ich habe einen TO-220 MOSFET und würde hier gerne die Case Temperatur
mit einem Thermoelement messen. Leider sind mir zwischenzeitlich schon
zwei Bohrer , beim Versuch durchzubohren, abgebrochen ? Hat hier jemand
Erfahrung ?
mit Verlaub: Hähh?
Also ich messe das mit Wärmeleitkleber von Fischer...
Habe weder 0,6mm breit, noch 10mm tief in Transistoren gebohrt...
Aber ok, wenns scheh mocht...
Entweder in die Kühlfahne ein Loch bohren, das kann so lang sein, wie will (violett), bei einem 0,6er Bohrer bleibt ja noch Wandstärke, oder mit Dremel und Mini- Flexscheibe eine Rille in das Gehäuse fräsen (blau), Thermoelement rein, und vergießen.
ich habe einen TO-220 MOSFET und würde hier gerne die Case Temperatur
mit einem Thermoelement messen. Leider sind mir zwischenzeitlich schon
zwei Bohrer , beim Versuch durchzubohren, abgebrochen ? Hat hier jemand
Erfahrung ?
Du willst also durch den Kühlkörper und die Rückseite des (montierten) Gehäuses messen?
Bohrer war 0.6mm und sollte etwa 10mm tief..
Lass mich raten, es ist passiert nachdem der Spiralteil komplett im (noch Sack-)Loch war, der Bohrer dadurch die Späne nicht mehr abführen konnte, und sich verklemmt hat und dann "abgedreht" wurde?
Probiers mal mit schmieren und regelmäßig den Bohrer rausziehen und die Späne entfernen. Bei dem kleinen Durchmesser auf die Länge trotzdem schwierig.
Wie wäre es wenn du mit 2mm oder so 7-8mm tief bohrst und nur die letzten 2-3mm in 0.6mm machst?
ich habe einen TO-220 MOSFET und würde hier gerne die Case Temperatur
mit einem Thermoelement messen. Leider sind mir zwischenzeitlich schon
zwei Bohrer , beim Versuch durchzubohren, abgebrochen ?
Die Kühlfahne eines TO220 ist aus Kupfer und leitet Wärme sehr gut.
Die Wärmeableitung an den Kühlkörper hat eine Störstelle und auf der Vorderseite wird praktisch gar keine Wärme abgeleitet.
Langer Rede kurzer Sinn: die Temperatur wird sich zwischen Vorder- und Rückseite der Kühlfahne höchstens um einige Kelvin unterscheiden.
Du kannst dein Thermoelement bedenkenlos an der Vorderseite anbringen.
Siehe mein Bild, Schliffbild vom eingebetteten MOSFET. Schön zu sehen ist der Junction, wo die Temperatur herkommt. Ich unterhalb vom Junction rauskommen und dort ein Thermoelement einführen...
Aufgrund der Wiederholbarkeit muss der Prozess so standardisiert wie möglich sein.
Wir haben das anders gemacht. Sensor drauf pappen und dann noch einen Styroporklotz mit 5x5x5cm oben drauf. Die Temperatur ist dann 1:1 wie die im Transistor.
"Es kommt der Tag, da will die Säge sägen"
War mal der Untertitel eine Films, in dem einer mit einer geklauten Motorsäge eine Ladeneinrichtung kurz und klein sägt.
Ich vermute, nicht das weiche Kupfer sondern der Kunststoff sind das Problem?
Da muss man aufpassen. Der Sensor selbst ist sicherlich nicht gerade ideal an das Kupfer gekoppelt. Ggf. müssen seine Anschlüsse sehr tief mit im Messobjekt stecken, und/oder sehr schlecht wärmeleitend sein. Sonst erreicht der Sensor die eigentliche Temperatur nie.
Nur insofern, daß dabei eine kleine Drehbank besser wäre. Alternativ kannst du auch den Transistor selbst in das Bohrfutter einer Ständerbohrmaschine einspannen, den Bohrer nach oben zeigend in einen Maschinenschraubstock. Wenn das Werkstück dreht, der Bohrer steht, verzieht die Bohrung weitaus weniger.
Auch fallen so die Späne am einfachsten raus. Den Bohrer solltest du nur so leicht einspannen, daß er beim Blockieren mitdreht, nicht abschert.
Ich würde von unten durch den Kühlkörper bohren, aus dem Schliff weisst Du ja, wohin du willst. Der Kühlkörper besteht entweder aus Kupfer oder aus Alu. Beides ist schlecht zu bohren, besonders Kupfer.
Keine VHM-Bohrer sondern einen aus HSS
unbedingt Spiritus (jawohl!) als Schmiermittel nehmen
immer nur eine kleine Strecke (so ca 0,2-0,3mm) bohren und dann zurückziehen, damit das gebohrte Material aus dem Loch herauskommt.
Noch eine Frage: wie bringst Du einen Temperaturfühler in ein Loch mit 0,6mm rein.
