Ausgelötete Elektrolytkondensatoren aus einer günstigen Soundkarte – noch für Hi-Fi-Geräte und Retro

OP #8114004

Hallo zusammen, für meine Hobbyelektronik und insbesondere für Reparatur- und Restaurierungsarbeiten bereite ich gelegentlich gebrauchte elektronische Bauteile auf. Dazu habe ich eine neu superbillge, günstige Soundkarte ausgeschlachtet und einige Elektrolytkondensatoren aus dem Bereich der Audio-Ein- und -Ausgänge (Koppelkondensatoren ,? bin nicht sicher..) ausgelötet. Die Kondensatoren tragen die Marke Chongx... (siehe Bilder). Ja gibt es typisch in Aliexpress! Anschließend habe ich sämtliche Kondensatoren mit meinem LCR-Messgerät untersucht und die Messwerte dokumentiert. @ 100hz @120hz @1khz @10khz @100kh Die Ergebnisse habe ich in einer Tabelle zusammengestellt. Als Vergleich habe ich außerdem die Daten eines bekannten Markenherstellers, Nichicon, herangezogen. Dabei habe ich insbesondere die Messwerte bei einer Messfrequenz von 1 kHz + 10+100 berücksichtigt.

Folgende Ergebnisse,Profis bitte Kommentar?

Bei 100 Hz: Die gemessene Kapazität beträgt 9,46 µF bei einem ESR von 9,0 Ω, was sehr nah am 10 µF-Nennwert liegt (≈-5%).

Bei 120 Hz: Die gemessene Kapazität beträgt 9,42 µF bei einem ESR von 8,1 Ω, was der Standard-Messfrequenz für Elkos entspricht.

Bei 1 kHz: Die gemessene Kapazität beträgt 8,51 µF bei einem ESR von 3,29 Ω, was einen normalen Kapazitätsabfall bei höherer Frequenz darstellt.

Bei 10 kHz: Die gemessene Kapazität beträgt 7,20 μF bei einem ESR von 1,68 Ω, entsprechend dem typischen Verhalten des Elektrolyts.

Bei 100 kHz: Die gemessene Kapazität beträgt 4, 65 µF bei einem ESR von 1,36 Ω.

Meine Fragen an die erfahrenen Elektroniker und Hi-Fi-Spezialisten: Wie beurteilt ihr die gemessenen Werte und den allgemeinen Zustand dieser gebrauchten Kondensatoren? Sind solche Kondensatoren nach einer entsprechenden Prüfung noch für Audioanwendungen geeignet? Würdet ihr sie beispielsweise in älteren Hi-Fi-Kassettendecks, CD-Playern oder Plattenspielern wiederverwenden? Wie groß sind die tatsächlichen Qualitätsunterschiede zwischen solchen eher unbekannten Herstellern und etablierten Marken wie Nichicon? @1khz ESR= 2 ohm? Würdet ihr solche Bauteile für eine Retro-Restaurierung aufbewahren oder grundsätzlich durch neue Markenelkos ersetzen? Mir geht es ausdrücklich nicht darum, möglichst viele Bauteile wiederzuverwenden, sondern darum, anhand objektiver Messwerte und eurer praktischen Erfahrungen zu verstehen, wann sich eine Wiederverwendung technisch noch verantworten lässt. Ich freue mich besonders über eure fachlichen Einschätzungen und Erfahrungen aus der Reparaturpraxis. Vielen Dank im Voraus! 😊🔧 Hinweis: Die Messwerttabelle und die Fotos der Kondensatoren sowie des LCR-Messgeräts würde ich direkt unter dem Beitrag einfügen.

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Beitrag #8114014 wurde vom Autor gelöscht.
(Firma: Starfleet)

Meine Fragen an die erfahrenen Elektroniker und Hi-Fi-Spezialisten: Wie beurteilt ihr die gemessenen Werte und den allgemeinen Zustand dieser gebrauchten Kondensatoren?

  • Welche (Rest-) Kapazität wurde ermittelt ?
  • Bei welcher Umgebungstemperatur gemessen ?
: Bearbeitet durch User
OP

Bradward B. schrieb:

Meine Fragen an die erfahrenen Elektroniker und

Hi-Fi-Spezialisten: Wie

beurteilt ihr die gemessenen Werte und den allgemeinen Zustand dieser gebrauchten Kondensatoren?

Welche (Rest-) Kapazität wurde ermittelt ?

Bei welcher Umgebungstemperatur gemessen ?

22 c

Und Tabelle folgende

Bei 100 Hz: Die gemessene Kapazität beträgt 9,46 µF bei einem ESR von 9,0 Ω, was sehr nah am 10 µF-Nennwert liegt (≈-5%).

