Ich kann nur immer mehr über diese Geschichten hier lachen. Ich frage mich manchmal was das für Leute sind die meinen für Dienstleister arbeiten müssen. Entweder können die einfach nichts oder haben dermaßen überzogene Ansprüche dass alle normalen Firmen sofort abspringen. Ich kann es mir ehrlich nicht erklären. gruß cyblord
cyblord ---- schrieb: >> Für manchen würde es auch mehrere Jahre Zigeunerleben, > > Das heißt übrigens heutzutage "Sinti-und-Roma-Leben". Zigneuer ist nicht > mehr. Meinst du damit, dass das politisch einkorrektiert wurde, so wie man nicht mehr Ausländer (= Menschen mit Migrationshintergrund) oder Frauen (Menschen mit Menstruationshintergrund) sagen darf?
Gast
#3066185
cyblord ---- schrieb: > Ich kann nur immer mehr über diese Geschichten hier lachen. Ich frage > mich manchmal was das für Leute sind die meinen für Dienstleister > arbeiten müssen. Frag doch die Dienstleister mal im Umkehrschluß, welche Leute sie beschäftigen. Es wird schon welche geben. Das Stichwort wäre aber: Equal Treatment Equal Payment.
Andi $nachname schrieb: > cyblord ---- schrieb: >>> Für manchen würde es auch mehrere Jahre Zigeunerleben, >> >> Das heißt übrigens heutzutage "Sinti-und-Roma-Leben". Zigneuer ist nicht >> mehr. > > Meinst du damit, dass das politisch einkorrektiert wurde, so wie man > nicht mehr Ausländer (= Menschen mit Migrationshintergrund) oder Frauen > (Menschen mit Menstruationshintergrund) sagen darf? Also bei den Frauen geht das so gar nicht. Damit unterstellst du eine Andersartigkeit der Geschlechter. Typisch Sexismus halt. Gender-Mainstreaming ist das Zauberwort. Zusammen mit den Tierrechts-Anti-Speziistischen Veganern ist heute alles dasselbe. Mann, Frau, Esel, Iltis: kein Unterschied. Alles völlig wertneutrale Mitgeschöpfe. Wir leben nicht mehr in den 90ern. gruß cyblord
Gast
#3127979
Ferchau: ein Erfahrungsbericht In der Bewerbungsphase macht die Firma einen sehr seriösen und professionellen Eindruck. Es wird schnell auf Bewerbungen geantwortet. Vor allem Ingenieure und Techniker müssen nicht lange auf eine Antwort warten. In meinem Fall wurde eine, zu meinem Profil und Vorstellungen passende Stelle ausgewählt mit der es los gehen sollte. Diese Stelle kam Aufgrund der Vorstellungen des Kunden bei meinem Einstellungsgespräch leider nicht mehr in Frage. Allerdings hat man mir trotzdem eine Anstellung angeboten, obwohl zu diesem Zeitpunkt keine konkreten „Projekte“ für mich vorhanden waren. Das Vertragsangebot war relativ dürftig. 42.000,-€ Einstiegsgehalt bei 24 Urlaubstagen bei einer 40h-Woche waren geboten (Ingenieur). Mit etwas frechem Verhandeln konnte ich das Jahresgehalt auf 45.000,-€ steigern. Dazu ist vielleicht gut zu wissen, dass Ferchau das Gehalt in einen tariflichen Teil und in eine sogenannte „unwiderrufliche Qualifikationszulage“ teilt. Das tarifliche Grundgehalt alleine ist sehr gering (Ingenieur Einstieg: 2600,-€/Monat brutto). Alle tariflichen Lohnerhöhungen werden ausschließlich auf diesen Teil des Gehaltes gewährt. Anzumerken ist, dass ein „Sprung“ in die nächsthöhere Tarifklasse lächerlich wenig mehr Lohn bringt. Meine erste tarifliche Lohnerhöhung brachte etwa 120,-€ brutto mehr. Außerdem ist anzumerken, dass es sich um einen sogenannten Zeitarbeiter Vertrag handelt. Man stimmt also zu, deutschlandweit im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung für Ferchau zu arbeiten. Ferchau stuft Mitarbeiter mit solchen Verträgen als „Projektmitarbeiter“ ein. Die Mitarbeiter (also Kollegen wie Sekretärin, Personaler, Chefs) der Zentrale und der Niederlassungen werden über „normale“ Verträge angestellt. Ferchau intern gibt es also zwei „Klassen“ von Mitarbeitern. Mein erster Einsatz kam erfreulicherweise ohne Wartezeit und bei einer sehr interessanten Firma. In meinem offiziellen Auftrag von Ferchau war eine Einsatzdauer von 9Monaten angegeben. Schon in der zweiten Woche wurde ich jedoch von einem Kollegen darauf hingewiesen, dass man mich nicht einarbeiten würde, da ich lediglich die Elternzeit eines Ferchau Kollegen überbrücken sollte. Natürlich habe ich mich mit Hinweis auf meinen Auftrag bei meinem Ferchau Chef beschwert. Dieser hat mich jedoch beschwichtigt und meinte, dass ich längerfristig dort arbeiten werde. Nach etwa 2 Monaten stellte sich dann heraus, dass er mich falsch informiert hatte. Ich ging wie vom festangestellten Kollegen vorhergesagt nach 3 Monaten. Diese 3 Monate waren sehr dürftig was die Qualität der Aufgaben anbelangte (z.B. Oberflächenangaben auf Zeichnungen nach neuster Norm abändern als Ing!). Zum Glück waren die Kollegen in der Firma alle sehr nett. Trotzdem bekam man oft das Gefühl, dass man nicht voll akzeptiert wird. Fachlich wird man wenig an die Hand genommen und hat bei Fragen auch oft das Gefühl, dass diese nicht gern beantwortet werden. Ist verständlich, da die investierte Zeit in den Neuen nach 3Monaten nichts mehr wert ist. Als nächste Stelle wurde mir die Mitarbeit in einem Technischen Büro in der Ferchau Niederlassung angeboten. Die Alternative war bei einem anderen, noch nicht bekannten Kunden eingesetzt zu werden. Ich hatte mich naiver Weise auf die Aussage meines Chefs verlassen und bin in die Nähe des ersten Kunden gezogen. An anderer Kunde hätte