Passt doch: 30 Unternehmen mit je 20-50 Ingenieuren und Informatiker,
die gesucht werden. Der Rechenfehler ist nur der, daß viele offene
Stellen in der Industrie daher rühren, daß eine Auftragslage herrscht
und Stunden vor ich her geschoben werden. Könnte man einige Ingenieure
einstellen, würde der Überhang sofort weg sein und der Bedarf ebenfalls.
Besonders bei vielen Auftragsvergaben ist es so, daß es mehrere
potentielle Erfüller gäbe für die sich allesamt die Situation so
darstellt, daß sie mehr abwicklen könnten, wenn sie nur ein paar mehr
Entwickler hätten. Wenn aber einer den Auftrag macht, dann gibt es für
die anderen auch nichts mehr zu machen. Virtuelle Bedarfserhöhung nennt
das der Ökonom.
Frägt man sich jetzt noch, wiso man angeblich nichts besetzen kann, wo
doch so viele Abteilungen schrumpfen, weil alles ausgelagert wird, kommt
man schnell zu der Erkenntnis, daß nur eine Art von Leuten gesucht
werden:
Neulinge, die noch billiger sind, als die Vorhandenen. Dann und nur dann
lohnt sich die Einstellung und ein "noch-nicht-Auslagern" hin in
Billiglohnländer. Sonst könnte man ja auf die zahllosen Älteren
zurückgreifen: Weniger , als ein Anfänger, kann ein 50er auch nicht
können, oder ?