Bei 120 Hz: Die gemessene Kapazität beträgt 9,42 µF bei einem ESR von 8,1 Ω, was der Standard-Messfrequenz für Elkos entspricht.

Bei 1 kHz: Die gemessene Kapazität beträgt 8,51 µF bei einem ESR von 3,29 Ω, was einen normalen Kapazitätsabfall bei höherer Frequenz darstellt.

Bei 10 kHz: Die gemessene Kapazität beträgt 7,20 μF bei einem ESR von 1,68 Ω, entsprechend dem typischen Verhalten des Elektrolyts.

Bei 100 kHz: Die gemessene Kapazität beträgt 4, 65 µF bei einem ESR von 1,36 Ω.

: Bearbeitet durch Moderator
OP

Bradward B. schrieb:

Meine Fragen an die erfahrenen Elektroniker und

Hi-Fi-Spezialisten: Wie

beurteilt ihr die gemessenen Werte und den allgemeinen Zustand dieser gebrauchten Kondensatoren?

Welche (Rest-) Kapazität wurde ermittelt ?

Bei welcher Umgebungstemperatur gemessen ?

22 c

Und Tabelle folgende

  • Bei 100 Hz: Die gemessene Kapazität beträgt 9,46 µF bei einem ESR von 9,0 Ω, was sehr nah am 10 µF-Nennwert liegt (≈-5%).

  • Bei 120 Hz: Die gemessene Kapazität beträgt 9,42 µF bei einem ESR von 8,1 Ω, was der Standard-Messfrequenz für Elkos entspricht.

  • Bei 1 kHz: Die gemessene Kapazität beträgt 8,51 µF bei einem ESR von 3,29 Ω, was einen normalen Kapazitätsabfall bei höherer Frequenz darstellt.

  • Bei 10 kHz: Die gemessene Kapazität beträgt 7,20 μF bei einem ESR von 1,68 Ω, entsprechend dem typischen Verhalten des Elektrolyts.

  • Bei 100 kHz: Die gemessene Kapazität beträgt 4, 65 µF bei einem ESR von 1,36 Ω

Bradward B. schrieb:

In der Tabelle wäre das übersichtlicher als Fettschrift. Abgesehen das die Werte nicht sonderlich plausibel sind. Wurde das Gerät jemals kalibriert und der Bediener in dieder korrekten Bedienung unterwiesen ?

Sorry ich habe es nicht fett gemacht.weiß ich nicht warum si wird.ich möchte bearbeiten aber zeigt normal, nach abschicken kommt fett,

: Bearbeitet durch Moderator

Du willst also Elkos aus Billigelektronik mit unbekanntem Alter und Daten für Reparatur oder Restaurierung verwenden ? Schlechte Idee, zumal fabrikfrische Elkos ja auch sooo teuer sind... Ich würde mir die Chance damit Schrott in ein mühsam wieder gangbar gemachtes Gerät einzubauen nicht antun, schmeiss den Krempel weg.

Monken M. schrieb:

Die Kondensatoren tragen die Marke Chongx...

10µ - wenn es wirklich gut und haltbar sein soll, nimm die als Folienkondensator. Ist zwar ein bisschen größer, aber nur sehr unwesentlich teurer.
Die NoName Dinger haben vielleicht 1000, maximal 2000h Haltbarkeit. Vernünftige Markenware mindestens Faktor 5 davon, Folie fast unbegrenzt.
Nun werden die Billigrunken noch einmal thermisch und machanisch gestresst, beim Aus- und späteren Einbau. Wenn dann der Gummistopfen nicht mehr dicht ist und das Ding frühzeitig ausfällt, hast du mächtig viel "gekonnt" und gespart.
Ich würde daran keine Zeit verschwenden und das Geraffel in "Ablage rund" befördern :P
Zum Reparieren und potentiell verbessern, mußt du erstmal verstehen, was der Kondensator in der zu reparierenden Schaltung überhaupt für eine Funktion hat. Ein Filter der Spannungsversorgung langt ein Elko. Ein Koppelkondensator im Signalweg, dann Folie.

Monken M. schrieb:

Dazu habe ich eine neu superbillge, günstige Soundkarte ausgeschlachtet und einige Elektrolytkondensatoren aus dem Bereich der Audio-Ein- und -Ausgänge (Koppelkondensatoren ,? bin nicht sicher..) ausgelötet. Die Kondensatoren tragen die Marke Chongx... (siehe Bilder). Ja gibt es typisch in Aliexpress!

Genau mein Humor.

Wer billig kauft, kauft zweimal. Gilt insbesondere auch für Elektrolytkondensatoren. Und damit willst Du Geräte reparieren? Ich würde dann eher von Verschlimmbessern sprechen wenn Du solche Teile verwendest. Welche Werte die Teile jetzt haben mag ja schön und gut sein, aber Du weißt schon, dass gerade billige ELkos zu frühen Ausfällen neigen?