bedeuten können, dass ich wieder gezwungen wäre zu pendeln. Das technische Büro war dagegen in der gleichen Stadt, weshalb die Entscheidung nicht schwer war. Der Job in diesem Büro sehr gut. Abwechslungsreich, Herausfordernd und Spannend. Zumindest solange Aufträge vorhanden waren. Laut Chef sollte das Büro ausgebaut werden. Das Gegenteil war der Fall. Der Leiter des Büros, der einzige Kollege mit richtiger Erfahrung wurde herausgenommen. Nach neuen Kunden wurde nicht mal halbherzig gesucht. Ich bekam das Gefühl, dass das dieses Büro abgewickelt werden sollte. Ich habe den Absprung rechtzeitig geschafft und durfte erfahren, dass das Büro nun zu einem Kunden ausgelagert wird. Vermutlich um aufgrund der Gesetzesänderung (EqualPay etc.) die teurer gewordenen Arbeitnehmerüberlassungen in Werksverträge umwandeln zu können. Zusammenfassend hatte ich immer das Gefühl, dass mir Informationen vorenthalten werden und ich möglichst klein gehalten werde. Auch wenn das Klima kollegial von Seiten der Kunden immer hervorragend war, fühlte ich mich als Arbeiter zweiter Klasse. Richtig bitter waren Erkenntnisse, die darauf schließen ließen, dass man mich absichtlich nicht oder falsch informiert hatte. Ein Beispiel von vielen ist hier auch der „Fahrtkostenzuschuß“. Man bekommt einen pauschalen Betrag pro Arbeitstag von Ferchau überwiesen, wenn man in der Arbeitnehmerüberlassung arbeitet. Dies wurde als Leistung von Ferchau verkauft. Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine Vorauszahlung auf einen Steuerfreibetrag. Man bekommt also weniger Fahrtgeld vom Staat, wenn Ferchau diese Fahrtkosten „erstattet“. Die einzige Leistung ist also die Vorauszahlung eines Teilbetrags. Ob man nun bei Ferchau anfängt oder nicht ist jedem selbst überlassen. Allerdings sollte man das zeitlich sehr begrenzen. Es gibt nur sehr wenige Möglichkeiten aus dieser Art der Anstellung langfristig nach vorne zu kommen. Sowohl fachlich als auch privat muss man einige Unsicherheiten in Kauf nehmen. Der von Ferchau angepriesene unbefristete Arbeitsvertag hat sich für einige Kollegen, die kennenlernen durfte als eher relativ erwiesen. Findet man kein „passendes“ Projekt, dann ist man aus betrieblichen Gründen ganz schnell weg vom Fenster.
Ramalamadingdong schrieb: > Ist verständlich, da die investierte Zeit in den Neuen > nach 3Monaten nichts mehr wert ist. So mag es dir vorgekommen sein, nur versetzt dich doch mal in die Lage der Stammbelegschaft wenn da plötzlich ein Neuer vor der Tür steht. Die kennen dich nicht, wissen nicht wie du zu dem Chef stehst und was der mit dir alles im Sinn hat, ob du eingespielte Vertraulichkeiten verpetzt, ob man dich überhaupt auf Dauer erdulden möchte und ob deine Anwesenheit nicht an dem einen oder anderen Stuhlbein sägt. Da ist es doch logisch wenn man mit der Weitergabe von Informationen und Unterstützung eher etwas verhalten ist. Vereinfacht ausgedrückt, dich als Futterneider sieht. Wenn man es nämlich mal geschafft hat selbst zu so einer Stammbelegschaft zu gehören, dann merkt man erst, dass das kein Gespinst ist.
Gast
#3128541
Ramalamadingdong schrieb: > Ob man nun bei Ferchau anfängt oder nicht ist jedem selbst überlassen. > Allerdings sollte man das zeitlich sehr begrenzen. Es gibt nur sehr > wenige Möglichkeiten aus dieser Art der Anstellung langfristig nach > vorne zu kommen. Wenn man bedenkt, dass der Einstieg über Zeitarbeit für Ingenieuranfänger jetzt bei über 30 Prozent liegt, kann es einem schlecht werden. Die Jobbörsen werden auch zubombardiert von denen, richtige Stellen bekommt man fast nur noch über Initiativbewerbungen kombiniert mit Beziehugen. Es sieht nicht rosig aus, währenddessen freut sich der VDI ein zweites Loch in den Arsch, dass der Ingenieurmangel dank seiner jahrelangen Lügenmärchen beseitigt worden ist. http://www.welt.de/wirtschaft/article115148933/Kampf-gegen-den-Ingenieur-Mangel-zahlt-sich-aus.html
Gast
#3128550
Ernüchternd schrieb: > Wenn man bedenkt, dass der Einstieg über Zeitarbeit für > Ingenieuranfänger jetzt bei über 30 Prozent liegt, kann es einem > schlecht werden. Man muß da auch nicht hin. Niemand ist gezwungen. Zumindest nicht Leute, die nicht beim Amt arbeitslos gemeldet sind. Das muß jeder selbst wissen, was er tut.
Gast
#3128551
An den Hochschulen machen die auch Terror. An den so genannten "Karriertagen" sucht man Siemens, Bayer, Audi, BMW, Porsche etc. vergebens. Dafür alle fünf Meter ein Stand eines Dienstleisters. Da gibt es nichts zu beschönigen. Der "Fachkräftemangel" ist eine Verballhornung aller MINTler (in Deutschland).
Gast
#3128553
Wilhelm Ferkes schrieb: > Ernüchternd schrieb: > >> Wenn man bedenkt, dass der Einstieg über Zeitarbeit für >> Ingenieuranfänger jetzt bei über 30 Prozent liegt, kann es einem >> schlecht werden. > > Man muß da auch nicht hin. Niemand ist gezwungen. Zumindest nicht Leute, > die nicht beim Amt arbeitslos gemeldet sind. Das muß jeder selbst > wissen, was er tut. Sehr weise Worte .. als Ü50-Frührentner lässt sich sowas leicht sagen oder? Was entgegnest du dem früschen Uni-Absolventen, der sich für das Studium verschuldet hat und nun zusehen muss, wo er bleibt? Bei den Eltern durchfüttern? Auch Hartzer machen? Erst nachdenken, dann schreiben, bitte!
