EMV-Burstprüfung - Schaltungstechnik dazu?

Gast #861234
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Um vorneweg allen Mißverständnissen vorzubeugen: Ich bin nach 30 Jahren 
Berufspraxis ausreichend erfahren, um auch mit Hochspannung umgehen zu 
können. Sollte es mich trotzdem erwischen, werden meine Mitarbeiter hier 
einen stilvollen Nachruf veröffentlichen.

Zum Problem: Zur Überprüfung derStörfestigkeit (EN 61000-6-2) ist die 
Burstprüfung mit Hochspannungsimpulsfolgen auf den 
Stromversorgungszuleitungen vorgesehen. Bevor ich meine Geräte ins 
EMV-Labor schaffe, will ich aber vorher eine Precompliance-Prüfung 
machen.
Die derzeit angebotenen Geräte sind mir schlichtweg zu teuer. Der Test 
soll aber möglichst nahe an den Vorschriften liegen. Deshalb sind die 
bekannten Tests (Relais/Schütz in Selbstmordschaltung usw.) nicht 
anwendbar.

Deshalb meine Frage: weiß jemand, wie es schaltungstechisch 
üblicherweise in kommerziellen Geräten gelöst wird (Hochspannungsseite)?

Gruß - Bernd
Gast #861247
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Die Burstpruefung ist im Wesentlichen eine Entladung eines 10pF (oder 
so) Kondensators mit 4kV (oder so) drauf auf ein Kabel zum Geraet gegen 
Erde. Die Gegenmassnahme ist ein 10nF Kondensator von jedem Pin des 
Geraetes gegen Erde.
Gast #862365
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Bei tieferem Eindringen in die Materie stellt man fest, dass ein Impuls 
mit
etwa 4 kV Amplitude und einer Anstiegszeit von max 5 ns (Nano!!!) 
erzeugt werden muß. Die Durchschaltung passiert laut Forderungen der 
Norm mit Halbleiterschaltern.
Dieses Problem meinte ich. Auch wenn mehrere Schalter zur Erhöhung der 
Sperrspannung hintereinander gehäkelt werden, sind ja die 5 ns immer 
noch ein gewaltiges Problem.
Welches Bauelement nimmt man da? Mosfet?
Gast #862527
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An dieser Stelle:

S1 OFF S2 ON  C auf TESTGERÄT entladen

S2 muß im Aus-Zustand die volle Prüfspannung halten können und dann in 5 
ns zum Testobjekt durchschalten.
Das ist meine Unklarheit...
Gast #862567
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Dort ist das Gerät beschrieben (falls Du es noch nicht kennst):

http://www.imst.de/itg9_1/vortraege/oktober2003/Abstract/P%20Spaeth%20Burst.pdf


Du kannst für eigene Test durchaus einen nicht Halbleiterschalter 
benutzen. Die neuen Geräte machen das natürlich nicht mehr.
FETs habe ich bisher nur im max. 1.5KV Bereich (40nS) gesehen.

Du solltest mal nach "avalanche transistor" suchen.
Gast #862576
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Danke, kannte ich bereits. Ich wollte einigermaßen normenkonform bleiben 
und die Sache gleich richtig angehen.

Avalanche transistor hört sich schon mal gut an. Mal sehen, was die 
Industrie so bietet.
Gast #862633
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Marx-Generator ist nicht gut, weil er mit Funkenstrecken geht, und genau 
das schließt die Neufassung des Standards aus.

Zetex hat welche, aber ob die den Strom halten, wird wohl bloß der 
Versuch erbringen, Kaskadenschaltung aus n Stück schon vorausgesetzt.
Die Dinger sehen mir ein wenig spillerig aus.
Gast #1338162
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Hallo,

ich verstehe dein Vorhaben, deine Schaltung vorab einmal zu testen, um 
ggf. vor der eigendlichen Prüfung im EMV-Labor Nachbesserungen 
durchzuführen bzw. das Systemverhalten auf Burst einmal zu beobachten.
Was ich aber nicht verstehe ist, dass Du tatsächlich mit dem Gedanken 
spielst etwas "ähnliches" aufzubauen und damit zu testen. Was 
versprichst du dir davon ? Willst du später bei einer nicht bestandenen 
EMV-Prüfung damit argumentieren, dass es mit deinem Selbstbaugenerator 
aber doch geklappt hat !

Wenn der Kauf eines Neu-Gerätes zu teuer ist (warum auch immer für eine 
Firma) dann sollte mal über ein Leihgerät nachgedacht werden. 
Schließlich kostet die eigendliche EMV-Prüfung auch Geld und mit deinem 
Vorhaben wirst du kein bischen sicherer zu dieser Prüfung gehen.

Spare nicht an der falschen Ecke, auch der Aufbau/Inbetriebnahme der 
Lösung würde Zeit und Geld kosten, d.h. sie wäre nicht kostenlos aber 
u.U. Umsonst (=>nutzlos)

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