliegt.
Du kannst es mal mit 230V und 1,2 kHz probieren. Da machen aber das Eisen und die Wicklungen nicht mit.
2.) Was passiert, wenn ich statt mit einer sinsusförmigen
Wechselspannung, den Trafo auf der Sekundärseite mit einer
Rechteckspannung (ohne Gleichanteil, auch 50Hz) versorge?
Du kannst ja mal vorsichtig ein 5 Volt Rechtecksignal mit verschiedenen Frequenzen in die eine von den beiden 9V Wicklungen einspeisen und dir an der anderen 9V Wicklung das Rechtecksignal mit dem Oszilloskop ansehen! Das wird durchaus gefahrlos funktionieren! Das Ausgangssignal wird aber an den Ecken Überschwinger haben, die sich mit einem geeigneten Snubber reduzieren lassen. Dieser Versuch lohnt sich und macht Spaß.
Du wirst erkennen, dass für verschiedene Frequenzen die Snubberwerte verändert werden müssen.
Da kenne ich eine Person, die hat an die Pins vom Trafo eine 9V-Blockbatterie dran gehalten. Bei der ersten Unterbrechung gab es einen lauten Schrei und sprang durch das Zimmer. Die 110V-Beinchen hatten alle Kontakt mit der Haut der Hand.
Die 110V-Beinchen hatten alle Kontakt mit der Haut der Hand.
Wenn man keine Ahnung vom Strom hat, kann man die 110 Volt Beinchen im Zweifel einfach mit dem Seitenschneider abknipsen oder mit Schrumpfschlauch überziehen, fertig!
Die Energieübertragung geschieht NICHT durch den Kern!
Irrelevant weil die Ruhestrombegrenzung über die Induktivität und damit den Kern erfolgt und wenn der sättigt, bricht die Induktivität zusammen und der Ruhestrom wird nur noch durch den (geringen) Drahtwiderstand begrenzt, steigt also enorm an, wenn keine Sicherung auslöst wird der Draht und damit Trafo heiss, die Isolierung schmilzt.
Zudem gibt es ein Limit in Volt pro Windung, was bei 25-facher Spannung auch massiv überschritten wird.
na denn lassen wir doch den Kern weg und vermeiden auch gleich die
Eisenverluste, daß darauf noch niemand außer dir gekommen ist.
Herr Hinz wollte damit nur sagen, dass sich der gesamte Trafo in einen flüssigen Matschbrei verwandelt und genau in diesem Moment ist es egal wo man den Trafo mit dem Finger berührt man bekommt so oder so einen gewichst!
1.) Was passiert, wenn ich einen Transformator wie auf dem Foto gezeigt
mit der Sekundärseite an 230VAC anschließe? (Kommen dann auf der
Primärseite 220V/9V *230V=5622VAC heraus?
Ja, wenn Du dabei die Frequenz um den Faktor 220/9 [24,44] auf 1222 Hz erhöhst, dann schon. Vermutlich aber nur "ganz kurz", da der Trafo das isolationsmäßig nicht lange mitmacht.
Was passiert, wenn ich statt mit einer sinsusförmigen Wechselspannung,
den Trafo auf der Sekundärseite mit einer Rechteckspannung (ohne
Gleichanteil, auch 50Hz) versorge?
Bezogen auf den Spitzenwert liegt die Spannungszeitfläche der Rechteckspannung um Faktor Pi/2 [1,57] höher als bei sinusförmigen Spannungsverlauf. Umgerechnet auf den Effektivwert (Sinus: Wurzel(2) Rechteck: 1), ergibt das (Pi/2)/Wurzel(2)=1,11. D.h. Du muß bei rechteckigen Spannungsverlauf die Spannung um Faktor 1,11 verringern, sonst besteht die Gefahr das der Trafo sättigt. Maximal 2x 8,1V Rechteck bei 50 Hz sind dann noch möglich.
Das missverständliche Typenschild eines Netztrafos veranlassten mich einmal beim Umklemmen von 220V auf 240V tatsächlich irrtümlich die volle Netzspannung auf die 20V Differenzwicklung zu legen.
Passiert ist nicht viel, der LS des entsprechenden Stromkreises hat sicher und schnell ausgelöst. Am Trafo selbst waren keine Schmorstellen feststellbar.
Bei bestimmten Trafos kann es u. U. zu Funkenüberschlägen auf der Primärseite kommen.
Auf jeden Fall etwas für die Kategorie "nicht nachmachen".
Wenn man unbedingt etwas kaputtmachen will, dann an Teilen, die sowieso niemand mehr braucht oder schon massive Abnutzungsspuren zeitigen. Aber bei so einem schönen Netztrafo wie im Bild tut einem das in der Seele weh.
theoretisch ja, praktisch macht es nur kurz "puff", da es kein idealer
Transformator ist und der Trafokern in die Sättigung geht und so ein
starkes Magnetfeld nicht übertragen kann.
Die Energieübertragung geschieht NICHT durch den Kern!
Wimre hat "Alpha Phoenix" (Youtube) dazu ein Video gemacht. Ein Kanal den ich durchaus ans Herz legen kann, solange man des Englischen mächtig und nicht vom Gedanken angewidert ist, man könne von Youtubevideos was lernen.