Hi, Mike,
Ihre Formulierung klingt von der Wortwahl her gar nicht nach Hobby.
Sondern die Häufung verwandter Fragen in Internetforen zeigt eine Welle
unter den Zulieferern der Automobilindustrie - mindestens ein
Automobilkonzern hat wohl einen neuen Trick gefunden, seine
Produktionskosten zu senken durch Abwälzung von Kosten auf Zulieferer.
Brach früher ein Schalter in der Garantiezeit, wurde das Gerät auf
Garantie ausgetauscht. Die Folgekosten, wenn ein Ausfall im
Prüfmittelbau die Entwicklung des neuen Motors verzögert, trug der
Kunde. Mit einer Qualitätsvereinbarung lassen sich auch diese Kosten
prima abwälzen auf Zulieferer.
Sollte das so sein, wie es klingt, dann kommen Sie um eine ordentliche
FMEA nicht herum. Dann brauchen Sie vom Hersteller des Schalters dessen
Zuverlässigkeitsdaten.
Ihr Qualitätsmanagement wird Ihnen die Methoden dazu nennen, dazu ist es
da.
Zur Risikobertrachtung gehört dann weniger die Antwort, wieviele IC's
gebraten werden können, als vielmehr, wie wahrscheinlich ein Ausfall ist
und wie schnell das Austauschgerät eingebaut sein kann und die
Produktion beim Kunden weiterlaufen kann.
Ciao
Wolfgang Horn