Wie versorgt man seine µCs am effizientesten oder elegantesten mit 5 V (ausgehend von Netzspannung)?
Bisher transformiere ich auf 12 V AC und richte auf 12 V DC gleich.
Dann verwende ich einen 7805 um die 5 V für den µC bereitzustellen.
Rührt alles noch daher, daß ich bei meiner ersten Anwendung einen 12-V-Lüfter betreiben wollte und das mit wenig Lern-&Kostenaufwand, wobei mir Verlustleistung egal war.
Nutzt Ihr andere Spannungsregler/-wandler, die besser sind?
Was haltet Ihr von dem Umweg über die 12 V? Printtrafos mit 6 oder 9 V finde ich, jedoch nichts mit direkt 5 V, was dann wieder einen Regler/Wandler erfordert...
Nutzt Ihr andere Spannungsregler/-wandler, die besser sind?
Wenn du es selbst bauen willst:
6V-Trafo, Schottkydioden ala SB140 als Gleichrichter und LDO-Spannungsregler ala LP2950-5.0, LF50, LM2940CT5 oder L4940 (je nach benötigtem Strom) machen es schon mal ein Stück effizienter. Noch effizienter geht's natürlich mit Schaltregler, was aber etwas komplizierter ist.
Ja und? Netzteile sind "Commodities", die kauft man von der Stange und entwickelt sie nicht selber. Das lohnt sich nicht, auch finanziell nicht. Oftmals werden extra externe Stecker- oder Tischnetzteile verwendet, damit das eigene Gerät nur mit Schutzkleinspannung arbeitet und z.B. Zertifizierungen nach der Niederspannungsrichtlinie entfallen.
Außerdem ist es dann einfacher, sein Produkt global zu verkaufen - ein anderes Netzteil und die Sache ist gegessen. Kein Stress mit 100/120/220/240V, 50/60 Hz, verschiedenen Netzformen usw.
Du solltest es genauso machen, wenn es Dein Produkt zulässt.
Ja und? Netzteile sind "Commodities", die kauft man von der Stange und
entwickelt sie nicht selber. Das lohnt sich nicht, auch finanziell
nicht.
Das ist deine Sichtweise – die eines professionellen Entwicklers, vermute ich mal. Sicher zutreffend, wenn es um kommerzielle Geräte geht, die Zertifizierungen erfüllen und globale Märkte berücksichtigen müssen.
Ich denke aber, dem TO geht es ums Hobby, und das ist eine ganz andere Baustelle. Ich selber baue auch gern „konventionelle“ Trafo-Netzteile selbst, anstatt fertige Module aus China zu kaufen – einfach, weil es mir Spaß macht. Das Argument „Das kauft man doch viel besser, günstiger etc. von der Stange“ kann man ja auf nahezu alles anwenden, was man als Hobbyelektroniker so macht (Platinen eingeschlossen) und damit das ganze Hobby ad absurdum führen.
Gibt Printtrafos, externe Netzteile von bspw. Meanwell, oder externe externe Netzteile wie bspw. bei Notebooks.
Was man auch machen kann, wenn man intern viel Platz hat, oder verschiedene Spannungen braucht, die Netzteile von DVD-Playern o.Ä. benutzen. Die Netzteile von AppleTVs zum Beispiel sind sehr klein und liefern 3.3V. So kann man sich unter Umständen teure(re) Netzteile sparen.
Wie versorgt man seine µCs am effizientesten oder elegantesten mit 5 V
(ausgehend von Netzspannung)?
Hängt immer vom Stromverbrauch ab, über den du NATÜRLICH nichts geschrieben hast, vom Mikroampere-LCD-uC bis zum 2A WLAN ist ja alles dabei und muss er noch ein Relais schalten und eine LED 7-Segment-Anzeige steuern wird's viel.
Was mich jedesmal umtreibt, warum sind die 230V Anschlüsse immer so nahe (3,9mm) und die 5V Anschlüsse so weit (10mm). 5V sind doch keine Hochspannung.