Gast
#3128571
Axel schrieb: > Was entgegnest du dem früschen Uni-Absolventen, der sich für das Studium > verschuldet hat und nun zusehen muss, wo er bleibt? Du hast Recht. Das Prinzip Investition in eine gute Sache funktionierte vor 30 Jahren noch, weil man wußte, daß es garantiert was erträgliches wird. Heute leben wir in einer satten Überflußgesellschaft. Ich bin überfragt damit, was ein verschuldeter Absolvent machen kann.
Axel schrieb: > Dafür alle fünf Meter ein Stand eines Dienstleisters. In mittleren und großen Unternehmen haben die sich teilweise schon bei ihren Kunden eingenistet und eigene Büros zur Verfügung gestellt bekommen wie ich kürzlich in der Zeitung las. Die Arbeit dieser Zigeuner wird dadurch aber für Bewerber nicht besser, für die Unternehmen dagegen schon. > Da gibt es nichts zu beschönigen. Der "Fachkräftemangel" ist eine > Verballhornung aller MINTler (in Deutschland). Diese Lobby beschränkt sich aber nicht auf MINTler, sondern verbreitet sich überall in allen Branchen wie eine Seuche. Grundrechte gehen dabei immer mehr vor die Hunde. Kleiner Wicht schrieb im Beitrag #3128196: > Genau und diesen Eindruck machst du auch. Deine Kommentare sind alle > zuversichtlich, nett und wohlwollend. Du wirkst wie ein zufriedener > Mensch. Haben wir heute unseren ironischen Tag? > Wer findet den Fehler? Schau in den Spiegel und mache deiner Mutter Vorwürfe dich nach der Geburt nicht gleich ... (Rest an Grobheiten kannst du dir ja selbst denken, falls du soviel Fantasie hast). Du magst ja ein rundherum zufriedener Mensch sein, oder du spielst das nur gut.
Axel schrieb: > Sehr weise Worte .. als Ü50-Frührentner lässt sich sowas leicht sagen > oder? Noch ist der Wilhelm kein Frührentner. Also nicht gleich steinigen, sondern erst mal klären wer hier schuldig ist. > Was entgegnest du dem früschen Uni-Absolventen, der sich für das Studium > verschuldet hat und nun zusehen muss, wo er bleibt? Kommt darauf an wann und wie die Verschuldung getilgt werden muss. Wer zu Beginn abbricht hat das Geld ja noch nicht verbraucht und kann es wieder zurückzahlen, auch wenn das mit Kosten verbunden ist. > Bei den Eltern durchfüttern? Die werden ihren Teil schon tragen, je nach finanzieller Leistungsfähigkeit. > Auch Hartzer machen? Im schlimmsten Fall kann man damit leben. > Erst nachdenken, dann schreiben, bitte! Wäre kein Fehler solche weisen Ratschläge selbst anzuwenden.
Michael S. schrieb im Beitrag #3133161: > Du hast dir einfach in der > Wirtschaft noch nicht die Hörner abgestoßen um da mitreden zu können, > aber das kommt noch. Das sieht doch so aus: Ohne Job bekommst du keine gute Angebote, denn alles was knapp über Hartz IV liegt ist gerade gut genug Hast Du einen Job, wenn auch besch.. bezahlt hast Du die Möglichkeit dich zu verbessern und du kannst bei einem Vorstellungsgespräch "Nein, Danke!" sagen. Das weiß auch i.a. der Personalfuzzi und reagiert entsprechend. Ein Vorstellungsgespräch zu führen, obwohl man einen Job hat ist sehr viel entspannter. Das ist fast so wie bei den Frauen, hast Du eine Freundin bist Du interessanter bei anderen Mädels als ohne Anhang (zumindest in einer gewissen Altersklasse). Ferchau ist eine noch halbwegs vernünftige Leihbude, die vermitteln keine Produktionshelfer etc.. Zum Thema lügen, alles was nicht im Arbeitsvertrag schriftlich geregelt ist gar nicht geregelt. Dolle hohle Sprüche kenne ich zu genüge. Du musst ein Vorstellungsgespräch führen, sie suchen ich kann, wie sieht das hier und da aus - wie machen sie das, ... Wenn da nicht substantielles rauskommt, bedanke ich mich für den Kaffee, sage sowas, ich habe da etwas andere Vorstellungen und sage freundlich Tschüss und gehe. Da ich bei einem anderen größeren Ingenieurdienstleister arbeite, würde ich mich nicht bei Ferchau bewerben Als Absolvent, der sonst nicht findet, probieren - einen Arbeitsvertrag kann man auch wieder kündigen.
Gast
#3133191
Rick McGlenn schrieb: > Ferchau ist eine noch halbwegs vernünftige Leihbude, die vermitteln > keine Produktionshelfer etc.. Die halfen mir gar nichts. Ich war in drei Büros im Umkreis von 200km. Nichts kam da mehr. Die Reisekosten zum Vorstellungsgespräch mußte ich mir bei allen dreien bei der Arbeitsagentur wieder suchen gehen. Schöne Visitenkarten von dort habe ich aber noch. Fast zu schön, um sie zu verbrennen.