Monken M. schrieb:

Wie groß sind die tatsächlichen Qualitätsunterschiede zwischen solchen eher unbekannten Herstellern und etablierten Marken wie Nichicon? @1khz ESR= 2 ohm?

Kommt auf Hersteller und Serie an. Da man aber die Möglichkeit hat, neue Kondensatoren etablierter Marken zu kaufen, würde ich das auch machen.

Würdet ihr solche Bauteile für eine Retro-Restaurierung aufbewahren oder grundsätzlich durch neue Markenelkos ersetzen?

Ich ersetzte, was defekt ist, durch neue Bauteile. Wenn es aber unbedingt sein muß, dass der gleiche Kondensator wie im Original vorhanden sein soll, kann man es durchaus mit alten noch funktionierenden Teilen versuchen.

Monken M. schrieb:

„Wo kann man echte, originale Kondensatoren für die Hi-Fi-Restauration besonders günstig kaufen?

Na, bei einem der üblichen Versendern(Aliexpress ist nicht gemeint). Einfach mal ins Wiki schauen.

Monken M. schrieb:

Ja, genau! Wir wollen meine Kondensatoren anhand ihrer ESR-Werte analysieren und anschließend für die Restaurierung von Hi-Fi-Retrogeräten verwenden.

Was schon mal vollkommener Unsinn ist. ESR interessierte in den alten Audioteilen weder früher noch heute, sofern es nicht um Digitalschaltungen geht.

OP

Michael L. schrieb:

Monken M. schrieb:

Wie groß sind die tatsächlichen Qualitätsunterschiede zwischen solchen eher unbekannten Herstellern und etablierten Marken wie Nichicon? @1khz ESR= 2 ohm?

Kommt auf Hersteller und Serie an. Da man aber die Möglichkeit hat, neue Kondensatoren etablierter Marken zu kaufen, würde ich das auch machen.

Würdet ihr solche Bauteile für eine Retro-Restaurierung aufbewahren oder grundsätzlich durch neue Markenelkos ersetzen?

Ich ersetzte, was defekt ist, durch neue Bauteile. Wenn es aber unbedingt sein muß, dass der gleiche Kondensator wie im Original vorhanden sein soll, kann man es durchaus mit alten noch funktionierenden Teilen versuchen. Monken M. schrieb:

„Wo kann man echte, originale Kondensatoren für die Hi-Fi-Restauration besonders günstig kaufen?

Na, bei einem der üblichen Versendern(Aliexpress ist nicht gemeint). Einfach mal ins Wiki schauen. Monken M. schrieb:

Ja, genau! Wir wollen meine Kondensatoren anhand ihrer ESR-Werte analysieren und anschließend für die Restaurierung von Hi-Fi-Retrogeräten verwenden.

Was schon mal vollkommener Unsinn ist. ESR interessierte in den alten Audioteilen weder früher noch heute, sofern es nicht um Digitalschaltungen geht.

danke für nette und perfekte Antwort! Leider ist das Thema von Anfang an schlecht gestartet. Dadurch war das gesamte Gespräch voreingenommen und von Vorurteilen geprägt, weil die chinesische Herkunft der Kondensatoren ständig verteidigt bzw. thematisiert wurde. Dabei sollte ausschließlich die technische Qualität anhand der Messwerte beurteilt werden. Könntest du bitte ausschließlich die Messwerte in der Tabelle analysieren, ohne die Marke (China-Elkos) zu beurteilen? Mich interessiert, wie die Kondensatoren unabhängig von ihrer Herkunft und Marke technisch einzuschätzen sind. Sind die gemessenen Werte in Ordnung? Sind die Kondensatoren technisch funktionsfähig und für den Einsatz geeignet?

Tabelle findest du im Anhang.

Beitrag #8114103 wurde vom Autor gelöscht.

H. H. schrieb:

Müll ab Werk.

Leider ja. Die E-Kondis sind meistens das, was am Ehenesten die Grätsche macht. Für die alten Synthesizer und 19-Zoll-Geräte aus den 1990ern gibt es massenweise Ersatz-Bausätze und es sind immer die beiden gleichen Komponenten:

  1. Kondensatoren
  2. Taster

Erst danach kommen die Drehschalter, ganze Netzteile und noch weiter hintern die Chips.

Bei meinen ca. 50 Jahre alten Selbstbaugeräten fiel noch kein Elektrolytkondensator aus (nicht mal ein Ladeelko, der statt der spezifizierten 40 V mit 43 V beaufschlagt wird...). Damals kaufte ich viele Teile aus dem "Wühltisch". Von kratzenden Potentiometern abgesehen, gingen in der ganzen Zeit nur ein paar Teile defekt.

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