Alte 2000Ohm Kopfhöhrer (Blechmembran) Verständnisfrage

OP #7337916
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Hallo, wollte demnächst mal ein Audion bauen "Stielecht" mit 2000 Ohm kopfhörer. Habe dazu aber eine Verständnisfrage: Wenn ich so ein Teil Kaufe mit 2x 2000Ohm, hat da jede Ohrmuschel 4000Ohm, parallelgeschaltet dann 2000, oder jede Ohrmuschel 1000Ohm , in Reihe dann 2000?

Auf was muss ich beim Kauf achten

Gruß Ralf

Gast #7337989
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Also mein Kopfhörer hatte 2kΩ Anschlusswert.

Da diese Kopfhörer keine Stereokopfhörer sind, wird der Wert nicht in 2 Ohren aufgeteilt, der Anschlusswert wird benannt.

Mein Hörer hatte auf jedem Ohr 1kΩ, die Spulen waren somit in Reihe geschaltet.

#7337999
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So kenne ich das auch, 2 x 1000 Ohm. Bei gut konstruierten alten Kopfhörern kann man auch den Membranabstand über das äußere Feingewinde einstellen und mit einem Gewindering sichern. Es lohnt sich auch, die Magnetkerne neu aufzumagnetisieren, das steigert die Empfindlichkeit. Zweckmäßig mit einem Joch, das aus einem alten Spaltpolmotor (mit einseitiger Wicklung) zurechtgesägt/gefeilt wird.

#7338092
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Phasenschieber S. schrieb:

der Anschlusswert wird benannt.

Genau.

Stereo = jede Seite hat 2000 Ohm Mono muss dann zusammen 2000 Ohm haben.

Entweder sind im Mono Fall zwei 4000er parallel oder zwei 1000er in Reihe.

Was du am Anschlussstecker messen kanst zählt. Die höhere Impedanz bei 1kHz kannst Du dafür mal ausser Acht lassen. Kommt DC mässig trotzdem nahe an die Impedanz Angabe ran.

Gast #7338130
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Stefan M. schrieb:

Entweder sind im Mono Fall zwei 4000er parallel oder zwei 1000er in Reihe.

Diese alten Kopfhörer waren auf größtmögliche Empfindlichkeit ausgelegt, d.h. damit hat man Detektorempfang betreiben können, ganz ohne Verstärkung, weshalb eine Parallelschaltung nicht in Frage kam. Die Spulen waren in Serie geschaltet.

Werner H. schrieb:

Bei gut konstruierten alten Kopfhörern kann man auch den Membranabstand über das äußere Feingewinde einstellen und mit einem Gewindering sichern.

Yep, aus oben genanntem Grund. Damit konnte man Flöhe husten hören ;-)

Es gab aber auch so ähnliche "Fernmelde-Kopfhörer", die sahen ganz ähnlich aus, waren aber nicht so empfindlich.

Das sollte man beim Kauf beachten.

#7338145
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Für den Detektoremfang habe ich mir sog. "Sound powered" Kapseln besorgt (Rocking Armatures). War nur über einen britischen Ebay Händler zu bekommen. Von diesen Teilen liest man in fast jeder englischsprachigen Website, aber leider gibt es hierzulande mal wieder keinen Händler für sowas. Die Teile sind super, aber der Ausgangsübertrager von Reinhöfer in Kombi mit einem 600 Ohm dynamischen Kopfhörer (Beyerdynamic DT990) ist besser.

https://www.roehrentechnik.de/html/53_48.html

Macht aus jeden Fall Spass, das "Letzte" an Audioempfindlichkeit rauszuholen.

Übrigens ist ein guter Test für sehr hochohmige Hörer dieser: Einfach nur das "heiße" Ende am Stecker anfassen. Den zweiten Pol (Masse) nicht berühren. Dann gut Isoliert auf dem Stuhl sitzen (Füße vom Boden weg). Die Brummeinstreuung von umgebenden Stromleitungen recht dann, um deutlich was zu hören (!)

Gast #7338174
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Keine Ahnung, ob der Hinweis hilft, ich selber benutze entweder Kristallohrhörer oder die "Hörmuscheln" bzw. Hörkapseln aus alten Wählscheibentelefonen, je zwei in Reihe für einen Kopfhörer. Meine Hörkapseln liegen parallel bei ca. 1500 Ohm. Die Empfindlichkeit bzw. der Wirkungsgrad ist auf jeden Fall super. Weiß nur nicht, ob es da noch Quellen gibt.

Gast #7338235
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kai schrieb:

"Hörmuscheln" bzw. Hörkapseln aus alten Wählscheibentelefonen

Dynamische Hörkapseln waren damals sehr beliebt als Mikrophone für AM-Funkgeräte.

Die gaben nah besprochen sehr hohe Pegel ab, jedoch so gut wie garnichts aus der Umgebung, zusätzlich waren sie im Frequenzgang ideal für Funkanwendungen.

#7338242
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Die Spulen waren immer hintereinandergeschaltet, also 4 Kiloohm.

Wenn es Du mit Deinen Hörer wirklich gut meinst, schließt Du ihn gleichstromfrei an, also nicht direkt in die Anodenleitung schalten, sondern Anodenwiderstand vorsehen und den Hörer kapazitiv über 0,1 oder 0,5 yf Wickelkondensator ankoppeln.

Das wird der Hörer Dir dann durch höhere Empfindlichkeit und längere Haltbarkeit danken.

mfg

#7338847
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Stefan M. schrieb:

Lotta  . schrieb:

also nicht direkt in die Anodenleitung schalten, sondern Anodenwiderstand vorsehen

Es geht hier eher um Detektorempfänger.

Hey, mit ner Tunneldiode könnte man sogar ein "Detektor-Audion" bauen... :-O

Ein Audion ist erst mit ner Röhre echt. Hat da eigendlich ne Regelröhre Vor oder Nachteile? Hätte man da sowas wie ne "Schwundregelung"?

mfg

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