Rick McGlenn schrieb: > Das sieht doch so aus: > Ohne Job bekommst du keine gute Angebote, denn alles was knapp über > Hartz IV liegt ist gerade gut genug Im Job kann hilfreich sein, aber die Ansprüche Arbeitgeberseits sind da schon etwas anders gelagert. Nach zwei und mehr Jahren wird sich ein früherer Arbeitgeber an dich gar nicht mehr erinnern, oder die Personalakte noch mal raus kramen, um über dich aus dem Nähkästchen zu plaudern, wenn einem neuen Arbeitgeber danach ist. Das letzte Arbeitszeugnis machts doch möglich und bekanntlich werden Arbeitnehmer immer von Firma zu Firma weiter gereicht. Selbständige die pleite gehen haben da auch so ihre Probleme. Was Hartz angeht, ist man nicht verpflichtet das anzugeben und das sagt gerade das Amt. Haste keinen Arbeitsnachweis(schon das Wort wäre juristisch fragwürdig)wird natürlich alles schlechte angenommen und munter diskriminiert. > Hast Du einen Job, wenn auch besch.. bezahlt hast Du die Möglichkeit > dich zu verbessern und du kannst bei einem Vorstellungsgespräch "Nein, > Danke!" sagen. Kann ich auch so sagen, aber entweder kommt es gar nicht soweit, oder argumentiere mit meinen Rechten auf frei Wahl des Arbeitsplatzes und dagegen kann auch keine Behörde was tun. Das System stellt sich hier ganz schnell selbst ein Bein. Stellen gibts genug, nur keine Sozialkompetenz. Bestes Beispiel war Amazon, aber nur weil die diesen Skandal abgearbeitet haben, ist es nur aus dem Fokus, mehr nicht. Die Beschäftigten wollen nämlich und das zu Recht, mehr Geld, aber der Konzern will natürlich nicht, nicht mal verhandeln. > Das weiß auch i.a. der Personalfuzzi und reagiert entsprechend. Zu einer Reaktion sind die gar nicht fähig und das wollen die auch nicht. Du sollst dich devot diesen Machenschaften wie eine Lohnhure hingeben, die Schnauze halten und nicht aufmucken, damit die die fette Kohle mit dir verdienen können. > Ein Vorstellungsgespräch zu führen, obwohl man einen Job hat ist sehr > viel entspannter. Wenn man nicht unter Stress steht, sicher. Bin ich im Stress? > Das ist fast so wie bei den Frauen, hast Du eine Freundin bist Du > interessanter bei anderen Mädels als ohne Anhang (zumindest in einer > gewissen Altersklasse). Stimmt auffallend, trotzdem muss man denen zeigen wer die Hosen anhat sonst bist du ganz schnell der Dumme. > Ferchau ist eine noch halbwegs vernünftige Leihbude, die vermitteln > keine Produktionshelfer etc.. Die lügen aber auch oder verheimlichen dir wesentliche Dinge. Einen Irrtum erregen hat noch mal welche juristischen Konsequenzen? > Zum Thema lügen, alles was nicht im Arbeitsvertrag schriftlich geregelt > ist gar nicht geregelt. Dolle hohle Sprüche kenne ich zu genüge. Kannst ja mal versuchen mit diesen Leuten schriftlich zu korrespondieren. Spätestens wenn der Vertrag auf dem Tisch liegt, wirds eng und die dann ultimativ. Würde mich nicht wundern wenn das Branchenüblich ist, nur branchenüblich heißt noch nicht, legal oder seriös. > Du musst ein Vorstellungsgespräch führen, sie suchen ich kann, wie sieht > das hier und da aus - wie machen sie das, ... Wer da wohl mehr Erfahrung hat, du oder die? Das nutzen die doch aus. > Wenn da nicht substantielles rauskommt, bedanke ich mich für den Kaffee, > sage sowas, ich habe da etwas andere Vorstellungen und sage freundlich > Tschüss und gehe. Mündlich verspricht man dir alles, schriftlich nichts. > Da ich bei einem anderen größeren Ingenieurdienstleister arbeite, würde > ich mich nicht bei Ferchau bewerben Aha, daher weht der Wind, du willst ja auch kein Nestbeschmutzer sein? Suchst wohl hier Opfer? So einen wie dich, hatten wir hier vor ein paar Wochen. Genutzt hats ihm wenig. War trotzdem interessant. Meinungen und Visitenkarten kann man austauschen, alles andere ist nicht drin wegen zu unterschiedlicher Interessenlage. > Als Absolvent, der sonst nicht findet, probieren - einen Arbeitsvertrag > kann man auch wieder kündigen. Der findet nur deshalb nichts, weil er die richtige Strategie nicht gelernt hat, der Markt ziemlich intransparent und bedingungsfeindlich ist, ist es doch klar, dass damit so mancher überfordert ist. Da wirds noch andere Gebiete geben wo der Absolvent Probleme mit dem Verständnis haben wird. Das muss er dann erst mühsam lernen aber ohne Vorlesung. Kündigen kann man nur wenn man sich es erlauben kann, wenn triftige Gründe dafür sprechen und wenn man was neues hat. Bei näherer Betrachtung hat das ganze etwas an sich wie eine Falle. Geht relativ leicht rein, aber nur schwer wieder raus.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Die Reisekosten zum Vorstellungsgespräch mußte ich > mir bei allen dreien bei der Arbeitsagentur wieder suchen gehen. Mensch Wilhelm! Mit Job, selbst einem besch... zeigt man bei nicht Übernahme der Reisekosten den Mittelfinger! Michael S. schrieb: >> Da ich bei einem anderen größeren Ingenieurdienstleister arbeite, würde >> ich mich nicht bei Ferchau bewerben > Aha, daher weht der Wind, du willst ja auch kein Nestbeschmutzer sein? > Suchst wohl hier Opfer? So einen wie dich, hatten wir hier vor ein paar > Wochen. Genutzt hats ihm wenig. War trotzdem interessant. Meinungen und > Visitenkarten kann man austauschen, alles andere ist nicht drin wegen > zu unterschiedlicher Interessenlage. Es stellt sich in jeder Lebenslage immer die Frage nach Alternativen. Ich habe keinen Job - Alternativen ? Ich habe einen miesen Job bei einer Leihbude - Alternativen? Ich habe einen Job, der so naja bezahlt wird uns suche was besseres-Alternativen? Ferchau ist eine Leihbude, ich kenne aber einige Leihbuden die unterbieten Ferchau bei weitem. Ich kenne auch Unternehmen, die sind weitaus attraktiver als diese Leihbude. Et is wie et is! Alte kölsche Weisheit! Wer bei Ferchau anfängt, obwohl er/sie was besseres hat, dem ist nicht zu helfen. Was ist das nächst mögliche Ziel? Einen Job, wenn man arbeitslos ist. Nebenbedingungen: Akzeptabel was ???
