Spannungsbegrenzung PV Anlage

OP #7378415
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Hier im Forum wurde schon an anderer Stelle über das Problem diskutiert, daß eine maximal ausgelegte PV Anlage im Winter gerne die Spannungsgrenzen des Wechselrichters "austestet". Zwischen den Spannungsangaben für NOCT bei 25°C und Minusgraden sind locker 20% Spannungserhöhung drin. Die Erhöhung ist exakt für jedes Modul/String vorher berechenbar und fast ausschließlich temperaturabhängig. Das kann über die Grenzen der Belastbarkeit des WR hinausgehen und das wird ggf. teuer. Natürlich läßt der Solateur einfach ein Panel im String weg und bleibt so immer unter der Grenze. Das müßte doch anders gehen:

Ein kleiner mechanischer Temperaturschalter schließt unter z.B. 5°C den Steuerkreis eines Thyristors der durchschaltet und damit ein Panel kurzschließt. Dem Panel ist das egal, das kann Kurzschluß ewig ab. Die Leistung fällt am Innenwiderstand des Panels ab, etwas natürlich auch am Thyristor. Für diesen Tag ist das Panel dann außer Funktion und die Spannung im grünen Bereich.

Über Nacht fällt die Versorgungsspannung weg und der Thyristor macht wieder auf. Am nächsten Morgen ist es dann z.B. 7°C und der Temperaturschalter schaltet nicht, Thyristor bleibt offen und die volle Spannung aller Panels liegt am WR an.

Das kann man als kleines vergossenes Modul oben auf dem Dach unter dem betroffenen Modul installieren.

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(Firma: Hobbytheoretiker) #7378554
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Thomas R. schrieb:

Dem Panel ist das egal, das kann Kurzschluß ewig ab.

Hier ist erklärt, warum dem nicht so ist: Beitrag "ungenutztes Solarmodul kurz schließen oder offen lassen?"

Thomas R. schrieb:

Ein kleiner mechanischer Temperaturschalter schließt unter z.B. 5°C den Steuerkreis eines Thyristors der

dann gesperrt bleibt und das Panel wird durch eine Bypassdiode überbrückt.

Michael B. schrieb:

Was für ein Unsinn bloss weil du die falsche WR/PV Kombination gekauft hast.

Wenn die Umgebungstemperatur hoch ist, ist es sogar erwünscht, dass der Wechselrichter weniger Leistung umsetzen muss, da die Abwärme schlechter wegkommt. Mit dem Kauf der richtigen WR/PV-Kombination entfiele das mit zu betrachten.

OP #7378598
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Dieter D. schrieb:

Thomas R. schrieb:

Dem Panel ist das egal, das kann Kurzschluß ewig ab.

Hier ist erklärt, warum dem nicht so ist: Beitrag "ungenutztes Solarmodul kurz schließen oder offen lassen?"

Eigene Messungen auch mit IR Kamera: kein Problem. Schon gar nicht bei Temperaturen nahe Null.

Thomas R. schrieb:

Ein kleiner mechanischer Temperaturschalter schließt unter z.B. 5°C den Steuerkreis eines Thyristors der

dann gesperrt bleibt und das Panel wird durch eine Bypassdiode überbrückt.

Bitte um Erklärung?

Michael B. schrieb:

Was für ein Unsinn bloss weil du die falsche WR/PV Kombination gekauft hast.

Warum glaubst du daß dem so ist?? Ich mache mir nur Gedanken zu einer Fragestellung hier im Forum.

Wenn die Umgebungstemperatur hoch ist, ist es sogar erwünscht, dass der Wechselrichter weniger Leistung umsetzen muss, da die Abwärme schlechter wegkommt. Mit dem Kauf der richtigen WR/PV-Kombination entfiele das mit zu betrachten.

Spezifikationen sind dazu da um sie auszunutzen. Ich kaufe ja auch kein Auto mit 100kW und fahre dann mit 30km/h durch die Gegend nur weil der dann vielleicht länger hält?

Gast #7378655
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Thomas R. schrieb:

Temperaturschalter schließt unter z.B. 5°C

Also bei unter 5°C und bedecktem Himmel möchtest Du das Panel auch kurzschliessen und lieber aus dem Netz beziehen? Auch wenn tagsüber +25°C und pralle Sonne, der Thyristor bleibt bis zur Nacht leitend, nur weil es in den Morgenstunden beim ersten Sonnenstrahl -5°C war. Ein wirklich zukunftsweisendes Desing. PV Dachheizung...

Thomas R. schrieb:

Spezifikationen sind dazu da um sie auszunutzen.

