ich habe ein kleines Problem mit der obigen Schaltung. OPV ist ein MC33204. Versorgung ist +10V(Vcc)/+5V(Vref)/0V(GND). An den Eingang habe ich ein Signal von 10mV(pp)@20kHz Sinus angelegt. Erwartet hatte ich ein Ausgangssignal von ca. 300mV(pp) mit einem Offset von Vref. Gegebenenfalls auch "etwas" weniger, weil der OPV ja nur 2,2MHz Bandbreitenprodukt hat...
Dummerweise ist das Ausgangssignal "flatline"/konstant auf Vref.
Zunächst vermutete ich einfach einen Defekt. Allerdings habe ich diesen Schaltungsteil dreimal auf dem Board und alle drei verhalten sich so. Daraufhin habe ich einen der Chips ausgelötet und einzeln getestet. In invertierender Grundschaltung funktioniert der OPV wie erwartet mit "nicht ganz" 30facher Verstärkung. Er ist offenbar also nicht defekt. Bei nicht invertierender Grundschaltung kommt trotzdem wieder kein Ausgangssignal dabei heraus. Ich vermute also jetzt eher doch ein Verständnisproblem...
Du verstärkst Vref mit 100/3,3 => Du übersteuerst! Du musst Vref erstmal runterteilen und dann mitverstärken. So einfach, wie du es dir machst is es leider nicht.
Du verstärkst Vref mit 100/3,3 => Du übersteuerst! Du musst Vref erstmal
runterteilen und dann mitverstärken. So einfach, wie du es dir machst is
es leider nicht.
Vref liegt genau mittig zwischen Vcc und GND ("virtuelle Masse"). Wenn da was übersteuern würde, wäre der Ausgang nicht konstant auf Vref, sondern würde entweder nach GND oder nach Vcc wegrauschen. Oder missverstehe ich da jetzt etwas?
Haengt der OpAmp auch wirklich tatsaechlich an seiner
Spannungsversorgung, also so richtig, "gegen's Licht und bei niedrigen
Temperaturen"?
Gruss
WK
Der OPV bleibt kalt. Zumindest verstehe ich die Frage so. Und ja, er hat an den richtigen Pins Strom, sonst würde mutmaßlich die Erzeugung von Vref nicht funktionieren (derselbe Chip, aber anderer OPV darauf).
sonst würde mutmaßlich die Erzeugung von
Vref nicht funktionieren (derselbe Chip, aber anderer OPV darauf).
Waere sowas schon aus dem ersten Post ersichtlich gewesen, haette ich mir die Frage sicher gespart :-)
Ansonsten: evtl. Ausgaenge mehrerer OpAmps miteinander kurzgeschlossen? Zauberei? Erdstrahlung?
Waere sowas schon aus dem ersten Post ersichtlich gewesen, haette ich
mir die Frage sicher gespart :-)
Sorry, ich bin nur der Autor des Posts... (manchmal neige ich dazu, zu viel vorauszusetzen, weil es mir ja in dem Moment klar ist... Sorry dafür. Ich nix perfekt...😇)
Die Schaltung ist richtig, allerdings sind die 4.7nF für 10k Last etwas klein bemessen - oder eben 100k nehmen. Der hat bei 20kHz immerhin ein Xc von ~1700Ω.
Du musst also nach einem Schaltungsfehler suchen und vielleicht auch noch verraten, welche OPAs du einsetzt.
Die Skizze ist ausreichend hübsch 😀. Referenzen benennen wäre noch ein Plus!
Einfach mal ein Signal mehr "Bumms"(*) einspeisen und auch dabei
auch testen ob das am E+ des OPV ankommt.
Auch die anderen Signale (auch Vref!) mit dem Oszi auf
Plausibiltaet pruefen.
Der OPV bleibt kalt. Zumindest verstehe ich die Frage so. Und ja, er hat
an den richtigen Pins Strom, sonst würde mutmaßlich die Erzeugung von
Vref nicht funktionieren (derselbe Chip, aber anderer OPV darauf).
Die Erzeugung von Vref am Out würde sogar komplett ohne OPV funktionieren - weil über den 100k zum Ausgang verbunden ...
Der OPV steckt bestimmt auf einem Brotbrett, und es hat wieder
eines dieser versch*ssenen Kabel keinen richtigen Kontakt.
Oder der 4.7 nF ist ein uralter Styroflex mit Kontaktproblemen
am Wickel.
Ist frisch abisoliertes und passend geschnittenes LiY 0.6
zu teuer?
Bonusfrage: Warum kauft man sich einen superuniversellen
Funktionsgenerator um dann nur einfallslose 10 mV @ 20 kHz,
vermutlich als Sinus, als Testsignal zu einzuspeisen?
Hinter einem 10/1-Tastkopf gibt es ein gerade schwach
erkennbares 1 mV Signal.
Mit einem Volt PP muesste man nach dem Signal zumindest
nicht mit der Lupe suchen und der OPV wuerde mal bis in
die Begrenzung ausgesteuert. Hoffentlich symmetrisch!
Mit einer audiophileren Frequenz, koennte man auch den guten
alten "Signalverfolger" an den Start bringen.
Nein. Beide Eingänge sind DC-mäßig mit Vref verbunden. Der OPV muss über den Feedbackwiderstand dagegen arbeiten. Wenn er das nicht schafft (weil Offset * Verstärkung höher als Betriebsspannung), hängt er an einer der beiden Rails.
Also muss ein C dazwischen, damit DC bzw. Offset nicht verstärkt wird.
Edit: Wobei sich die Ausgangsspannung hier noch innerhalb der Rails aufhalten sollte - sofern der angegebene OPV stimmt.
Einfach mal ein Signal mehr "Bumms"(*) einspeisen und auch dabei
auch testen ob das am E+ des OPV ankommt.
Das hat in gewisser Hinsicht die Lösung gebracht. Ich hatte immer an Stellen gemessen, wo ich mit der Prüfspitze gut hinkommen kann. Direkt an den Pins war's aber (bei beiden, meiner Testplatine UND bei meinem Prototypen) nix mehr, mit dem Signal.
Ursache(n): Eine trotz Uhrmacherlupe visuell total unauffällige (aber leider trotzdem tote) Lötstelle auf dem Testboard. Kontakt gab es eher zufällig, wenn ich mit der Prüfspitze stärker draufgedrückt habe... Auf dem Prototypen-Board war es ein Haarriss (unter dem Lötstoplack natürlich, damit es nicht so auffällt...) in der Leiterbahn. °_O
Das war nicht meine Absicht. Da es aber mein Hobby ist, kann ich nicht immer sofort eine Auflösung posten...
Vielen lieben Dank für die ganzen hilfreichen Kommentare! Ich hoffe, dass ich mich beim nächsten "Debugging" mindestens an die Hälfte davon erinnere ;-)