Rick McGlenn schrieb: > Einen Job, wenn man arbeitslos ist. Wenn es keine Anreize gibt, gibts eigentlich keinen Grund irgend einen Job anzustreben, denn man arbeitet um zu Leben, man lebt nicht um zu arbeiten. Muss jeder für sich allein entscheiden. Ich denke mal, das ich mit dieser Meinung nicht gänzlich alleine stehe. Das das natürlich einigen Leuten nicht gefällt, ist normal. Alternative wäre das Ende des sozialen Friedens. Ich glaube aber das dieses Szenario den Unzufriedenen noch weniger gefallen würde als ein Paar Arbeitslose die sich nicht so einfach vor ihren Karren spannen lassen. Letztendlich treffen genau diese Leute die Entscheidungen und daher brauchen die sich auch nicht beschweren.
Gast
#3133604
Michael S. schrieb: > Rick McGlenn schrieb: >> Einen Job, wenn man arbeitslos ist. > > Wenn es keine Anreize gibt, gibts eigentlich keinen Grund > irgend einen Job anzustreben, denn man arbeitet um zu Leben, > man lebt nicht um zu arbeiten. > Muss jeder für sich allein entscheiden. Ich denke mal, das > ich mit dieser Meinung nicht gänzlich alleine stehe. > Das das natürlich einigen Leuten nicht gefällt, ist normal. > Alternative wäre das Ende des sozialen Friedens. Ich glaube > aber das dieses Szenario den Unzufriedenen noch weniger gefallen > würde als ein Paar Arbeitslose die sich nicht so einfach vor ihren > Karren spannen lassen. Letztendlich treffen genau diese Leute die > Entscheidungen und daher brauchen die sich auch nicht beschweren. Was wäre denn eine realistische Arbeit, die Du annehmen würdest? Vielleicht zählst Du mal ein paar Punke auf: Firmengröße, Tätigkeit, Ort, Gehalt usw. Das Ganze muss natürlich realistisch sein. Ich bin gespannt. Übrigens, die Frage geht nicht an die großen Gegenjammerer, sondern an M. S.
Ich werde das wohl mal wieder bereuen aber ein paar Punkte könnte ich schon riskieren. Brosianer schrieb: > Firmengröße, Ab 3 technische MA aufwärts > Tätigkeit, Gerätebau Mikroelektronik (embedded Systems)überwiegend Hardware, aber auch Software, Leiterplattendesign nach Schulung, Mechanik. Bereiche: Entwicklung, Fertigung, Prüfmittelbau, kein Service, kein Kundendienst. Büro-, oder Werkstatttätigkeit, nur Innentätigkeit, kein Vertrieb, keine Reisetätigkeit. > Ort, bis 30km vom Wohnort H (nicht verhandelbar) > Gehalt Sollte schon meiner Qualifikation und Zertifikaten entsprechen und ist auch nicht verhandelbar. Werden die nicht akzeptiert, akzeptiere ich kein Arbeitsangebot. BZA/IGZ/ERA bieten da schon mal einen Anhaltspunkt. Ist natürlich anspruchsvoll aber das sollte man auch verlangen.
Gast
#3133656
Michael S. schrieb: > Wenn es keine Anreize gibt, gibts eigentlich keinen Grund > irgend einen Job anzustreben, denn man arbeitet um zu Leben, > man lebt nicht um zu arbeiten. Einen Anreiz? Was machst Du den ganzen Tag? Nicht das mir in meiner Freizeit langweilig wird, aber Michael S. schrieb: > BZA/IGZ/ERA bieten da schon mal einen Anhaltspunkt. BZA/IGZ (Zeitarbeitstarife), die meisten Leihbuden zahlen sogar übertariflich. Michael S. schrieb: >> Tätigkeit, > > Gerätebau Mikroelektronik (embedded Systems)überwiegend Hardware, > aber auch Software, Leiterplattendesign nach Schulung, Mechanik. > Bereiche: Entwicklung, Fertigung, Prüfmittelbau, kein Service, > kein Kundendienst. Das mit dem kein Service kann ich sogar verstehen. Aber da findest Du keinen Job? Michael S. schrieb: >> Ort, > bis 30km vom Wohnort H (nicht verhandelbar) also 45km wären unmöglich?, Warum?
Gast
#3133666
Michael S. schrieb im Beitrag #3133663: > Ich schrieb: > >> Warum? > > zu teuer. Dann lieber nichts haben? Was bist Du bereit im Monat für Fahrtkosten auszugeben? ÖPNV, Auto, ...?
Gast
#3133683
Michael S. schrieb: > kein Service, > kein Kundendienst. Mit solchen Forderungen ist man nicht mal mehr an einen Burgerbrater zu vermitteln. Michael S. schrieb: > Wenn es keine Anreize gibt, gibts eigentlich keinen Grund > irgend einen Job anzustreben, denn man arbeitet um zu Leben, > man lebt nicht um zu arbeiten. Wenn man Mitte des Monats nicht mehr weiß, wie man den Rest des Monats akzeptabel überlebt, und sich nicht nur von Toastbriot und Kaffee ernähren will, dann finde ich einen Job bei dem mehr rauskommt und man auch noch unter Menschen kommt doch sehr erstrebenswert. [OT] Hatte gestern mal wieder ein Vorstellungsgespräch. Und das nur aufgrund einer "Hab ich mal Lust zu"-Bewerbung. [/OT] Michael S. schrieb: > Leiterplattendesign nach Schulung Das ist allerdings für den Arbeitgeber bedingungsfeindlich, schließlich kann man von einem Hardware-Entwickler erwarten, dass der Bewerber/mögliche Arbeitnehmer zumindest mit Eagle einen Schaltplan und ein Layout hinbekommt. Michael S. schrieb: >> Gehalt > > Sollte schon meiner Qualifikation und Zertifikaten entsprechen > und ist auch nicht verhandelbar. Werden die nicht akzeptiert, > akzeptiere ich kein Arbeitsangebot. Bei Staples bekommt man 500 Blatt Kopierpapier für 2,99 Euro... SCNR Ich schreibe zwar auch noch in den Lebenslauf, dass ich mal Abitur gemacht habe (vor 20 Jahren), aber das Zeugnis lege ich nicht mehr als Kopie bei, weil ich inzwischen wertvollere Abschlüsse habe. Wilhelm Ferkes schrieb: > Die halfen mir gar nichts. Wenn ein Verleiher keinen Kunden hat, der jemanden mit den vorhandenen Fähigkeiten sucht, dann kann der Verleiher auch denjenigen nicht vermitteln. Wenn ich mir so ansehe, in welchen Berufen manche meiner Bekannten tätig sind, die komplett was anderes gelernt/studiert haben, dann frage ich mich auch, wieso es so viele Arbeitslose auf der einen Seite und offene Stellen auf der anderen gibt.