Das tut kein kluger Techniker. Spezifikationen nennen die maximalen Grenzen. An den Grenzen liegt aber nicht das Leistungsmaximum sondern das Lebensdauerminimum.

OP #7378691
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Ich habe die ursprüngliche Frage hier im Forum nicht gestellt! Meine Anlagen kommen ohne solche Krücken aus. Aber der Bedarf an Krücken scheint unendlich zu sein, anders ist der Markt für „Optimizer“ ja kaum zu erklären.

Bitte um sachdienliche Hinweise zur TECHNISCHEN Frage, danke.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7378745
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Thomas R. schrieb:

IR Kamera

Das erkennt man nur mit feiner Auflösung. Bei neuen Zellen mit Bypassdioden alle 20 Zellen schwierig zu sehen und insbesondere bei schrägem Lichteinfall.
Ähnlicher Effekt tritt auch bei offenen Panelen auf, wenn zu viele parallel verschaltet werden.

https://www.researchgate.net/publication/323309527_Solar_cells_and_arrays_Principles_analysis_and_design

Thomas R. schrieb:

Bitte um Erklärung?

Das ist die offene überbrückende Schaltungsvariante analog zu Deiner.

Thomas R. schrieb:

Spezifikationen sind dazu da um sie auszunutzen.

Die werden nach einer bestimmten Norm für eine gewisse Vergleichbarkeit erstellt. Ein Automotor mit 100kW bei 50% Nennlast als Generatorantrieb verwendet, ist übrigens sehr schnell kaputt.

OP #7378962
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Dieter D. schrieb:

Das ist die offene überbrückende Schaltungsvariante analog zu Deiner.

Die Verschattungsdiode(n) liegen parallel zum Panel/teilen aber in Sperrrichtung (sonst wären sie ja sofort ein Kurzschluß). Der Thyristor liegt in Durchflußrichtung parallel zum ganzen Panel. Egal welche Spannung über dem Panel anliegt würde er das Panel temperaturgesteuert komplett kurzschließen bevor die Bypassdioden ansprechen. Und einmal gezündet bleibt der durchgesteuert (bis zum Unterschreiten des Haltestroms). Mit Thyristoren habe ich reichlich zu tun gehabt aber nie in einer solchen Anwendung.

Die Temperatursteuerung ist natürlich nur eine weitere Vereinfachung. Aber eine elektronische Auswerteschaltung die auch noch die anliegende Spannung berücksichtigen könnte wäre tatsächlich fehleranfällig und würde Fremdenergie benötigen.

Sobald es das Wetter erlaubt werde ich das mal mit einem realen Panel aufbauen und testen.

#7379224
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Mnax schrieb:

Deshalb sehen die Häuser mit PV auch aus wie eine Faust auf's Auge. Zur Berechnung welche Leistung bei welchem Eigenverbrauch sinn macht und was ästhetisch vertretbar ist sind die nicht willig. Je mehr Panels je mehr Veridenst, so wird gerechnet.

Oh Mann, alle blöd ausser dir.

Wer bezahlt einspeist, will natürlich alles aufs Dach kriegen was geht und er sich als Investition leisten kann, und im rechtlichen Ramen darf, denn je mehr er baut, um so mehr verdient er mit der Anlage, denn DASS sich so eine Anlage lohnt, hat er sich ja vorher ausgerechnet, sonst würde er sie nicht bauen.

Wer auf Eigenverbrauch abzielt, baut nicht das Dach voll sondern nur ein paar Panels als Balkonkraftwerk, und gehört damit überhaupt nicht zu denjenigen, über die du hier herziehst.

#7379259
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Michael B. schrieb:

Du bekommst eine funktionierende Ablage weil der schon hunderte gebaut hat und weiss, welche Kombinationen funktionieren.

Ja, die mit der höchsten Marge für ihn Und ja, sie wird funktionieren, Hauptinteresse des Solarteurs neben Gewinn ist "bloß kein Stress, keine Anrufe nach der Installation"

Genau das gleiche Problem wie bei Heizungsbauern....

#7379269
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Was macht es den für einen Unterschied im Wirkungsgrad ob man da je eine Panelreihe mit 600 oder 800V anklemmt? Die Wechselrichtung müssen eine Scheitelspannung von 325V erreichen können und das machen Sie per PWM, setzen die Eingangsspannung also runter.

Klar der Vorteil mehrere Module in Reihe ist eben der geringere Verkabelungsaufwand und das der Strom über die Kabel, entgegen der Parallelschaltung nicht steigt und man dadurch weniger Verluste hat.

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