Ansteuerschaltung Thyristor und Triac

Gast #6471518
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Hallo,

In Lehrbüchern wird häufig die Einfachheit von Thyristor/Triac Schaltern 
im Vergleich zu MOSFET und IGBT angepriesen. Ich habe hierzu bei 
verschiedenen Hersteller nach passenden Treibern/App-Notes zu suchen. 
Leider bin ich nicht fündig geworden.

Hat jemand eine gute Quelle für die richtige Dimensionierung und 
Schaltung von Ansteuerschaltung für Thyristoren und Triac? Wie würde das 
im professionellen Bereich ausgehen?

Danke, Fred
#6471523
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wie wäre es mal mit ein paar Randdaten so wie Zweck des Ganzen, 
Spannung, Strom, Schaltfrequenz und so?

Wenns per µC gehen soll, nimmt man einen Optotriac (nur zur 
Ansteuerung), ein paar Widerstände und fertig. Schaltungsvorschläge kann 
man meist aus dem Datenblatt übernehmen.
Gast #6471531
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Fred schrieb:
> für die richtige Dimensionierung und Schaltung von Ansteuerschaltung für
> Thyristoren und Triac?

Im Datenblatt steht der mindestens notwendige Gate-Strom und der 
Spannungsabfall der gegenüber A1 dabei entstehen darf.

Das einzige was man beachten sollte, ist der dritte Quadrant, A2 negativ 
und G positiv gegenüber A1, manche TRIACs zünden da schlechter, andere 
gar nicht, er ist also zu meiden.

Damit hast du doch alles. Ob z.B. dein uC das nun schafft, oder ob du 
einen externen Transistor brauchst, oder mehrere Ausgangspins parallel 
schaltest, ist dann doch deine Entscheidung.

Nutzt du Optokoppler wie MOC30xx, dann steht im Datenblatt die 
Ansteuerschaltung passend zur Netzspannung.
Gast #6471555
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Fred schrieb:
> In Lehrbüchern wird häufig die Einfachheit von Thyristor/Triac Schaltern
> im Vergleich zu MOSFET und IGBT angepriesen.

Beachte dabei, dass T* nur an Wechselstrom Sinn machen. Das Bauteil wird 
'gezündet' und geht bei unterschreitung des Haltestroms von selbst aus. 
Klassische T* lassen sich an Gleichstrom nicht abschalten wie man es vom 
Transistor kennt.

MaWin schrieb:
> Im Datenblatt steht der mindestens notwendige Gate-Strom und der
> Spannungsabfall der gegenüber A1 dabei entstehen darf.

Die Bastelerfahrung sagt, dass man ein Triac zügig kaputt bekommt, wenn 
man den notwendigen Gatestrom nicht bringt und das Ding schief zündet.

> Das einzige was man beachten sollte, ist der dritte Quadrant, A2 negativ
> und G positiv gegenüber A1, manche TRIACs zünden da schlechter, andere
> gar nicht, er ist also zu meiden.

Es fällt mir noch immer sehr schwer, diese Quadranten zu begreifen - und 
vermutlich nicht nur mir.

> Nutzt du Optokoppler wie MOC30xx, dann steht im Datenblatt die
> Ansteuerschaltung passend zur Netzspannung.

Das hat sich hier bewährt, MOC3083 kosten wenig und erledigen die 
Ansteuerung als Nullspannungsschalter klaglos.
#6471564
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Mit den Quadranten ist es gar nicht so schwer :-)
Und problematisch ist nicht der dritte, sondern der vierte Quadrant 
(Hauptstrecke negativ, Zündstrom positiv), viele Triacs sind da unwillig 
und selbst ausgewiesene 4-Quadrantentriacs sind immer noch 
unsymmetrisch. Es gibt aber i.a. gar keinen Grund Q4 zu nutzen.
Normalerweise benutzt man nur I und III (Hauptstrecke und Gatestrom 
gleiche Richtung) oder II und III (Gatestrom negativ).
Gast #6471593
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Manfred schrieb:
> Beachte dabei, dass T* nur an Wechselstrom Sinn machen. Das Bauteil wird
> 'gezündet' und geht bei unterschreitung des Haltestroms von selbst aus.
> Klassische T* lassen sich an Gleichstrom nicht abschalten wie man es vom
> Transistor kennt.

Vor allem den ersten Satz kann man so nicht stehenlassen. Zu pauschal. 
Millionen von Fernsehchassis mit Thyristoren gab es, Stichwort 
Kommutierungsdrossel.

"Gate Turn Off"=GTO gab es, eben am Gate ausschaltbare.

Fotoblitzgeräte gab es zu Millionen, mit Quenchröhre und 2. Thyristor 
(an Gleichspannung).

Aber, es gab wohl auch Millionen von "Dimmern", Glühlampe, Wohnzimmer, 
"früher", Wechselspannung. Dort bestechend einfache Schaltungstechnik - 
vom Aufwand her gesehen. Suchbegriffe: Phasenanschnitt-Dimmer, RC-Diac 
Zündschaltung

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