Gast
#3133716
STK500-Besitzer schrieb: > dann frage ich > mich auch, wieso es so viele Arbeitslose auf der einen Seite und offene > Stellen auf der anderen gibt. Bei den offenen Stellen frage ich mich oft, wo sind die? Damit meine ich nicht die Stellenangebote diverser Dienstleister. An ein Vorstellungs zu kommen und sei es, nur mal wieder zu üben, sollte nicht das Problem sein.
Gast
#3133809
Ich schrieb: > die Stellenangebote diverser Dienstleister. Die sind die gleichen Stellen wie bei den großen. Nur den Text der Stelle eingeben in einer Suchmaschine, und da kommt auch ein bekannter "Nicht-Dienstleister" raus.
Gast
#3133931
Michael S. schrieb im Beitrag #3133881: > Nur das bei diesem Hick-Hack der Entleiher alle Trümpfe in der Hand hat. > Kommt das Alter zur Sprache oder eine Auszeit. Nur das du WENN du einen Job hast auf soclhe Sprüche pfeifen kannst. Michael S. schrieb im Beitrag #3133881: > Einen > interessanten gut bezahlten Job in Wohnnähe der auch Spaß macht > ist eine ganz andere Kategorie und mit vielen hohen Hürden verbunden. Nur, warum soll einer dann Dich nehmen, der lustlos ist auch Tätigkeiten zu verrichten, die mal nicht soo viel Spass machen. Raus zum Kunden müssen viele, selbst wenn die weder im Vertrieb oder Kundendienst noch im Service arbeiten.
Gast
#3133949
Michael S. schrieb im Beitrag #3133881: > Einen Job für Lau zu bekommen kostet ein paar Telefonate. Einen > interessanten gut bezahlten Job in Wohnnähe der auch Spaß macht > ist eine ganz andere Kategorie und mit vielen hohen Hürden verbunden. Du bist ein schwarzes Schaf unter den Arbeitslosen. Dir wünsche ich die Zwangszuteilung zu einem schwarzen Schaf der Arbeitgeber. Dann könnt Ihr Euch beide gegenseitig fertig machen und die Welt würde eine bessere! Aber Glück gehabt, in Deutschland zählt glücklicherweise "die Würde des Menschen ist unantastbar" und eine Zwangszuteilung zu einer Arbeit ist Dank der Sozialgesetze nicht möglich. Das finde ich auch für 99% der Arbeitlosen sehr positiv. Bei Dir sind diese Gestze allerdings vollkommen fehl am Platz. Eine Ausnahmeregelung bei "abgrundtiefer Sozialferne" wäre hier absolut erforderlich. Mal schaun, wenn Du nicht Deine "AAG"-Partei (AntiArbeitGeberPartei) gründest, dann gründe ich die SfMS-Partei. Du hättest 2 Wähler sicher, Dich eingeschlossen. Ich vermute, bei mir wären es ein paar mehr...
Gast
#3133960
Michael S. schrieb im Beitrag #3133881: > Ne ehrlich, weil die Systeme mittlerweile so komplex geworden sind > das man mit ein bisschen Eagle nicht mehr weit kommt. Bei diversen KMUs ist Eagle Standard. Und kennt man den einen, fällt der Einstieg bei einem anderen auch nicht schwere. Michael S. schrieb im Beitrag #3133881: > Als Straßenkehrer? Wenns dir Spaß macht deine Zeit zu verplempern? Wenn das Geld passt, warum denn nicht? Nee, ehrlich gesagt: es werden Ingenieure von Mittelständlern gesucht. Michael S. schrieb im Beitrag #3133881: > Du kopierst noch Zeugnisse und verschickst Mappen? Bist du Rückständig. > Mach dich mal mit Online-Bewerbungen vertraut. Das kostet nix. Brauch ich nicht, ich habe einen Job. Und den habe ich - ob du es glaubst oder nicht - per Online-Verfahren bekommen. Der Hinweis bzgl. Staples galt eher dem Wert gewisser Zeugnisse und Zertifikate anderer. Michael S. schrieb im Beitrag #3133881: > Kommt das Alter zur Sprache oder eine Auszeit. Na, wie wird dann > entschieden? Da hast du dann nicht mal die Chance mit deinen Qualitäten > zu prahlen. Meinst du, ich wurde nicht gefragt, was ich während meiner Arbeitslosigkeit getan hätte? Es gibt da Sachen, die selbstverständlich während dieser Zeit sind: Sich eine Arbeit zu suchen und Bewerbungen schreiben. Manche können aber die Frage mit weiteren Tätigkeiten wie eigenverantwortlicher Fortbildung oder Kleingewerbetätigkeiten beantworten. > Du bist raus. Mit Anfang 40 wird es auch langsam bemerkbar werden. In dem Alter sollte man sich doch schon spezielle Fähigkeiten angeeignet haben und vor allem Interesse daran haben, auch mal was anderes zu machen. Ich kenne diverse Ingenieure, die inzwischen nur noch kaufmännische Sachen machen, wobei der technische Hintergrund da sehr praktisch ist. Ich habe mich auch längere Zeit mit Händen und Füßen gegen eine Projektleitertätigkeit gewehrt - inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass das mit zum Job gehört. Als reiner Entwickler ist man wirklich schnell raus, vor allem ohne Spezialkenntnisse (ich wiederhole mich - das tun andere hier aber auch). > Nur das bei diesem Hick-Hack der Entleiher alle Trümpfe in der Hand hat. Was ist da der Unterschied zu einem "richtigen" Arbeitgeber? Michael S. schrieb im Beitrag #3133881: > Oberflächlichkeiten, weil du sicher nicht alle Details kennst. Woher willst du das wissen? Die Jobs sind überwiegend in der gleichen Bildungsklasse, als Hochschulabschluss o.dergl. > Einen Job für Lau zu bekommen kostet ein paar Telefonate. Einen > interessanten gut bezahlten Job in Wohnnähe der auch Spaß macht > ist eine ganz andere Kategorie und mit vielen hohen Hürden verbunden. Ja, die Hürden, die man selber aufstellt. Man kann auch in einem anderen Berufszweig sein Glück finden. Ich vermute mal, dass du einen Pflegefall zu bertreuen hast, weswegen du so reiseunwillig bist. In diesem Fall kann ich deine Haltung sogar verstehen - aber sonst aus keinem anderen Grund. [OT] Sollte sich ab jetzt "Mittäter bei Threadentfüghrungen" nennen. [/OT] Um mal wieder was zum Thema zu sagen: Etablierte Verleihunternehmen wie Ferchau und Brunel sind so als Personalabteilung Arbeisbeschaffer völlig i.O.. Wenn man als Absolvent was erleben will (ja, man kann auch negatives erleben), sind das genau die richtigen Adresse, wenn man reiselustig und ungebunden ist.