Bei 0,6mm Pin würde ich 0,8mm Bohrung und 1,2mm Lötauge nehmen wollen, d.h. habe nur noch 2,7mm Isolation für 230V. Wer denkt sich bloß solchen Unsinn aus. Schaut denn niemand in die Normen?
Wird schon irgendwie konstruktionsbedingt sein.
Vielleicht sind da deutsche / europäische Normen etwas zu vorsichtig?
Hatte jedenfalls noch kein Problem mit den Dingern (mit länglichen Lötpads).
Wer bietet noch kleinere?
Im Gegensatz zu dir schon, und die Leute haben die sogar verstanden.
Der Abstand der 230V zu den 5V ist gross genug.
Der Abstand ZWISCHEN den 230V muss nicht grösser sein als das, was die Elektronik aushält, z.B. 800V, und auch nicht doppelt isoliert sein sondern bloss Funktionsisolation. Da reichen schon 1.5mm. Was meinst du, wie gross der Abstand der Beinchen am TO220 TRIAC in deinem Dimmer ist ?
Von der Stromstärke her ca. 30-300 mA für den µC, ein paar
Standard-LEDs, ein kleines Relais und vielleicht noch ein
LC/TFT-Display.
Für Relais und Lüfter macht es Sinn, 12V zu haben.
Wenn ich ein Gerät baue, also Gehäuse drum und zugeschraubt, will ich kein externes Steckernetzteil haben.
Hier ein Beispiel: Der kleine Trafo hat 9V Nennspannung, ist aber extrem weich, für diese Größe durchaus normal. Bei geringer Last stehen um 17 Volt DC am Ladeelko, mit dem Lüfter aktiv sind es noch knappe 12V.
Der Lüfter wird nur aktiviert, wenn der NTC am Kühlkörper "zu warm" meldet und wird direkt an der ungeregelten Spannung betrieben.
Da wäre ein Längsregler mit 10V-Abfall richtig doof, zudem wäre der Trafo überfordert. Ein Schaltreglerplatinchen vom Aliexpress, zehn Stück um 3 Euro, wandelt auf 6,5V runter. Die bekommt der Arduino, dessen Längsregler dann ordentliche 5 Volt für den µC liefert.
Dass erhebt jetzt nicht den Anspruch der ultimativen Lösung, soll einfach ein Vorschlag sein, wie man es machen kann.
Ich schaue möglichst immer, Relais nicht an der selben Versorgung wie der des µC zu haben. Nenne es Angst oder sonstwas, ich habe damit keine Störprobleme, wie es in diversen Threads beklagt wird.
Im Gegensatz zu dir schon, und die Leute haben die sogar verstanden.
Ich hab leider schon reichlich Erfahrung mit schlechtem Design von Bauteilen machen müssen. TO220 für 1000V FETs treiben schon seit dem BUZ50 viele Entwickler in die Verzweiflung. Geht eigentlich nur, wenn man die Lötaugen als Dreieck anordnet, d.h. deutlicher Mehraufwand für den Bestücker. Ich hab auch viel tricksen müssen (ovale Lötaugen bzw. außermittig).
MOSFETs haben ja schon lange die 1000V geknackt. Aber erst seit jüngster Zeit gibt es auch MOSFETs, wo der Hersteller mitgedacht hat. Z.B. D2PAK, wo der Drainstummel zwischen G und S endlich entfernt wurde. Oder HV-Transistoren mit G,S auf der einen Seite und D in deutlichem Abstand.
Oder auch der 3kV-Modul von ISEG. Mein erstes Design lief auf Lochraster einwandfrei, aber die Serienplatine hat schön gebrutzelt, weil ausgerechnet der Ausgang den kleinsten Abstand zum Gehäuse hat. Ich hab dann erstmal ne PVC-Scheibe zwischen gelegt und im Redesign das Lötauge = 0 gesetzt. Erst nach mehreren Jahren hat ISEG die Beschwerden der Anwender ernst genommen und das Footprint geändert.
