Guten Abend,
nachdem ich die Tage meine letzten Klausurergebnisse bekommen habe, stellte ich nach einer kleinen Excel Tabelle schnell fest dass sich mein Schnitt am Ende relativ sicher bei 2,1 befinden wird. Ob ich jetzt eine 1,0 oder 2,0 in der Bachelorarbeit habe macht hierbei nichts aus, erst ab einer 2,3 würde ich auf die Endnote 2,2 abrutschen.
Hatte eigentlich immer das Ziel einen 1, Bachelor zu absolvieren was nun rein rechnerisch leider schon nicht mehr möglich ist.
Welchen Schnitt würdet ihr als "noch akzeptabel" einordnen? Gehört 2,1 hier noch dazu oder sollte es schon der 1, Abschluss sein?
Und wie relevant ist die Bachelornote wenn ich einen Master im Anschluss mache?
@ A. S. - ja die Note steht bei modernen Zeugnissen mit Nachkommastelle auf dem Zeugnis
@ Bald fertig - Schonmal überlegt, dass diese Plattform nicht die geeignete ist um dir eine Antwort auf deine Frage zu liefern?
Und zum Thema, ist die Bachelornote noch relevant wenn die Masternote besser ist? Die Antwort ist "Ja".
Bachelor soll dir Grundlagen in die Breite geben, Master eine Vertiefung. Und nun denke in diesem Kontext über den Begriff "Fachidiot" nach.
Welchen Schnitt würdet ihr als "noch akzeptabel" einordnen?
Du hast dir die Frage bereits selbst beantwortet. „Hatte eigentlich immer das Ziel einen 1, Bachelor zu absolvieren…“ Denke also nochmals darüber nach WARUM du dieses Ziel hattest. Das Warum beantwortet gleichzeitig, was für dich noch akzeptabel ist.
Wozu überhaupt noch Noten im Studium? "Jeder" "muss" mindestens ne 1 vor dem Komma haben, angeblich schaffen es viele. Also ist die 1 eigentlich nur eine durchschnittliche Bewertung. Wenn man die Einsen nun aber schon für durchschnittliche Leistungen raushaut, ist für jemanden der wirklich was kann, keine Luft mehr nach oben.
2,1 passt doch.
Da kann man dem Streberruf dodgen.
Die fachliche Erwartungshaltung ist nicht zu hoch, da ist es einfacher was drauf zu setzten. Die Kollegen sehen sich leicht über deiner Augenhöhe, dich also nicht als Gefahr oder Konkurenz.
Das ist eine stabile Position aus der Mann gut glänzen kann.
Wenn man die Einsen nun aber schon
für durchschnittliche Leistungen raushaut, ist für jemanden der wirklich
was kann, keine Luft mehr nach oben.
Natürlich. Eine bessere Note entspricht, wenn du ein gutes Zeugnis einer Werksstudentenstelle bei einem OEM vorweisen kannst. Zusätzlich sollte ein oder zwei Auslandssemester drin sein.
Wozu überhaupt noch Noten im Studium? "Jeder" "muss" mindestens ne 1 vor
dem Komma haben, angeblich schaffen es viele. Also ist die 1 eigentlich
nur eine durchschnittliche Bewertung. Wenn man die Einsen nun aber schon
für durchschnittliche Leistungen raushaut, ist für jemanden der wirklich
was kann, keine Luft mehr nach oben.
Ein kleines bisschen würde es helfen die durchschn. Abschlussnote (inkl. Studiendauer) zu veröffentlichen. Das wäre zumind. ein kleiner Fingerzeig zu den Schulen an denen die Einsen inflationär vergeben werden.
Ob ich jetzt eine
1,0 oder 2,0 in der Bachelorarbeit habe macht hierbei nichts aus, erst
ab einer 2,3 würde ich auf die Endnote 2,2 abrutschen.