Gast
#3133966
Ich schrieb: > Raus zum Kunden müssen viele, selbst wenn die weder im Vertrieb oder > Kundendienst noch im Service arbeiten. Michael hat im Service wohl schlechte Erfahrungen. Meine eigenen Erfahrungen im Service sind wiederum gut, ich machte das ja viele Jahre, und kannte überhaupt gar keine Innendienstjobs. Das kann mal absolut positiv oder negativ sein, es kommt da stark auf die Firma an, wie sowas bis an die äußersten Grenzen (über)strapaziert wird oder auch nicht. Auch steckte er seinen Aktionsradius auf 30km ab. Irgendwo muß man seine Grenzen stecken, und dann nicht auf einmal bei 45km beginnen. Sonst landen wir nach drei Beiträgen hier bei der Frage: Warum keine 1400km Entfernung, ist doch nicht viel anders als 700km? Hier im Forum, garantiert! Die Außendienstler in einer letzten Firma suchten sich den Job Außendienst und die Woche über weg sogar mit Absicht. ABER nur, weil es dafür reichlich Kohle gab, Auslösung, und Firmenwagen. Und nicht für ewig, nur mal 3-4 Jahre im jungen Alter unter 30. Sowas für lau, ja da schaut man schon ganz schön dumm!
Gast
#3133972
Wilhelm Ferkes schrieb: > Auch steckte er seinen Aktionsradius auf 30km ab. Keine Ahnung wie hart die 30km Grenze ist, ob nicht auch 40km OK sein könnten, oder 1 Stunde fahrt - 1 Strecke -... Max. 30km ist für einen höher qualifizierten Job recht wenig. Wenn der Traumjob, gut bezahlt, Innendienst 35km entfert ist, Pech gehabt. Da ist man bei allen Dienstleistern eh völlig falsch.
Gast
#3134059
> Den hat er doch schon:"Berufshartzer" und der ist keine 5m von ihm > entfernt. Ja genau. Wie schon öfter hier beschrieben, versuchte ich es ja auch eine Weile quer durch Deutschland. Es blieb nur bei Fahrten, gab leider nirgends einen Kunden, oder gar einen Arbeitsvertrag. Oder das Angebot war dermaßen prekär, daß man damit in Schulden gerät. Die berühmten 25k€ Jahresbrutto all inclusive Reisen mit Zweitunterkunft im preisgünstigen München beispielsweise, und zwar Entwicklertätigkeit über Verleiher. Es handelte sich hier nicht um einen Halbtagsjob, sondern Entwicklung bei einem ganz Großen. Dann sollten da wahrscheinlich auch noch brauchbare Produkte und Arbeitsleistung bei heraus kommen? Für diesen Input? Sowas braucht kein Mensch.
Gast
#3134218
Theo M. schrieb im Beitrag #3134161: > Na und ??? Du kannst durch Hartz 4 dein Gehalt aufstocken, oder hast Du > das auch vergessen ? Wo ist denn das Problem? Das Problem besteht darin, daß von Aufstockergeld auch keine heimische Mietwohnung plus Zweitunterkunft plus Reisen finanzierbar sind, wenn weder Dienstleister noch Amt was davon wissen wollen. Man stockt ja nur auf Existenzminimum auf, drüber ist man kein Aufstocker mehr. OK, es gibt noch 260€ monatlich Reise- und Unterkunftszuschuß vom Amt, aber nur auf 6 Monate begrenzt. Auch einen Tropfen auf den heißen Stein. Vor allem: Das zahlt der Steuerzahler aus dem Steuertopf!!! Wie den Hartzer. Da scheint dann niemand zu meckern, oder? Bei einem Dienstleister ist es ja unbedingt nötig, die heimische Mietwohnung behalten zu müssen. Sonst befindet man sich schon auf dem Schleudersitz, bevor man es überhaupt ahnt. Und 25k€ für Entwickler in München? Hallo, lach mal! Da hole ich hier vor der Haustür was kloputzmäßiges an, und habe mehr davon!!! Letzteres ist aber auch total überlaufen, von 20-jährigen Schulabbrechern. Da ist die Chance mit Ü50 deshalb auch gering. Aber es glaubt doch niemand wirklich im Ernst, daß man so auf diese Art als Entwickler gute Produkte erstellt und Leistung bringt? Die innere Kündigung ist doch schon da, bevor man überhaupt irgendwo angefangen hat. Meine Zeiten als Praktikant mit Praktikantengehältern sind auch längst vorbei. Theo M. schrieb im Beitrag #3134161: > Das ist der Grund, weil ich in diesem Forum nicht mehr aktiv > bin !!! Na dann verschwinde, was suchst du dann noch hier? Oder gib technischen Rat in den anderen Forenbereichen, das mache ich hauptsächlich auch. Als Hartzer habe ich die letzten Tage Bausteine und Arbeit im Bereich von 100€ einfach verschenkt. Obwohl Kostenerstattung angeboten wurde. Ein Forenuser freute sich riesig, daß sein Gerät wieder funktioniert. Das geht auch mal. Wir sind nicht immer hypergierig. Nur, wo es um Geschäft mit uns als billige Ware geht.
