Moin,
A. S. schrieb:
> könnt ihr mal einen Blick auf meinen Schaltplan werfen? Mein Plan war,
> die KSQ ohne einen zusätzlichen Transistor (mit zusätzlichem
> Spannungsabfall) schaltbar zu machen, indem ich den Basisstrom von Q1 in
> den Mikrocontroller fließen lasse, sobald die KSQ aktiviert sein soll.
Klar, das ist Standard. Kein Grund da noch einen weiteren Transistor zu
ver(sch)wenden.
> Wenn ihr meint, die Schaltung ist so ok, geht es an die Auslegung der
> Bauteile. R1 wähle ich 22 Ohm, um mit den 0.7V der BE-Spannung von Q2,
> die parallel liegen gut 30mA zu erzeugen. Soweit klar. Für 45mA wähle
> ich stattdessen 15 Ohm. Beides ist laut Datenblatt für die LED okay, da
> ich ja einen duty cycle von 25% habe.
> Allerdings kann bei 0°C die LED-Spannung für 45mA noch eine Hausnummer
> größer werden, und da hätte ich bei den Fertigungstoleranzen Bedenken,
> es so weit an die Grenze zu treiben.
Unabhängig davon, für welchen Strom du R1 dimensionierst: wenn die
Spannung ausgeht, dann passiert nichts schlimmes. Zumindest nichts
schlimmeres, als daß weniger Strom fließt und die LED dann dunkler
leuchtet.
Die KSQ selber braucht mindestens die U_be des oberen Transistors plus
U_cesat des unteren (also der, der den Strom der LED schaltet). Für
besonders niedrige Spannung würde man für den zweiten Transistor also
einen Typ mit besonders niedriger Sättigungsspannung nehmen. Der BC857
ist kein ausgesprochenes U_cesat Wunder, aber wenn ihn ordenlich
übersteuert (I_c:I_b = 20:1) dann kommt er laut Datenblatt immerhin auf
ca. 300mV, über alles also knapp 1V für die KSQ. R2=1K ist insofern
tatsächlich die bessere Wahl.
Das Datenblatt deines Zeilentreibers habe ich jetzt nicht nachgesehen.
Aber das grundlegende Auswahlkriterium war dir vermutlich klar:
möglichst wenig R_dson bei Ansteuerung mit 5V. Wieviel Spannung an
dieser Stelle maximal verloren geht, kannst du dir ebenfalls einfach
selber ausrechnen.
> Das Auge soll keine Helligkeitsunterschiede wahrnehmen können!
Das wird schwer auf das jeweilige Auge ankommen. Generell ist das
menschliche Auge gar nicht fähig, eine absolute Helligkeit wahrzunehmen.
Bei Helligkeitsunterschieden ist das etwas anderes. Aber wenn du sehr
viele solcher Boards aufbaust, hast du ja entsprechend viele LED und
kannst die vorher auf Flußspannung ausmessen. Wenn du dann pro Board
jeweils gut zueinander passende Exemplare verwendest, hast du schon mal
gute Karten. Zwischen den Boards sollte der Abstand dann wieder groß
genug sein, um kleine Schwankungen unsichtbar werden zu lassen.
Um mal eine Hausnummer zu nennen: bei LED-Displays der Consumerklasse
wird ein "matching factor" von 0.5 .. 0.8 zwischen den Segmenten
angegeben. Das ist das Verhältnis des dunkelsten und hellsten Segments.
Und das ist unter Normalbedingungen kaum sichtbar.
XL