Gerhard Z. schrieb:
Seht ihr eine einfache Möglichkeit, die Akkus aufzuladen
Deine 18V Akkus bestehen aus 15 Zellen a 1.2V in Reihenschaltung. Beim Entladen sinkt die Spannung, bei 13.5V gilt der Akku als leer, eine Zelle hat dann 0.9V.
Wenn aber eine Zelle schwächer ist, weniger Kapazität hat, erreicht sie 0.9V vielleicht schon während die anderen noch 1.1V haben, nur bei 16.3V hört man noch lange nicht auf das Gerät zu benutzen. Und benutzt man dann weiter bis 13.5V haben die 14 volleren Zellen vielleicht noch 1.0V und die 1 schwächste, upps, -0.5V, sie wurde umgepolt und das verträgt NiMH gar nicht. Die Zelle ist dann eines Tages intern kurzgeschlossen, der Akku besteht ab dann quasi nur noch aus 14 Zellen in Reihe mit 16.8V. Davon merkt man noch nicht viel, also weiter so bis die 2. und 3. Zelle ausfällt und der Akku nur noch 14.4V hat.
Dein Ladenetzteil hat aber einen Trafo der 21.75V liefert über vermitlich eine Diode (Einweggleichrichtung) und 4.7 Ohm, was bei 18V Akku noch 650mA (die halbe Zeit wegen Einweggleichrichtung) ergibt, bei 14.4V Akku aber schon zu 1.5A (halbe Zeit). Das hielt dein kleiner Trafo nicht aus, daher wurde er zu heiss und eine Temperatursicherung schützte vor grösserem Unbill.
Dein Ladenetzteil ist also kaputt, weil (einige Zellen in deinem) Akku schon lange kaputt sind. Die werden auch von einem Laptopnetzteil nicht wieder heile.
Du müsstest erst einen neuen Akku (oder zumindest die defekten Zellen tauschen, lohnt aber nicht weil die anderen auch schon beschädigt sind, z.B. durch dauerndes Überladen) und dann ein neues Ladegerät besorgen.
Und dafür tut es ein 20V Laptopnetzteil nicht. Denn dein bisheriger Trafo war nicht so schlimm wie ich oben schrieb, mit 650mA/1.5A, sondern er war stark belastungsabhängig: Bei 21.75V lieferte er 210mA, bei 18V vermutlich 250mA, bei 100mA ging er aber auf 24V rauf, und im Leerlauf machte er vielleicht 27V während er bei 13V vielleicht 300mA bringt, ein sehr weicher Trafo, die Strombegrenzung kam mehr vom Trafo als von den 4.7 Ohm.
Ein Laptopnetzteil ist aber hart geregelt, es liefert immer 20V oder schaltet bei über 3.5A hart ab. Du müsstest den Strom mit einer nachfolgenden Schaltung begrenzen, z.B.
1 |
+20V--+---+
|
2 |
| |
|
3 |
| 3.3Ohm
|
4 |
E| |
|
5 |
BC556 >|--+
|
6 |
| |E
|
7 |
+--|< BD234
|
8 |
| |
|
9 |
1k Akku
|
10 |
| |
|
11 |
GND --+---+
|
Die reduziert den Strom, egal ob der Akku 18V oder 13V hat, auf 210mA und verheizt den Rest im BD234.
So weit, so gut, dein Laptopnetzteil schaltet nicht mehr wegen Überstrom ab, dein Akku geht nicht kaputt, aber:
Leider wird der Akku auch nie voll. Denn so wie beim Entladen die Spannung deines Akkus von 18V auf 13.5V absackte, so steigt sie beim Laden von 18V auf 22.5V an, mehr als dein Laptopnetzteil liefern kann, aber dein Steckernetzteil konnte weil es unter weniger Belastung mehr Spannung lieferte. Damit du mit dieser Schaltungen deinen (heilen) 18V Alku laden kannst, brauchst du mindestens ein 24V Netzteil (dafür wären 250mA ausreichend).
Da es ein dummes Ladegerät ist, sollte der Akku vor dem Aufladen nicht mehr voll sein, und muss er nach 14 Stunden abgeklemmt werden sonst wird er überladen.
Gerhard Z. schrieb:
Na wenn das alle so sehen werden ich wohl die Akkupacks wegschmeißen
müssen, der zweite hat noch weniger Spannung. Für den Schrauber"schrott"
(nicht meiner) wird es sich wohl nich lohnen, nochmal Akkus und
Ladegerät zu kaufen.
Sehe ich auch so (obwohl ich in meinen Akkuschraubern schon lange die Akkuzellen komplett gewechselt habe und ein anderes automatisches Ladegerät verwende, aber das war halt auch Arbeit).