Nur insofern, daß dabei eine kleine Drehbank besser wäre. Alternativ
kannst du auch den Transistor selbst in das Bohrfutter einer
Ständerbohrmaschine einspannen, den Bohrer nach oben zeigend in einen
Maschinenschraubstock. Wenn das Werkstück dreht, der Bohrer steht,
verzieht die Bohrung weitaus weniger.
Auch fallen so die Späne am einfachsten raus. Den Bohrer solltest du nur
so leicht einspannen, daß er beim Blockieren mitdreht, nicht abschert.
Sehr guter Tip - Das werde ich mal teste.
Grundsätzlich soll in dem Test die Thermischen Charakterisierungen von TIM's ermittelt werden. Der Aufbau sieht dabei so aus, dass der Transistor als Hitzequelle dient. Anschließend das TIM und darunter der Kühlkörper. Die Temperatur wird im Transistor Case und im Heatsink gemessen. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf die Thermische Impedanz ziehen - einfach gesagt wie gut oder schlecht ein entsprechendes Material Wärme leitet.
Ich würde von unten durch den Kühlkörper bohren, aus dem Schliff
weisst
Du ja, wohin du willst. Der Kühlkörper besteht entweder aus Kupfer oder
aus Alu. Beides ist schlecht zu bohren, besonders Kupfer.
Keine VHM-Bohrer sondern einen aus HSS
unbedingt Spiritus (jawohl!) als Schmiermittel nehmen
immer nur eine kleine Strecke (so ca 0,2-0,3mm) bohren und dann
zurückziehen, damit das gebohrte Material aus dem Loch herauskommt.
Noch eine Frage: wie bringst Du einen Temperaturfühler in ein Loch mit
0,6mm rein.
Die Richtung aus der gebohrt werden muss ist fixiert und kann nicht verändert werden.
Der Temperaturfühler hat den selben Durchmesser und passt dann wunderbar dort rein.
Ich würde gerne mehr Details teilen ist aber leider confidential.
Die Richtung aus der gebohrt werden muss ist fixiert und kann nicht
verändert werden.
Und aus welcher Richtung ist das? Der Kunststoff des Gehäuses lässt sich sicher besser bohren als ALu oder Cu, isoliert aber die Wärme. Auch hier gilt: immer nur ganz wenig bei so dünnen Bohrern und Bohrkanal leermachen.
Wenn Du ganz an das Die heranmusst: ein Bohrer hat vorne eine Spitze von ca 120° (bei HSS-Bohrern), d.h. Du bist mit der Spitze schon am Die und am Rand des Bohrloches ist noch etwas Kunststoff. Also ggf. mit einem Fräser nachbohren, der vorne ganz flach ist.
"Es kommt der Tag, da will die Säge sägen"
War mal der Untertitel eines Films, in dem einer mit einer geklauten
Motorsäge eine Ladeneinrichtung kurz und klein sägt.
Das ist der Ruhrgebietskultfilm "Jede Menge Kohle" von Adolf Winkelmann. Nachdem sich der Hauptdarsteller von seiner Freundin getrennt hat, werden die zuvor gemeinsam angeschafften Möbel mit der Motorsäge genau Halbe/Halbe gerecht aufgeteilt 😄
das stimmt schon, nur bei der winzigen Masse des Thermoelements führt das nur zu einer Zeitkonstante. Nach 5x derer ist die verbleibende Differenz <1%.
keine 10mm
doch quer sind es laut der Zeichnung oben 10,2 mm
Während meines Studiums wurde in einer Studentenzeitschrift der Beruf des Qualitätsexperten als "Widerstandszersäger" abqualifiziert. Das wollte ich dann auch nicht werden.
Ich wiederhole mal den sehr eleganten Weg der Temperaturmessung, der oben schon genannt wurde:
Die Bodydiode des FET ist DER Tempsensor im FET und bzgl Messunsicherheit (bei richtiger Messung) einem Thermoelement mindestens Gleichwertig. Mach nen Verbesserungsvorschlag draus!
Heizstrom kurz unterbrechen und mit ein zwei Strömen in Gegenrichtung die Spannung messen, etwas Mathe und fertig ohne Bohren.
Bzgl Bohrer und Bohren würde ich zum Telefon greifen und die Hersteller aus D oder CH von Bohrern fragen.
Grundsätzlich soll in dem Test die Thermischen Charakterisierungen von
TIM's ermittelt werden. Der Aufbau sieht dabei so aus, dass der
Transistor als Hitzequelle dient. Anschließend das TIM und darunter der
Kühlkörper. Die Temperatur wird im Transistor Case und im Heatsink
gemessen. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf die Thermische Impedanz
ziehen - einfach gesagt wie gut oder schlecht ein entsprechendes
Material Wärme leitet.
0,6mm auf diese Länge macht man nicht mehr mit Standardware auf dem Heimwerkerständer.
Da riecht nach Troll: Mal einen BD241 aus der Schublade, Schieblehre dran. Die Metallfahne ist 10 x 16 mm. In der Längsachse ist die Schraube im Weg, quer ist man bei 10 mm durch.