Deemphasis bei Audio-DAC

Gast #2521518
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,

ich möchte meinen Mikrocontrollersystem mit Audio-Ausgabe ausstatten. 
Dazu verwende ich den DAC in einem WM8731. Beim Setzen der Register bin 
ich auf die DAC-Deemphasis gestossen. Diesen Begriff kannte ich bisher 
nur aus der Analogtechnik (FM oder RIAA); dort dient dieses Verfahren 
der Rauschunterdrückung bei hohen Frequenzen. Wird bei digitalen 
Aufnahmen, wie CD oder PCM-Files auch eine Pre-Emphasis verwendet? Und 
wie muss ich dann die De-Emphasis bei der Wiedergabe eintsllen. Mein DAC 
bietet 4 Möglichkeiten: 32kHz, 44.1kHz, 48kHz und keine De-Emphasis. Was 
bedeuten die Frequenzen? Als Eckfrequenzen für das Filter sind sie ja 
viel zu hoch. Die Filterkurven unterscheiden sich ohnehin nur marginal. 
Leider schweigt sich das Datenblatt darüber aus.

Beste Grüße
Mike
Angehängte Dateien:
#2521646
Lesenswert?
• ▲
▼
Benjamin F. schrieb:
>> Wird bei digitalen
>> Aufnahmen, wie CD oder PCM-Files auch eine Pre-Emphasis verwendet?
>
> Nein. weder bei CD noch bei DVDA oder SACD.

Doch, Emphasis kommt aus der Anfangszeit der CD, als die Wandler noch 
nicht so doll waren.
Die Höhen werden aufnahmeseitig angehoben, bei der Wiedergabe müssen sie 
spiegelbildlich abgesenkt werden.
Das wurde besonders bei Japan-CDs, bei hochwertigen Aufnahmen gern 
verwendet. Ich habe selbst auch CDs, die so aufgenommen sind (vom Label 
Sheffield).

Über S/PDIF wird das auch signalisiert, ein Audio-DAC sollte das dann 
erkennen können. Wenn nicht, hört es sich recht "spitz" an.

Jörg
#2521667
Lesenswert?
• ▲
▼
Angeblich sollen sich dadurch 8 Bit Wandler so gut angehört haben wie 
gute analoge Bänder. Das kann also bei Deinem Mikrocontroller durchaus 
bessere Qualität bringen, wenn Du beispielsweise nur eine niedrige 
Wortbreite hast.

Bei 16 Bit Wandlern braucht man das aber nicht, die rauschen nicht mehr 
hörbar.
Gast #2521738
Lesenswert?
• ▲
▼
>> Das kann also bei Deinem Mikrocontroller durchaus
>> bessere Qualität bringen, wenn Du beispielsweise nur eine niedrige
>> Wortbreite hast.

Nun, 2x16 bit ist schon die minimale vom DAC untertützte Wortbreite. Ich 
möchte eigentlich vor allem Sprache und einige Musik-Jingles mit etwa 
Analog-FM Radioqualität ausgeben. Mehr gibt der angeschlossene 
"Brüllwürfel" ohnehin nicht her. 32kHz bei 16 bit sollten dafür locker 
reichen, bei Sprache vielleicht auch 8kHz. Allerdings habe ich 
festgestellt, dass das "Umsampeln" von 44.1 auf 32 oder 8kHz 16bit 
mittels Windows Audiorecorder starke Störgeräusche hinzufügt. Ich würde 
es als ein "Zischeln" bei hohen Konsonanten beschreiben. Es hört sich 
ähnlich an wie mit 8bit aufgenommen. Liegt das am Audiorecorder oder ist 
das ein grundsätzliches Problem? Ich hätte beim Umsampeln auf eine 
niedrigere Frequenz bei gleicher Bitauflösung allenfalls einen etwas 
dumpferen Klang erwartet, nicht eine Verschlechterung des 
Signal/Rauschverhältnisses. Gibt es bessere Programme (möglichst 
Freeware) als den Windows-Recorder?
#2521878
Lesenswert?
• ▲
▼
Nimm Sox, das ist einfach zu bedienen. Wenn Du wirklich 8 Bit hernimmst, 
implementiere die De-Emphase vielleicht, eventuell auch in Software da 
der wandler das ja kann.

Was Du als Störung meinst sind vielleicht Aliasing Effekte.

Ach ja, wenn Du das in Software machen willst, speichere einfach die 
Unterschiede zwischen den Abtastwerten ab.

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.