Aber jeder sieht, dass deine Diplomnote nur eine 2 war, d.h. du bist (bestenfalls) nur Mittelmaß und bei selbständiger Arbeit nicht zu gebrauchen, außer man hat die Zeit dich bei jedem Schritt zu betreuen.
Und wie relevant ist die Bachelornote wenn ich einen Master im Anschluss
mache?
Denk einen Schritt weiter: Wie relevant ist die Masternote oder überhaupt der Masterabschluss? Ich sag es dir: Es interessiert kein Schwein. Nicht mal deine Bachelornote interessiert irgendjemanden, wenn du nach dem Bachelor auf Stellensuche gehst. Jetzt verrate ich dir noch ein Geheimis: Wichtig ist ob deine Nase ins Team passt, da kannst du mit den tollsten Noten und Abschlüssen antanzen, wenn denen dein Gesicht nicht passt kommst du trotzdem nicht rein.
Kein Witz:
Ich hatte letzte Woche einen IT-Leiter in einem grossen Mittelständler gesprochen, das kann man schon fast Konzern nennen, ist halt keine AG sondern noch in privater Hand aber weltweit Standorte und einige Tausend Mitarbeiter. Weisst du was der ursprünglich mal war? Parkettbodenleger. Der führt heute den Stall der ITler in der Zentrale und hat die anderen IT-Leiter im Ausland unter sich. Der hat nicht mal Abitur.
Ich bin über eine Personalvermittlung zu meinem ersten Arbeitgeber gekommen (Festanstellung, keine ANÜ). Die Vermittlung hat mein Zeugnis nicht mal mitgeschickt und der AG wollte es auch nicht haben. Ich hätte dort also theoretisch als Hauptschulabbrecher mit Drogenvergangenheit anfangen können. Was gezählt hat waren meine Vorkenntnisse, die ich glaubhalft darlegen konnte.
Wo es aber durchaus einen Unterschied machen kann, sind Konzerne, die zu viele Bewerber haben und erstmal vorfiltern müssen. Da fliegen dann halt alle schlechter als 2,5 oder 2,0 erstmal raus, je nachdem wie viele dann noch übrig bleiben.
Die Vermittlung hat mein Zeugnis nicht mal mitgeschickt und der AG
wollte es auch nicht haben. Ich hätte dort also theoretisch als
Hauptschulabbrecher mit Drogenvergangenheit anfangen können.
Krass, meine Drogenvergangenheit steht nicht auf dem Zeugnis. Hast es wohl sehr wild getrieben 😃
Zum Thema, bin aus einer etwas anderen Branche, kann aber bestätigen, dass fast alles wichtiger ist als die Anschlussnote.
Manchen HRlern sogar die Farbe deines Hemdes, oder ob du ne Krawatte trägst. Wenn ich an so manche Gespräche denke, nachdem der/die BewerberIn den Raum verlassen hat, wird mir ganz schlecht.
Zum Thema, bin aus einer etwas anderen Branche, kann aber bestätigen,
dass fast alles wichtiger ist als die Anschlussnote.
Ja, praktische Grundfähigkeiten wie die Kenntniss nackter Fakten wie eigene Fachnoten ohne erst in einer Tabellenkalkulation nachzuschlagen ist da wichtiger.
Manchen HRlern sogar die Farbe deines Hemdes, oder ob du ne Krawatte
trägst. Wenn ich an so manche Gespräche denke, nachdem der/die
BewerberIn den Raum verlassen hat, wird mir ganz schlecht.
Eben, wenn der Kandidat nichts von seinen Fähigkeiten wie ad-hoc Abschätzungen, flexible Lösungsstrategien ohne Computer-schnickschnack und soziale Grundfähigkeiten wie Small-talk unter Arbeitskollegen
durchscheinen lässt, muss sich der potentielle Arbeitgeber eben an der "Fassade" orientieren.
Aber manche Bewerber scheinen es genau darauf anzulegen, irgendwelche nichtsagende Uni-schnitte präsentieren statt tatsächliche Soft-Skills.