Ich will TO-3 Transistoren durch einen Aluwinkel hindurch direkt auf die Platine montieren und Basis und Emitter verlöten.
Sieht man oft, aber ist das überhaupt zulässig? Die Anschlüsse haben doch keine Möglichkeit sich bei Wärme auszudehnen?
In meinem Fall will ich alte Tesla-Transistoren verbauen. Die haben massive 1,5mm dicke Basis- und Emitteranschlüsse. Führt das irgendwann zu kalten Lötstellen?
Die Wärme soll nicht durch die BE Anschlüsse abgeführt werden, sondern durch das massive Gehäuse (Kollektor). Wenn du die Transistoren nicht gerade durchglühst und die Lötaugen gross genug machst und gut verlötest, hält das Jahrzehnte.
Zwar hat Aluminium eine etwa 3-fache Warmeausdehnung als die wegen der TO3 Glasdurchfuhrung verwendeten Kovar Anschlussbeine und FR4 Glasfaser die 3.5-fache, aber bei 150 GradC Temperatursteigerung beträgt die Längenänderung nur 0.015mm über die 5mm der Anschlussbeinlänge, das hält das aus.
beträgt die
Längenänderung nur 0.015mm über die 5mm der Anschlussbeinlänge,
Und ehe die Beine zu warm werden wird auch das Aluminium des Kühlkörpers durch die Abwärme die über das Gehäuse kommt erwärmt. Vielleicht sogar noch schneller als die Anschlussbeine da die Abwärme des Dies auf relativ kurzem Weg durch das Gehäuse in den Kühlkörper geleitet wird während zu den Anschlussbeinen nur relativ dünne (Bond)Drähte führen.
Ich verbinde die mit einem gebogenen dicken Draht an der Platine (Lötauge)
Also Bohrung großer bohren und dann den Draht im leichten Bogen an das Lötauge.
Sieht scheiße aus, aber hält ewig.
PS:
Gerade dieses bleifreie Lot macht sonst Probleme.
Das ist zu spröde.
Wichtig Die mechanische Befestigung vollenden, bevor gelötet wird.
+1
Erst schrauben, dann löten, war auch mein erster Gedanke! Sonst reißen die Leiterzüge irgendwann mal ab! Interessant ist natürlich, wieviel Kühlleistung abgeführt werden muß. Deswegen Artikel lesen https://www.mikrocontroller.net/articles/K%C3%BChlk%C3%B6rper
Ich hoffe mal, dass er davon weit weg bleibt und eher nur 75K hat.
Wow, so eine Kuehlung moechte ich auch haben.
Mist verdammter, meine Wortwaage ist gestört.
Bei der Berechnung von Kühlkörpern, heutzutage "Entwärmung", benennt man die Differenzwerte in Kelvin. Wer etwas anders als Krümel kacken will, versteht in diesem Kontext meine "75K".
Ein delta von 75K heißt, bei Raumtemperatur etwa 95°C am Kühlkörper zu erreichen, was ich bzgl. der Langlebigkeit schon grenzwertig finde.
Wurde bei vielen HiFi Verstärkern so ausgeführt, wüßte nicht dass das
nachteilig war.
Als Nachteil würde ich die schlechtere Wärmeableitung ansehen [1].
Die Aluwinkel können ja nicht beliebig dick sein, weil die Beine da durch und durch die Platine reichen müssen. Maximal vielleicht 5mm.
Der Vorteil ist natürlich der einfachere Aufbau. Und wenn man den Kühlkörper als Teil des Gehäuses ansieht, dann hat man kein Potential außerhalb des Gehäuses.
[1] verglichen mit direkter Montage auf dem Kühlkörper
Die M3-Messingschräubchen mag ich, auf dem Bild sogar mit Zahnscheibe unter der Mutter. Vorbildlich. Mittlerweile fast in Gold aufgewogen war Messing einst Standard, gute Wärmeleitung und wenig Gammel.
Hab mir ein Sortiment davon zugelegt, von 3x6 bis 3x16. Mit Muttern und div. Scheiben sowie einer ordentlichen Portion Abstandsbolzen vom Pollin, auch in Messing. Je nach Stückzahl ist man da aber schnell einen bis mehrere grüne Scheine los. Und 100 Scheibchen nach DIN 125 sehen sogar in einer Streichholzschachtel noch verloren aus...
Gruss, DerSchmied
[.. Messing ..]
einer ordentlichen Portion Abstandsbolzen
Habe ich als Sortimente vom Chinesen gekauft, aber die werden auch fast täglich teurer.
Natürlich nicht nur M3, sondern auch M2 und M2,5 für die Chinaplatinchen.
Manchmal macht Kunststoff Sinn, auch davon habe ich einiges da.
Ich hasse es, wenn ich etwas bauen will, die Teile nicht sofort greifbar zu haben. Hat natürlich auch zur Folge, dass ich Material habe, was ich vermutlich niemals mehr aufbrauchen werde.
Gruss, DerSchmied
Dein Name ... mal schnell aus einem Stück Metall selbst schmieden :-)
Dein Name ... mal schnell aus einem Stück Metall selbst schmieden :-)
Nuja, für Gewöhnlich hab ich Schrauben ab M16 aufwärts in der Hand, M30 HV bspsws hat ein Anzugsmoment von 1650 Nm... Mein Amboss mit ca 200 kg ist mir eigentlich zu leicht, der wandert beim Schmieden. Aber bei 10 € min/Kg Neupreis wird die Luft in der Geldbörse eng...
M2 ist unerreichbar für mich, da machen das Augenlicht und die Feinmotorik nicht mehr mit.
Elektronische Basteleien sind willkommener Ausgleich für mich, leider fehlt es an Zeit dafür. Aber mit dem Material gebe ich Dir recht, das hat in ausreichender Menge verfügbar zu sein. Eben wenn man schon mal endlich da sitzt und Muse sowie Zeit hat. Da kann einem ein fehlender Transistor schon Mal echt die Laune vermiesen.
Gruss, DerSchmied