Warum keinen Autos mit Co2-Antrieb

Persönliche Seite #571057
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Naja, man könnte das ganze natürlich mit Bohnen und Methangasen 
weiterspinnen, aber klimaneutral ist das ganze trotzdem nicht.

Der Wirkungsgrad komprimierter Gase (Energie, die dem komprimierten Gas 
entnommen werden kann / Energie, die zur Kompression benötigt wird) 
dürfte annähernd lächerlich sein.

Nichtsdestotrotz wird Pressluft in gewissen großtechnischen Anwendungen 
eingesetzt; große Notstromaggregate (mit Schiffsdieseln in der 
MW-Klasse) werden oft mit Pressluft "angeblasen", sprich: gestartet. Das 
ist langfristig gesehen wartungsärmer als ein elektrischer Anlasser, der 
entsprechend dimensionierte Akkus benötigt.
Gast #571489
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Schon richtig,

die kleinen Motoren waren vom Hersteller Cox und wir haben die benutzt, 
um unsere Segler damit aud Höhe zu bekommen.

Einfach so eine "Sahnepatrone" rein und der Motor ist nach dem Öffnen 
des Ventils dann so 5 bis 10 Minuten gelaufen.

Aber mal zu dem Unsprungsthema zurück:

Gibt es eigentlich grosstechnische Verfahren, mit denen man unter 
geringem Energieaufwand ein Gas komprinieren kann ???

Der Modellbauer
Persönliche Seite #571815
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Matthias wrote:
>  es eigentlich grosstechnische Verfahren, mit denen man unter
> geringem Energieaufwand ein Gas komprinieren kann ???
>
> Nennt sich Kompressor...

Genau, nur ist es kein Verfahren mit geringem Energieaufwand. Das 
bleibende Problem ist die nicht zu verhindernde Erwärmung des 
komprimierten Gases. Diese Erwärmung kommt aus der geleisteten 
Kompressionsarbeit und steckt danach aber nicht in der "Druckluft", also 
dem Energiespeicher, kurzum: Wirkungsgrad schlecht.
Gast #571925
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CO2-Antriebe? Gibt's doch schon lange. Millionenfach.

Stichwort: Otto-Motor.

Bei der Verbrennung von Benzin im Zylinder entsteht komprimiertes CO2 
das den Kolben antreibt.

Also nichts neues.

Gast #571932
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Pneumatik (CO2-Antrieb schliess ich hier mal ein) hat einen grässlichen 
Gesamtwirkungsgrad. Vorteil ist aber einfachste und robuste 
Antriebstechnik, unter gewissen Umständen also durchaus berechtigt.
-Ex-sicher
-Überlastsicher
-zuverlässig
-zumindest für Kurzzeitbetrieb gut speicherbar
-gutes Leistungs/Gewichtverhältnis des Antriebs
@Unbekannter:
Der Otto-Motor hat mit CO2-Motor nicht viel gemeinsam. Dass bei der 
Verbrennung auch CO2 entsteht, hat nichts, aber auch gar nichts mit dem 
Funktionsprinzip des Motors zu tun.
Gast #572155
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Vor Allem entsteht Wärme, und die Wärmedehnung der im Zylinder 
enthaltenen Gase, also auch des Stickstoffs etc., macht einen Grossteil 
des Druckanstiegs, nicht die Umwandlung in CO2. Daher: Ottomotor->im 
Wesentlichen ein anderes Prinzip.
Persönliche Seite #572464
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HariboHunter wrote:
> Hab mal irgendwo etwas von 10% gelesen.

Na, so schlecht dann doch auch wieder nicht. Das ganze wird auch 
großtechnisch (richtig groß) verwendet:

http://www.heise.de/tr/artikel/72987

Also wohl irgendwo zwichen 40% und 50%. Wenn man jetzt die anfallende 
Kompressionswärme noch irgendwie nutzen würde (Fernwärme, großes 
Schwimmbad daneben) sollten laut anderen Quellen auch 70% - 75% machbar 
sein.

Fürs Auto ist die Technik trotzdem nichts da der Energiegehalt pro kg 
von komprimierten Gasen deutlich geringer ist als der von Benzin. Wollte 
man ein Auto damit betreiben würde man einen fahrenden Drucklufttank 
bauen müssen.

Matthias
#2235138
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Colani ist jemand, der sich durch keinerlei Realitätssinn von seinen 
tollen Ideen abhalten lässt. Das Design ist manchmal ganz gut, oft aber 
Sch.. So hat er so in den 90ern mal einen PC designed, wenn man dort die 
Diskette rausnehmen wollte, brach man sich regelmäßig die Fingernägel 
ab. Sah schau aus das Teil, aber den Rechner will man sich ja nicht 
(nur) anschauen.
#2237682
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Bernd Funk schrieb:
> Solange in Deutschland ein Haus mit Heizöl ( Diesel) beheizt
> wird, sind alle Versuche, andere Energieträger für den
> Straßenverkehr einzusetzen, völliger Quatsch.
>
> Aber, das will die " Forschungslobby = Subventionsempfänger"
> nicht hören.

So ist es. Da werden 5000 l Heizöl pro Jahr verbruzelt. Parallel dazu 
werden 500 l Diesel verfahren.

Statt nun für 10000 Euro ne Außendämmung anzubringen und damit sagen wir 
mal 1500 l Heizöl zu sparen wird für 20000 Euro ein neues Auto gekauft, 
welches mit 400 l Diesel auskommt...

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