Ich hatte auch kürzlich Apex zu Besuch, die haben mir den PA99 für 2,5kV gezeigt. Mir sind dann sofort die Abstände der Glasdurchführungen zum Gehäuse negativ aufgefallen. Die haben auch sofort zugegeben, daß sie daran noch arbeiten müßten.
Bezüglich Isolationsabständen wird immer noch viel gepatzt, wo es vollkommen unnötig ist und wo ich es nicht erwarten würde.
Es reicht eben nicht, wenn es an Luft gerade noch nicht überschlägt. Die Baugruppen sollen auch zuverlässig sein. Ein Staubkorn soll sich absetzen dürfen, ohne das es gleich funkt.
Das mache ich bei empfindlicher Analogtechnik immer noch so.
Da will man kein SNT in der Naehe. Egal wie gut geschirmt.
Der Verbrauch haelt sich in Grenzen, und so sind 78( /L/M/S)
und 79xx auch heute noch bei mir in Verwendung.
Aber einem
µCs
ist es doch ziemlich egal, wo seine 5/3.3/2.5 V herkommen.
Und Luefter und Relais gibt es auch mindestens fuer
5 V reichlich. Deswegen einem Geraet ein "extra" Netzteil
zu schneidern?
Die 5 V kann heute quasi jede USB-Wandwarze bereitstellen.
Notfalls mit einem AMS1117 dahinter, wenn es weniger sein soll.
Fuers Hobby:
Eine gute Quelle sind mittlerweile Schrottplaetze fuer
Netzteile aller Art. Bei >= 12 V Netzteilen kann man sich
fast die Leistung die man braucht "aussuchen".
Bis hin zu kompletten Stromversorgungseinschueben mit
z.B. 5 V @ 200 A oder 48 V @ 50 A.
Geraete die zum Verbleib beim Kunden gedacht sind, bekommen
reichlich dimensionierte "externe" Netzteile.
Netzteile sind "Commodities", die kauft man von der Stange und
entwickelt sie nicht selber. Das lohnt sich nicht, auch finanziell
nicht. Oftmals werden extra externe Stecker- oder Tischnetzteile
verwendet, damit das eigene Gerät nur mit Schutzkleinspannung arbeitet
und z.B. Zertifizierungen nach der Niederspannungsrichtlinie entfallen
So ist es.
nicht den Anspruch der ultimativen Lösung
Ein Trafo versorgt ein SNT-Modul und das dann einen Laengsregler.
Das ist eher das Gegenteil von "ultimativ".
Aber wenn es funktioniert und das Geraet zugeschraubt ist
damit es keiner sieht...
Es macht keinen Sinn ein Netzteil selbst zu bauen. Auch wenn die Spezifikationen eines Gekauften nicht ganz wahr sind, ist es immer noch besser und sicherer wie ein Selbstgebautes. Vor Allem will man kein Netz auf der Leiterplatte haben. Uups ein Kabel faellt drauf .. Uups der Oszilloskop GND loesst sich .. da muss man auch mit dem Gehaeuse anders arbeiten, eine Kaltgeraete Dose anstelle eine Hohlsteckers... Das Gehaeuse muss schwer genug sein, um nicht mit dem (Netz-)Kabel vom Tisch gezerrt zu werden...
Ein Steckernetztil, zB auf 12V is vernachlaessigbar guenstig. Ich verwende dann Schaltregler wie den LT1777 um auf meine spannung runter zu kommen.
Vor Allem will man kein Netz
auf der Leiterplatte haben.
Naja, wenn ich ein anderes netzbetriebenes Gerät z.B. schalten oder dimmen will, dann habe ich sowieso mit Netzspannung zu tun und will folglich auch das Netzteil mit im Gerät, also auf der Leiterplatte, haben.
ist es immer noch
besser und sicherer wie ein Selbstgebautes.
Kommt darauf an, wie sicher man selbst baut. Ich wage zu behaupten, dass meine Printtrafonetzteile sicherer sind, als z.B. diese Billig-Mini-Schaltnetzteile von Ali.