Welche Glimmlampe/Glow Lamp bei einen Kohledruckregler/Umformer

OP #8106857
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Hallo zusammen,

ich restauriere gerade einen älteren Luftfahrtumformer (28V DC zu 115V 400Hz AC) mit einer Frequenzregelung über Kohledrucksäule (Carbon Pile Frequency Regulator).

Das Prinzip der Schaltung ist folgendes: Die Ausgangsfrequenz wird über die Drehzahl des Gleichstrommotors geregelt. An den 115V AC Ausgangsspannung hängt ein Reihenresonanzkreis als Frequenzerfassung. Die Betätigungsspule der Kohledrucksäule wird über einen Brückengleichrichter angesteuert.

Damit die Schaltung beim Hochlauf erst ab einer bestimmten Spannung zündet, ist vor dem Gleichrichter ein Bauteil geschaltet, das in der Doku als Glow Lamp bezeichnet wird.

Leider ist bei mir die Lampe nicht vorhanden. Rein von der Größe her entspricht sie in etwa einer typischen KFZ Glühlampe.

Weiß jemand, welcher genaue Lampentyp hier original verbaut war?

Auf welche genaue Zündspannung oder Kennlinie sollte die Glimmlampe im 115V Netz ausgelegt sein?

Danke & viele Grüße!

Angehängte Dateien:
#8106879
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Bestimmt keine Glimmlampe, die vertragen nur wenige mA (85A2. 1-10mA) und haben 85V Zündspannung oder 150V bei der 150C2, was anderes gibt es nicht. Sockel Mimiatur 7. Englisch: gas discharge lamp. Glow Lamp könnte eine Glühlampe >= 28V sein, die dann nur glüht. Über den Carbon Pile Regulator habe ich mal ein YouTube Video gesehen, vielleicht gibt es dort Hinweise.

OP #8106888
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Werner H. schrieb:

Bestimmt keine Glimmlampe, die vertragen nur wenige mA (85A2. 1-10mA) und haben 85V Zündspannung oder 150V bei der 150C2, was anderes gibt es nicht. Sockel Mimiatur 7. Englisch: gas discharge lamp. Glow Lamp könnte eine Glühlampe >= 28V sein, die dann nur glüht. Über den Carbon Pile Regulator habe ich mal ein YouTube Video gesehen, vielleicht gibt es dort Hinweise.

Danke für den Hinweis! Im Text steht allerdings, dass die Lampe über die Spannung schaltet: Erst wenn die vorgegebene Ausgangsspannung erreicht ist, zündet sie („fires the glow lamp“) und lässt den Steuerstrom zum Gleichrichter durch.

Eine normale Glühlampe hat keine Zündspannung und schaltet auch nicht schlagartig durch.

Dass diese nur wenige Milliampere verträgt, passt perfekt, da über diesen Resonanzkreis ohnehin nur ein winziger Steuerstrom zur spule fließt.

: Bearbeitet durch User
#8106907
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Feines Projekt!

Kohledruckregler wurden zu alten Zeiten zur Stromregelung beim Akkuladen verwendet.

Laut Schaltung sind, wenn ich zu später Stunde hoffentlich richtig gesehen hab hab, die "Nr26" Gasentladungsröhren. Also sind dort Zweipolröhren mit Gasfüllung, was der Punkt im Röhrensymbol andeutet, vorgesehen. Ich würde heut Stabilisatorröhren (Stabis) mit 110 Volt Brennspannung und 30ma Strom probieren.

mfg

: Bearbeitet durch User
OP #8107000
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Danke für den Tipp und die Bestätigung mit der Gasentladung!

Der Vorschlag mit der Stabilisatorröhre (110V Brennspannung) hat allerdings einen Haken. Die Zündspannung solcher Röhren liegt doch meist deutlich höher (bei rund 130 bis 150V), da sie erst durchbrechen müssen.

Da der umformer im Normalbetrieb eine Nennspannung von 115V liefert, würde eine 110V Stabi-Röhre den Schwellenwert nie knacken.

Ich würde vermuten daß man eine klassische Glimmlampe wie z. B. die GE NE-42 oder NE-32 mit Bajonett braucht, deren Zündspannung im Bereich von 60-85V liegt, damit der Regelkreis rechtzeitig anspringt.

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