Gast
#3134267
Michael S. schrieb im Beitrag #3134258:
> Keine Steuern zahlen zu müssen, ist aber auch ein gutes Ruhekissen.
Na, wir bezahlen immerhin noch Mehrwertsteuer, und auch sonstige
Verbrauchssteuern. Damit kommt ja ein guter Teil von 20% plus X wieder
rein.
Ich ruhe nicht gerne auf dem Ruhekissen, aber wenn es die Situation eben
erfordert?
Es wäre ja genug Arbeit für alle da, wenn man die einen nicht bis zur
Oberkante Unterlippe überfüllt, und die anderen nach Hause schickt,
beides um Gewinn zu maximieren. Zivilisationsfortschritt nenne ich das
jedenfalls nicht.
Gast
#3135331
Heiner schrieb im Beitrag #3135308: > ja hammer hück schon wieder Ferkes ? ^^ Nää. Hück hammer Kasperle-Theater. Aber mit Pappnasenkaspern. Konkret wahrscheinlich eher nur einem, der laufend die Figur wechselt, wie im Theater. Michael S. schrieb im Beitrag #3135305: > Schon gehört? Die Bundesagentur will LZAs (ü2J arbeitslos) für > drei Jahre den vollen Lohn bei Einstellung bezahlen ohne > Altersbeschränkung. Das wär doch mal was. Aber es scheint nur eine kleine Erweiterung gegenüber der bisherigen Regelung zu sein, alleine die Bezuschussungshöchstdauer von bislang maximal drei Jahren fällt weg. Leider zahlt diese Subventionierung auch wieder nur der Steuerzahler, die armen Unternehmen sind ja nicht in der Lage dazu. Die hätten gerne nur Arbeitsleistung ohne Gegenleistung. Mal sehen, ich habe in einigen Tagen Einladung. Aber keine Ahnung, was sie da wollen, vielleicht auch das Amtsarztergebnis besprechen, auf jeden Fall sicherlich eine neue EGV. > Müssen die verzweifelt sein Die Sachbearbeiter vom Amt haben es auch nicht leicht. Ich hatte kürzlich nebenläufig eine kleine Diskussion mit einer Ärztin, die eine Sachbearbeiterin wegen Burnout im Programm hat. Die haben da auch nur gehörig Erfolgsdruck, und denen muß es nicht unbedingt besser gehen, als der Kundschaft. Ich habe nämlich einen neuen Sachbearbeiter beim Amt. Nichts besonderes, das kam schon oft vor.
Gast
#3135501
Heiner schrieb im Beitrag #3135459: > ok aber keine Angst, was will ich schon in der Eifel, höchstens mal > Urlaub machen. Dann fahr wenigstens mal nach Leiwen oder Klüsserath, Trittenheim, Bernkastel wirklich sehr schön, wegen gutem Wein. Cochem weiter im Osten Richtung Koblenz ist auch gut, immer noch gutes Weinbaugebiet, da war ich beim Militär. Du kennst ja anscheinend gute Sorten. Mosel. Speisen kann man da in Ausflugslokalen und Gastbetrieben auch immer vorzüglich, wurde noch nie enttäuscht. Ich habe da zu niemandem Kontakt, und profitiere nicht. Bestenfalls nimmst du Trier direkt, und buchst noch eine Weinkellerführung mit dazu. Letzteres lohnt sich, machte ich auch schon. Die alten mittelalterlichen kirchlichen Weingüter mit riesigen besten Fässern, als Normalbürger bekommt man das nicht zu sehen. Für Eifeler Spezialitäten habe ich gerade ein Kochbuch, was von Landfrauen aus der Gegend zu einer Jubiläumsfeier eines Nachbarortes erstellt wurde. Das werde ich jetzt in Angriff nehmen, hat deftiges Zeug wie Sonntagsbraten nach regionaler Art, im Buchhandel gibts das nicht. Also wie die schwäbischen Maultaschen, was regionales, die ich sogar auch liebe. > Höchstens Luxemburg wäre > für mich interessant. Fahr mal hin. Man spricht da in einem Bereich 10-20km um die deutsche Grenze herum sogar deutsch. Laut Schulunterricht können die im ganzen Land Deutsch, aber das ist ungefähr so, wie Deutsche zu 100% Englisch sprechen sollten. Das Land ist mal ganz was anderes. Wasserbillig, Echternach, Vianden, sehr schöne Städtchen im französischen Stil. Proviant kannst du auch noch mit nach Hause nehmen, damit es sich lohnt. Wenigstens Sprit voll tanken, ist noch mehr als 20Ct. bis zu 30Ct. günstiger als in D. Nochmal Süden, Heiner: Es wurde einfach immer nichts, Absagen. Mehr nicht. Ich könnte mittlerweile schon wenigstens 3 Jahre in Stuttgart oder München leben, wenn eine Zusage geklappt hätte. Dann wäre ich ja im Süden. Und ja, zu diesen Zwecken war ich ja mal im Süden, zu Vorstellungsgesprächen, um deine Frage jetzt endlich zu beantworten, ob ich mal im Süden war.
Gast
#3135611
Heiner schrieb im Beitrag #3135596: > Aber Luxemburg wäre für dich auch nichts zum arbeiten ? du sagtest ja > mal dass Du selbst als Ungelernter da nicht schlecht verdienen würdest. Für höher qualifizierte Stellen wie Informatiker oder Ingenieur ist fließendes Französisch angesagt. Sonst nimmt man dort auch niemanden mehr. Ungelernt, na da haben die im eigenen Land genug zu tun, denn die Arbeitslosenzahlen steigen auch dort. Ich fragte bspw. mal in Tankshops. Da braucht man aber auch alle 5 Jahre mal wieder eine einzelne Aushilfe. Aldi Süd hat gerade wieder einen Zettel für Reinigungskräfte von einem externen Gebäudereinigungsunternehmen an der Tür hängen. Mal sieht man dort Leute mit dem Bodenreiniger im Laden herum laufen, oder die Gefrierschränke abwischen, dann aber lange wieder keine. Was ist dort los?
christian schrieb: > hätte mal ne Frage bzgl.der Firma Ferchau Engineering. Was zu dieser Frage zu sagen war wurde gesagt!